Standheizung zieht teilweise 25 Ampere?
Hallo Kollegen, Freunde und alles was dazugehört, ich habe mal wieder ein Problem mit meinem Auto... Ist ja n S211 :-)
Ich habe mich die Tage wo es kälter wurde gewundert, warum morgens meine Standheizung nicht wirklich zuverlässig funktioniert. Dann bin ich der Sache mal gestern bei 1 Grad Außentemperatur auf den Grund gegangen. Batteriespannung lag bei 11,9 Volt.
Ruhestrom lag irgendwo bei 180mA. Teilweise auch bei 330 mA. Ich weiß das ist zu viel aber das wird ne andere Baustelle. Sobald ich etwas mache, Tür auf oder irgendwas anderes erhöht sich der Strom auf 19A.
11A davon sind für die Pumpe der Fahrdynamischen Sitze, weil dort irgendwo ein Leck ist, wird die bei jedem Wake Up mit aktiviert für ca. 10 Sekunden. Nach 1 Minute sind es dann 6A nach weiteren 30 Sekunden dann 4A dann 3 2 1 und dann nach ein paar Minuten diese paar mA Ruhestrom.
Wenn ich die Standheizung anschalte, erhöht sich der Anfangsstrom auf 25 A (8A für alle Steuergeräte, 11 A Pumpe FDS und 6 A Standheizung. Soweit ok. Nach 3 Minuten sinkt der Strom auf 6,5 A. Soweit auch gut. Allerdings springt der Strom nach weiteren 10 Sekunden wieder auf die 25A. Dieses passiert wahrscheinlich daher dass die Steuergeräte wieder aufgeweckt werden durch den Betrieb der Klimatronic und der Standheizung. Und so läuft es denn im 5 Minuten takt immer hin und her mit dem Strom zwischen 6 A und 25 A. Das kann doch nicht im Sinne des Erfinders sein....
Bitte um Hilfe. LG
31 Antworten
Zitat:
@BMW Virus schrieb am 12. Dezember 2020 um 10:55:55 Uhr:
Man macht sich hier im Forum Gedanken und alle anderen die noch nicht mal wissen, was ein Forum ist fahren ganz normal und die Motoren halten und halten und halten. Das wird schon so berechnet worden sein, dass die Thermik den Motoren auch nach schneller Fahrt nichts antut.
Das funktioniert aber nicht immer.
Bei den alten Mercedes Diesel hätte ich wohl auch wenig Sorgen.
Aber die m104er Motoren waren bekannt dafür, dass die Zylinderkopfdichtung (Spritzwandseite) gerne mal den Geist aufgab. Grund: Langer Motor und Grauguss Block mit Alu Kopf. Zum Glück weniger in Richtung Wasserkreislauf.
Auch die 12 Zylinder im W140 sollen unter thermischen Problemen gelitten haben, u.a. wegen der Enge im Motorraum.
Da ist es sicher von Vorteil, wenn man den Wärmestau abbaut. Die Kopfdichtung in meinem m104 hat bis 300 tKm gut durchgehalten, ölfeucht nach außen aber mit manuellem Nachlauf.
Die OM642 haben das Problem mit dem Öl-Wasser Wärmetauscher im V. Also mitten in einem Wärmestau Hotspot.Ich hoffe ein wenig, dass man den Tausch durch Abbau des Wärmestaus verhindern oder verlängern kann. Ich werde es sicher erfahren.
Es kommt also immer auf den Motor an.
Ob Dein Motor so eine Schwachstelle hat, weiß ich nicht.
Als Gegenbeispiel. Das Thermostat in der B-Klasse W246 lässt z.B. 106 °C zu.
Diese problematischen Motore gab es im 211er doch gar nicht mehr, also trifft es nicht zu.
Das ist so eine Geschichte wie "Es ist ein Nachteil, dass die Standheizung im 213er den Motor nicht mehr vorwärmt!". Ist dem Motor de facto egal, moderne Motoröle und gute Technik machen es möglich.