Sollten die Grünen/Blauen nicht eigentlich Vorbild sein?

Dagegen dann das folgende Beispiel auf meiner letzten Fahrt nach Mainz:

Kurz vor Wiesbaden überholt ein Streifenwagen mitten in einer Baustelle ohne Blaulicht, dafür aber ansonsten mit Festbeleuchtung (Dauerfernlicht plus Nebelscheinwerfer, und wie sich dann beim Vorbeifahren auch noch herrausstellte, die Nebelschlußleuchte war ebenfalls an!) mit weit über 100 (Limit dort waren 60, in der Engstelle davor sogar einige Meter 40!!!), und dann geht auch noch die rechte Scheibe runter und die McDoof-Tüte über Bord.

Schade nur daß es für die Cams im Interceptor schon etwas zu dunkel gewesen ist, viel ist auf der Aufzeichnung nicht zu erkennen, vor allem das Finale mit der McDoof Tüte kann man nur erahnen.

193 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von ubc


Außerdem: Wer wird gezwungen, Polizist zu werden? Das ist nun mal kein Job wie jeder andere, ein gewisses Berufsrisiko gehört dazu --- also sollen die sich gefälligst nicht beklagen!

die einzigen die sich beklagen sind einige forenmitglieder hier....

Zitat:

Original geschrieben von ubc


[BEs ist immer gut, wenn man seine Rechte und Pflichten (und die Rechte und Pflichten anderer) kennt --- dies kennzeichnet nämlich unseren Rechtsstaat.

wenn die leute in der fahrschule aufpassen würden, hätten sie im großteil der fälle schon ein gutes grundwissen.

das daß gegenteil der fall ist, wird hier jeden tag dokumentiert!

mfg paul

@ubc:

bei zwei Dingen bin ich überhaupt nicht einverstanden.

1)
Es ist in der Tat so, daß einem Einsatzfahrzeug welches nur mit Blaulicht fährt, möglichst schnell freie Bahn geschaffen werden sollte. Das gebietet meiner Ansicht nach die Rücksicht den Einsatzkräften und den Geschädigten gegenüber. Daß es durchaus Gründe geben kann, mit Blauclicht aber möglichst OHNE Horn zu fahren, das haben wir hier bei MT schon zigmal erläutert (z. B. Herzpatienten).

Zum „freie Bahn schaffen“:
Klar soll der Autofahrer selber das „wie“ und „wann“ entscheiden. Aber das „ob“ hat er nicht zu entscheiden – es sei denn, es handelt sich um einen 100% rücksichtslosen Egoisten.

2)
Du tust ja gerade so, als ob ein Polizist der die Hand an der Waffe (Waffe NICHT im Anschlag!!!) hat eine potentielle Lebensgefahr für Dich darstellt. Oder wie hast Du das mit dem Hemd und Rock gemeint? 😕

Ciao

Zitat:

Original geschrieben von MagirusDeutzUlm


die einzigen die sich beklagen sind einige forenmitglieder hier....

Wer das so einfach sieht, muss wohl auch denken, dass der Rest aus Oberigkeitshörigen besteht … das wäre dann ebenso simpel differenziert ausgedrückt.

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von ubc


Außerdem: Wer wird gezwungen, Polizist zu werden? Das ist nun mal kein Job wie jeder andere, ein gewisses Berufsrisiko gehört dazu --- also sollen die sich gefälligst nicht beklagen!

Was bleibt, ist (nicht zuletzt aus historischen Gründen) das recht geringe Ansehen der Polizei in der Bevölkerung --- damit müssen unsere grünen Freunde halt leben...😉

Sicherlich ist ein Berufsrisiko... Als Polizist biste sowieso immer am Arsch. Biste nicht rechtzeitig da, heisst es, die Polizei macht ihre Arbeit nicht richtig, haste die Hand an der Waffe heisst es die Polizei ist aggressiv und spielt ihre Machtposition voll aus...

Wirste angeschossen, isses halt Pech, Berufsrisiko.

Polizisten beklagen sich nicht, sie fordern nur ein gewisses Verständnis für einige Verhaltensweisen, die sie zum Eigenschutz an den Tag legen...

Und auch bei Rettungskräften gilt nach wie vor, Eigenschutz vor Fremdrettung...

