Spielraum Bremskraft
Hi
Ich bin heut leider durch die HU gefallen, hauptsächlich wohl wegen zu geringer Bremskraft.
Hab nen Golf 4 1,4l, zGM 1640kg.
Die Werte waren:
VA 238/228
HA 147/148
Vorne habe ich vor 100km Scheiben und Klötzer gewechselt (ATE), und Bremsflüssigkeit gewechselt. Hinten hat sich durchs Stehen Flugrost drauf gebildet.
Vor 4 Jahren bin ich mit 182/208 & 141/165 gut durchgekommen.
Variieren die Regeln so stark?
Was sollte ich noch machen ausser vermehrt bremsen?
15 Antworten
Also dein Auto muss mindestens 50% des zulässigen Gesamtgewichtes an Bremskraftsumme aufbringen. Um das bestimmen zu können, müßtest Du das Auto exakt auf sein zulässiges Gesamtgewicht beladen und dann messen. Vermutlich bist Du aber mit einem leeren Fahrzeug zum Tüv gefahren. Deine Räder sind somit schon mit geringeren Kräften zum Stehen gekommen, dann reicht die Bremskarftsumme rechnerisch nicht aus und der Ingenieur muß bestätigen, dass es trotzdem reicht.
Hast du zufällig den Letzten HU Bericht noch ?
Was steht denn da drine? Was hat der Tüver gesagt als du ihm diesen unter die Nase gahalten hast ?
Riecht hier bissl nach Geldschneiderei denn so in etwa kommt das passen hin hier.
Bist du ggf durchgefallen weil das Tragbild an der HA nicht ausreichend war ? Sichtprüfung !!
PS: Blockiergrenze muß erreicht werden , Tragbild muss ausreichend sein ( an beiden Achsen) , Ein leeres Auto erreicht fast nie die 50% Bremskraftsumme. Abweichung LI/RE muss passen.
Das sind so die wichtigstens Fakten
bei dir waren es 48,59%
lass etwas Reifendruck ab , leg dir nen Rasengitterstein in den Kofferraum und hol dir die Plakette ;D
HA sind ATE's mit ca. 4000km schön eben und hatten Flugrost, den werde ich mal runterbremsen. Die Links-rechts Abweichung ist auch sehr minimal. Auf der Mängelliste steht auch noch ein wenig Kleinkram.
Das mit dem Gewicht ist mir auch schon eingefallen, werde da mal ein paar Bleigewichte ausn Keller reinpacken, aber 400kg die wohl noch zum zGG fehlen werd ich damit auch nicht packen. Werde dann noch das alte HU-Protokoll mitnehmen, ist auch vom gleichen Prüfstützpunkt.
Finde die Weise der Messung auch bescheuert (bin Messtechniker), es sollten die Messbedingungen schon klar eingehalten werden, und mit nen Leerauto die Bremskraft bei Maximallast zu messen ist schon sehr unprofessionell (sind ja immerhin locker 25% weniger Gewicht).
Kann es sein, daß es dem Prüfer aufgestoßen ist das ich kein Wechselzettel für Bremsflüssigkeit (hab ich selbst gemacht) im Motorraum kleben hatte?
Ne denk mal dem hat die Sichtprüfung nicht gefallen.
Wie gesagt Fahr sie etwas Frei an der HA , pack dir nen Rasengitterstein in den Kofferraum und lasse 0,2 Bar Luft aus den Reifen .
Dann passt das auch.
Ja die Messung ist irgendwie bescheuert aber man kaum verlangen HU Kunden vorher zu bitten das Auto zu beladen.
Dann kann der Prüfer vor lauter Gewichten nix anderes mehr Prüfen.
Mir hat er mal erzählt meine Scheinwerfer sind zu hoch. 😁
Ich mach den Kofferraum auf und weise ihn freundlich auf die 8 Sack Zement hin.
Sagt er ausladen oder ist Mangel da er nicht Stufe 0 prüfen kann.
Bremswerte waren aber mehr als Top an der HA 😁 😁 😁
irgendwas ist immer....
Die Bremswerte sind doch ziemlich gut würde ich sagen!
Insofern deine Angaben mit daN (Deka-Newton) angegeben sind.
An der Bremskraft und der Bremsverteilung liegt es garantiert nicht, die sind bei dir annährend perfekt.
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Nicht ganz . Er benötigt für die Plakette 50% hatte aber nur 48,59%
0,2 Bar Druck aus den Reifen ablassen und nen Rasengitterstein in den Kofferraum und schon klappt es mit der Plakette 😉
Zitat:
@MVP-Cruiser schrieb am 19. September 2015 um 21:06:04 Uhr:
nen Rasengitterstein in den Kofferraum und schon klappt es mit der Plakette 😉
was ist das denn für ein Unsinn? da kann man ja gleich die Reserverad Mulde zu betonieren... oder nach dem Fehler suchen, ich würde eher mal gucken ob der LAB fest ist
hättet ihr Beitrag 2 gelesen würdet ihr nicht fragen. Für solch Member postet man scheinbar immer alles dreifach.
Zum 1. der hat keinen mechanischen ALB der Fest gehen kann.
zum 2. wie ich es oben erklärt habe -> mindestens 50% des zulässigen Gesamtgewichtes an Bremskraftsumme aufbringen
Dummerweise fährt der Prüfer ja nicht immer ein voll beladenes Auto auf dem Prüfstand.
Einige haben mehr Reifendruck und so kann es vor kommen das die Bremswerte bzw die Blockiergrenze zu früh erreicht wird. Das führt eigentlich zur Verfälschung des Ergebnisses und ist damit meiner Meinung nach völliger Bullshit so so Prüfen.
