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Riefen in der Bremsscheibe + Bremsen quietschen

Mercedes GLK X204
Themenstarteram 21. April 2015 um 8:42

Hallo zusammen,

seit ein paar Wochen quietschen bei meinem GLK (BJ 2013, 22.000 km) die vorderen Bremsen immer kurz vor dem Stehen. Egal ob vorwärts oder rückwärts gefahren wird, unter 10 km/h geht das Quietschen los. Man hört es auch im Fahrzeug, teilweise auch wenn das Radio an ist. Also m.M.n. schon unangenehm laut. Meine Nachbarn wissen auf jeden Fall sofort wer da nachts in die Garageneinfahrt runterfährt :(

Grundsätzlich könnte ich mit quietschenden Bremsen leben, ich weiß dass viele Hersteller Probleme damit haben und das Problem einfach grundsätzlich technisch nicht so einfach in den Griff zu bekommen ist.

Nun liest man natürlich immer mal wieder in verschiedenen Foren, sobald man ein Problem am Auto hat. Dabei bin ich darauf gestoßen, dass eventuell ein Fremdkörper (z.B. ein kleiner Stein) zwischen Bremse und Scheibe sein könnte und das Quietschen verursacht, was wiederum dazu führen kann, dass sich Riefen an der Bremsscheibe bilden. Da das Quietschen bei mir schon eine Weile existiert, schaute ich mir gestern Abend alle vier Bremsscheiben an und musste feststellen, dass vorne rechts eine Riefe zu erkennen ist, die man deutlich spüren kann, wenn man die Bremsscheibe berührt. Die Riefe ist etwa 0,5 - 1 mm tief. (Bild angehängt)

Daraufhin bin ich heute morgen vor der Arbeit kurz zum Service gefahren und habe das anschauen lassen. Das erste was mir gesagt wurde: Quietschen kann normal sein und werden sie wahrscheinlich nicht in den Griff bekommen. Die Riefe kommt von einem Fremdkörper und ist ebenfalls überhaupt kein Problem. Auch nach kurzer Diskussion konnte man mir nicht weiterhelfen.

Meine Sorge: Der Fremdkörper ist noch immer zwischen der Bremse (deshalb auch das Quietschen) und wird in den kommenden Wochen die Riefe verschlimmern. Ich gehe mal davon aus, dass ich so oder so für die Bremsen keine Garantie erhalte, da dies ein Verschleißteil ist. Ich möchte aber gerade aus diesem Grund vermeiden, dass meine Bremsscheibe vorne rechts in den nächsten Monaten durch die (evtl. noch tiefer werdende) Riefe ausgewechselt werden muss. Meine Garantie für das Auto läuft ohnehin im Juni ab.

Ist so eine Rille in der Bremsscheibe wirklich keine große Sache?

Viele Grüße

Beste Antwort im Thema
am 23. April 2015 um 9:05

Zitat:

@Ashirdo schrieb am 22. April 2015 um 07:21:43 Uhr:

Ich fahre sehr vorausschauend und meistens sehr entspannt durch die Gegend :) deswegen musste ich auch bisher bei keinem Auto die Beläge oder gar die Scheiben wechseln (verkaufe das Auto alle 3-4 Jahre).

viele Grüße

Das heißt wohl, du bremst auch so, wie du fährst? Immer nur gaaaaanz sanft aufs Bremspedal treten?

Eine solche Behandlung der Bremsen tut denen keineswegs gut, das Gegenteil ist der Fall, zwar verschleißen die Beläge dann nicht oder kaum, dafür leiden jedoch die Scheiben über Gebühr und, das wichtigste: Die Bremsleistung lässt dramatisch nach!

Das kann so weit gehen, dass die Beläge "verglasen", das heißt, es bildet sich eine Schicht aus einer Mischung von geschmolzenem und wieder verfestigtem Bremsbelagstaub und Metallabrieb der Scheibe auf den Bremsbelägen, was daher rührt, dass man die Bremsbeläge zwar immer gut hat an der Scheibe hat anliegen lassen (sanft bremsen), so dass sie hübsch warm wurde, so warm, dass es zu diesen Schmelzvorgängen kommen konnte, aber nicht heiß genug und nicht kräftig genug, dass dieses erhitzte Material dann auch gänzlich sich "verdünnisieren" konnte ............. es blieb einfach am Bremsbelag haften und bildete so Schicht um Schicht eine Verglasung, die erstens zum Quietschen neigt und zweitens den Reibbeiwert, also die Bremsfähigkeit dramatisch herabsetzt.

Man steht also im Fall der Fälle nicht mehr rechtzeitig VOR einem plötzlich auftauchenden Hindernis, sondern mittendrin.

