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Reparaturen in Lichtenfels

Themenstarteram 28. September 2006 um 20:03

Reparaturen in Lichtenfels/Einspritzdüsen

 

Reparaturen Lichtenfels

Ein kleines "Tagebuch" aus Lichtenfels

Seit dem Kauf meiner Omi leidete diese bisher an diversen Krankheiten.

Wie krank sie war, erfuhr ich erst im Rahmen der "Lichtenfelser Umbautage".

Getrieben von dem Wunsch, meine im PÖL - Betrieb laufende Omi für den

bevorstehenden Winter zu rüsten, ergab sich durch eine Messe in Nürnberg bedingt,

die Gelegenheit, Hannes in Lichtenfels zu besuchen. Da dieser wohl in unserem Forum

die meiste Erfahrung mit dem PÖL Betrieb hat, war er die erste Adresse in dieser Sache.

Der Termin war zwar insgesamt etwas unglücklich, aber da dies nunmal durch die Messe

vorgegeben war, mußten wir halt zeitlich etwas "improvisieren"....

Vor den eigentlichen Schilderungen der Arbeit also zunächst nochmal herzlichen Dank

für die überaus gastfreundliche Aufnahme an Silke und Hannes, die sich sprichwörtlich

die Beine ausrissen, um das alles zu ermöglichen, was nun geschildert werden wird.

Arbeitsbeginn war Freitag, d. 15.09.2006

Die Arbeiten, die erledigt werden sollten, waren der Umbau für den bevorstehenden Einbau

des WT. Hierzu wurden 2 Stücke Vollaluminium in den Maßen 210 mm Länge und 150mm Durchmesser von mir beschafft und nach LIF mitgebracht.

Anbei ein "kleines" Bild der "Granaten"... Bilder des fertigen WT werden noch folgen, da

selbstredend die Zeit für diese "Sonderkonstruktion" nicht ausreichen kann.

Desweiteren sollte vor Ort geklärt werden, ob die Tiefe der neuen "Gesamtmimik" in einem

Facer verbaut werden kann. Hierzu mussten Schläuche verlängert, Kupplungen eingebracht und einige weitere Dinge gecheckt werden.

 

http://img176.imageshack.us/img176/1605/img01161md0.jpg

Vorbereitende Arbeiten waren die Umbauten des DiFi Halters und herstellen der entsprechenden Verlängerungen:

http://img269.imageshack.us/.../difihalterungumbaufertigzi1.jpg

Beilagscheiben zur Abstandshaltung : Notwenig um den elektrischen Anschluss zum E-Heizer am Wasserbehälter vorbeizuführen

http://img182.imageshack.us/img182/6581/difibeischlagscheibenrd1.jpg

So sieht der Zwischenschritt dann aus:

http://img182.imageshack.us/img182/9967/difineucw4.jpg

Dann das Verlängern der Kraftstoffzuleitung:

http://img182.imageshack.us/img182/8247/leitungsverlmassmd6.jpg

mit korrektem Maß von 145 mm

Zur Verbindung wurden Hydraulikkupplungen verwendet...halten Prima und vereinfachen den Umbau enorm :

http://img182.imageshack.us/img182/2854/hydraulikkupplungro7.jpg

Und so sieht das fertige Monster aus.. LKW Filter und hochgesetzter Halter. Hier wird später die WT Mimik noch eingebracht werden.

Und hier noch ein Bild vom Meister mit seinem "Lieblingsgetränk".... ;D

http://img182.imageshack.us/img182/8894/meisterslieblingsdrinkrw5.jpg

Die weiterhin am Freitag anstehende Arbeit war das Reinigen des Ansaugtaktes und Einstellen der Steuerzeiten der ESP.

Also folgte nun die Demontage der Ansaugbrücke zwecks Reinigung.

