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Schweissen

Themenstarteram 24. Januar 2012 um 19:35

Hallo, ich hoffe ich bin richtig hier im forum, ich habe nichts passenderes gefunden.

Also ich habe einen alten barkas und bin grade am schweissen der karosserie. Das schweissgerät ist ein "migboy 200" von messer griesheim also ein schutzgas gerät. Vorher hatte ich keine sehr großen Schweisskenntnisse, aber ich komme nun zurecht. Allerdings habe ich ab und zu Probleme beim richtigen Einstellen des Geräts. Meisst klappt das mit der Einstellen so, dass ich superschöne Schweisspunkte erhalte (zuerst auf anderen Blechen ausprobiert, dann im Auto eingeschweisst). Aber dann kommt es auch immer wieder vor, dass auf meinen übungsblechen einfach die grössten löcher gebraten werden. Ich weiss, das ist vor allem übungssache und auch eine gefühlssache. Nur so habe ich so Probleme ein gutes Gefühl zu bekommen.

Da ich mir einen doch relativ teuren Schweisskurs ersparen möchte, hoffe ich nun erstmal hier Rat zu erhalten (zur not kann man immernoch einen Kurs besuchen)

Das Problem ist, dass ich nichtmal ganz genau weiss was die knöpfe bedeuten (klingt jetzt komisch, aber als es mal eingestellt war gab es keine probleme) und im internet habe ich bei meiner Suche keine anleitung finden können.

Also ich habe einen grossen zentralen drehknopf(stufenlos), der für den Drahtvorschub zuständig ist (und vermutlich die spannung mitregelt). Dann einen kleineren drehschalter mit 12 stufen, der vermutlich die stromstärke einstellt (?). Dann gibt es zwei anschlüsse in die man die masse einstöpseln kann (einmal 220 und 380 volt ?). Des weiteren gibt es noch einen kleinen stufenlosen drehschalter der laut symbol irgendwas mit der drahtlänge ausserhalb des brenners zu tun haben müsste.

Ich hoffe auf schnelle und nette Hilfe. Danke schonmal. An ein bild von der schalttafel könnte ich noch kommen, aber da ich nur handyinternet habe und die werkstatt etwas entfernt ist. Deshalb ist auch überwiegend alles kleingeschrieben.

Beste Antwort im Thema

Aalso....

 

Der Stufenschalter dient zur Einstellung der Schweißspannung, NICHT des Schweißstromes wie hier bereits geschrieben wurde.

 

Die Schweißspannung muß umso größer sein, je dicker das Material ist.

 

Der Stufenlose Drehknopf regelt den SchweißSTROM, indem er die Drahtgeschwindigkeit beeinflußt. Drahtgeschwindigkeit und Strom sind beim Schutzgasschweißen proportional soweit die Kennlinie des Trafos das zulässt. (Draht = Strom)

 

Zum kleinen Drehknopf: Damit stellst du die Drahtfreibrennzeit ein.

 

Wenn beim Loslassen des Tasters Draht und Strom GLEICHZEITIG abgeschaltet würden, würde durch die Trägheit des Antriebsmotor der Draht noch etwas nachlaufen. Das Drahtende würde dann in der erstarrenden Schmelze festbacken.

Der kleine Drehknopf bewirkt jetzt, dass der Schweißstrom VERZÖGERT abgeschaltet wird.

Der Trafo bleibt also etwas länger eingeschaltet als der Drahtmotor, so dass das nachlaufende Drahtende zurückbrennen kann. Stellst du diese Freibrennzeit zu kurz ein, brennt der Draht am Werkstück fest, stellst du sie zu lang ein, brennt er an der Düse fest.

 

Wenn möglich, solltest du für Dünnblech Draht mit 0,8mm Durchmesser verwenden, Drahttyp SG2, eventuell sogar 0,6mm wenn dein Gerät die passenden Drahtförderrollen besitzt. Du kannst dann weiter runter mit der Stromstärke und brennst weniger Löcher (Merke: Draht = Strom!)

