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Signal Sprungsonde bei Vollast "open Loop"

Themenstarteram 14. April 2014 um 23:47

Hallo,

ich such schon recht lange nach einer Antwort auf meine Wissenslücke zum Thema Lambdasondensignal bei Vollast.

Wenn der Regelbereich verlassen wird, also bei Vollast oder ab einer bestimmten Drehzahl in den open Loop übergegangen wird, wird ja nach Kennfeld gefahren. Liefern Sprungsonden dann noch weiterhin ein aussagekräftiges Signal, welches nur nicht mehr zur Regelung herangezogen wird oder gehen die Sonden aus?

Und wenn ein Signal aussagekräftig ist: Wie ist die Spannung dann zu deuten? Die Diagramme von Bosch usw. kenne ich.

Konkreter Fall:

in meinem Wagen ist eine Gasanlage verbaut. Im Regelbereich liegen die Langzeit Fuel Trims bei -7. Bei Volllast in hohen Drehzahlen liegt die Sondenspannung bei 0,67-0,76 v. Laut Diagramm wäre das fett bei um die Lambda 0,9 richtig? Oder kann man das so nicht deuten und es ist einfach nur fett? Lambda 0,9 wäre ok, wenn es aber einfach nur fett ist und ich nicht sagen kann wieviel müsste ich den Gasdruck solange senken bis ich bei Vollast Richtung mager gehe um den Übergang zu kennen und von da an minimal auf Lambda 0,9 anfetten.

Bzw. lässt sich eine Breitband- oder Titandioxidsonde nachrüsten um ein Kontrollsignal auslesen zu können?

Danke schon mal

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36 Antworten

Das steuergerät wertet das Signal einfach nicht mehr aus. Das Signal ist verwertbar solange du innerhalb des Bereiches des sonde bleibst. Da sind Sprungsonden wesentlich enger als Breitbandsonden.

Ein Umbau ist möglich über einen lambdakontroller der einen Ausgang hat der die Sprungsonde simuliert. Da kann man auch die kennlinie der Sonde beeinflussen in dem man das steuergerät bewusst einen falschen wert Vorspielt.

Innovate macht sowas.

Zitat:

Original geschrieben von shockabuku

Wenn der Regelbereich verlassen wird, also bei Vollast oder ab einer bestimmten Drehzahl in den open Loop übergegangen wird, wird ja nach Kennfeld gefahren. Liefern Sprungsonden dann noch weiterhin ein aussagekräftiges Signal, welches nur nicht mehr zur Regelung herangezogen wird oder gehen die Sonden aus?

Weder noch. Die Sonde geht nicht "aus", sie liefert aber kein aussagekräftiges Signal mehr. Deshalb ist sie ja eine Sprungsonde.

Zitat:

Und wenn ein Signal aussagekräftig ist: Wie ist die Spannung dann zu deuten? Die Diagramme von Bosch usw. kenne ich.

Sicher?? (siehe unten)

 

Zitat:

in meinem Wagen ist eine Gasanlage verbaut. Im Regelbereich liegen die Langzeit Fuel Trims bei -7. Bei Volllast in hohen Drehzahlen liegt die Sondenspannung bei 0,67-0,76 v. Laut Diagramm wäre das fett bei um die Lambda 0,9 richtig?

Könntest Du bitte mal das Diagramm posten? Ich schaue gerade in die Spezifikation einer Bosch LSF4.2, und da sieht die Sache deutlich anders aus (Spannungen jeweils bei 350 °C Abgastemperatur):

800 mV -> Lambda = 0,97

450 mV -> Lambda = 1,002

50 mV -> Lambda = 1,10

 

Speziell für den Einsatz nach Kat werden noch folgende Werte genannt:

700 mV -> Lambda = 0,9996

600 mV -> Lambda = 0,9999

450 mV -> Lambda = 1,0000

 

Die Nachkatregelung versucht immer, die Spannung im Knick der Kennlinie bei ca. 450 mV zu halten, da dann ziemlich genau Lambda = 1 erreicht wird.

 

Wie man sieht, trägt die Sprungsonde ihren Namen zu Recht. In erster Linie zeigt sie an, ob ein Gemisch mager oder fett ist. Nur in einem extrem engen Bereich um 1 lässt sich eine Aussage zum tatsächlichen Lambda treffen.

Zitat:

Oder kann man das so nicht deuten und es ist einfach nur fett?

So ist es richtig.

Weil´s grad passt, @Rael_Imperial, wir hatten uns doch vor einiger Zeit mal diesbezüglich unterhalten, und Du meintest, dass aktuelle Fahrzeuge generell keine Sprungsonden mehr haben. Ich weiß aus (nach meinem Gefühl recht vertrauenswürdiger) Quelle, dass dem nicht so ist. Wie sicher ist / war denn Deine Quelle? Würde mich schon mal interessieren.

Wo wir gerade dabei sind, ich glaube ich habe (mal wieder) eine Vorkatsonde im Smart abgefackelt.

Leistungseinbruch bei WOT oberhalb 4000 u/min . Wo eigentlich Leistung kommen sollte, bei OpenLoop.

Hatte ich schon mal . Vorhin Interface dran gehabt und nur mal schnell im Stand geschaut:

Die Sonde schwingt bis auf knappe 0,9 Volt im Standgas bei leichtem(!) Gas geben.

Software meldete aufgezeichnete (in ECU) hinterlegte Spitzenspannung von 1,24 Volt.