Ist mir mal passiert bei einem anderen Auto, da hatten nach 90.000 Kilometern die vorderen Bremsbeläge noch ihre Dicke im Neuzustand, was ja nicht sein kann, denn Abrieb ist ja immer. Also wechseln trotz noch Dicke wie im Neuzustand. Der Meister zeigte mir dann diese alten Bremsbeläge mit der "Glasschicht" drauf, kein Wunder, dass man damit NICHT mehr gut bremsen konnte. Dummerweise merkt man die erheblich verminderte Bremsleistung im Normalfall nicht, nur im Bremsnotfall .......... aber dann ists zu spät.

Mein Rat daher: Auch bei eigentlich sanfter, vorsichtiger, vorausschauender Fahrweise (die ja nicht verkehrt ist!) sollte man ab und zu mal die Bremsen so richtig beanspruchen, das tut denen gut.

Grüße

Udo

13 weitere Antworten
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Wenn man damit nicht leben kann ... : Brensklötze wechseln und Kanten der neuen Klötze vor dem Einbau mit der Flex anschleifen - also leicht abschrägen.

Themenstarteram 21. April 2015 um 9:49

Mit dem Quietschen kann ich gerne leben, mit defekten Scheiben allerdings weniger :)

Meine Meinung.

1. TÜV/DEKRA

Überprüfen lassen ob die Bremswirkung – aufgrund der Riefen - „leidet“.

2. Wenn ja zu 1.

Austauschen lassen ( Bremsbeläge und Scheiben )

Kosten TÜV/Dekra solltest Du mit 30,00 € Netto auskommen

Scheiben/Beläge ( vorne) mit Arbeitslohn ca. 400-450 € beim :)

Freie Werkstatt ?

3. Wenn nein zu 1.

ok, dann ist es Deine Entscheidung ob Du das „Quietschen“ ertragen kannst oder nicht.

Dein Zitat

Ist so eine Rille in der Bremsscheibe wirklich keine große Sache?

Zitat Ende

Habe Dir noch ein PDF rausgesucht wie der TÜV so etwas „bewertet“.

Ist zwar von 2008 aber in der Sache wohl immer noch gültig.

Grüße

hpad

Zitat:

@Ashirdo schrieb am 21. April 2015 um 09:49:14 Uhr:

Mit dem Quietschen kann ich gerne leben, mit defekten Scheiben allerdings weniger :)

Ich denke nicht, dass die Scheibe defekt ist.

Die Riefe erscheint mir wirklich nicht "artgerecht" aber nicht besorgniserregend. Denn beim Abdrehen von Bremsscheiben wird noch mehr Material weggenommen. Ich denke nicht, dass Riefe und Quietschen in ursächlichem Zusammenhang stehen

Das Bremsquitschen war bei serienmäßigen Einführung der Scheibenbremse vor ca. 50 Jahren ein ein echtes Problem , oft über den ganzen Bremsvorgang hinweg und sehr laut. Fast jede Scheibenbremse war davon betroffen. Keiner auch nicht die Hersteller konnten in einzelnen Fällen das Problem lösen. Von Kupferpaste auf den Bremskolben bist zur Einlage eines dünnen angepassten Bleches zwischen Bremskolben und Bremsklotzrückseite wurde alles probiert, Manchmal half es, manchmal nicht. Sogar die Bremskolben wurden gewechselt, weil es sein konnte, dass die Dichlippe des Kolbens zu weich war und der Kolben beim Bremsen viebrierte und dies auf den Bremsklotz übertrug und die Bremsscheibe der Resonanzkörper war- meinte man. Irgendwann hatten die Bremsenhersteller das dann im Griff. Wie weiß ich nicht. Aber Ausreißer gibt es in verschwindend geringem Maß immer noch.

Bei meinen 2 Jahre alten GLK 220 sehen die Bremsscheiben genausoaus.

Also keine Panik. Fals es dich beruhigt -> kurz zu DEKRA TÜV und prüfen lassen.

 

Die Riefefe kommt von einem Stein..chen.

Die Bremsleisdtung ist dadurch nicht greringer.

am 21. April 2015 um 19:56

Wenn der Fremdkörper (Steinchen?) stört, hilft nur das Auswechseln der Beläge. Eventuell ist danach ja auch das Quietschen weg. Leider fällt sowas nicht unter Garantie, denn für das vorwitzige Steinchen, das sich in selbstmörderischer Weise zwischen Bremsbelag und -Scheibe gelegt hat, kann ja der Hersteller nix. Das ist "normaler" Verschleiß bzw. ein vom Hersteller nicht beeinflussbares Ereignis, dessen Folgen immer der Kunde zu tragen hat. Das ist jedoch bei ALLEN Herstellern so.

Grüße

Udo

Wenn' s ein Steinchen ist, könntest Du mal bei mehr oder weniger leicht getretener Bremse ein paar Meter rückwärts fahren, dann ziehst den Fremdkörper vielleicht rückwärts wieder raus.