Wie kommst du auf das schmale Brett, das Polizisten historisch bedingt nicht viel Ansehen besitzen? Vor 100 Jahren, zu Kaisers Zeiten, musste man einen Polizisten auf der Straße noch grüßen und was der gute Schutzmann sagte war Gesetz...
Selten so einen Blödsinn gelesen...

Und das es wichtig und richtig ist einem Einsatzfahrzeug Platz zu machen ohne das es wie ein Weihnachtsbaum leuchtet und hupt, werden wohl viele erst merken wenn sie selbst mal in so einem Ding liegen...

Zitat:

Original geschrieben von oink


Biste nicht rechtzeitig da, heisst es, die Polizei macht ihre Arbeit nicht richtig, haste die Hand an der Waffe heisst es die Polizei ist aggressiv und spielt ihre Machtposition voll aus...
Wirste angeschossen, isses halt Pech, Berufsrisiko.

ist aber genauso ein wenig verallgemeinert wie … und erschießen die ab und zu einen Unbeteiligten (Beispiel von Ripper), heißt es Restrisiko für Restbevölkerung. … Nein …

Man sollte jedes Beispiel oder Erlebnis allein und differenziert bewerten (es sei denn, manche Beispiele häufen sich), alles über einen Kamm zu scheren bringt es nicht.

Jedoch ist das Vorbild Polizei (Threadthema) nur dann eins, wenn es sicht zumindest ein wenig positiv über die Masse hinwegsetzten kann. Wenn man jetzt sagt alle Berufsgruppen und Menschen sind gleich gut und gleich schlecht (und damit auch die „Vorbilder“) … braucht man erst gar nicht über eine eventuelle Vorbildfunktion zu diskutieren.

Wenn wir nur Beispiele für ein Muss der „Knarrenhand“ heranziehen, ohne näher auf das spezielle Beispiel oder das eigentliche Thema einzugehen und uns hier in D mit Teilen der USA vergleichen … dann könnte als weniger „knarrennutzendes“ Beispiel auch GB herangezogen werden.

Zu einem „historischen Hintergrund unser Polizei“ … na ja, vielleicht wollte ubc da nicht unbedingt nur auf das 3te Reich hinaus. Unbeliebte Beispiele waren da wohl auch die „Übergriffe“ in den Demos in den 60er/70er. Ich kenne noch das Wortspiel „Freund und Helfer“ … aber das bezog sich wohl auf den Schutzmann, den es aber scheinbar so nicht mehr gibt… Leider … … wer jetzt wieder was ganz verdrehtes daraus erkennen will und sagt Polizisten können auch freundlich und hilfreich sein, wenn sie wollen; klar, Maurer und Putzfrauen auch (und das sogar ohne Kanone 😁 )…denn ich habe nix anderes behauptet.

Ich habe mit keiner Silbe das 3. Reich erwähnt oder gemeint...

Es ist halt immer eine sehr subjektive Sichtweise, ob sich der Polizist in dem Moment richtig oder falsch verhält...
Damals wurden Demos brutal versucht zu zerschlagen oder zu ersticken, da wars nicht richtig...
Heute laufen Demos (meist rechtsradikaler Art) unter Polizeischutz und ohne Verhinderungsversuche seitens der Staatsgewalt ab, und es ist wieder nicht richtig...

Ich wurde auch einmal kontrolliert, so richtig wie im schlechten Film. Wollte auf ein Konzert einer Hardcoreband fahre an sich nix ungewöhnliches.
Rausgewunken von BePos in Kampfmontur und ner Hundestaffel, ausgestiegen, Hände aufs Auto, abgetastet, Kofferraum durchsucht und Personalienkontrolle...
Gesichert von etwa 10 Polizisten und 5 kläffenden Hunden.
Es stellte sich raus, das die netten Herren verhindert haben, das die Konzerthalle von etwa 50Neonazis der Nachbarorte gestürmt wird, denen an dem Abend wohl gerade langweilig war...

Man muss also auch die Hintergründe kennen um das Verhalten der Polizisten zu verstehen... Und die kann man nur sehr selten in Erfahrung bringen...