Draht auf 15kg Rollen ist übrigens preiswerter als auf 5kg Rollen. Außerdem sorgt die enge Spulung auf der kleinen Rolle für einen schlechteren Drahtlauf im Schlauchpaket. Daran kan auch die zusätzliche Drahtrichtrolle, die bei deinem Gerät vermutlich vorhanden ist, nichts ändern.

 

Als Gas kommt nur ein Gemisch aus 82% Argon und 18% CO2 in Frage. Reines Argon 4.6 bzw. 99,996% geht GARNICHT) . Auch reines CO2 von der Bierzapfanlage schweißt schlecht, spritzt stark. Die Gasmenge am Manometer wird mit der Faustformel  DRAHTDURCHMESSER X 10 eingestellt. Also 8 Liter pro Minute für 0,8mm Draht. Bei Zugluft musst du die Gasmenge erhöhen oder die Zugluft abschotten.

 

Die beiden Anschlüsse für das Werkstückkabel (Massekabel) haben verschiedene Drosseln vorgeschaltet. Die LÄNGERE Drossel bewirkt einen stabileren Lichtbogen bei kleiner Lichtbogenspannung im Dünnblechbereich. Sie schweißt mit weniger Spritzern. Allerdings ist das Zündverhalten etwas schlechter. Die KÜRZERE Drossel hat das bessere Zündverhalten, spritzt etwas mehr, und ist eher für dicke Sachen geeignet, denn nur sie stellt die maximale Energie zur Verfügung.

 

Dein Brennerschlauchpaket sollte bei diesem Gerät nicht länger als 3 Meter sein. Der Zweirollen-Vorschub mit nur einer angetriebenen Rolle mit relativ kleinem Durchmesser kommt bei 4m schon an seine Grenzen.  Sieh Dir unbedingt die Drahtführungsspirale im Schlauchpaket an. Ist sie irgendwo geknickt: Raus damit und neu. Für deine Zwecke eignet sich am besten eine Drahtseele mit BLAUER Ummantelung.

 

Falls dein Draht auch nur Spuren von Flugrost hat: WEGSCHMEISSEN. Glück hast du, wenn er auf einer Kunststoffrolle ist, dann reicht es evtl, die oberen Lagen abzuspulen. Das geht natürlich nur bei LAGENGESPULTEM Draht, der übrigens nur unwesentlich teurer ist als "wild gespulter" Draht.  FALLS durch dein Schlauchpaket jemals rostiger Draht gefördert wurde, musst du die Drahtseele auf jeden Fall erneuern. (Ganz wenig Rost ist schon zu viel)

 

Dort, wo die Drahtrolle draufgesteckt wird, findest du die Drahtbremse. Sie ist einstellbar (Schraube in der Mitte) und soll möglichst LEICHTGÄNGIG sein. Sie soll gerade so stark bremsen, dass der Draht nach dem Schweißen nicht von der Rolle springt.

An dieser Drahtbremse darf AUF_KEINEN_FALL irgendetwas gefettet oder geölt werden.

 

Der Andruckhebel an der Drahtfördereinheit hat eine Einstellschraube mit Feder.

Die darf nicht zu stark angeknallt werden. Die Drahtrolle muss DURCHRUTSCHEN wenn der Draht vorne am Brenner blockiert. Außerdem bricht der Andruckhebel bei diesen Geräten gerne mal ab..und der ist ziemlich teuer.

 

Die Einstellung des Gerätes:

 

Fang auf Stufe 1 an. (kleinste Spannung) und schweiße auf einem Probeblech.

Jetzt drehst du während des Schweißens den Drahtvorschubregler rauf und runter. Bei zu großer Drahtmenge beginnt es vorne zu stottern und zu spritzen.

Die Einstellung des Lichtbogens ist richtig, wenn ein gleichmäßiges Knistern entsteht.