Nachdem diese herunter war, offenbarte sich "das Grauen". Der Grund für die "Verölung" der rechten Seite des Motorraumes wurde erkennbar. Die Dichtungen für die Ansaugbrücke waren kaum noch zu erkennen.

http://img269.imageshack.us/img269/6708/img0162dy3.jpg

Hier wurde seitens des FOH, vermutlich in Ermangelung neuer Dichtungen beim Einbau einer neuen ESP "gepfuscht" und stumpf das alte Material weiterverwendet. Entsprechend sahen die Dichtungen aus. Desweiteren wurde nach Demontage festgestellt, das der Schlauch vom Einlaßkrümmer zur Unterdruckdose zerfetzt war. Dieser konnte schon lange nicht mehr am Einlaßkrümmer gesessen haben.

Der Einlaßkrümmer ist mit insgesamt 12 Kupfer - Muttern mit 12mm Nuss zu entfernen.

Dabei sind Verlängerungen und eine Knarre ratsam. Für die inneren/unteren der 12 Muttern

ist darüber hinaus ein dünner Arm und ein Winkelschlüssel anzuraten... sonst kommt man nicht an die Schraube ran, diese liegt zu weit und fast unerreichbar unter dem Wischerbereich.

Es sollten für diesen Teil die 6 neue Dichtungen der Ansaugbrücke bereitliegen !!

Das AGR Ventil verblieb am EK. Somit war die bereitliegende Dichtung für das AGR Ventil überflüssig geworden.

Nach Demontage des EK stellte sich heraus, das der Ansaugtrakt durch den

PÖL Betrieb und die lange Fahrzeit wieder so gut wie vollständig gereinigt war.

Die damals im Dieselbetrieb beim Wechsel des AGR Ventils festgestellte Querschnittsverengung

war so gut wie beseitigt. PÖL sei Dank. Die eigentlich angenommene "Drecksarbeit" konnte entfallen, da der Dreck vollständig "verbrannt" war.

Desweiteren war ein heilloses Durcheinander von falsch verlegten Leitungen jeder Art zu erkennen. Es fehlten diverse Führungsclips und Befestigungsverschraubeungen im Motorraum.

Als am Schwerwiegendsten stellte sich heraus, das ein 30 Cent teures Teil, welche die Einspritzleitungen gegeneinander auf Abstand halten soll, mit Sicherheit schon lange nicht mehr vorhanden war.

Dies wurde beim Einbau der neuen ESP vor knapp 2 Jahren einfach nicht mit oder falsch eingebaut, so das es verschwand.

So scheuerten die Leitungen seit langer Zeit gegeneinander und schabten das Material soweit

ab, das kaum noch "Fleisch" übrig blieb. Bei unserem Vorhaben war dies eine potentielle Schwachstelle und ich danke dem Herrn, das wir das noch herausgefunden haben, bevor ich die Rückreise mit dem Trailer und einer Last von knapp 2 to angetreten habe. Hätte schon ganz schön heftig werden können mit den Leitungen..

http://img269.imageshack.us/img269/2871/einspritzleitungen2ao7.jpg

und die nächste

http://img269.imageshack.us/img269/2158/einspritzleitungen1xj1.jpg

Auf den Bildern sind die Auswirkungen der fehlenden Clips zur Abstandshaltung der Einspritzdüsenleitungen zueinander sehr gut zu erkennen. Im Laufe der Zeit “scheuert” deshalb Metall auf Metall und erzeugt diese Schäden.

Vom Gesamtdurchmesser waren etwa 2 mm herunter.. die 250 bar Druck von der ESP auf die Düse hätte sicher bald für das Platzen der Leitungen gesorgt, mit allen denkbaren Folgen.. Abschleppen, Neukauf, Übernachtung im Hotel und und und... kann sich jeder selbst ausmalen... ! Wegen eines 30 Cent Teiles !!!! Kosten für 3 neue = 65,-- Euro

Die Konsequenz hieraus hieß also, neu bestellen und zwar rasch... freier Teilehandel..Fehlanzeige...

Der freundlich Opel - Händler ist ihr Ansprechpartner....

Naja, dann munter weitergemacht. ESP Steuerzeiten einstellen.

