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Rostvorsorge W220 -Vormopf - Möglichkeiten

Mercedes S-Klasse W220
Themenstarteram 11. Februar 2019 um 20:09

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an euch, die mich im Moment beschäftigt.

Angenommen, man findet einen W220 Vormopf, der wirklich augenscheinlich rostfrei, nicht verschlissen und mit einem Kilometerstand von unter 100k dasteht. Welcher Aufwand ist erforderlich bzw. wäre möglich, um den Wagen rostfrei zu erhalten und trotzdem im Winter zu fahren?

 

Gruß

Bert

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@mercedesSLfahrer schrieb am 12. Februar 2019 um 16:38:05 Uhr:

Bei dem Vormopf gab es wohl das Phänomen, dass einige Fahrzeuge extrem Rost angesetzt haben und andere viel weniger. Gerostet haben sie wohl alle. Bei den Vormopf ist man auch darauf gekommen, dass es wohl auch etwas mit dem Zusatnd der Grundierung zu tun haben könnte. Je länger sie verwendet wurde, desto schlechter war die Haltbarkeit der Fahrzeuge. Angeblich wurde sie dann wöchentlich in den Tauchbädern erneuert....

Jupp ist so, die Rostprobleme durch die bakterienverseuchte Grundierungen, wie sie nahezu alle Autos aus der Zeit von 1993-2003 betrafen, bzw. betreffen konnen, betrafen leider auch die S-Klassen aus der Zeit! Also W140-Mopf und W220-VorMopf.

Aber wie bei allen anderen Autos, oder bei allen anderen Daimler aus der Zeit (163/168/202/208/210 ect.) betraf das aber nicht alle Fahrzeuge, sondern immer "nur" ca. 30-50% der Produktion. Die Karossen die durchs Tauchgrundierbecken liefen, als die Grundierung bereits umgekippt und bakterienverseucht war, haben dann leider überdurchschnittlich schnell/viel gerostet. Die Karossen die durchs frisch befüllte Tauchbecken liefen, rosten aber fast gar nicht, bzw. nicht mehr als die Karossen die noch mit Lösemittelfarben gemacht wurden.

Daher finden man ja sowohl vom W140-Mopf als auch vom W220-VorMopf ganz böse Rostmobile, aber eben auch immer wieder rostfreie, bzw. sehr rostarme Exemplare, eben je nachdem wann die Karosse durchs Tauchbecken lief.

So richtig aufgedeckt, wurde die Problematik ja dann erst durch die Dr.Arbeit zu dem Thema aus dem Jahre 2000 ....

https://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/1518

Ab 2002/2003 war das Problem dann abgestellt. (kürzere Wechselintervalle, neue Farbrezepte und diverse Desinfektionsmaßnahmen).

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

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Im Winter fahren bedeutet fast immer Rost.Kommt natürlich auch darauf an wo du wohnst.

Bei mir auf der Schw. Alb ist ein Rostfreies Auto ,das im Winter gefahren wird unmöglich. Deshalb haben viele Liebhaber

ein Winterauto .

bei Mitteln gegen den Rost ist es wie mit der Kirche, nur der Glaube hilft weiter.

Da wir aber im Alleingang die Welt retten wollen, gibt es Grundierungen & Lacke ,die helfen , in Deutschland nicht mehr.

In einem KLIMA Raumstellen wo die Luftfeuchtigkeit unter 60% gehalten wird da rostet selbst ein Ford KA nicht mehr

Ansonsten mit im Winter fahren wird das denke ich nichts da die Radläufe zB von den Blechkannten anfangen zu rosten und da kannst du kaum was machen alles was du da rauf schmierst hält nicht

Die Hohräume habe ich nach den Mike Sanders Verfahren behandeln lassen. Das Fett tropft jeden Sommer aus den Spalten. Alle Leitungen des Automatikölkreislaufes sind mit Korrosion behaftet; wurde auch teilweise schon getauscht (unter dem Kühler). Aber auch ander Teile des Unterbodens sind schlicht schlecht geschützt.

 

Das muss man angehen, jährlich nach dem Winter reinigen und wieder ausbessern.

Zitat:

@Bert80 schrieb am 11. Februar 2019 um 20:09:17 Uhr:

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage an euch, die mich im Moment beschäftigt.

Angenommen, man findet einen W220 Vormopf, der wirklich augenscheinlich rostfrei, nicht verschlissen und mit einem Kilometerstand von unter 100k dasteht. Welcher Aufwand ist erforderlich bzw. wäre möglich, um den Wagen rostfrei zu erhalten und trotzdem im Winter zu fahren?

 

Gruß

Bert

Hallo Bert,

wir fahren ein solches Fahrzeug, das auch vollkommen rostfrei ist. Es ist ein W220 S 320 Benziner; 118.000 KM; Bj. 2000; Brillantsilber 744; Oriongraue 268A Lederausstattung.

