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Restsumme bei gegnerischer Versicherung einfordern

Themenstarteram 6. Januar 2018 um 10:01

Hallo,

kurz zum Sachverhalt:

Ich hatte im April 17 einen Unfall. Laut Polizei traf mich keine Schuld, der Unfallgegner musste auch Vorort ein Bußgeld zahlen, wegen Einfahren in den fließenden Verkehr.

Die gegnerische Versicherung hat mir damals eine 30%ige Mitschuld angehangen und mir abzüglich der Gutachterkosten 1400€ statt 2800€ überwiesen.

Da wir damals einen Todesfall in der Familie hatten, habe ich die Sache auf sich beruhen lassen, wobei ich es schon frech fand, dass ich die kompletten Gutachterkosten allein tragen soll.

Nun wurde ich im Dezember durch meine Versicherung hochgestuft. Nach Rücksprache hieß es, ich solle warten, weil die Gegenseite Ansprüche gestellt hätte und noch 14 Tage Zeit hat sich zu äußern.

Gestern erhielt ich von meiner Versicherung einen Nachtrag, dass meine Höherstufung aufgehoben wurde.

Heißt das, dass ich unschuldig bin und habe ich noch eine Möglichkeit die Restsumme bei der anderen Versicherung einzufordern?

Danke für eure Antworten.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@juermi47 schrieb am 6. Januar 2018 um 11:31:54 Uhr:

Verkehrsrechtliche Unschuld und Versicherungshaftung sind leider 2 verschiedene Dinge.

Versicherungstechnisch wirst Du leider fast immer mit einer Betriebshaftung des eigenen Fahrzeuges belastet, die bis zu 30% gehen kann. Es sei denn, Du könntest einen Unabwendbarskeitnachweiß vorbringen. Das klappt aber in den meisten Fällen nicht.

Die einzige mir bekannte Situation ist bei einem Vorfahrtschaden durch Missachtung des Stoppzeichens vorhanden. Aber schon bei Vorfahrtachten Schildern und dessen Mißachten greift wieder die Betriebshaftung beim eigenen Fahrzeug.

Leider wird hier, was man vielleicht vom "höheren Sagen" gehört hat, als übliche Praxis, bzw. Rechtsprechung, verkauft.

Unter verkehrsrechtlicher Unschuld und Versicherungshaftung definiert man Straf-und Zivilrecht.

Eine Betriebsgefahr kann bis zu 100% angewendet werden.

Eine Bestimmung hinsichtlich des Unabwendbarkeitsnachweises, der vor Jahren im § 7 STVG geregelt wurde, ist seit ca. mehr als 20 Jahren ersatzlos gestrichen worden.

Bei Vorfahrtverletzungen gibt es in aller Regel eine Quote von 100% / 0%. Es sei denn, man kann dem Wartepflichtigen eine Mitverursachung nachweisen.

Wenn Du noch weitere Fragen hast, gerne per PN.

 

Nichts für Ungut. :)

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Wenn der Unfallgegner keine Forderung an deine Versicherung stellt, dann muss sie auch nichts leisten. Vielleicht oder wahrscheinlich ahnt er nicht, dass seine Versicherung dich so gestellt hat.

Kannst ihm ja einen Tipp geben (Vorsicht, kleiner Scherz).

Bin mal mit einem Rechtsüberholer leicht geschrammt und mein Anwalt konnte nur 75% durchsetzen. Unfallgegner war ein einsichtiger, anständiger Mensch, der seine Untat 100% einsah und kam nicht auf die Idee, irgendwas zu fordern.

TE,

heißt es nicht.

Es sind zwei voneinander nicht aufrechenbare Ansprüche.

Du kannst den Rest von der anderen Versicherung nicht mit der Begründung anfordern, dass Deine eigene Versicherung nicht gezahlt hat.

Wie hat denn die andere Versicherung die 30 % Mithaftung begründet?

Dein Anspruch verjährt im Übrigen am 31.12.2020.

Klaus

Themenstarteram 6. Januar 2018 um 10:19

Ich möchte von seiner Versicherung noch die Restsumme haben. Mich trägt keine Schuld an dem Unfall, die 30% Abzug waren also nicht gerechtfertigt.

