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Sinn und Unsinn von Winterreifen im milden Norddeutschen Winter?

Themenstarteram 26. Oktober 2007 um 18:05

Aus einerm anderen Forum und angeblich von Autobild:

Zitat:

Das viel zitierte "7-Grad-Märchen", das von der Reifenindustrie seit einigen Jahren zur gezielten Desinformation genutzt wird, ist leider kaum noch auszurotten.

Das Argument der Reifenhersteller lautet sinngenmäß wie folgt: Auch wenn kein Schnee liegt, seien Winterreifen besser, da bereits unterhalb von +7C ein Sommerreifen verhärte und daher auf nasser oder trockener Fahrbahn schlechter sei als ein Winterreifen.

Diese Fehlinformation dient der Absatzsteigerung auch in schneearmen Regionen, wie z.B. der Rheinebene oder Norddeutschland.

Auto-Bild hat getestet und der Sommerreifen war im Winter besser als die Winterreifen:

Bremswege aus 100km/h bei nasser Fahrbahn:

Sommerreifen: 49,3 m

bester Winterreifen: 54,4 m

Bremswege aus 100km/h bei trockener Fahrbahn:

Sommerreifen: 38,7 m

bester Winterreifen: 45,6 m

"Bester Bremsreifen auf trockener und nasser Piste ist mit deutlichem Abstand der Sommerreifen. Auf griffigem Asphalt wird nämlich die weiche, lamellierte Lauffläche der Winterreifen zum Handicap, besonders bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt."

"Überraschend: Geht es um die Disziplinen Handling und Bremsen (nass und trocken), ziehen sämtliche Winterkandidaten im Vergleich zu einem Sommerreifen den Kürzeren. Ein Zeichen für die recht einseitige Schwarzweißauslegung für Schnee. Dass sie auf trockenem Asphalt das Nachsehen haben, ist leicht zu verstehen – die weniger stabilen Profilblöcke können nicht genug Haftreibung aufbauen. Dass sie aber selbst auf abgestreuten, nassen (also glatteren) Straßen dem Sommerkandidaten nicht das Wasser reichen können, ist kein gutes Zeugnis. Der sportlich orientierte Fahrer sollte daran denken und seine Winterpneus in dieser Beziehung nicht überschätzen."

Wenn das so stimmt, sind Winterreifen dann nicht eher ein Risiko in milden Wintern?

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20 Antworten

ich teile eigentlich die meinung von frigheto.

allerdings bin ich der meinung, wer 2 sätzte zu hause liegen hat, der kann ruhig im november wechseln, und wieder ende märz auf sommerreifen unsteigen. und ich glaube kaum das jemand den unterschied merken wird, da extremsituationen für den ottonormal fahrer relativ selten vorkommen, und selbst dann kann man selbst mit den optimalen reifen die situation sowieso nicht rigtig einschätzen bzw. das optimum aus dem optimalen reifen herausholen.

denn es ist bekannt, das man bei extremen siuationen nicht richtig bremst, d.h. man steigt nicht sofort mit voller kraft ins bremspedal. somit ist es dann egal ob man mit dem sommerreifen besser bremst oder nicht. man verliert bei der zögerlichen bremsweise sowieso ein paar meter.

wie ich hier schon erwähnt habe, ich fahre das ganze jahr über mit winterreifen. und sehe bei meiner fahrweise absolut keine vor oder nachteile gegenüber einem sommerreifen der gleichen dimension.

"denn es ist bekannt, das man bei extremen siuationen nicht richtig bremst, d.h. man steigt nicht sofort mit voller kraft ins bremspedal. somit ist es dann egal ob man mit dem sommerreifen besser bremst oder nicht. man verliert bei der zögerlichen bremsweise sowieso ein paar meter."

Mittlerweile haben nicht nur Luxuslimousinen Bremsassistenten.

