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Reise-enduro mit niedrigem verbrauch für den kleineren Geldbeutel

Themenstarteram 14. November 2018 um 20:05

Moin,

Ich war noch nicht sonderlich aktiv in diesem Forum, man verzeihe mir bitte daher eine vielleicht etwas doofe Frage:

Gibt es Reise-Enduros mit wirklich niedrigem Verbrauch? Vielleicht liegt es auch an meinem Geldbeutel, da ich mir eine Grenze von viertausend Euro gesetzt habe, aber ein Blick auf die entsprechenden Motorräder und ich kann eigentlich fast genau so gut mit einem Kleinwagen fahren. Macht natürlich deutlich weniger Spaß, aber bei einem Motor in der Gegend von 650 bis 1000ccm hätte ich nicht mit Verbrauchswerten von über 6 bzw 8l bei sparsamer Fahrweise gerechnet.

Oder liegt das einfach nur an der Fahrweise der Leute?

Ich muss nur an z.B. den Toyota eines Bekannten denken, der bei entspannter Fahrweise auf der BAB irgendwo unter 5l angesiedelt war, mit bauartbedingten 4 Reifen, mehr als einer Tonne Eigengewicht und deutlich mehr Stirnfläche sowie 1,6l Hubraum ( bei 90 mit Tempomat hinter einem LKW hatten wir die Verbrauchsanzeige mal dauerhaft auf 1,0L, in einem Benziner).

Warum juckelt dann eine Maschine mit weniger Stirnfläche, weniger Rollwiderstand und weniger Hubraum trotzdem mehr Sprit durch?

 

Nu mal tacheles:

Bisher habe ich einige Honda Varadero V1000XL BJ 2003 gefunden, aber dort schreckt mich der Verbrauch etwas ab, sowie ein paar BMW 1100 GS aus den 90ern und eine R850 GS BJ 2003?( unterschiedliche Laufwerte, teils deutlich unter 50k km), alles unter diesen Hubraumwerten scheinen Einzylinder zu sein. Bei denen bin ich mir nicht sicher, ob die mich und mein Gepäck nicht am Ende doch teurer durch die Gegend schubsen, weil ich da öfter mit mehr Gas am Hahn fahren muss, als mit einer leistungsstärkeren Maschine.

Oder liege ich da völlig falsch, und eine Yamaha XT 660Z Tenere wäre genau das richtige für mich? Mit knapp 3,8-4,2l Verbrauch je nach Test ist das schon eher meine Kragenweite, nur der einzelne Zylinder kommt mir noch komisch vor.

Bezüglich Benutzung: Mit beinahe 1,90 gehöre ich zu den größeren Fahrern, wenn also entsprechend Platz auf der Mühle wäre, so das ich nicht ständig in der Hocke sitze, wäre ich schon begeistert.

Das Motorrad soll größtenteils nur für Langstrecke am Wochenende und im Urlaub verwendet werden, daher auch meine Fixierung auf den Verbrauch - Mit weniger Tankstopps und kleinerer Summe an der Kasse fährt es sich angenehmer weiter weg. Dabei soll es quer durch Europa gehen, erstes Ziel ist nächstes Jahr Großbrittanien, danach vermutlich Schweden und Finland sowie eine kurze Tour durch Russland, auch wenn das leider nicht alles in einem Jahr hinhauen wird...

So bin ich eben auf die Reiseenduros gekommen und vom Verbrauch irgendwie nicht so angetan.

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18 Antworten

Den geringsten Verbrauch haben BMWs. Mit einer F650 geht das ab 3,5 l. Auch die F800 ist sparsam. Allerdings haben die auch einen kleinen Tank, was die Reichweite wieder relativiert. Hondas Freewind kommt mit 5l aus, Yamahas TDM mit 5,5 bis 6 l. Voraussetzung ist immer eine durchschnittliche Fahrweise. Bei Vollgas auf der Autobahn gehen auch 12 l durch.

Themenstarteram 14. November 2018 um 21:23

Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 14. November 2018 um 20:16:06 Uhr:

Auch die F800 ist sparsam.

Die fangen leider erst ab 6000€ an, soweit ich weiß.

Zitat:

@OBSComplete schrieb am 14. November 2018 um 21:23:24 Uhr:

Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 14. November 2018 um 20:16:06 Uhr:

Auch die F800 ist sparsam.

Die fangen leider erst ab 6000€ an, soweit ich weiß.