 

FALLS jetzt die Schweißnaht trotzdem nur als Wurst oben auf dem Blech liegt: Spannung zu niedrig, Stufe 2 probieren, und das selbe Spiel nochmal. Übe dich erstmal an Kehlnähten, die sind am einfachsten. (Auf ein liegendes Blechstück ein stehendes Stück draufschweißen) Erst wenn du das beherrscht, solltest du dich mit I-Nähten (zwei Bleche stumpf zusammenschweißen) oder gar mit Spaltüberbrückung  beschäftigen.

 

Viel Erfolg...+ Schutzschirm DIN9 nicht vergessen.

 

DoMi

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Hi nosmis,

wenn du die richtige Stromstärke gewählt hast und den Drahtvorschub angepasst hast, sollten eigentlich keine Löcher entstehen.

Das Problem hierfür ist meistens, das zwischen der Karrosse und deinem Reparaturblech noch ein kleiner Luftspalt ist.

Dann kann man mal sehr schnell "durchbrennen"!)))

Ich neheme dann einen alten Hammerstiel zum Andrücken.

Dein spezielles Gerät kenne ich leider nicht.

Bei meinem schweiße ich Karrosserieblech auf Stufe 3 und mit Drahtvorschub Stufe 7.Vorgelochtes Blech dann max. 1,5 Sec.

Viele Grüße

Sancho deluxe

Moin Moin !

Zitat:

Des weiteren gibt es noch einen kleinen stufenlosen drehschalter der laut symbol irgendwas mit der drahtlänge ausserhalb des brenners zu tun haben müsste.

Hm ,halte ich mehr für einen Timer,z.B. für Punktschweissen.

Die übrigen Sachen sind tatsächlich Übungssachen ,wichtig ist der Hinweis mit dem Andrücken , ansonsten vor allem das Gehör für die richtige Einstellung des Drahtvorschubes benutzen !

MfG Volker

Themenstarteram 25. Januar 2012 um 0:45

Danke sram, die erste seite hat mir schonmal ein wenig weitergeholfen. Der zweite link ist mir bekannt, ist jedoch für ein falsches gerät.

Schreyhalz, ein timer ist es scheinbar nicht, zumindest wird der schweissvorgang nicht unterbrochen nach einigen sekunden o.ä.

Und Sancho deluxe, beim einstellen liegt ja auch irgendwie das problem. Andrücken tun wir fleissig, da uns dieser spalt schon als sehr hinderlich aufgefallen ist.

Die richtige brennereinstellung ist ja auch mit ein wenig herantasten verbunden, und da würde ich gerne wissen, wie man das so am sinnvOsten macht. Also z.b. Brenner auf mittlere stufe, dann vorschub erhöhen... Oder solche sachen. Nur auf diesem weg ist es mir oft passiert, dass es ein loch gibt (und zwar so ein richtiges) und beim eine stufe runterschalten schon nichts mehr ankommt. :/

Ich hoffe ihr könnt mir noch weiter helfen. Ausserdem, meint ihr, dass das mit den zwei masseanschlüssen wirklich für 220 und 380 volt stehen könnte?

Gruss Philipp

Hallo nosmis,

ich verweise mal auf ein anderes Forum, wird wohl hoffentlich gestattet sein, da kein Automobilbereich, ansonsten bitte löschen. Gibt da ein Unterforum mit dem Thema "Schweißen"

Klick

 

Gruß

Meine güte ist das ein alter Teufel ^^

Es gibt verschiedene daher ist es schwer zu sagen welchee Knopf/Regler welche Funktion hat .

Der kleinere regelt die Hauptstufen , dort wird nicht die Spannung aber der Strom eingestellt .

Der grössere regelt wohl den Drahtvorschub , am besten passen meist Zahlengleichheiten beider Regler .

Der Massesanschluss ist je nach Spannungsversorgung zu wählen .