Du kannst den Unfallgegner direkt verklagen auf die 30%

Themenstarteram 6. Januar 2018 um 10:21

Die Polizei sah das im Übrigen nicht so. Und es ist auch völliger Schwachsinn, er fuhr mir erst rein, als ich schon fast an ihm vorbei war.

Dd71bf02-897b-4213-901a-bd67d5a941f3

Zitat:

@celica1992 schrieb am 6. Januar 2018 um 10:21:01 Uhr:

Du kannst den Unfallgegner direkt verklagen auf die 30%

Mir ist nicht bekannt, was dabei der Sinn ist.

Korrekterweise wird die Versicherung, der Versicherungsnehmer und ggfls. der Fahrer verklagt, wenn nicht mit den VN identisch. :)

Nachtrag: Nachdem der TE die Begründung der Versicherung eingestellt hat, halte ich den Mithaftungseinwand für vertretbar, d.h. ein Prozessrisiko besteht durchaus.

Verkehrsrechtliche Unschuld und Versicherungshaftung sind leider 2 verschiedene Dinge.

Versicherungstechnisch wirst Du leider fast immer mit einer Betriebshaftung des eigenen Fahrzeuges belastet, die bis zu 30% gehen kann. Es sei denn, Du könntest einen Unabwendbarskeitnachweiß vorbringen. Das klappt aber in den meisten Fällen nicht.

Die einzige mir bekannte Situation ist bei einem Vorfahrtschaden durch Missachtung des Stoppzeichens vorhanden. Aber schon bei Vorfahrtachten Schildern und dessen Mißachten greift wieder die Betriebshaftung beim eigenen Fahrzeug.

Du wirst auch kaum Möglichkeiten haben, die Differenzen beim Schädiger einzufordern, geschweige denn von der Versicherung. Jeder Verkehrsrecht - Anwalt kann Dich darüber aufklären.

Zitat:

@juermi47 schrieb am 6. Januar 2018 um 11:31:54 Uhr:

Verkehrsrechtliche Unschuld und Versicherungshaftung sind leider 2 verschiedene Dinge.

Versicherungstechnisch wirst Du leider fast immer mit einer Betriebshaftung des eigenen Fahrzeuges belastet, die bis zu 30% gehen kann. Es sei denn, Du könntest einen Unabwendbarskeitnachweiß vorbringen. Das klappt aber in den meisten Fällen nicht.

Die einzige mir bekannte Situation ist bei einem Vorfahrtschaden durch Missachtung des Stoppzeichens vorhanden. Aber schon bei Vorfahrtachten Schildern und dessen Mißachten greift wieder die Betriebshaftung beim eigenen Fahrzeug.

Leider wird hier, was man vielleicht vom "höheren Sagen" gehört hat, als übliche Praxis, bzw. Rechtsprechung, verkauft.

Unter verkehrsrechtlicher Unschuld und Versicherungshaftung definiert man Straf-und Zivilrecht.

Eine Betriebsgefahr kann bis zu 100% angewendet werden.

Eine Bestimmung hinsichtlich des Unabwendbarkeitsnachweises, der vor Jahren im § 7 STVG geregelt wurde, ist seit ca. mehr als 20 Jahren ersatzlos gestrichen worden.

Bei Vorfahrtverletzungen gibt es in aller Regel eine Quote von 100% / 0%. Es sei denn, man kann dem Wartepflichtigen eine Mitverursachung nachweisen.

Wenn Du noch weitere Fragen hast, gerne per PN.

 

Nichts für Ungut. :)

Zitat:

@sweetschneckl schrieb am 6. Januar 2018 um 10:01:31 Uhr:

Hallo,

 

Da wir damals einen Todesfall in der Familie hatten, habe ich die Sache auf sich beruhen lassen, wobei ich es schon frech fand, dass ich die kompletten Gutachterkosten allein tragen soll.

Aus welchem Grunde schreibst Du denn, dass Du die Gutachterkosten selbst tragen musst.

Deinem später geposteten Anhang ist doch zu entnehmen, dass die Gutachterkosten mit € 538,-- berücksichtigt wurden.

Da Du den Gutachter beauftragt hast, erhältst Du die Gutachterkosten gem. Quote = 70%, also € 376,60.