Das ist doch nicht normal :confused:

Sonde ist schon bestellt, tausche ich in den nächsten Tagen .

Oder sollte ich mal einen Blick auf die Nachkatsonde werfen ? Aber ich bin der Meinung, aus Erfahrung, dass die Vorkatsonde einen Schuss hat wenn bei WOT die Leistung wegbricht.

Bezüglich Smart: Ich habe den Eindruck, wenn ich so auf der Straße einem hinterherfahre, dass die Lambdasonden dort recht kurzlebig und dementsprechend oft defekt sind. Woran liegt das?

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb

Weil´s grad passt, @Rael_Imperial, wir hatten uns doch vor einiger Zeit mal diesbezüglich unterhalten, und Du meintest, dass aktuelle Fahrzeuge generell keine Sprungsonden mehr haben. Ich weiß aus (nach meinem Gefühl recht vertrauenswürdiger) Quelle, dass dem nicht so ist. Wie sicher ist / war denn Deine Quelle? Würde mich schon mal interessieren.

Jetzt habe ich per Suchfunktion alle meine Beiträge durchforstet, kann eine derartige Aussage aber nirgends finden. Und kann mich auch nicht daran erinnern, so etwas geschrieben zu haben. Ich glaube das nämlich selber nicht so ganz. :confused:

 

Kannst Du diese Aussage noch finden und mal zitieren?

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

Kannst Du diese Aussage noch finden und mal zitieren?

Ab ca. 23:30 Uhr, wenn ich von der Arbeit komme, mache ich mich auf die Suche. :)

Vllt am Heckmotor da ist nicht viel Platz für krümmer, evtl sitzt die Sonde da sehr nah am Auslass?

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Vllt am Heckmotor da ist nicht viel Platz für krümmer, evtl sitzt die Sonde da sehr nah am Auslass?

Das auch. Aber es ist ne NGK und die Marke hat mich noch nie überzeugt. Die nächste die rein gedreht wird, da steht BOSCH drauf.

Ich vermute ich habe sie (mal wieder) mit zu viel Ethanol abgefackelt :(

Kurz bevor ich mal wieder zum E85 Rüssel gegriffen habe war nämlich noch alles ok.

NGK und Bosch Teilen sich quasi den OEM Markt an Sonden. Meine Original war NGK und die ist auch auf E85 gelaufen, habe sie dann gegen eine Bosch Universalsonde getauscht. Der Tausch war aber wohl unnötig, den der Fehler kam wo anders her. Trotzdem blieb die neue drin.

Hab gerade auch hierzu mal ne Frage zwecks Kennfeld und Lambda-Regelung:

 

Es heißt ja, dass bei Vollgas auf Kennfeld (Lambda < 1) umgeschalten wird zur  Temperaturabsenkung (Verdunstungskälte).

 

Passiert das áber nun bei Vollgas (Pedalstellung) oder nur bei hohen Drehzahlen?

 

Also z.b. auch beim Beschleunigen im 2. Gang bei 1500 U/min^-1?

Die Verdunstungskälte spielt keine nennenswerte Rolle. Und zur Frage: beim Beschleunigen wird fast immer mit lamba 0.8 gefahren. Höchste Flammgeschwindigkeit, also den besten Druck auf dem Kolben.

Zitat:

Original geschrieben von GaryK

Die Verdunstungskälte spielt keine nennenswerte Rolle. Und zur Frage: beim Beschleunigen wird fast immer mit lamba 0.8 gefahren. Höchste Flammgeschwindigkeit, also den besten Druck auf dem Kolben.

Stimmt beides nicht.

 

So stark wird (zumindest heute) aus Verbrauchsgründen nicht angefettet und das Zeugs kühlt sehr wohl ganz ordentlich.

Zitat:

Original geschrieben von Provaider

Vllt am Heckmotor da ist nicht viel Platz für krümmer, evtl sitzt die Sonde da sehr nah am Auslass?

Die sind immer sehr nah am AV installiert.

Zitat:

Original geschrieben von firebird24489

Hab gerade auch hierzu mal ne Frage zwecks Kennfeld und Lambda-Regelung:

Es heißt ja, dass bei Vollgas auf Kennfeld (Lambda < 1) umgeschalten wird zur Temperaturabsenkung (Verdunstungskälte).

Passiert das áber nun bei Vollgas (Pedalstellung) oder nur bei hohen Drehzahlen?

Also z.b. auch beim Beschleunigen im 2. Gang bei 1500 U/min^-1?

Das ist von Motor zu Motor unterschiedlich. Manche fetten völlig drehzahlunabhängig an, also auch bei Leerlaufdrehzahl, andere wiederum brauchen eine gewisse Drehzahlschwelle. Ein paar Aggregate, von denen ich sicher weiß, dass sie drehzahlunabhängig anfetten:

- BMW N45 (u.B. im 116i E87)

- VW EA 211 Dreizylinder (z.B. im aktuellen VW Up)

- Fiat Fire - Motor mit 1.2 Liter Hubraum (Fiat Panda ab 2009)

Zitat:

Original geschrieben von Rael_Imperial

So stark wird (zumindest heute) aus Verbrauchsgründen nicht angefettet und das Zeugs kühlt sehr wohl ganz ordentlich.

Der aktuelle BMW M5 - Motor läuft bei Volllast abgeblich mit einem Wert von 0.6nochwas.

 

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