Dann käme es schon auf die Reifengüte an.

aber der anteil von bremsassitenten liegt bei den zur zeit zugelassenen autos unter 20%

Na ja,

wenn knapp jeder 5.te Wagen technisch in Lage ist, die Vorteile von besseren Reifen zu nutzen, dann sollte diese Gelegenheit auch wahrgenommen werden.

Es kann ja irgendwie nicht sein, dass fast jeder Neuwagenbesteller auf technische Einrichtungen Wert legt, die der Sicherheit dienen (ABS, ESP, ASR usw.) und gleichzeitig durch schlechter angepasste Reifen die Wirkung dieser Einrichtungen beeinträchtigt werden.

Zum eigentlichen Thema:

Ich selbst wüsste überhaupt nicht, wie ich dauernd wechseln sollte:

Der Winter zeichnete sich bis jetzt durch 1 mal morgendliche Eisglätte und durch keine einzige Schneeflocke aus. Die Temperaturen waren, bis auf 2-3 Tage, immer über Null.

Eigentlich wären Sommerreifen bis jetzt die richtige Wahl gewesen. Aber es könnte ja immer sein, dass vielleicht doch mal für 2 Stunden Schnee auf der Fahrbahn liegt. Dann wäre der Winterreifen die erste Wahl.

Ich habe den, meist sinnlosen, Winterreifeneinsatz einige Jahre mit 2 Autos brav mitgemacht. Bei meinem neuen Wagen habe ich dazu einfach keine Lust mehr und mache mir die Sache einfach:

Ich fahre die besten (lt. Test) Ganzjahresreifen, fahre damit im Sommer nicht den optimalen Reifen, fahre im Winter an ein paar Tagen auch nicht den optimalen Reifen, bin aber für sämtliche sonstigen, wechselnden Straßenbedingungen gut gerüstet.

Und gerade die "sonstigen" Straßenbedingungen gibt es in Norddeutschland am häufigsten.

Einen sehr wichtigen Aspekt gibt es noch:

Vor dem Gesetz und vor den Versicherungen sind, mit diesen Reifen, zu keiner Jahreszeit Schwierigkeiten zu erwarten.

 

Ich wohne im "milden" Norddeutschland und habe für jedes in der Signatur aufgeführte Auto 8 Räder. Also jeweils noch einen Sommersatz im Keller eingelagert. Sollten diese aber demnächst verschlissen sein oder ich verkaufe einen Wagen, werde ich in Zukunft auf Ganzjahresreifen umsteigen (GoodYear Vector).

am 2. Januar 2008 um 10:00

Zitat:

Original geschrieben von dc-viper

[...] werde ich in Zukunft auf Ganzjahresreifen umsteigen (GoodYear Vector).

Da bekommt der Satz "Guten Rutsch" eine ganz neue Bedeutung^^

Also ich fahr momentan pirelli w120 (oder so) Snowcontrol.

Waren die einzige wahl zu Toyo. Da ich Toyo schon vorher hatte und die Dinge einfach nur schlecht sind habe ich die Pirelli gekauft. Zumal die Preisdifferenz bei 10€ lag pro Reifen, was bei 360€ für 4 Reifen auch nicht mehr viel ausmacht :)

Aber zum eigentlichen Thema. Die Reifen sind Qualitativ weit über allem was ich vorher gefahren habe. Selbst besser als meine Sommerreifen (Billigmarke).

Das habe ich gemerkt als ich letztens mit 60 an einer Ampel abgebogen bin. Die Reifen haben so sehr geklebt, dass man eine leichte Spur sehen konnte.

In den letzten Tagen friert es hier Täglich und es ist auf jeden fall zu empfehlen qualität zu kaufen, auch wenn es etwa teurer ist.

Übrigens hat sich später herrausgestellt, dass meine Reifen beim ADAC-Test mit bestem Gripp auf Eis und bester Laufruhe und Abnutzung beschrieben wurden. Testsieger war dennoch Bridgestone und Conti.

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