Sekundenschlaf auf dem Motorrad

Hallo Leute,

wollte mal nachfragen, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit dem Sekundenschlaf auf dem Motorrad gesammelt hat...?!

Mir ging es schon häufiger so, dass ich insbesondere kurz vor'm Ziel ziemlich geschafft war und fast eingenickt bin. Hab dann meist die Maschine extra laut hochgedreht, damit ich wachbleibe...
Bin auch mal als Sozius fast hinten eingeschlafen, als wir Autobahn gefahren sind. Das war echt böse. Da hat mein Vater mich die ganze Zeit wachgehalten. Naja, irgendwann musste dann doch ne Pause her...

Bin gespannt, ob ihr damit schon Erfahrung habt und wie ihr darüber denkt...

Gruß,
Pascal

Beste Antwort im Thema

Langsam bekomme ich es mit der Angst zu tun, was so alles unterwegs ist ...

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Zitat:

Original geschrieben von Jason2002



Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2


Langsam bekomme ich es mit der Angst zu tun, was so alles unterwegs ist ...
Mir war das nicht bekannt das der Phänomen "sekundenschalf" auf auf dem Motorrad zu finden ist. Auch nach 8-10 Std ist auch nur eine Anflug von Müdigkeit fremd. zuerst nach lange Touren tut mir was weh (Hintern, Schultern) An schlaf könnte ich dabei nicht denken.

Meine Angst von Seite 1 ist nicht weniger geworden ... im Gegenteil!

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2



Zitat:

Original geschrieben von Jason2002


Mir war das nicht bekannt das der Phänomen "sekundenschalf" auf auf dem Motorrad zu finden ist. Auch nach 8-10 Std ist auch nur eine Anflug von Müdigkeit fremd. zuerst nach lange Touren tut mir was weh (Hintern, Schultern) An schlaf könnte ich dabei nicht denken.

Meine Angst von Seite 1 ist nicht weniger geworden ... im Gegenteil!

Fährst du nur in der Stadt rum😕 Schon mal ne 700km Tagestour gemacht? Falls Nein, ist alles klar😉

Wenn du Angst hast, dann hör doch mit dem Motorradfahren auf, du gefährdest dich und andere😉😁

Sekundenschlaf oder spontane Müdigkeitanfälle hatte ich noch nie auf dem Motorrad, selbst als ich die kurze Zeit als Sozia unterwegs war.

Bei mir wirkt Motorrad fahren wie bei anderen Kaffee.
Die Freude auf mein Motorrad und das Adrenalin lassen mich gar nicht müde werden. Auch wenn ich verkehrsbedingt hinter einem schleichenden Sonderfahrzeug fahren muss oder meine 300-500km Autobahnetappen absolviere. Ich find immer etwas interessanten zu beobachten und alleine das "Gefühl" Motorrad lässt keine Langeweile/Müdigkeit aufkommen.

Ich habe wie @Jason2002 höchsten mal das Problem, dass nach bestimmten Kilometern irgendetwas zwickt (Hintern, Hände) oder mir mal ein Bein einschläft (Autobahn). Dann fahre ich halt mal kurz im Stehen bzw. fahre über einen Rasthof im Stehen, langsam oder mal im Zick Zack.
Vorallem nach langen Strecken merke ich dann aber wie das Adrenalin sinkt und ich müde werde.

Ich bin auch wesentlich munterer in der Uni, wenn ich Motorrad fahre anstatt Bus.
Als Mitfahrer in Bus, Bahn und Auto schlafe ich recht schnell ein. Das nichts tun, sprich rumsitzen und gucken, sowie die abgedichtet und zu warme Umgebung (desto wärmer, desto schneller schlafe ich ein) lassen mich müde werden.

Was man gegen Müdigkeit tut bzw. wie man sie vorbeugt, wurde ja schon genannt:
- ausreichend vorher schlafen
- ausreichend essen und trinken (auch unterwegs)
- kein Alkohol/Drogen (eigentlich logisch) und bei Medikamenten darauf achten, was sie für Nebenwirkungen haben
- Kaffee, Energydrinks & Co. sind nicht wirklich ratsam, die Wirkung ist nur kurz
- an Pausen denken, im Notfall mal ein Nickerchen und/oder Sport machen

Zitat:

Original geschrieben von Der Lustige Alt



Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2


Meine Angst von Seite 1 ist nicht weniger geworden ... im Gegenteil!