Arbeitsschritte hierzu:

Keilriemen entspannen, hierzu die Schraube des Spanners lösen und abziehen.

http://img182.imageshack.us/img182/6167/img0172hw6.jpg

Riemen entspannen.. unbedingt die Laufrichtung und Rollenführung des Riemens notieren!

Zum Festsetzen der KW gibt es im KW Kasten einen kleinen Plastik - "Penökel", der vorab

zu finden und zu ziehen ist. Dort wird der "Arretierstift" eingeführt und durch drehen der

Welle "ertastet" wann er selbige festsetzt. Er "rutscht" dann mit sanfter Gewalt in ein

eigens dafür vorhandenes Loch der KW-Scheibe und blockiert dadurch die KW.

Kurbelwelle festsetzen, wobei das verdammte kleine Loch in der Kurbelwelle zu finden

die echte "Geduldsarbeit" darstellte, die nichtmal von einem 1000 Teile Puzzle zu überbieten ist.

Hierbei stellte sich heraus, das es sinnvoller ist, das "Loch" in der Grube von einem zweiten Mann suchen zu lassen... (schließlich sind da keine Haare dran...lach). Hierzu musste zunächst

die mit ca. 10 Schrauben M10 befestigte untere Motorabdeckung entfernt werden. Mit einem schmaleren Dorn wurde dann das Löchlein ertastet und dann mit dem Stift die KW festgesetzt.

Beim Ertasten des Festsetzloches fiel noch eine "abgerissene Leitung" auf. Es handelte sich um

die Leitung des Ölstandsensors. Dieser wurde dann ausgebaut und neu gelötet.

Hierzu den Stecker vom Sensor ziehen, mit Druck auf eine Feder in Richtung des Anschlusses löst sich der Stecker und läßt sich abziehen. Gummihutze vom Stecker runter, neues Stück Kabel

auflöten und dann die Kabelenden wiederverbinden. Vorher die Gummihutze und etwas passend geschnittenen Schrumpfschlauch auf ein Ende des Kabels aufschieben und die Kabelenden wieder zusammenlöten. Danach Gummihutze wieder über den Stecker ziehen und den Schrumpfschlauch mittels Feuerzeug schrumpfen. Nun war dann auch der Ölstandssensor wieder aktiv.

Wir widmeten uns wieder den Steuerzeiten der ESP.

Nach dem Einbringen der Messuhr stellte sich ein grobe Fehleinstellung der ESP

heraus. Statt wie vorgeschrieben 92 stand diese bei 74... !!!

ESP - Großmeister Hannes durchlief dann das gesamte Einstellprozedere für die Steuerzeiten.

Dies ist das Zauberhandwerkszeug zum einstellen der ESP.

Die Messuhr mit dem Zubehör kostet etwa 450 Euro und ist äußerst empfindlich. Hab gar nicht gewußt, wie “grobmotorisch” ich veranlagt bin.

Es gelang mir nicht, auch nur einen Teilstrich genau mit der Hand zu treffen.

http://img269.imageshack.us/img269/4928/messuhrrb2.jpg

http://img182.imageshack.us/img182/4461/img0183du6.jpg

Ungefährer Stand der Nocken:

http://img176.imageshack.us/img176/5910/visnockpruefyn4.jpg

Nachdem die Einstellungen der ESP geschehen war, wurde das Vorhaben die Düsendrücke zu erhöhen angegangen.

Nach dem Ausbau mit Hannes "Spezial-Werkzeug", einer “geschweißten” und verlängerten 27er Nuss, wurden diese in die örtliche LKW Reparaturwerkstatt verbracht.

Hier sollten die Düsen auf 180 bar modifiziert werden. Während des Rest des Tages beschäftigten wir uns mit Klatsch, Tratsch und dem Säubern des Viskolüfters sowie der Gangbarmachung meiner "festgerotteten", abnehmbaren BOSAL AHK, suche nach geeigneten Schläuchen

für die "durchgescheuerten" und deren Zuschnitt usw..