Korrekt wäre es das Fahrzeug vor dem Prüfstand auf sein Gesamtgewicht aufzulasten und den Reifendruck auf die korrekten Werte zu überprüfen. Macht leider keiner aber so geht eigentlich die Messung korrekt.
man müßte also deiner Meinung nach das Auto voll tanken und den Ölstand auf Max bringen, vielleicht noch Bremsflüssigkeit und Kühlwasserstand kontrollieren damit die Gewichtsverteilung stimmt?
Das musst du mir mal physikalisch erklären?
Wie kann ich mit einer zulässigen Gesamtmasse von 1600kg mit 50%, also 800kg bremsen? 😁
Das ist ja so als wenn ich eine Geschwindigkeit von 300Nm hätte.
Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Den Tüv-Prüfer interessiert weniger die Bremsleistung, sondern viel mehr die Balance zwischen rechts/links.
Bremskraft wird in daN angegeben.
Und die Idee mit dem Beladen des Autos würde nur Sinn machen, wenn die Räder zuviel Schlupf hätten, sprich: wenn sie rutschen. Doch das habe ich bei einem Bremsentest auf den rauhen Rollen noch nie gesehen.
Zitat:
@blue-shadow schrieb am 20. September 2015 um 11:11:50 Uhr:
man müßte also deiner Meinung nach das Auto voll tanken und den Ölstand auf Max bringen, vielleicht noch Bremsflüssigkeit und Kühlwasserstand kontrollieren damit die Gewichtsverteilung stimmt?
Nein . man müsste das Meßverfahren ändern da es absolut nichts mit der Realität zu hat.
und @ das-markus
Mir brauchst du nicht erklären wie das geht , auch brauchst du nicht streiten .
Denn ich kann ciherlich nichts dafür wie die Prüfung für den TÜV gesetzlich geregelt ist.
Hab doch selbst gesagt das gesamte Prüfverfahren ist völliger Bullshit.
Ändert aber nichts daran das man nur die Plakette bekommt wenn die gesetzlichen Auflagen bei der HU erfüllt.
gefällt mir nicht , dir nicht ,dem TE auch nicht .. ist aber so wenn auch dämlich .. Beschwerden an die Gesetzgebung bitte.
Hier extra gern nochmal wie unser Gesetzgeber das fordert....
die prozentuale Abbremsung ist gesetzlich vorgeschrieben und muss beim PKW bestimmte Mindestwerte erreichen.
Prozentuale Abbremsung vom zul. Gesamtgewicht:
Betriebsbremse mindestens 50 %; Bei Fahrzeugen ab 2012 58 % bei einer Pedalkraft von ? 500 Newton
Feststellbremse mindestens 16 %; bei einer Handkraft von ? 400 Newton oder Fußkraft von ? 500 Newton
Differenzen der Bremswirkung der Räder einer Achse:
bei der Betriebsbremse maximal 25 % vom größeren Wert
bei der Feststellbremse, die während der Fahrt betätigt werden kann, maximal 50 % vom größeren Wert
Somit ergibt sich für die Mindestabbremsung
........ fVR + FVL + FHR + FHL
z= _____________________ x100%
................. m x g
Ich glaube du bringst etwas die Einheiten durcheinander.
Hier ist mal ein Rechenbeispiel von tatsächlicher Bremskraft:
http://www.motor-talk.de/.../...itere-veraenderungen-t5399639.html?...
Wir reden hier von Bremsdrehmomenten eines einfachen Golf 4 von über 2640Nm.
ich bringe nichts durcheinander. 1:1 aus dem Gesetzestext. Rechnen kann jeder für sich.
Habe bereits selbst gesagt das die Messung für fehlerhaft halte da Realität und Gesetz weit entfernt von einander liegen. Ich habe ja lediglich gepostet wie der Gesetzgeber das für die Plakette sieht , nicht das es korrekter Weg dahin ist.
der Gute hat seine Plakette nach Gesetzgeber um 1,48% verfehlt.
Was aber auch kein Wunder und kein Defekt ist.
Hätte man das real bewertet wäre hier eine neue Plakette am Schlild.
Schlicht und ergreifend hat der Prüfer keinen Ermessensspielraum gegeben und halt seine Rechnung für voll Beladenes Auto mit einem leeren Fahrzeug gemacht. Bzw hat er die Scheibe der HA gesehen und gerade deshalb aufgrund der Sichtprüfung die Plakette verweigert. Da er ggf nicht davon ausgehen konnte das diese auch bei 120km/h und vollem Fahrzeug die notwendige Leistung erbringt .
Da kann natürlich auch System hinter sein um den Kunden zu einer erneuten Prüfung & Zahlung zu bekommen.
Wir wissen es nicht und daher wäre ich Kackefrech mit etwas weniger Luftdruck und einem Rasengutterstein nochmal hin und hätte mir die Plakette geholt 😉
Damit hab ich fertig. muss der TE selbst wissen ob er Kohle pumpt oder meinen Ratschlag annimmt.
Er kann ja ggf auch in einer guten Werke mal Fragen ob die nochmal messen vorher dann.
Sollte nix bzw 3€ bei ATU kosten.
Vielleicht ist der TE auch einfach so nett und Postet das Bild vom Tüv Protokoll da steht ja dann drauf was dem Prüfer nicht gepasst hat.
Jetzt bin ich ungefähr bei dir....
Wobei ich auf 47,3% komme.
Das Problem ist aber: Hat denn der Prüfer mit mindesten 500Newton auf das Bremspedal getreten?