Sicherheitstrainings für Anfänger?
Hallo liebe Community,
Ich bin ein frischer Motorradneuling und habe meinen A2 Führerschein seid ca. 3 Monaten.
Da ich weiss wie gefährlich das Motorradfahren ist, wollte ich umbedingt ein Sicherheitstraining machen um in Gefahrensituationen die maximale Kontrolle behalten zu können.
Nun stell ich mir die Frage welches Training für Anfänger am besten ist. Ich habe zwar für 3 Monate Fahrpraxis schon ein paar Kilometer auf dem Buckel (etwas über 3000) aber nichts desto trotz will ich auf ein Sicherheitstraining nicht verzichten.
Allerdings höre ich von Freunden und bekannten unterschiedliche Meinungen zu diesen Trainings.
Die einen sagen man sollte sofort ein Renntraining machen, da die Standardtrainings zu lasch und daher rausgeworfenes Geld sind, andere Freunde sagen das Gegenteil.
Nun frage ich euch, bei welchem Training ihr evtl gute Erfolge verzeichnen konntet, gute Trainer hattet die richtig Erfahrung hatten etc.
Wohne selber im Raum Bonn/Köln, vielleicht habt ihr sogar gute Tipps für die Region?
Ich fahre selber keine Rennsemmel sondern eine bmw r1200r (nakedcruiser) auf 48 ps gedrosselt und fahre nicht riskant. Habe mir für ein Training jetzt kein Preislimit gesetzt, mein Leben ist mir schließlich jeden gesparten Cent wert.
Danke für eure Unterstützung 🙂
Lg Lukas
21 Antworten
Ging mir auch so. Gestern angefangen einen Beitrag zu Trainings zu formulieren, um dann zu sehen, dass die Beiträge ewig alt sind.
Ehrlicherweise verstehe ich auch nicht, warum gerade diese Threads zusammen geführt worden sind - inhaltlich haben sie extrem wenig mit einander zu tun ("Fahrkönnen" wäre höchstens noch auf einer Meta-Ebene der gemeinsame Nenner, dann können wir hier aber auch alle Beiträge zusammenfassen, unter dem Oberbegriff "Motorrad"😉.
Hallo zusammen,
ich bin noch recht frisch gebackener Motorradfahrer und habe nun die ersten Kilometer hinter mich gebracht. Um die Motorradbeherrschung und das Gefühl für die Maschine zu verbessern, würde ich gerne auch regelmäßig "trainieren". Bekannt sind natürlich die Grundfahraufgaben der Fahrschule, welche man so oder leicht abgewandelt für sich üben kann.
Die Frage: Was habt ihr für weitere Übungen, um das Gefühl für das Motorrad zu verbessern, um die Skills weiter auszubauen? Übt ihr überhaupt?
Würde mich über Ideen freuen, die ich mit in das Portfolio aufnehmen kann 🙂
Grüße und vielen Dank vorab 🙂
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Übungen zur Verbesserung der Motorrad-Skills' überführt.]
Joa, ich hatte diesen Thread schon gelesen, hier geht's halt ausschließlich um Fahrsicherheitstrainings, das hab ich separat eh schon gebucht. In meiner Frage geht's eigtl um was ganz anderes. Wieso schiebt man sowas zusammen? Damit verschwindet jetzt meine Frage unter einem ganz anderen Topic?!
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Dann versteh ich Deine Frage nicht: Du willst doch Tipps zu "besseren Motorradbeherrschung" haben, oder was meinst Du mit "Gefühl"? doch nicht wie man schaltet, die Kupplung oder Bremse bedient sondern wie mand as richtig macht?
Ich hab einige Trainings mitgemacht und würde das immer wieder empfehlen. Falls Du Sorgen hast, für das eh schon gebuchte Training nicht ausreichend vorbereitet zu sein... lass es einfach auf Dich zu kommen. Wennd er Instruktor gut ist, wird er sich individuell auf Dich und Dein Können einstellen.
Zitat:
@_treibholz_ schrieb am 29. Mai 2023 um 20:19:17 Uhr:
Hallo zusammen,ich bin noch recht frisch gebackener Motorradfahrer und habe nun die ersten Kilometer hinter mich gebracht. Um die Motorradbeherrschung und das Gefühl für die Maschine zu verbessern, würde ich gerne auch regelmäßig "trainieren". Bekannt sind natürlich die Grundfahraufgaben der Fahrschule, welche man so oder leicht abgewandelt für sich üben kann.
Die Frage: Was habt ihr für weitere Übungen, um das Gefühl für das Motorrad zu verbessern, um die Skills weiter auszubauen? Übt ihr überhaupt?
Würde mich über Ideen freuen, die ich mit in das Portfolio aufnehmen kann 🙂
Grüße und vielen Dank vorab 🙂
[Von Motor-Talk aus dem Thema 'Übungen zur Verbesserung der Motorrad-Skills' überführt.]
Übungen mache ich und fahre ich selten. Am häufigsten mache ich Gefahrenbremsungen und U Turns im Industriegebiet bei maximalem Lenkscheinschlag.
Außerdem fahre ich meine Hausrunde gerne mit verschiedenen Schwerpunkten in denen ich besser werden möchte z.B. ein Tag Fokus komplett auf Blicktechnik, einen Tag wird nur gedrückt, am nächsten Tag gehts um Linie etc..