Ich hatte an dem Freitag - Abend vor dem Einschlafen das Gefühl, daß meine Omi ein einziges

"Wrack" ist und fragte mich, wieso ich diese nicht dem Polen überlassen hatte.... lach.

 

Am Samstagmorgen früh um 9 Uhr sollten die Düsen fertig sein. Also die Teile

abgeholt und dann juckte es in den Fingern... Ist alles richtig bis jetzt..??

Also rein mit den Dingern, Scheiß auf die Brücke, Scheiß auf AGR... nur hören ob

die Omi kommt und rund läuft...

Gesagt, getan.. rein, einige Teile noch wieder anschließen ... starten hören..

Ruhig und samtig knatterte die Omi nach ein bißchen "Georgel" wegen Entlüftung

dann vor sich her... bislang alles ok..stottert nicht, verschluckt sich nicht und auch sonst nix

auffälliges.. alles im "grünen Bereich".

Mit der Gewissheit bisher alles richtig gemacht zu haben, konnten wir um 14 Uhr mit

Hannes "PÖL-BOMBER" zur Messe nach Nürnberg fahren und meinen Trailer mit den

Maschinen abholen.

Hierbei kam dann entsprechender Neid auf. An der Lichtenfelser Tanke, die übrigens

PÖL direkt aus der Zapfanlage verkauft, wurde vollgetankt und die Sachen aus Nürnberg

über Bayreuth abgeholt. Strecke hin und zurück ca. 250 km... Verbrauch ?? HAHAHA (NEID)!!!

Unglaublich, bei 250 Km, davon etwa die Hälfte mit Hängerbetrieb (1,8t Gesamt und

"Hochgeschwindigkeitsfahrt" auf dem Hinweg.. Was der Diesel halt so kann).

FESTHALTEN oder HINSETZEN BITTE : 26 LITER ... KOSTEN ? 20,04 EURO beim erneuten Tanken in LIF

IM HÄNGERBETRIEB UND DAS IN FRANKEN/BAYERN......!!!!!

Hoffe das meiner auch so geht... neidisch guck.

Summasumarum sind das 10,4 Liter auf 100 km Berg und Talfahrt mit 1,8 to Anhängelast !!

10,4 Liter mal 0,76 Euronen = 7,90 Euro als Schnitt von Hängerbetrieb und Hochgeschwindigkeitsfahrt !!!

Da können die "Scheichs" bald einpacken...

Den Rest des Abends verbrachten wir dann noch mit ner Flasche Bier und überlegten die

Arbeitsschritte, die wir "zwischenschieben" konnten, da ja Silkes Geburtstag anstand....

Am Sonntag morgen um 9:00 Uhr hatte das Warten und unsere Ungeduld Oberhand vor dem

Geburtstag von Silke gewonnen... aber Silke hat uns bereits verziehen...lach.

Eigentlich hätten wir bis Montag mit den Arbeiten warten müssen, da die Einspritzleitungen

noch kommen sollten. Aber wie es denn so ist... Scheiß der Hund drauf, rein mit den

alten Leitungen. Scheiß auf den neuen Dichtungssatz.. kann man neu kaufen wenn die

Einspritzleitungen da sind.. wir wollten es nun wissen... der Bruder "Ungeduld" hatte gesiegt.

Also rein mit dem ganzen "Plunder" 2 Stunden den Kram wieder eingebaut, Drehmomente studiert, festgezogen und dann:

Yippiahay Schweinebacke... lauf..

Und was soll ich sagen.. er sprang an als sei nie etwas gewesen. Man hörte den Wagen

förmlich "durchatmen" und danke sagen...lach.

Nun hielt uns nix mehr. Rein in die Karre und rauf auf die Bahn.

Erster Eindruck: samtweiche Kraftentfaltung, kein Ruckeln mehr im Getriebe...

keine "Löcher" in der Kraftentfaltung. Und schnurren wie ein junger Kater...

Und sofort mein Drängeln... wo ist die nächste freie Strecke für nen Test der VMax.