Der andere Regler stellt den nachvorschub ein . Hier wird nach abstellen des Stroms noch Draht in vorgegebener Menge nachgefördert . Mit Draht direkt hinter der Düse neu ansetzten ist schwierig .

Löcher hast bei zuviel Strom und/oder zuviel Draht . Meins hat 7 Hauptsstufen und 1mm Blech mach ich nur noch mit 2 .

Der Lichtbogen muss homogen klingen . Ist der Abstand zwischen dem "Krrrzzzzzz" zu lang = mehr Draht

Stottert es und du merkst es in der Hand das dich etwas stösst = weniger Draht .

Gruss , Alex

Themenstarteram 26. Januar 2012 um 15:57

Zitat:

Original geschrieben von Z18XE

Meine güte ist das ein alter Teufel ^^

Es gibt verschiedene daher ist es schwer zu sagen welchee Knopf/Regler welche Funktion hat .

Der kleinere regelt die Hauptstufen , dort wird nicht die Spannung aber der Strom eingestellt .

Der grössere regelt wohl den Drahtvorschub , am besten passen meist Zahlengleichheiten beider Regler .

Der Massesanschluss ist je nach Spannungsversorgung zu wählen .

Der andere Regler stellt den nachvorschub ein . Hier wird nach abstellen des Stroms noch Draht in vorgegebener Menge nachgefördert . Mit Draht direkt hinter der Düse neu ansetzten ist schwierig .

Löcher hast bei zuviel Strom und/oder zuviel Draht . Meins hat 7 Hauptsstufen und 1mm Blech mach ich nur noch mit 2 .

Der Lichtbogen muss homogen klingen . Ist der Abstand zwischen dem "Krrrzzzzzz" zu lang = mehr Draht

Stottert es und du merkst es in der Hand das dich etwas stösst = weniger Draht .

Gruss , Alex

Danke für diese erklärung. Auf dieser basis werde ich erneut mein Glück versuchen.

Aalso....

 

Der Stufenschalter dient zur Einstellung der Schweißspannung, NICHT des Schweißstromes wie hier bereits geschrieben wurde.

 

Die Schweißspannung muß umso größer sein, je dicker das Material ist.

 

Der Stufenlose Drehknopf regelt den SchweißSTROM, indem er die Drahtgeschwindigkeit beeinflußt. Drahtgeschwindigkeit und Strom sind beim Schutzgasschweißen proportional soweit die Kennlinie des Trafos das zulässt. (Draht = Strom)

 

Zum kleinen Drehknopf: Damit stellst du die Drahtfreibrennzeit ein.

 

Wenn beim Loslassen des Tasters Draht und Strom GLEICHZEITIG abgeschaltet würden, würde durch die Trägheit des Antriebsmotor der Draht noch etwas nachlaufen. Das Drahtende würde dann in der erstarrenden Schmelze festbacken.

Der kleine Drehknopf bewirkt jetzt, dass der Schweißstrom VERZÖGERT abgeschaltet wird.

Der Trafo bleibt also etwas länger eingeschaltet als der Drahtmotor, so dass das nachlaufende Drahtende zurückbrennen kann. Stellst du diese Freibrennzeit zu kurz ein, brennt der Draht am Werkstück fest, stellst du sie zu lang ein, brennt er an der Düse fest.

 

Wenn möglich, solltest du für Dünnblech Draht mit 0,8mm Durchmesser verwenden, Drahttyp SG2, eventuell sogar 0,6mm wenn dein Gerät die passenden Drahtförderrollen besitzt. Du kannst dann weiter runter mit der Stromstärke und brennst weniger Löcher (Merke: Draht = Strom!)

Draht auf 15kg Rollen ist übrigens preiswerter als auf 5kg Rollen. Außerdem sorgt die enge Spulung auf der kleinen Rolle für einen schlechteren Drahtlauf im Schlauchpaket. Daran kan auch die zusätzliche Drahtrichtrolle, die bei deinem Gerät vermutlich vorhanden ist, nichts ändern.