Zitat:

Original geschrieben von oink


Man muss also auch die Hintergründe kennen um das Verhalten der Polizisten zu verstehen... Und die kann man nur sehr selten in Erfahrung bringen...

Das ist richtig … doch ist ein übertriebenes unangemessenes Verhalten nicht zwangsläufig nur dadurch richtig oder berechtigt, wenn es Polizisten veranstalteten. Die hier gemachten zahlreichen Beispiele von Vorfahrtnamen, mal mit anschließender Verfolgung, mal ohne, rasen durch Fußgängerzonen, fahren ohne Licht in Dämmerung und dergleichen leichtfertiger Unsinnigkeiten in denen Menschen potenziell gefährdet werden, egal ob es nun gilt einen Ladendieb zu erwischen oder schnellstmöglich zur Pommesbude zu kommen, haben so selten eine sinnvolle Berechtigung, wie wenn sich Zivilisten genötigt fühlen dies zu tun. Die wirklich wichtigen und damit berechtigten Beweggründe in denen sich Polizisten (im Einsatz) über ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr hinwegzusetzen sind Einzelfälle und können damit sicher nicht jedes hier beschriebene Fehlverhalten entschuldigen.

Unterbesetzung ist wohl die Hauptursache für gestresste und somit „unfreundliche“ oder „nicht hilfsbereite“ Polizisten. Ich kenn das aus meiner Arbeit im Rettungswesen. Da brauchen wir auch ab und zu mal die Polizei wenn sich einer partout nicht beruhigen will. Besonders nachts dauert es oft eine Ewigkeit bis die Grünen da sind (bis zu 1 Stunde). Kann auch nicht anders sein wenn für ein Gebiet von 40x40 Kilometern nur zwei Streifenwagen vorhanden sind.

Ciao

Zitat:

Original geschrieben von 427s/c


wenn die leute in der fahrschule aufpassen würden, hätten sie im großteil der fälle schon ein gutes grundwissen.

Um beim Thema zu bleiben: In der Fahrschule habe ich gelernt, daß Einsatzfahrzeuge nur mit Blaulicht UND Horn das Recht auf "freie Fahrt" haben.

Zitat:

Original geschrieben von Caravan16V


Besonders nachts dauert es oft eine Ewigkeit bis die Grünen da sind (bis zu 1 Stunde). Kann auch nicht anders sein wenn für ein Gebiet von 40x40 Kilometern nur zwei Streifenwagen vorhanden sind.

Und da hast du es noch vergleichsweise gut, ich kenne es hier manchmal sogar noch ein bisschen krasser...🙁 Aber gut, das ist ja eigentlich nicht das Thema 😉 Bin schon still... 😁

Zitat:

Original geschrieben von Caravan16V


Es ist in der Tat so, daß einem Einsatzfahrzeug welches nur mit Blaulicht fährt, möglichst schnell freie Bahn geschaffen werden sollte. Das gebietet meiner Ansicht nach die Rücksicht den Einsatzkräften und den Geschädigten gegenüber.

Blaulicht allein ist eben nicht eindeutig: Hat er es wirklich so eilig? Warum schaltet er dann das Horn nicht ein?

Hinzufügen möchte ich noch, daß der von mir erwähnte Fall Jahre her ist, und seitdem habe ich zumindest hier in der Gegend kein Einsatzfahrzeug ohne Horn mehr erlebt --- da scheint sich also etwas geändert zu haben.

Zitat:

Daß es durchaus Gründe geben kann, mit Blauclicht aber möglichst OHNE Horn zu fahren, das haben wir hier bei MT schon zigmal erläutert (z. B. Herzpatienten).

Das betrifft aber lediglich RTW mit Patienten an Bord.

Zitat:

Zum „freie Bahn schaffen“:
Klar soll der Autofahrer selber das „wie“ und „wann“ entscheiden. Aber das „ob“ hat er nicht zu entscheiden – es sei denn, es handelt sich um einen 100% rücksichtslosen Egoisten.

Das meinte ich nicht.

Aber es kann in manchen Fällen sinnvoller sein, NICHT auszweichen, sondern das Einsatzfahrzeug einfach überholen zu lassen.

Zitat:

Du tust ja gerade so, als ob ein Polizist der die Hand an der Waffe (Waffe NICHT im Anschlag!!!) hat eine potentielle Lebensgefahr für Dich darstellt.