Uns interessiert es auch, wie andere Besitzer dieser Modellreihe Ihre Fahrzeuge pflegen. Das Thema ist sehr gut gewählt. Wir selbst lassen unser Auto, in einem Fachbetrieb, jährlich pflegen, d.h. Polieren und Konservieren. Außerdem ist das Auto, unser Bully III (es ist seit 1985 die 3. S-Klasse),ein scheckheftgepflegter Garagenwagen. Wir sind übrigens 71 + 72 Jahre alt.

Herzliche Grüße von Stern zu Stern Fan

Martina & Walter @Bully III

Mercedes S 320 Gesamtansicht
Mercedes S 320 Heckansicht
Mercedes S 320 Innen vorne
Themenstarteram 11. Februar 2019 um 20:33

Besten Dank erstmal. :)

Ich komme aus Hessen, aber auch hier wird Salz gestreut. ;) Ich sehe es grundsätzlich auch so, hatte aber die Hoffnung, dass es doch irgend eine Möglichkeit gibt, die (Rost-) Kuh präventiv vom Eis zu holen soweit noch möglich.

Voraussetzung ist die geschrieben, dass ein Vormopf-220er absolut neuwertig dasteht.

Gruß

Bert

In den FAQ gibt es einen Beitrag dazu.

Hallo MTV. >

selbst ist der Mann.

Versuche damit.... Foto:

IMG_2019-02-11_21-38-16.jpeg

@Bert80 der Traum vom rostfreien VorMopf ist und bleibt ein Traum. Das Auto ist inzwischen mind. 17 Jahre alt und hatte werkseitigen die schlampigste "Rostvorsorge" überhaupt. Dein Vorhaben wird sich nicht erfüllen lassen. Der Wagen hat praktisch bereits in den ersten 3-4 Jahre soviel Rost angesetzt (dummerweise an Stellen die man ohne erhebliche Demontagen von Teilen nicht findet). Einige Wagen hatten das Glück von MB auf dem Kulanzweg eine grundlegende Korrisionsbeseitigung bekommen. Meiner auch (2008/09), aber inzwischen sind die Nester alle, wenn auch beherrschbar, wieder aufgetaucht. Man muss richtig heftig hinterher sein. Der Grund für diese Misere ist, dass der Wagen im Bereich der Schweller, Türenunterkanten, A-Säulen, Scheibenrahmen der Windschutzscheibe, Kotflügel vorne und hinten eindeutige Konstruktionsfehler aufweist, die eine langlebige Rostvorsorge erlauben würde. Wenn jemand erzählt, es gäbe einen rostfreien W220 VorMopf aus 1998-2002, dann ist das eine Fabel oder ein Museumsstück aus Arizona

Themenstarteram 11. Februar 2019 um 21:51

@Bamberger_1

Das sind sehr ernüchternde Worte. Ist denn der Mopf 220 deutlich rostgeschützter oder nimmt es sich nicht viel?

Die 221 möchte ich wegen des Kettenradproblems als Benziner auch nicht unbedingt in Betracht ziehen.

Gruß

Bert

@Bert80 der Mopf ist deutlich besser aber noch nicht annähernd so gut wie der W221. Die Kettenradproblematik ist beherrschbar, weil man weiß ab wann das Thema ausgestanden war.

...ich hatte schon beide Fahrzeuge. Einen 220er Vormopf und einen 220er Mopf.

Bei dem Vormopf gab es wohl das Phänomen, dass einige Fahrzeuge extrem Rost angesetzt haben und andere viel weniger. Gerostet haben sie wohl alle. Bei den Vormopf ist man auch darauf gekommen, dass es wohl auch etwas mit dem Zusatnd der Grundierung zu tun haben könnte. Je länger sie verwendet wurde, desto schlechter war die Haltbarkeit der Fahrzeuge. Angeblich wurde sie dann wöchentlich in den Tauchbädern erneuert....

Mein Vormopf hat sich jedenfalls noch ziemlich gut gehalten. Nach knapp 15 Jahren war allerdings auch bei ihm eine Renovierung erforderlich. Unter anderem den Scheibenrahmen oben an der Windschutzscheibe, die A-Säulen unter den Kotflügeln, die Unterkanten der Türen und die Radläufe hinten waren fällig. Die Wagenheberaufnahmen/Schweller waren noch kpl. in Ordnung. Ich habe hier irgendwann mal einen Thread eingestellt, der viele Bilder dieser Renovierung zeigt.