 

Als Gas kommt nur ein Gemisch aus 82% Argon und 18% CO2 in Frage. Reines Argon 4.6 bzw. 99,996% geht GARNICHT) . Auch reines CO2 von der Bierzapfanlage schweißt schlecht, spritzt stark. Die Gasmenge am Manometer wird mit der Faustformel  DRAHTDURCHMESSER X 10 eingestellt. Also 8 Liter pro Minute für 0,8mm Draht. Bei Zugluft musst du die Gasmenge erhöhen oder die Zugluft abschotten.

 

Die beiden Anschlüsse für das Werkstückkabel (Massekabel) haben verschiedene Drosseln vorgeschaltet. Die LÄNGERE Drossel bewirkt einen stabileren Lichtbogen bei kleiner Lichtbogenspannung im Dünnblechbereich. Sie schweißt mit weniger Spritzern. Allerdings ist das Zündverhalten etwas schlechter. Die KÜRZERE Drossel hat das bessere Zündverhalten, spritzt etwas mehr, und ist eher für dicke Sachen geeignet, denn nur sie stellt die maximale Energie zur Verfügung.

 

Dein Brennerschlauchpaket sollte bei diesem Gerät nicht länger als 3 Meter sein. Der Zweirollen-Vorschub mit nur einer angetriebenen Rolle mit relativ kleinem Durchmesser kommt bei 4m schon an seine Grenzen.  Sieh Dir unbedingt die Drahtführungsspirale im Schlauchpaket an. Ist sie irgendwo geknickt: Raus damit und neu. Für deine Zwecke eignet sich am besten eine Drahtseele mit BLAUER Ummantelung.

 

Falls dein Draht auch nur Spuren von Flugrost hat: WEGSCHMEISSEN. Glück hast du, wenn er auf einer Kunststoffrolle ist, dann reicht es evtl, die oberen Lagen abzuspulen. Das geht natürlich nur bei LAGENGESPULTEM Draht, der übrigens nur unwesentlich teurer ist als "wild gespulter" Draht.  FALLS durch dein Schlauchpaket jemals rostiger Draht gefördert wurde, musst du die Drahtseele auf jeden Fall erneuern. (Ganz wenig Rost ist schon zu viel)

 

Dort, wo die Drahtrolle draufgesteckt wird, findest du die Drahtbremse. Sie ist einstellbar (Schraube in der Mitte) und soll möglichst LEICHTGÄNGIG sein. Sie soll gerade so stark bremsen, dass der Draht nach dem Schweißen nicht von der Rolle springt.

An dieser Drahtbremse darf AUF_KEINEN_FALL irgendetwas gefettet oder geölt werden.

 

Der Andruckhebel an der Drahtfördereinheit hat eine Einstellschraube mit Feder.

Die darf nicht zu stark angeknallt werden. Die Drahtrolle muss DURCHRUTSCHEN wenn der Draht vorne am Brenner blockiert. Außerdem bricht der Andruckhebel bei diesen Geräten gerne mal ab..und der ist ziemlich teuer.

 

Die Einstellung des Gerätes:

 

Fang auf Stufe 1 an. (kleinste Spannung) und schweiße auf einem Probeblech.

Jetzt drehst du während des Schweißens den Drahtvorschubregler rauf und runter. Bei zu großer Drahtmenge beginnt es vorne zu stottern und zu spritzen.

Die Einstellung des Lichtbogens ist richtig, wenn ein gleichmäßiges Knistern entsteht.

 

FALLS jetzt die Schweißnaht trotzdem nur als Wurst oben auf dem Blech liegt: Spannung zu niedrig, Stufe 2 probieren, und das selbe Spiel nochmal. Übe dich erstmal an Kehlnähten, die sind am einfachsten. (Auf ein liegendes Blechstück ein stehendes Stück draufschweißen) Erst wenn du das beherrscht, solltest du dich mit I-Nähten (zwei Bleche stumpf zusammenschweißen) oder gar mit Spaltüberbrückung  beschäftigen.

