Schleimbildung im Motorraum (Golf II PN)
Vorab: Geht um einen 1.6er Golf, 19E, PN-Motor.
Habe da ein Problem, dass sich ständig ein Schleim bildet, der dann überall hinkriecht. Dieser Schleim (Fachbezeichnung?) resultiert aus Kondenswasser und Motoröl. (Wie das nun im einzelnen chemisch aussieht interessiert mich weniger.) Jedenfalls sieht das Zeuch aus wie Eiter.
Wie kann man das beheben? Das Fahrzeug wird täglich gefahren, d.h. 2 mal ca. 40 km täglich. Von Kurzstreckenbetrieb kann da wohl keine Rede sein. Öl ist neu, alles frisch gewechselt. Problem bleibt.
Könnte es sein, dass es in irgendeiner Art und Weise an einer gewissen Motor Be-/Entlüftung liegt? Ich habe echt keine Ahnung wie man das Problem bekämpfen kann.
An sich würde mich der Schleim nicht stören, wenn da nicht folgendes wäre: Motor geht während der Fahrt aus, oder tuckert bloß rum, nimmt kein Gas an. Ist der Schleim entfernt, alles abgesaugt und Unterdruckschläuche gereinigt, ist nämlich genau das Problem nicht. Also müsste ich jetzt "nur" die Schleimbildung hinkriegen.
Hauptsache, mir sagt jetzt keiner, ich solle wöchentlich das Öl wechseln....
13 Antworten
Interessanter währe wohl eher wie das Wasser ins Öl kommt, oder nicht?
Hast du den Kühlwasser verlust? Also musst du oft nachkippen?
Ja genau, woher kommt das Kondens-/ Wasser?
Ähm, erstaunlicherweise eigentlich kein Kühlwasserverlust. Du spekulierst vielleicht in Richtung Zylinderkopfdichtung.
er schreibt 2x 40km. also je 40km. das sollte eigentlich ausreichen.
Ich hatte auch den komischen schleim, jedoch war er nach einmal 70km fahren wieder weg.
betriebswarm (80°) ist es ab ca 10km (auch bei diesen aussentemperaturen). einen statischen zustand (gleichbleibende Temperatur) hast du erst ab 20km. davor steigt sie langsam an.
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Hier bei MT klagen im Winter sehr viele über diese Emulsionbildung, unabhängig von der Marke.
Wenn man eine defekte ZKD ausschließen kann (kein Wasserverlust) dann liegt es an der angesaugten Luftfeuchtigkeit, die sich mit dem Motoröl, bei ausschließlichem Kurzstreckenverkehr, zu einer gelben/beigen Emulsion verbindet.
Bei einer einfachen Strecke von 40 km kann man aber nicht mehr von Kurzstrecke sprechen, entspr. dürfte das eigentl. fast nicht auftreten, da der Motor genügend Zeit hat seine Betriebstemp. zu erreichen u. die Feuchtigkeit genug Zeit hat wieder auszugasen.
Mein Arbeitsweg beträgt nur 10 km u. ich hatte dieses Problem noch nie.
Konstruktionsbedingte Ursachen kann ich eigentl. ausschließen, denn viele im G3 GTI-Fahrer klagen auch über dieses Zeug unter dem Ventildeckel.
Ich denke/vermute, daß das verwendete Motorenöl mitverantwortlich dafür ist.
Meine Karre wird ausschließlich mit vollsynth. 0W-40er Öl betrieben.
Gruß
Moin
Mein Polo hatte das gleiche Problem nach einen Ölwechsel.Es war immer so ein Schleim am Öldeckel. Zuerst dachte ich auch,das meine Kopfdichtung defekt ist,war sie aber zum Glück nicht.
Es lag einfach am billigen Öl, 15W40.
Ich habe einfach einen 2ten Ölwechsel gemacht und schon war das Problem weg.
MfG Andy
Ich gehe davon aus das die "Schleimbildung" mit den zur Zeit sehr niedrigen Temperaturen zusammen hängt.
Hab bei meinem RP das gleiche Problem. Fahr zwar relativ viel Kurzstrecke und nur einmal die Woche Autobahn, im Sommer habe ich aber keine Probleme.