Fährst du nur in der Stadt rum😕 Schon mal ne 700km Tagestour gemacht? Falls Nein, ist alles klar😉
Wenn du Angst hast, dann hör doch mit dem Motorradfahren auf, du gefährdest dich und andere😉😁

Ich bin auch schon über 1000 km am Tag gefahren. Meine Angst bezieht sich darauf, was hier so alles unterwegs ist. Da muss man staunen, dass nicht mehr passiert. Einigen fehlt es wohl auch an körperlicher Fitness.

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Die Konzentration lässt ja schon viel früher nach, lange bevor man zum Sekundenschlaf kommt. Insofern muss ich Kandidat nr2 absolut zustimmen.

Auch der genannte Punkt mit Dehydrierung ist auf dem Motorrad ein sehr relevanter wenn man längere Zeit ohne Pause fährt. Es führt zu (vermeidbarer) Erschöpfung und zu Konzentrationsmängeln.

Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht was man da noch für Tipps geben soll - müde weiterzufahren ist so wie betrunken zu fahren. Man kennt sicherlich noch genug Leute die es gemacht haben ohne sich ein Haar zu krümmen, aber es ist trotzdem einfach ein absolutes No-Go bei dem es nur eine Frage der Zeit ist, bis was passiert.

Ich bin in meiner 30-jährigen Laufbahn und 400.000 Km ungefähr ein dutzend Mal auf einem Mopped eingenickt. Einmal, morgens um 5, war ich richtig weg. Da sagte ich mir plötzlich:"Hey, die Sonne geht auf..".es waren aber nur die Scheinwerfer des LKW, auf der Gegenspur, auf dessen Kühler ich gerade zusteuerte.

Tatsächlich gestehen sich Viele diesen Tatbestand nicht ein. Es gibt Studien, die besagen, dass der Tatbestand des Sekundenschlafs viel häufiger ist als man denkt. Im Auto oder LKW kennen wir das Alle.
Warum nicht auf dem Motorrad? Solange man sich sicher fühlt, man etsprechend warm und mollig gekleidet ist, und man versucht sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten, anstatt den Motor auszuleben...

Wenn man mittelmäßig schlau ist, sollte man solche Erlebnisse ausschließen.

Wie?

Das Vertrackte an der Sache ist ja eben, dass man es vorher kaum merkt.

Bei der LKW- Geschichte war ich 22, hatte nur meine 750er Kawa, und meine Freundin hatte
mich aus dem Bett geschmissen weil ich ja zur Arbeit musste... knapp 100 Km.
Allein wäre ich nicht wach geworden...
Dann denkt man sich: Einmal auf dem Mopped, da wird die frische Luft mich schon fitmachen.
Fehlschluss!
(Übrigens alles ohne Alkohol)

Dann kennst Du Deine Leistungsgrenze nicht und uberforderst Deinen Körper. Ist ungesund und kann noch ungesunder werden.

Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2


Wenn man mittelmäßig schlau ist, sollte man solche Erlebnisse ausschließen.

ganz toll....

das heißt du bist noch nie um 21:00 Uhr oder um 5:00 Uhr Morgens gefahren?

entweder du bist 16- was ich nicht glaub - oder du bist dir dem Thema nicht bewusst!

spätestens mit dem Dehydrieren - ist jeder der schon mal mehr als "einen Halben Tank" am Stück gefahren ist betroffen.

Alex

Zitat:

Original geschrieben von BMW K100RS16V



Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2


Wenn man mittelmäßig schlau ist, sollte man solche Erlebnisse ausschließen.
ganz toll....

das heißt du bist noch nie um 21:00 Uhr oder um 5:00 Uhr Morgens gefahren?

entweder du bist 16- was ich nicht glaub - oder du bist dir dem Thema nicht bewusst!

spätestens mit dem Dehydrieren - ist jeder der schon mal mehr als "einen Halben Tank" am Stück gefahren ist betroffen.

Alex

Glaub mal, ich bin auch schon zu jeder Tages- und Nachtzeit gefahren. Mir ist aber weder ein Sekunden- Minuten - oder Stundenschlaf passiert, noch habe ich dehydriert oder bin unterzuckert. Bin gespannt, was jetzt noch alles für Begründungen und Entschuldigungen für schlechte Fitness oder schlechte Vorbereitung oder schlicht unverantwortliches Verhalten hervorgekramt werden. Ich fass es nicht!