Moin!
Ich teile die Verwunderung des (neuen) Fragestellers, warum diese beiden Threads zusammen geführt worden sind. Sie adressieren unterchiedliche Fragestellungen. Das eine ist die Frage, welche Trainings sich für Fahranfänger eignen, das andere die Frage, welche Trainings man selbst - auch unabhängig von der Fahrerfahrung - durchführen kann.
Bestenfalls geht man zwar aus einem geführten Training heraus und hat da auch ein, zwei gute Ratschläge, aber das bedeutet ja nicht, dass es nicht noch 100 andere Tipps/Übungen geben kann, die man dort eben nicht übt oder auch nur bespricht.
Zitat:
@Steppke2021 schrieb am 29. Mai 2023 um 20:40:48 Uhr:
Dann versteh ich Deine Frage nicht: Du willst doch Tipps zu "besseren Motorradbeherrschung" haben, oder was meinst Du mit "Gefühl"? doch nicht wie man schaltet, die Kupplung oder Bremse bedient sondern wie mand as richtig macht?
Die meisten Umkipper, schlechte Wendemanöver, ... passieren, weil jemand Kupplung und Bremse nicht richtig bedient bzw. kein Gefühl dafür hat. Man sollte auch aufpassen, nicht sein eigenes Gefühl oder Verständnis vom Fahren auf andere zu übertragen. Ich habe Leute gesehen, denen musste bei Trainings erst mal vermittelt werden (und sie mussten es selbst, trotz Fahrerfahrung, noch mal gezielt er*fahren), welchen Unterschied Lastwechsel machen, wenn du statt im 1. Gang im 3. Gang unterwegs bist.
Oder welchen Unterschied es macht, seinen Blick nicht vor das Vorderrad zu richten.
Oder Stabilität aus dem unteren Teil des Körpers aufzubauen und sich nicht am Lenker fest zu halten.
Das würde sich jetzt lange fortsetzen lassen, aber aus meiner Erfahrung hat absolut jeder Fahrer seine Lernfelder. Die einen sind sich derer nur sehr bewusst, andere sind sich bewusst, dass sie trainieren sollten (nur was?) und wieder andere halten sich halt einfach für gut. Und manche halten einfaches "schnell Fahren" für "gutes Fahren".
Wenn du also ein "gutes Gefühl" mit der Kupplung hast, bedeutet das aber nicht, dass das andere auch haben.
Zitat:
@Steppke2021 schrieb am 29. Mai 2023 um 20:40:48 Uhr:
Ich hab einige Trainings mitgemacht und würde das immer wieder empfehlen. Falls Du Sorgen hast, für das eh schon gebuchte Training nicht ausreichend vorbereitet zu sein... lass es einfach auf Dich zu kommen. Wennd er Instruktor gut ist, wird er sich individuell auf Dich und Dein Können einstellen.
Siehe oben. Ein Training ist definierte Abfolge von bestimmten Übungen. Ob und wie viel Zeit man hat und mal links und rechts zu schauen, geschweige denn ergänzende "Übungen für den Heimgebrauch" man mitnehmen kann, ist eine ganz andere Frage. Und nicht ohne Grund gibt es ja nun mal Schwerpunkte in Trainings. Wer ein ADAC-Intensiv-Training mitmacht, wird "quer durchs Beet" von allem nochmal die Grundlagen hören/üben. Aber wirklich vertieft ist da nichts.
Ich könnte z.B. den ganzen Tag alleine zum Thema Sitzhaltung/Körperhaltung referieren und an den Details arbeiten. In dem Detail und der Intensität wird das aber - natürlich - aus zeitlichen Gründen nicht bei einem allgemeinen Training durchgenommen werden (können). Wie sollst du dann also da noch drölf Übungen etc. mitnehmen können?
Und nun zum Fragesteller:
Zum einen schadet das nicht, was Haasinger geschrieben hat: Sich auf seinen Hausrunden immer wieder Ziele für den Tag setzen. Linie, Blickführung, Körperhaltung, ... das Feld ist groß.
Dazu würde ich vor allem empfehlen sich mal einen größeren Platz o.ä. zu suchen, sich ggf. ein wenig Kreide und ein paar kleine Hütchen bei Amazon zu bestellen und dort dann zunächst immer wieder mal die Grundfahrübungen zu trainieren - und zu varieren! Du kannst (und solltest) dir da das Leben selbst immer schwerer machen: Warum einen Slalom "nur" mit 5m Abstand? Warum nicht mit 3m? Mit 1m? Und warum in einer Linie und nicht versetzt (also die Hütchen jeweils abwechselns nach links/rechts verschieben, damit der Slalom "breiter" wird)? Und warum nicht kürzere Abstände UND versetzt? ...
Ein guter Ansatz sind meiner Meinung nach die Belt-Übungen von Motojitusu: https://www.motojitsu.com/drills
(unten unter Master Riding Program findest du die Videos für die einzelnen Gürtel)
Und aus meiner Sicht ist es letztlich ganz einfach: Wer nicht JEDE dieser Übungen letztlich umsetzen kann und dabei als Ursache nicht sein Fahrkönnen sieht, sondern andere "Gründe" findet ("braucht man nicht", "wann kommt das mal vor", ...) hat letztlich ein fahrerisches Defizit.
Das mal so als ersten Ansatz zu dem Thema..