Ich wollte nun wissen, ob der Wagen an Endgeschwindigkeit nach den Reparaturen gewonnen hatte..

Siehe da, die Karre lief plötzlich als wäre sie grad aus dem Laden gekommen...

Die 205er Marke hatte das Teil vorher noch nie gesehen und vermutlich geht noch mehr.

Durch Motorradfahrer und entsprechenden Verkehr konnte noch nichtmal voll ausgereizt werden.

Telefonklingeln und eine leicht entnervte Silke, die die Kerle sucht...lach

Abbruch und rauf auf die Grube... Torte und Kaffee waren jetzt angesagt.

Aber doch noch schnell mal Temperaturmessungen mit dem Laserthermometer an den Düsen und Leitungen sowie der ESP gemacht... grüner Bereich

Zwischendurch dann immer mal wieder weggestohlen und dabei dann noch festgestellt, das der Ladeluftkühler-Motor völlig festgerottet und durchgebrannt war.

Erkennbar an der Sicherung im Motorraum.. Also Ausbau und Analyse.

Komplett verschmorte Wicklungen... aber da war noch ein Teil in der Werkstatt von Hannes, das Mr.MuMu bei seinem Besuch daließ... mal sehen... aber leider ergab die Messung der Motorwicklung an bestimmten Stellungen des Motors auch, das dieser Motor, zwar nicht durchgebrannt war, aber einen Wicklungsschluss gegen Masse abhängig vom Kollektorstand aufwies... Scheibenkleister... naja, nun schnell nach Coburg, einen anderen besorgen und rein damit.

Und so sah das Ganze Drama dann aus...

http://img269.imageshack.us/img269/7079/llkdurchgebranntqx6.jpg

Auf dem Bild deutlich der “durchgebrannte” Motor des LLK vom Omega B zu erkennen.

Aber der Ersatz in Form eines Corsa A LLK - Motors läßt sich hier bewundern.

http://img182.imageshack.us/img182/4171/llkvergleichdl0.jpg

Dieser besitzt einen größeren Rumpf, deutlich auf dem linken Teil des Bildes sichtbar. Der rechte ist der von der Omi

Auf dem nächsten Bild deutlich die umgedrehte Einbaurichtung des Corsa A Motors zu erkennen.

Die Achse des LLK - Motors wird mit einem Dorn durch die Ventilatorflügel getrieben. Normalerweise wird dann der “Ersatzmotor” des Omega B von oben in den Rahmen eingesetzt.

Durch den längeren Rumpf des Motors aus dem Corsa A, wird der Motor diesmal jedoch von “hinten” aufgesetzt.

Abstandstandshülsen oder Zusatzmuttern als Abstandshalter sorgten für den korrekten Abstand der Flügelräder zum Einbaurahmen

http://img176.imageshack.us/img176/3668/llkmotorcorsaverkehrtwx5.jpg

Und so ist die Sache wieder "Rund"..

http://img269.imageshack.us/img269/9329/llkmotorcorsazz3.jpg

Das Thema also auch wieder rund.

Zwischen den Tortenstücken dann immer mal wieder in Richtung Omi gewandert...

kreisch... Öl in der Grube... !!!!!!!!

Das gibt es doch nicht...nein, nein, nein, warum immer bei mir?

Lapidar in die allseitige Freude von Hannes und mir dann kurz in den Raum

geworfen... " Du wir haben da ein Problem"... und Hannes stand "kerzengrade"

“Nee, kann nicht sein...”, ab zur Grube und "Scheiße"... danach wurde es dann wirklich

hektisch.... die Gäste sahen wir nur noch zur "Verabschiedung" ...

Jetzt war die Analyse der Undichtigkeit das bestimmende Thema des Tages geworden..

Wo kam der Siff her.. In die Grube abtauchen, alles im Motorraum trocken legen

und Motor laufen lassen.. siehe da, zwischen den Düsenober- und Unterteilen siffte es

heraus... lange theoretische Überlegungen: was war schuld.. zu hoher Druck?