Gibt es ab ca. 2700. Aber ich hab nicht gesagt, dass Du eine BMW kaufen sollst. Sie verbrauchen hält wenig. Der Tank hat aber auch nur 15 Liter. Das schränkt die Reichweite wieder ein.

Themenstarteram 14. November 2018 um 22:06

Zitat:

@kandidatnr2 schrieb am 14. November 2018 um 21:40:11 Uhr:

Zitat:

@OBSComplete schrieb am 14. November 2018 um 21:23:24 Uhr:

 

Die fangen leider erst ab 6000€ an, soweit ich weiß.

Gibt es ab ca. 2700. Aber ich hab nicht gesagt, dass Du eine BMW kaufen sollst. Sie verbrauchen hält wenig. Der Tank hat aber auch nur 15 Liter. Das schränkt die Reichweite wieder ein.

Ich bin im schrauben nicht unbedingt unbegabt, bekommt man in der F800 nicht den Tank der F800 GS Adventure untergebracht? Die GS Adv. ist, von dem was ich bisher gesehen habe, preislich leider doppelt so hoch anzusiedeln wie mein Budget. Wenn ich dem Papier glaube darf, müsste sich die Reichweite je nach Fahrweise ja irgendwo zwischen 470-700km einpendeln.

Keine Ahnung. Die F800 hat den Tank unter der Sitzbank.

Zitat:

@OBSComplete schrieb am 14. November 2018 um 20:05:30 Uhr:

Ich muss nur an z.B. den Toyota eines Bekannten denken

Dann kauf Dir doch einen Toyota!

Vollverkleidung, Cw-Wert 0.25 (statt 0.8 beim Motorrad), flache Pkw-Reifen für geringen Rollwiderstand, Turbo-Diesel-Hybrid-Technologie, Tank-Reichweite 1000km und mehr - und das ganze für den kleinen Geldbeutel!

Das ist mein Moped:

https://www.spritmonitor.de/de/detailansicht/645767.html

Keine "richtige" Reiseenduro (es gibt aber auch Seitenkoffer dafür), auch kein Esp oder ESA2 Fahrwerk oder adaptives Bi-Xenon-Kurvenfahrlicht.

Und die Reseveleuchte geht spätestens nach 400km an.

Aber wirklich für den kleinen Geldbeutel!

Der Verbrauch kann bei einer Anfahrt mit viel Selbstdisziplin bei knapp unter 3 Litern liegen.

Auf Jafferau oder Sommeiller geht er dann eher in Richtung 4 Liter. (Aber bei Eurem Toyota vermutlich auch.)

F650GS Dakar ... am besten das Modell 2004-2007 mit Doppelzündung ;)

Hallo OBSComplete,

meine Freundin und ich haben auf mehreren XL700VA (die dritte Transalp-Generation) insgesammt weit über 500.000 km hinter uns - ausschließlich mit sehr großen Koffern (somit hoher Luftwiderstand) und nahezu immer mit voller Fernreisebeladung. Wir verbrauchen ca. 4,6 Liter, selten mal 5 Liter auf 100 km.

Allerdings fahren wir auch nie schneller als 110 km/h. Bei höheren Geschwindigkeiten steigt der Spritverbrauch drastisch an.

Deine Gedanken zum Benzinverbrauch sind übrigens sehr sinnig. Ich erkläre das immer gerne an unserer dreieinhalbjährigen Weltumrundung, auf der wir knapp 200.000 km gefahren sind. Hätten unserer Kräder nur einen Liter auf 100 km mehr verbraucht, so wären das 2.000 Liter zusätzlicher Benzinverbrauch gewesen. Bei zwei Motorrädern und einem vereinfacht angenommenen Benzinpreis von 1 EUR/Liter wären das 4.000 EUR mehr gewesen für unsere Weltreise.

Natürlich macht nicht jeder eine Weltreise, aber das Beispiel zeigt das gerade bei schmalem Budget der Benzinverbrauch eine entscheidende Rolle spielt für die Kosten.

Der Nachteil der 700er Transalps, die übrigens extrem zuverlässige Motorräder sind, ist, daß sie nur in geringer Stückzahl gebaut wurden und recht hoch gehandelt werden. Für ein knapp zehn Jahre altes Motorrad mußt Du da schon in die viertausend hinlegen. Bekommst Du aber mit 20.000 bis 30.000 km auf der Uhr und die Karre fährt dann nach unserer Erfahrung mindestens 150.000 weitere Kilometer ohne nennenswerte Probleme und ohne, daß man sie zur Inspektion bringen muß, wenn man in der Lage ist, einfache Wartungsarbeiten selber auszuführen.