Da es sich hier nicht um Spielzeugpistolen handelt, ist diese Gefahr durchaus real.

Zitat:

Oder wie hast Du das mit dem Hemd und Rock gemeint?

Daß mir meine eigene Sicherheit wichtiger ist als die Sicherheit der Polizisten.

Zitat:

Original geschrieben von oink


Sicherlich ist ein Berufsrisiko... Als Polizist biste sowieso immer am Arsch. Biste nicht rechtzeitig da, heisst es, die Polizei macht ihre Arbeit nicht richtig, haste die Hand an der Waffe heisst es die Polizei ist aggressiv und spielt ihre Machtposition voll aus...
Wirste angeschossen, isses halt Pech, Berufsrisiko.

Das stimmt wohl --- aber so ist es ja in vielen Berufen.

Zitat:

Polizisten beklagen sich nicht, sie fordern nur ein gewisses Verständnis für einige Verhaltensweisen, die sie zum Eigenschutz an den Tag legen...

Dieses Verständnis habe ich durchaus --- aber das kann nur auf Gegenseitigkeit beruhen.

Zitat:

Original geschrieben von quattro-pit


Wenn wir nur Beispiele für ein Muss der „Knarrenhand“ heranziehen, ohne näher auf das spezielle Beispiel oder das eigentliche Thema einzugehen und uns hier in D mit Teilen der USA vergleichen … dann könnte als weniger „knarrennutzendes“ Beispiel auch GB herangezogen werden.

Ja, gerade die britischen "Bobbies" sind bei der Bevölkerung geachtet und beliebt.

Wie ging der Spruch doch gleich noch?

Heaven is, where the cooks are French, the police British, the mechanics German, the lovers Italian, and it is all organized by the Swiss.

Hell is, where the cooks are British, the police German, the mechanics French, the lovers Swiss, and it is all organized by the Italians.

😉

Zitat:

Zu einem „historischen Hintergrund unser Polizei“ … na ja, vielleicht wollte ubc da nicht unbedingt nur auf das 3te Reich hinaus. Unbeliebte Beispiele waren da wohl auch die „Übergriffe“ in den Demos in den 60er/70er.

Ich meinte beides. Nicht genug damit, daß das Ansehen der deutschen Polizei durch Gestapo und SS stark beschädigt worden war --- viele "belastete" Beamte waren auch nach 1945 wieder in der Polizei tätig, als wäre nichts gewesen. (Und die wenigsten davon hatten sich wirklich mit ihrer Vergangenheit auseinandergesetzt und daraus gelernt.)

Und dann natürlich die Ereignisse in den 60er und 70er Jahren, etwa die Erschießung des Berliner Studenten Benno Ohnesorg 1967.

Sicher, alles lange her und den heutigen Polizisten nicht mehr anzulasten --- aber ein schlechtes Image hält sich bekanntlich lang und zäh...

Zitat:

Ich kenne noch das Wortspiel „Freund und Helfer“ … aber das bezog sich wohl auf den Schutzmann, den es aber scheinbar so nicht mehr gibt… Leider …

Da wird aber seit einigen Jahren gegengesteuert: Hier in der Stadt sieht man wieder viele Polizisten, die (ohne konkreten "Anlaß"😉 Streife laufen, v.a. in der Fußgängerzone, sich ganz zwanglos mit den Menschen unterhalten, bei kleineren Problemchen eingreifen, ohne gleich mit den Handschellen zu klimpern usw. Die sorgen zum einen für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl --- und zum anderen wird damit der Teufelskreis durchbrochen, daß die Polizei immer nur dann sichtbar ist, wenn es Probleme gibt.

Zitat:

Original geschrieben von ubc


Daß mir meine eigene Sicherheit wichtiger ist als die Sicherheit der Polizisten.

Siehst du... Dem Polizisten geht es genauso und hat somit das Recht die Hand an der Waffe zu haben...

Und wenn du ein Polizeifahrzeug oder einen RTW der nur mit Blaulicht aber ohne Horn fährt, nicht durchlässt, weil du der Meinung bist er nehme dir dein Freiheitsrecht, tust du mir wirklich sehr leid...

Deine Antwort
Ähnliche Themen