Nein, denn bei Hannes Karre war es ja nicht? Und der hatte nochmehr Druck auf den Düsen!

Was kann es dann sein... waren die Düsen von meinem Fahrzeug fertig?

Das naheliegenste nach dem Ganzen "Brainstorming" ... die haben die Düsen nicht

korrekt angezogen. Vermutlich nach einlegen der Blättchen das Standard - Drehmoment

benutzt (also für die 150bar) und es nicht hochgerechnet... nur deshalb konnte es da

"raussiffen"... die Leckölleitungen waren trocken... die Düsen fest im Block.

Scheiße, scheiße, scheiße...

http://img176.imageshack.us/img176/7170/siff3yq7.jpg

Dann überlegt und Hannes sogleich ab in die Werkstatt.. nochmal auseinanderbauen...nee danke.

Da lieber ein "Spezialwerkzeug" bauen, um die Düsenstöcke zu verschrauben..

Leider Gottes aber mit den "Bordmitteln" nicht wirklich machbar und bei

dem Gedanken an den teuren Nadelhubsensor nach allerlei Experimenten dann abgebrochen

und lieber nen Notfallplan aufgestellt. Also die Omi wieder "nackig" machen und

dann Einspritzleitungen abwarten, Dichtungen neu besorgen, und bei der Gelegenheit

die Düsenstöcke durch Anziehen abdichten.

Es war eindeutig auf den Bildern zu erkennen, wo es herkam. Also Düsen zum Leidwesen aller wieder raus und neu Anziehen. Drehmoment = Hannes - Power !

Dies erforderte eine neue Zeitplanung, da Hannes tagsüber ja arbeitet und wir uns

nun über den anstehenden Tagesrest einig sein mussten und die von mir zu verrichtenden Dinge

festgelegt wurden.

Leider war das Ergebnis nur “mäßig” denn zwei Düsen “sifften” weiter munter vor sich her aus genau der Verschraubung. Da half auch die geballte Power von Hannes nicht mehr weiter.

Die Motortalk Rückmeldungen ergaben dann noch einen neuen Versuch. Planschleifen.

Dies wurde dann auf Mittwoch abend geschoben und hier die ersten Kommentare von

Bosch zu dem Thema:

Also die Firma Bosch liefert diesen Typ nur noch in der Standardversion aus. Soll eine Druckerhöhung gemacht werden, so sendet Bosch diese Kerzen selbst an “Spezialisten” ein, weil Bosch keine Garantie auf den Umbau geben will.

Grundsätzlich wird bei Druckerhöhung von alten Düsen der gesamte Düsenstock mit dem Mikroskop auf “Haarriße” untersucht. Erst wenn der Düsenkörper dicht ist, wird die Düse umgebaut. Die Drückerhöhung erfolgt durch Einlegen kleiner Blättchen mit genormten Dicken.

Diese sind auf dem Bild im rechten Teil ersichtlich. Zudem sollen bei der Düsenüberholung auch die Dichtungen ausgetauscht werden. (4.tes Teil von links auf dem nächsten Bild).

http://img269.imageshack.us/img269/7789/dueserr3.jpg

Für diese Arbeiten wird keine Gewähr bei alten Düsen übernommen.

Danach werden alle Teile der Düse wieder zusammengebaut und an ein Prüfgerät angeschlossen und mit dem Nenndruck belastet. Sobald das Strahlbild in Ordnung ist und die weitere mikroskopische Untersuchung erneut keine Haarriße zeigt, wird die Düse ausgeliefert.

Beim Wiederzusammenbau werden Ober- und Unterteil mit einem Drehmoment von 60 NM angezogen.

Am Mittwoch dann, widmeten wir uns erneut den beiden undichten Düsen. Mittlerweile hatten wir von 2 Leuten aus dem Forum Hinweise über das “Planen” der Düsen erhalten.