 

Viel Erfolg...+ Schutzschirm DIN9 nicht vergessen.

 

DoMi

Danke ! Man lernt nie aus.

 

Gruß SRAM

Zitat:

Der Stufenschalter dient zur Einstellung der Schweißspannung, NICHT des Schweißstromes wie hier bereits geschrieben wurde.

Wie bitte ?

Und auf wieviel soll die Spannung dann bitte hochgehen ?

Kesselbaugeräte dürfen zb nicht über 40 Volt , die werden extra getestet , sieht man an einem deutlich erkennbaren K auf dem Gerät .

Und auch andere Geräte haben eine feste Leerlaufspannung . Nur Pulser lassen sich auf der Spannung UND dem Strom verstellen . Aber diese Geräte können wir und garnicht leisten .

Der Stufenschalter im besagten Gerät schaltet ausschließlich den Strom , Ampere .

Der Drahtvorschub regler , wie der Name schon kenntlich macht , verstellt NUR die Drahtvorlauf geschwindigkeit .

Bis auf die Masseanschlüsse nehm ich den Rest hin .

Das mit den Drosseln kann schon sein . Ich kenn kein Gerät mehr mit doppelmasse . Aber hier werden die Massepunkte auf den jeweiligen Anschluss der Versorgungsspannung abgestimmt sein . Also entweder 220Volt oder 380Volt . Es werden dort wohl 2 Trafos verbaut sein und jeder braucht seine eigene Masse .

Gruss , Alex

Zitat:

Original geschrieben von Z18XE

Zitat:

Der Stufenschalter dient zur Einstellung der Schweißspannung, NICHT des Schweißstromes wie hier bereits geschrieben wurde.

Wie bitte ?

moin.. nimm es einfach als gegeben hin: Der Stufenschalter bei J_E_D_E_M Schutzgasschweißgerät verändert die LichtbogenSPANNUNG und sonst nichts. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um ein 08/15 Baumarktgerät oder was vernünftiges handelt. 

Und das gute daran: Du gehörst ab sofort zu den 2% die das wissen. Die Meinung, dass der Schalter den Strom verändert ist nur allzu verbreitet und völlig undiskutabel falsch.

Das lässt sich übrigens jederzeit mit einem Multimeter überprüfen.

 

Die Lichtbogenspannung liegt beim MAG Schweißen IMMER unter 40 Volt, wenn man von exotischen Schweißprozessen wie z.B. dem T.I.M.E Prozess absieht.

(Das von dir erwähnte K-Zeichen gibt es übrigens seit ca. 30 Jahren nicht mehr, für das Kesselschweißen dürfen heute 113V Gleichspannung nicht überschritten werden. Geräte die für das Schweißen unter erhöhter elektrischer Gefährdung = Kesselschweißen zugelassen sind, tragen das S-Zeichen. Siehe DIN EN60974-1)

 

Bei Elektrodenschweißgeräten mit Stufenschalter wird übrigens per Schalter die Kopplung des Trafos und damit tatsächlich der maximal mögliche STROM verstellt, die Ausgangsspannung bleibt auf allen Stufen annähernd gleich.

 

 

Gruss..DomiAleman

 

 

 

 

 

 

Dann erkläre dem doofen Schlosser das ganze doch mal bitte ausführlich und verständlich per PN .

Denn der doofe Schlosser ist nachwievor der festen Auffassung dass der Stufenschalter rein den Strom ( Ampere ) regelt da vom Trafo kommend eine feste Spannung ( Volt ) anliegt welche etwa zwischen 25 und 40 Volt liegt .

Mein jetziger Lichtbogenhand/TIG Trafo zeigt zb neben den gewählten Ampere auch die genutzte Spannung an . Bei 100 A sind es etwa 27-28 V .

