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Rost - wie schlimm ist er wirklich?

Themenstarteram 3. Dezember 2011 um 3:57

Kann ein Auto wegen Rost von selber oder bei einem Schlagloch durchbrechen?

Oder was ist die Gefahr von Rost?

Klar, er greift das Material an und sieht nicht gut aus; aber kann er wirklich z.B. eine ganze Karosserie/Rahmen zerstören?

 

Ich komme auf die Frage weil ich mir morgen einen alten Pajero der ersten Generation anschaue und mich frage ob die Gefahr besteht dass der mir unterm Arsch wortwörtlich zusammenbricht...

 

Danke,

Tom

Beste Antwort im Thema

Ich zitiere der Einfachheit halber mal mich selbst:

"Als es mit meinem Audi 100, Bj. 76, zu Ende ging, fuhr ich damit zum Schrottplatz. Einige Kilometer vorher brach der rechte Federbeindom nach oben durch, die Motorhaube beulte sich nach oben. Kurz vor dem Platz brach mein Fahrersitz nach unten durch. Aber es waren dann nur noch so 300 Meter. Ich hielt mich am Lenkrad fest und schaffte es."

Der Wagen war gut elf Jahre alt. Ich hätte noch einige Monate TÜV gehabt. Aber der Rost war schneller.

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Den genauen grund für diese Prominente Roststelle sieht man in der Ansicht von unten, oder auch in dem Bild hier im anhang: FIAT hat da von unten ein 2. verstärkungsblech aufgesetzt, dieses aber augenscheinlich nicht richtig versiegelt. Man hat dort also im Radkasten direkt im spritzwasserbereich ein zweilagiges blech ohne anständigen korrosionsschutz. In die ritze kriecht dann sämtliches salz, wasser & dreck - optimale bedingungen für rost.

Das sind genau solche stellen die ich meine - Das ist modellspezifisch, sowas kann dir keiner sagen der nicht selbst schon einen rostigen Uno (resp. Pajero) in den fingern hatte. Daher: Genau informieren wo die dinger zum rosten neigen.

war bei meinem astra das selbe problem. die domschale war doppellagig aber an der schweißnaht nur mit u-schutz überpinselt. das hab ich bei der reparatur dann aber geändert. bis zum verkauf war das auch bombig.

Foto0381
P01-09-09-17-54
P25-09-09-13-13-03

Zitat:

Original geschrieben von ichtyos

Zitat:

Original geschrieben von Chris492

Ich finde es ist aber die Aufgabe des TÜV-Prüfers abzuschätzen ob der Wagen noch 2 Jahre mitmacht.

Nicht wirklich - eine Kristallkugel gehört nicht zur normalen Ausstattung eines Prüfers.

Ein kleiner Rostpickel im Bereich des Federdoms ist sicher kein Grund, die Plakette nicht zu erteilen. Ein harter Winter mit reichlich Streusalz kann dann zum Durchrosten an der Stelle reichen. Bilder dazu gab es schon weiter oben.

Also in einem Winter geht das nicht wirklich so schnell.

Klar - eine Kristallkugel hat er nicht.

Aber er muss abschätzen...

Zitat:

Original geschrieben von Chris492

Ich finde es ist aber die Aufgabe des TÜV-Prüfers abzuschätzen ob der Wagen noch 2 Jahre mitmacht.

Denk mal ein Moment über Deine Aussage nach...

2 Jahre, was sind das? Sagen wir mal 30 tkm. Ui, die Reifen haben nur noch 5mm

Bremsscheiben und Beläge sind schon halb abgefahren

Die Stoßdämpfer, Kupplung? 30 tkm? Sagen wir mal sicherheitshalber nein.

---> Durchgefallen

Ab zum :) 1000 €+ auf den Tisch für die TÜV Plakette.

Die Werkstätten würden Deine Meinung unterstützen, die reichen Autofahrer auch, weil dann einige mit Bus und Bahn fahren müssen --> weniger Verkehr...

Das Thema handelt von Rost und ich rede auch von selbigen!

Is dasselbe in grün. Keiner kann sagen, was in 2 Jahren ist.

Deswegen fallen auch regelmäßig Autos zweck Rost an tragenden Karosserieteilen durch den TÜV.

Die sind dann auch noch lange nicht durchgerostet aber der TÜV Prüfer denkt da auch daran wie sich das Entwickelt!

100% kann das keiner sagen, aber man kann es bis zu einem Gewissen grad abschätzen und das machen die meistne Prüfer auch.

Das glaube ich so kaum. Klar - einen gewissen Spielraum hat der Prüfer. Wenn mir der Prüfer die Plakette verweigert, weil seiner Ansicht nach in zwei Jahren was durchgerostet sein wird, hat er ein Problem.

So eine HU ist eine Momentaufnahme - entweder zum Zeitpunkt der Prüfung ist alles (mehr oder weniger) in Ordnung, oder auch nicht.

Glaubst du ernsthaft ein Prüfer erteilt dir die Plakette wenn er sieht die Achse/der Schweller was auch immer wird vermutlich in einem Jahr komplett durchgerostet sein?

Es ist nicht immer von aussen ersichtlich, wenn ein Hohlraum oder eine Dopplung von innen her wegfault.

Wieviele Golf 1 oder Audi 50, Polo1 waren ohne Innenschweller unterwegs, aus wievielen R16 ist die Schwinge rausgebrochen? Kaum ein Prüfer hat die Rostbomber hinter dem Teppich abgeklopft, keiner hat den Aussenschweller aufgetrennt, um den Längsträger betrachten zu können.

.

Es gibt halt solche und solche Prüfer. Aber sofern das ersichtlich ist...

Zitat:

Original geschrieben von Chris492

Glaubst du ernsthaft ein Prüfer erteilt dir die Plakette wenn er sieht die Achse/der Schweller was auch immer wird vermutlich in einem Jahr komplett durchgerostet sein?

Vermuten kann der Prüfer vieles. Aber wenn ich mit einem Auto aufschlage, das in dem Moment keine Mängel aufweist, bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Plakette zu erteilen.

Das Beispiel hatten wir iirc schon mal, aber ich wiederhole es in einer härteren Version:

Ich komme mit Reifen mit 1,8 Milimeter Profil an. Anhand des Ölwechselzettels im Motorraum ist erkennbar, das ich 100.000 Kilometer per Anno fahre. Vermutlich werden in einem Jahr meine Reifen zumindest komplette Slicks sein, wenn ich nichts dagegen mache. Die Vermutung des Prüfers wäre insofern völlig korrekt, dass in einem Jahr ein erheblicher Mangel am Fahrzeug besteht.

Glaub mir, den Stress wird sich kein Prüfer antun. Wenn zum Zeitpunkt der Prüfung alles im grünen Bereich ist, hat der keinen Grund, die Plakette zu verweigern.

Richtig, es wird der Jetztzustand beurteilt.

Egal, ob eine Abnahme nach §21, §23 oder §29 StVZO erfolgt.

Der Prüfer wird vermerken, das die Reifen nahe der Verschleißgrenze sind.

Ich sags gerne nochmal, es ging mir rein um den Rost... nicht um Reifen oder Bremsen oder sonstwas...

Auch beim Rost gilt der Ist-Zustand, und nicht das, was irgendwann in der Zukunft sein kann, wenn an dem Fahrzeug nichts gemacht wird.

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