Hierbei werden das Oberteil mit seiner Planfläche und die Dichtung mit 1200er Schleifpapier oder Läppleinen (ist nix anderes) in Öl getränkt “poliert, bis kleine Riefen entfernt sind. Diese Riefen sehen auf der Planfläche des Oberteils wie eine kreisrunde eingeschliffene “Bahn” aus.

http://img182.imageshack.us/img182/5024/planschliffym1.jpg

Nach dem “Planschleifen” ging der Zusammenbau erneut los.

Kaum beendet, ging es mit dem Omega wieder auf die Bahn, sehen ob wir Erfolg hatten...

Es schien alles dicht zu sein.

Aber am nächsten Morgen nach einigen weiteren Kilometer... es “siffte” errneut aus einer Düse..

die gesamte Quälerei hatte nur zu 50 % etwas gebracht... Mensch wir waren am Verzweifeln.

Da nun aber die Zeit drängelt, entschied ich am Mittwoch für mich, nun am darauffolgenden Tag in der Gegend nach einer anderen Düse Ausschau zu halten.. leider ohne jeden Erfolg.

Deshalb nahm ich am Donnerstag dann mit der einen leckenden Düse die Rückreise in Kauf.

Gegen 10 Uhr verließ ich Lichtenfels und kam heil und unbeschadet um 18:15 in Bad Segeberg an.

Am nächsten Tag besorgte ich mir sogleich eine andere Düse und fuhr zu einem befreundeten

Menschen, der über das notwendige “Werkzeug” verfügte. Sinnvollerweise hatte dieser Freund sogleich einen passenden Tipp parat.

Hier das “Zaubermittel” gegen das “Düsensiffen”, hochtemperaturbeständig und in der industriellen Fertigung im Hydraulikbereich eingesetzt.

http://img182.imageshack.us/img182/7018/dichtungsmasse1rw0.jpg

und hier der Aktivator

http://img182.imageshack.us/img182/2272/aktivatorck6.jpg

Es handelt sich um eine Cyanacrylatverbindung, die jedoch dauerhaft flexibel bleibt im Vergleich zum Sekundenkleber, d.h.man bekommt den Düsenstock noch wieder auseinander

Mit Hilfe dieses Mittels gelang es mir, die letzte undichte Düse abzudichten. Sie hat nun den vollen Druck von 180 bar und damit hat sich der “Reparatur und Umbaukreislauf” endlich glücklich geschlossen.

Die hinzugekaufte Düse werde ich wohl zurückgeben, damit der X25DT aus dem sie stammt und der erst 80.000 km auf der Uhr hat, wieder vollständig ist.

Nun fahre ich bereits seit 1 Woche mit dem stramm durchreparierten und anzugsstarken Wagen durch die Welt und freue mich über den geringen Sprotverbrauch. Nun für den Winter den demnächst gedrehten WT zwischen DiFi und E-Heizer und der Winter kann kommen...

Gruß

Henry

P.s.: Das Ganze ist per PN auch als PDF Datei als Mail zu erhalten. Ist jedoch recht groß ausgefallen...

Die Geschichte wird fortgesetzt.....

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4 Antworten

naja ein bischen abänderung muss ich noch machen die untere otorabdeckung is mit 8mm uss abzuschrauben

die selbst sichernden muttern von der ansaugbrücke sind als 10mm 12 mm und wie bei henry mit 13mm zuerhalten würde die 12 bzw 13 mm version aufjeden fall vorziehen

der wtwird hoffentlich diesem we in angriff genommen ma schan muss ja fertig werden das teil

mittlerweile steht auch fest was henrybraucht**grins*+

aber das soll er selbst erzählen

gruss hannes der sich freut das es funktioniert

 

bin drauf fund drann mir selbst ein düsen abdrück gerät esorgen hoffe das ich diesem we3 schon in meinen händen halten darf

grüssle

Also meinen Respekt habt ihr :)

meinen ebenfalls. hut ab kann ich da nur sagen.

Auch ich kann nur sagen Ehre wem Ehre gebürt! So jetzt habt ihr ja übung darin, wann soll ich vorbei kommen zum schrauben??? :-))

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