Und auch mein Arbeitskollege , welcher im gegensatz zu mir den ein oder anderen Schweissschein besitzt , ist genau meiner Meinung .

Gruss , Alex

Zitat:

Original geschrieben von Z18XE

 

Denn der doofe Schlosser .

 

.

 

Und auch mein Arbeitskollege , welcher im gegensatz zu mir den ein oder anderen Schweissschein besitzt , ist genau meiner Meinung .

 

Gruss , Alex

>Dann erkläre ....... das ganze doch mal bitte ausführlich und verständlich per PN ....

>... nachwievor der festen Auffassung dass der Stufenschalter rein den Strom ( Ampere ) regelt .....

>eine feste Spannung ( Volt ) anliegt welche etwa zwischen 25 und 40 Volt liegt

 

Gerne...aber warum per PN? Hier öffentlich profitieren die Anderen auch davon.

Etwas Lesestoff zum Thema findest du unter:

http://www.li-rohrleitungsbau.de/downloads/mig_mag-fibel.pdf

 (Siehe u.A. Seite 18)

 

>Mein jetziger Lichtbogenhand/TIG Trafo zeigt zb neben den gewählten Ampere auch die genutzte Spannung an . Bei 100 A >sind es etwa 27-28 V

 

Schweißgeräte für TIG/Elektrode und MIG-MAG Schweißgeräte haben GRUNDVERSCHIEDENE Kennlinien und sind nicht miteinander vergleichbar. Ist dir schonmal aufgefallen, dass es keine Schutzgasschweißgeräte gibt, mit denen man Elektrodenschweißen kann? (Mal abgesehen von ein paar kläglich gescheiterten Versuchen der Fa. Lorch) Woran könnte das liegen?

 

TIG- bzw. Elektrodengeräte halten den eingestellten STROM möglichst konstant. Eine Änderung der Lichtbogenlänge ist durch wegziehen des Brenners vom Werkstück leicht möglich. (Den WIG-Lichtbogen kann man mühelos 5cm lang ziehen) Die Änderung der Lichtbogenlänge durch wegziehen des Brenners bewirkt eine deutliche Erhöhung der Lichtbogenspannung.

 

MIG-MAG Geräte halten die eingestellte SPANNUNG möglichst konstant. Eine Abstandsänderung zwischen Brenner und Werkstück bewirkt nahezu KEINE ÄNDERUNG der Lichtbogenlänge, sondern es wird der Stickout (= das freie Drahtstück zwischen Stromdüse und Lichtbogen) länger bzw. kürzer.

Da die Lichtbogenlänge sich kaum ändert, ändert sich beim Wegziehen des Brenners auch die Spannung nur geringfügig.

 

>Und auch mein Arbeitskollege , welcher im gegensatz zu mir den ein oder anderen Schweissschein besitzt , ist genau meiner >Meinung

 

Wie ich schon schrieb...98% sind da leider falsch informiert.

 

Und zum Thema Schweißerschein:

Es gibt Leute, die haben alle Führerscheine und fahren seit 40 Jahren sicher und unfallfrei Auto.....

Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass diese Leute deshalb wissen, wie ein Auto funktioniert.

Bei Schweißern verhält es sich ähnlich.

 

 

Gruß..

DomiAleman

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hmm , dann muss ich das wohl als gegeben hinnehmen .

Man vertraut halt auf die Meinung der erfahrenen Kollegen , schließlich stehen hier 30 gegen 10 Jahre Berufserfahrung . Schweisshandwerk gelernt gegen teils selbst beigebrachtes Wissen . WIG hat mir niemand gezeigt , alle erfahrungen beruhen auf eigenem Interesse und Geschick .

Und du hast natürlich Recht , hier öffentlich dient es auch anderen . Nur leider wurden hier öfters schon Themen geschlossen da sie am Thema Auto zu weit vorbei gingen . Deshalb der vorschlag mit PN .

Gruss , Alex

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