Zitat:

Original geschrieben von Der Lustige Alt



Zitat:

Original geschrieben von kandidatnr2


Meine Angst von Seite 1 ist nicht weniger geworden ... im Gegenteil!

Fährst du nur in der Stadt rum😕 Schon mal ne 700km Tagestour gemacht? Falls Nein, ist alles klar😉
Wenn du Angst hast, dann hör doch mit dem Motorradfahren auf, du gefährdest dich und andere😉😁

Meinst du mich mit nur Stadtfahren,, hier können viele bestätigen das ich keien Angst habe vor 1500km in 3 Tage auf meine GPZ .... das habe ich schon öfters gemacht 🙂

Zitat:

Original geschrieben von TDIBIKER



Tatsächlich gestehen sich Viele diesen Tatbestand nicht ein. Es gibt Studien, die besagen, dass der Tatbestand des Sekundenschlafs viel häufiger ist als man denkt. Im Auto oder LKW kennen wir das Alle.
Warum nicht auf dem Motorrad? Solange man sich sicher fühlt, man etsprechend warm und mollig gekleidet ist, und man versucht sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu halten, anstatt den Motor auszuleben...

Sekundenschlaf ist in der Tat ein Problem, das weiter verbreitet ist als jeder zu gibt...

Ich hab auch immer gedacht, dies sei "BlaBla", aber da ich zuletzt ~200TKM im Jahr gefahren bin, (Auto & Motorrad noch nicht eingerechnet) ist mir das Problem gestöndigerweise nicht fremd!
Interessanterweise hab ich das Problem weniger auf dem Motorrad, aber auch da ist es schon vor gekommen.... Auf dem LKW hingegen ist es ein unter Fahrern oft diskutiertes Problem - Und die Tips sind vielfältig.... Ich rate allerdings keinem dazu, daher werde ich den beruflich geratenen Stuff hier jetzt nicht weiter treten, das muss nicht sein!

Vor allem, wenn man viele lange Strecken geradeaus fährt, es monotonin einer Spur vorwärts geht und auch die Landschaft sich nicht großartig verändert entsteht dieses Sekundenschlaf-Problem sehr schnell! Entsprechend kann man sagen, das in Gegenden wie rund um Hannover mehr passiert, als z.B. rund um das Autobahnwirrwarr rund um Köln.

Teilweise meldet sich dieser Sekundenschlaf dann auch immer sehr kurzfristig an, wenn überhaupt.Mangelnde Rastmöglichkeiten und Termindruck ergeben dann schnell alles weitere!
Dies ist ein Preis den man zahlt, wenn das Herz im Beat des Wahrenwirtschaftssystems klopft...

Ich für meinen Teil habe deshalb den Fernverkehr aufgegeben! Nach 6 Monaten mit wieder regelmäßigen und gleichmäßigen Schlafenszeiten regeneriert sich der Körper dann auch irgend wann mal, und das Problem minimiert sich von ganz allein.
Der Sport und die damit vebundene Regeneration des Kreislaufsystemes ergeben dann den Rest!

Seit ich also jeden zweiten Tag laufen gehe, ist das Problem nicht wieder aufgetreten!

@Jason
Nein.

Zitat:

Die Länge des Sekundenschlafs scheint dabei auch davon abzuhängen, wie gravierend der Betroffene die jeweilige Situation bewertet. So dauert der Sekundenschlaf bei Autofahrern nur sehr kurz, gemessen wurden hier Zeiträume von 0,2 bis 5 Sekunden. Im Vergleich dazu fielen Zugführer durchschnittlich in bis zu 30-sekündigen Mikroschlaf, Piloten passierte dies sogar für bis zu 2 Minuten.

Während des Sekundenschlafs müssen die Augen nicht unbedingt geschlossen sein. Zum Teil kommt es auch bei offenen Augen zum ungewollten Einschlafen. Die Augen wirken während dieses Zeitraums starr und leer. Bei manchen senken sich die Augenlider beim Sekundenschlaf zwar, dennoch bleiben die Augen einen kleinen Spalt geöffnet. Außenstehenden fällt es dann schwer, den Sekundenschlaf zu erkennen.

Sekundenschlaf ist insbesondere auf Autobahnen eine Gefahr. Etwa jeder vierte Unfall mit Todesfolge ist hier auf Sekundenschlaf zurückzuführen

Quelle: Onmeda

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