Anläßlich der ersten 100.000 km auf Weltreise hatte ich damals ein Resüme geschrieben, das vielleicht für Dich von Interesse ist:

https://www.krad-vagabunden.de/.../

Gruß

Panny

Die BMW G650GS ist im Grunde nicht über 3,5 Liter zu fahren. Ich hab zumindest in Rumänien nie mehr verbraucht.

Auch die Suzuki 650 Vstrom soll mit knappen 4 Litern rum fahren.

Meine R1100GS fährt.mit 5,5 Litern, das ist mir im Grunde auch zu viel, ist aber auch viel Mopped fürs Geld.

Wie von Andreas schon gesagt, eine F650 GS Dakar ab 2004 verbraucht auch bei digitaler Fahrweise und mit einem Zahn weniger am Ritzel nie über 4 Liter. Hatte 3 Jahre selber eine und bin auch knappe 1,90.

Und wenn ich an die Rumänientour denke, hat selbst meine 2001er F650GS ohne Doppelzündung immer ungefähr das gleiche getankt wie die G650GS, mit der Lew unterwegs war ....

Ich bin 8 Jahre lang die F 800 GS aus der ersten Serie gefahren mit realistischen 4,2 Liter Durchschnitts Verbrauch als sportlicher Fahrer. Das relativiert die Tankgröße. 16 Liter Tankvolumen können relativ wenig sein, wenn der Verbrauch bei 6 Litern liegt oder relativ viel wenn der Verbrauch bei 4 Litern liegt.

800 ccm mit 85 PS waren mir nie zu wenig.

Ach ja ......

Mit 160.000 km habe ich sie verkauft für deutlich unter 4.000 €.

Das war 2016.

Der Käufer hat soweit mir bekannt immer noch Spaß dran ......

Hat er.

Hier in voller Pracht zu sehen.

Bekommen mit 156.000 km hat sie jetzt 172.500 drauf und in dieser Zeit reichlich Dreck, Schotter und Matsch unter den Rädern gehabt. Als Reiseenduro wirklich gut, wenn ihr auch seit einigen Monaten eine R 1200 GS Konkurrenz macht. Ich war im Mai/Juni mit der F800GS in Slowenien und in der Toscana.

Der Verbrauch der F800GS liegt bei 4,5 Litern, der der R1200GS bei etwas über 5, immer je nach Fahrweise und Strecke.

Eine F650GS Dakar habe ich ebenfalls, ist schon meine zweite, die erste war Bj. 2002, hab ich in gutem Zustand für 2500 verkauft, die ich jetzt habe (2002), hat 800 gekostet, hatte allerdings einen Getriebeschaden, der aufwändig zu reparieren gewesen wäre, weshalb wir einen anderen Motor (700 Euro) eingebaut und den alten zur Ersatzteilgewinnung zerlegt haben.

Die F650GS Dakar ist übrigens von den Abmessungen her größer als die F800GS, die wiederum ist größer als die R1200GS. Hat mich selbst überrascht, als ich meine drei GS'en mal nebeneinander gestellt habe.

Der Verbrauch der F650GS Dakar (Einfachzündung) liegt bei knapp unter 4 Litern im flotten Landstraßenbetrieb in den Seealpen und dem Nordpiemont, etwas höher im offroadbetrieb (Jafferau-Skipiste, Parpaillon, Assietta, Sommeiller usw im September 2018).

Dafür ist die F650GS Dakar -ausgerüstet mit Mitas E09 Reifen - trotz ihrer rund 190 kg sehr gut geeignet.

Kann von meinem eigenen Mopedwissen begrenzt beitragen.

Habe die Varadero 1000 BJ2004 und brauche bei nicht sparsamer Fahrweise maximal 6L. Die Vergaserversion hatte die Horrorverbräuche, das hat isch aber ab der SD02 erledigt.

Ansonsten würde ich noch ne NC750X ins Rennen werfen. Die wäre günstig zu haben, relativ jung und bietet einen guten praktischen Nutzen fürs Geld.

Zusatzfrage: Ist ABS ein Kriterium oder nicht?

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