Aber aufpassen, was sich hinter Dir tut... :)

alfigatzi

Themenstarteram 22. April 2015 um 7:21

Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen Antworten :) da das Quietschen tatsächlich von vorne rechts kommt, werde ich nachher mal probieren beim Rückwärtsfahren und gleichzeitigem Bremsen das Steinchen loszuwerden. Falls es nicht klappt, solls mir dann egal sein. Solange es bei der einen Riefe bleibt sollte die Bremswirkung (wie von Euch auch geschrieben) nicht sonderlich beeinflusst werden. Habe außer dem Quietschen auch keine Probleme sonst.

Ich fahre das Auto voraussichtlich nur noch 1-2 Jahre, hätte mich sehr geärgert wenn ich vorne die Scheiben (und Beläge) wechseln lassen müsste in dieser Zeit bei einer Fahrleistung von 10.000 km im Jahr. Ich fahre sehr vorausschauend und meistens sehr entspannt durch die Gegend :) deswegen musste ich auch bisher bei keinem Auto die Beläge oder gar die Scheiben wechseln (verkaufe das Auto alle 3-4 Jahre). Aber klar, so ein Steinchen kann der Hersteller nicht verhindern, das ist dann einfach Pech für mich, falls dadurch ein Schaden entsteht.

Nochmals vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Kannte das Problem bisher nicht und meine Recherche brachte mich bisher nicht allzu weit :)

viele Grüße

Zitat:

@Ashirdo schrieb am 22. April 2015 um 07:21:43 Uhr:

 

Ich fahre sehr vorausschauend und meistens sehr entspannt durch die Gegend :)

Du solltest mehrmals aus höherer Geschwindigkeit stark abbremsen (leere Straße) um den Fremdkörper zu eliminieren.

Grüße

Themenstarteram 23. April 2015 um 8:32

Zitat:

@mb180 schrieb am 22. April 2015 um 09:02:51 Uhr:

 

Du solltest mehrmals aus höherer Geschwindigkeit stark abbremsen (leere Straße) um den Fremdkörper zu eliminieren.

Grüße

Das hat geholfen :) danke !! Gestern spät Abends kurz auf der (leeren) Landstraße von 140 ne Vollbremsung gemacht --> das Quietschen ist seit dem fast komplett weg, ich höre es zumindest nur noch bei geöffnetem Fenster. Werde das wohl noch mal wiederholen, dann wird's ganz weg sein :)

am 23. April 2015 um 9:05

Zitat:

@Ashirdo schrieb am 22. April 2015 um 07:21:43 Uhr:

Ich fahre sehr vorausschauend und meistens sehr entspannt durch die Gegend :) deswegen musste ich auch bisher bei keinem Auto die Beläge oder gar die Scheiben wechseln (verkaufe das Auto alle 3-4 Jahre).

viele Grüße

Das heißt wohl, du bremst auch so, wie du fährst? Immer nur gaaaaanz sanft aufs Bremspedal treten?

Eine solche Behandlung der Bremsen tut denen keineswegs gut, das Gegenteil ist der Fall, zwar verschleißen die Beläge dann nicht oder kaum, dafür leiden jedoch die Scheiben über Gebühr und, das wichtigste: Die Bremsleistung lässt dramatisch nach!

Das kann so weit gehen, dass die Beläge "verglasen", das heißt, es bildet sich eine Schicht aus einer Mischung von geschmolzenem und wieder verfestigtem Bremsbelagstaub und Metallabrieb der Scheibe auf den Bremsbelägen, was daher rührt, dass man die Bremsbeläge zwar immer gut hat an der Scheibe hat anliegen lassen (sanft bremsen), so dass sie hübsch warm wurde, so warm, dass es zu diesen Schmelzvorgängen kommen konnte, aber nicht heiß genug und nicht kräftig genug, dass dieses erhitzte Material dann auch gänzlich sich "verdünnisieren" konnte ............. es blieb einfach am Bremsbelag haften und bildete so Schicht um Schicht eine Verglasung, die erstens zum Quietschen neigt und zweitens den Reibbeiwert, also die Bremsfähigkeit dramatisch herabsetzt.

Man steht also im Fall der Fälle nicht mehr rechtzeitig VOR einem plötzlich auftauchenden Hindernis, sondern mittendrin.

Ist mir mal passiert bei einem anderen Auto, da hatten nach 90.000 Kilometern die vorderen Bremsbeläge noch ihre Dicke im Neuzustand, was ja nicht sein kann, denn Abrieb ist ja immer. Also wechseln trotz noch Dicke wie im Neuzustand. Der Meister zeigte mir dann diese alten Bremsbeläge mit der "Glasschicht" drauf, kein Wunder, dass man damit NICHT mehr gut bremsen konnte. Dummerweise merkt man die erheblich verminderte Bremsleistung im Normalfall nicht, nur im Bremsnotfall .......... aber dann ists zu spät.

Mein Rat daher: Auch bei eigentlich sanfter, vorsichtiger, vorausschauender Fahrweise (die ja nicht verkehrt ist!) sollte man ab und zu mal die Bremsen so richtig beanspruchen, das tut denen gut.

Grüße

Udo

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