Aus Sentimentalität hatte ich mir dann noch einmal einen W/V220 Mopf gekauft. Zum Zeitpunkt des Kaufs war er gut 10 Jahre, beim Verkauf ca 14 Jahre alt. Rost war da tatsächlich kein Thema. Ich hatte die verdächtigen Stellen stets im Auge und zudem habe ich sogar einmal die vorderen Kotflügel zur Kontrolle abschrauben lassen. Rost war nirgendwo zu finden. (Auch hierzu habe ich einmal einen Thread mit den entsprechenden Bildern eingestellt) Die Rostvorsorge war im Mopf also definitiv um Welten besser.

Viele Grüße

Hajo

Fahren, wie schon gesagt, einen W220 Vormopf, Baujahr 2000, und können uns über Rost NICHT beklagen. Wie wir schon geschrieben haben, wird das Fahrzeug komplett, schon seit vielen Jahren, von einem Fachbetrieb betreut, da wir das, aus gesundheitlichen und Altersgründen, schon lange nicht mehr können. Wir haben auch an dieser S-Klasse, wie auch an den beiden Anderen, die wir seit 1985 gefahren haben (Neukäufe W126 1985 und W140 1992), nur Freude gehabt.

Es ist eben doch "Ein guter Stern auf allen Strassen".

Grüße vom Stern zu allen Sternen von

Martina & Walter

Zitat:

@mercedesSLfahrer schrieb am 12. Februar 2019 um 16:38:05 Uhr:

Bei dem Vormopf gab es wohl das Phänomen, dass einige Fahrzeuge extrem Rost angesetzt haben und andere viel weniger. Gerostet haben sie wohl alle. Bei den Vormopf ist man auch darauf gekommen, dass es wohl auch etwas mit dem Zusatnd der Grundierung zu tun haben könnte. Je länger sie verwendet wurde, desto schlechter war die Haltbarkeit der Fahrzeuge. Angeblich wurde sie dann wöchentlich in den Tauchbädern erneuert....

Jupp ist so, die Rostprobleme durch die bakterienverseuchte Grundierungen, wie sie nahezu alle Autos aus der Zeit von 1993-2003 betrafen, bzw. betreffen konnen, betrafen leider auch die S-Klassen aus der Zeit! Also W140-Mopf und W220-VorMopf.

Aber wie bei allen anderen Autos, oder bei allen anderen Daimler aus der Zeit (163/168/202/208/210 ect.) betraf das aber nicht alle Fahrzeuge, sondern immer "nur" ca. 30-50% der Produktion. Die Karossen die durchs Tauchgrundierbecken liefen, als die Grundierung bereits umgekippt und bakterienverseucht war, haben dann leider überdurchschnittlich schnell/viel gerostet. Die Karossen die durchs frisch befüllte Tauchbecken liefen, rosten aber fast gar nicht, bzw. nicht mehr als die Karossen die noch mit Lösemittelfarben gemacht wurden.

Daher finden man ja sowohl vom W140-Mopf als auch vom W220-VorMopf ganz böse Rostmobile, aber eben auch immer wieder rostfreie, bzw. sehr rostarme Exemplare, eben je nachdem wann die Karosse durchs Tauchbecken lief.

So richtig aufgedeckt, wurde die Problematik ja dann erst durch die Dr.Arbeit zu dem Thema aus dem Jahre 2000 ....

https://elib.uni-stuttgart.de/handle/11682/1518

Ab 2002/2003 war das Problem dann abgestellt. (kürzere Wechselintervalle, neue Farbrezepte und diverse Desinfektionsmaßnahmen).

Mit besten Sterngrüßen

Sebastian

Ich habe mir die Dr. Arbeit mal durchgelesen. Mein Resümee ist, dass das Thema, wenn überhaupt Karossen mit durch Verunreinigungen verursachte Lackschäden in Umlauf kamen, Ende 1999 ausgestanden war. Es gibt auch keine "flächigen" Lackausfälle, die von solchen bakteriellen Befall kommmen müssten, sondern immer nur an Kanten und Falzen. Aber die Korrosionsanfälligkeit noch bis zum Jahr 2002 vorhanden, und nicht nur beim W220. Der Hauptgrund sind meiner Meinung nach folgende Faktoren (Konstruktionsfehler/Fertigungsfehler)

1) keine abgedichteten und versiegelten Karosseriefalze

2) viel zu kleine Wasserabläufe in den Schwellern

3) Feuchtigkeitsfallen in den Türschwellern, Wagenheberaufnahmen und hinteren Kotflügelansatz

4) unzureichende Abläufe in den Türen

5) unbehandelte Falze an den Türunterkanten bzw. Wasserfallen in den Abschlussleisten.

6) unbehandelte, unbelüfttete Fensterrahmen an der Windschutzscheibe

7) scheuernde Schalldämmsäcke in den Frontkotflügeln, die die A-Säule ruinieren

Beim Mopf wurde fast all das verbessert bzw. abgestellt.

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