Das gleiche Problem hatte ich schon letzten Winter, Kühlflüssigkeit fehlte und halt Schleim im Öl. Hatte schon auf defekte Kopfdichtung getippt und alle Ersatzteile besorgt. Komischerweise musste ich das ganze Jahr lang kein Kühlwasser nachfüllen. Nur jetzt wo die Temperaturen fast ständig unter 0°C sind, zieht er wieder ein wenig Wasser.
Da der Wagen ohne Probleme läuft, nehme ich das so hin. Wenn aber jemand weiß warum der Motor bei solchen Temperaturen immer ein bisschen Kühlwasser verbraucht, kann er das gerne posten.
Ist in der Tat ist es so, dass das Problem nur bei diesen niedrigen Aussentemperaturen auftritt. Höchstwahrscheinlich über Kondenswasserbildung in den Brennräumen: Moter abstellen, rasche Abkühlung, Kondenswasser schlägt sich an den Innenwänden ab usw... Die Schleimbildung im Öl scheint dann daher zu kommen, dass die Kolbenringe mit steigender Laufleistung (aktuell über 220 TKM) quasi undichter werden und dann demzufolge dort Luft und Wasser kriechen kann. Das Fazit ist der Schleim. Bleibt nur, aller 1-2-3- Wochen alles sauber machen. Wenn die Temperaturen wieder freundlich sind, dann fällt auch kein Schleim an.
Oh passend dazu: leckere Bilder von meinem "neuen" Fiesta.
http://i1.tinypic.com/n6c281.jpg
http://i1.tinypic.com/n6c2fk.jpg
lecker schmodder
http://i1.tinypic.com/n6c4g1.jpg
das kommt dabei raus
http://i1.tinypic.com/n6c4lh.jpg
ne stunde und eine dose bremsenreiniger später
http://i1.tinypic.com/n6c40h.jpg
vorher
http://i1.tinypic.com/n6c4nr.jpg
nacher
Die Bilder von dem üblem Ölschlamm waren übrigens NACH der Ölschlammspülung. Damit wäre wohl bewiesen dass das Zeug nix bringt. :P
Ölschlamm
Fangen wir mal ganz vorne an:
Erreicht Dein Motor auch immer Betriebstemperatur oder ist das
oder der Thermostat defekt?
Bei 2 mal 40 km darf so etwas grundsätzlich nicht sein - aber
Dein Motor schein ja richtig zu ersticken.
Ich will mich nicht in die unendliche Diskussion über die Ölsorten
einbringen, aber mach dann mal Ölwechsel, wenn Du Kühlwasser
verlust ausschließen kannst.
PS: Der Golf meiner Frau bekommt seit Menschengedenken
15W -40; sie fährt zweimal 10 Kilometer Stadtverkehr
am Tag und es ist nichts.
Sorry, aber 40 km sind bei der Kälte wirklich nicht genug, auch wenn es zwei Mal die Strecke ist - dazwischen ist der Motor wahrscheinlich schon wieder kalt.
Wenn dir deine Temperaturanzeige einen warmen Motor anzeigt, bezieht sich das erstmal nur auf das Kühlwasser, das nunmal schneller warm wird als das Öl.
Und damit das ans Öl gebundene Wasser sich wieder verflüchtigt, bedarf es schon einer längeren Strecke - am besten Autobahn mit etwas höheren Drehzahlen!
40 km Strecke sollen nicht ausreichen das Öl auf Betriebstemp. zu bringen?
Sorry, aber das ist ein Ding der Unmöglichkeit! 😉 ein funktionierendes Thermostat natürlich vorausgesetzt.
Stimmt schon, daß das Öl der Kühlflüssigkeit etwas nachhinkt, aber nur ein paar km.
Gruß
also beim 8 ventiler ist ja noch so nen deckel zwischen den nocken und ventildeckel, hatten auch das problem das schleim da war aber der bildete sich nur zwischen dem deckel und dem eigentlichen ventildeckel, die nocken waren einwandfrei:
link1
link2
und so sah es drunter aus:
link3, kannst ja mal den ventildeckel abschrauben (optional vendildeckeldichtung wechseln - bietet sich an) und schauen was deine nocke dazu sagt 🙂 ist billiger / einfacher als die zylinderkopfdichtung zu wechseln und wenn der schleim nur oben ist dann besorg dir mal gescheites öl