Da Du voraussichtlich die SV Gebühren in voller Höhe und vorrangig abgetreten hast, erhält der Gutachter € 538,-- aus dem Gesamtschaden. Die 30 % = € 161,40 werden folglich bei der Zahlung an Dich in Abzug gebracht.

Klaus

Themenstarteram 6. Januar 2018 um 21:50

Zitat:

@germania47 schrieb am 6. Januar 2018 um 17:22:11 Uhr:

Zitat:

@sweetschneckl schrieb am 6. Januar 2018 um 10:01:31 Uhr:

Hallo,

 

Da wir damals einen Todesfall in der Familie hatten, habe ich die Sache auf sich beruhen lassen, wobei ich es schon frech fand, dass ich die kompletten Gutachterkosten allein tragen soll.

Aus welchem Grunde schreibst Du denn, dass Du die Gutachterkosten selbst tragen musst.

Deinem später geposteten Anhang ist doch zu entnehmen, dass die Gutachterkosten mit € 538,-- berücksichtigt wurden.

Da Du den Gutachter beauftragt hast, erhältst Du die Gutachterkosten gem. Quote = 70%, also € 376,60.

Da Du voraussichtlich die SV Gebühren in voller Höhe und vorrangig abgetreten hast, erhält der Gutachter € 538,-- aus dem Gesamtschaden. Die 30 % = € 161,40 werden folglich bei der Zahlung an Dich in Abzug gebracht.

Klaus

Wie du siehst, wurden mir die gesamten Gutachterkosten abgezogen.

Es ist nicht OK, fremde Namen zu posten (schwärze das nächste Mal richtig und lösche den Anhang).

Zitat:

@sweetschneckl schrieb am 6. Januar 2018 um 21:50:15 Uhr:

Zitat:

@germania47 schrieb am 6. Januar 2018 um 17:22:11 Uhr:

 

Aus welchem Grunde schreibst Du denn, dass Du die Gutachterkosten selbst tragen musst.

Deinem später geposteten Anhang ist doch zu entnehmen, dass die Gutachterkosten mit € 538,-- berücksichtigt wurden.

Da Du den Gutachter beauftragt hast, erhältst Du die Gutachterkosten gem. Quote = 70%, also € 376,60.

Da Du voraussichtlich die SV Gebühren in voller Höhe und vorrangig abgetreten hast, erhält der Gutachter € 538,-- aus dem Gesamtschaden. Die 30 % = € 161,40 werden folglich bei der Zahlung an Dich in Abzug gebracht.

Klaus

Wie du siehst, wurden mir die gesamten Gutachterkosten abgezogen.

Wie ich geschrieben habe, wurden die 538,— dem Gutachter überwiesen.

Die Abrechnung entspricht doch anscheinend zu 100 Prozent meinem letzten Kommentar.

Zitat:

@sweetschneckl schrieb am 6. Januar 2018 um 21:50:15 Uhr:

Zitat:

@germania47 schrieb am 6. Januar 2018 um 17:22:11 Uhr:

 

Aus welchem Grunde schreibst Du denn, dass Du die Gutachterkosten selbst tragen musst.

Deinem später geposteten Anhang ist doch zu entnehmen, dass die Gutachterkosten mit € 538,-- berücksichtigt wurden.

Da Du den Gutachter beauftragt hast, erhältst Du die Gutachterkosten gem. Quote = 70%, also € 376,60.

Da Du voraussichtlich die SV Gebühren in voller Höhe und vorrangig abgetreten hast, erhält der Gutachter € 538,-- aus dem Gesamtschaden. Die 30 % = € 161,40 werden folglich bei der Zahlung an Dich in Abzug gebracht.

Klaus

Wie du siehst, wurden mir die gesamten Gutachterkosten abgezogen.

Ja klar, weil sie ihn bezahlt haben. Seit wann bekommt der Versicherungsnehmer Geld für den Gutachter, den er garnicht bezahlt hat. Der Gutachter hat direkt mit der Versicherung abgerechnet, ja nicht mit dir.

Ansonsten würde ich mal den Namen richtig schwärzen.

Ich finde es nicht in Ordnung, dass der TE Anlagen aus seinem Beitrag einfach löscht, sodass alle folgenden Kommentare nicht nachvollziehbar sind.

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