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rechnung auch bei garantieleistung?

Themenstarteram 6. Oktober 2010 um 10:39

hallo,

weil ich nicht genau weiss, in welche rubrik mit der frage, schien mir diese ganz ok:

kann man bei einer reparatur auf garantie in einer vertragswerkstatt auf eine rechnung bestehen, auch wenn dort kein betrag, sondern nur die fahrzeugdaten und die ausgeführten arbeiten aufgelistet sind? gibt es bestimmte regelungen oder kann das jeder hersteller bzw. vertragswerkstatt machen, wie sie will?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Peter Clio

Der ausführende Betrieb ist verpflichtet einen adäquaten Nachweis für den Kunden zu erstellen!

Wo steht das, diese Pflicht ?

 

Zitat:

Zu einem, weil sich die Garantie auf die verbauten Teile wieder um gesetzliche mindestens 6 Monate oder eben länger fortschreibt,

Völlig falsch

 

Zitat:

zum anderen wird der Betrieb sich entstandenen Unkosten, im echten Garantiefall ggf. vom Hersteller wiederholen!

Das ist ein Geschäftsvorgang mit dem der Kunde keine Verbindung hat und somit besteht schon aus Gründen des Datenschutzes eine Pflicht, den Kunden darüber keine Informationen zukommen zu lassen.

 

Zitat:

Mir fallen keine seriösen Motive ein, weswegen keine Rechnung über die ausgeführten Arbeiten + Zeit ausgestellt werden sollte.

Weil es rechtlich nicht vorgesehen ist.

Eine Rechnung gibt es für eigenständig beauftrage Leistungen, bei Garantie- oder Gewährleistungsarbeiten handelt es sich nicht um eine eigenständig beauftragte Leistung, sondern um eine Mängelbeseitigung auf Basis des Fahrzeugkaufes und der Rechnung darüber.

Daher gibt es auch keine "neue" Garantie oder Gewährleistung, es handelt sich nicht um eine Arbeitsleistung im Sinne eines Kaufes oder Werkvertrages, sondern um eine Gewährleistungsarbeit, die auf einer "alten" Rechnung basiert.

Es ist extrem grenzwertig, eine Rechnung mit dem Betrag 0 auszustellen. Da diese Arbeit gegen jemanden berechnet wird, meist dem Fahrzeughersteller, existieren zu einer Arbeit zwei Rechnungen und das ist buchhalterisch alles andere als sauber.

Etliche/einige Betriebe machen das, weil ihre Buchhaltungssoftware derartige Vorgänge nicht beherrscht und ein Zusatzblatt mit der Überschrift "ausgeführte Garantie. bzw. Gewährleistungsarbeiten" ohne Angaben von Material, Arbeitsstunden und Beträgen auswerfen kann.

 

Je nach Betrieb bekommt man auch nichts außer dem mündlichen Hinweis, dass alles erledigt wurde und das ist eine absolut seriöse Arbeitsweise. Es gibt auch keinen Anspruch auf irgendeinen "Zettel".

Jemanden, der völlig korrekt innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Bedingungen arbeitet, dies mit einer zugelassenen Buchhaltungssoftware macht, ist nicht unserös, weil er keinen Zettel herausgibt, auf den es keinen Anspruch gibt.

Jemand, der eine Rechnung mit Betrag 0 heraus gibt, sitzt jedoch verdammt dicht an dieser Grenze.

 

Zitat:

Info:

Ein Kaufmann muss nach Handelsgesetzbuch (HGB) finanzielle Rücklagen für Garantieleistungen bilden (Rechnungswesen/Buchhaltung)! 

Das ist falsch.

Da kein Verkäufer Garantien geben muss, besteht mit absoluter Sicherheit keine Verpflichtung zur Rücklagenbildung für nicht vorhandene Garantieansprüche.

Wer als Produzent (Hersteller) eine Garantie auf sein Produkt gibt, der muss Rücklagen bilden oder zugesicherte Garantieleistungen über eine Versicherung absichern. Das ist aber etwas anderes, als hier besprochen.

 

Wenn man schon solche Sätze mit Trolle füttern und Esel waschen ständig herumschleppt, dann sollte man sich genau überlegen, wann man etwas weiß oder nicht. Allein schon Garantie und Gewährleistung verwechseln und dann aber die grobe Kelle und Andere als unseriös bezeichnen, kommt nicht sonderlich prall.

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Ich habe in meiner Werkstatt immer einen Auftrag erteilt, auf Garantie und habe auch eine Rechnung auf Garantie erhalten mit der Summe null Euro, auf Garantie

Also ich weiß nicht, warum man eine Rechnung bekommen sollte, wenn man nichts bezahlt. Denn die Rechnung ist ja "nur" der Beleg dafür, dass man gezahlt hat.

Was Du aber auf jeden Fall verlangen kannst ist ein Schriftstück, in dem Sie Dir die ausgeführten arbeiten beschreiben/auflisten.

:)

mfg

naidhammel

Hallo,

 

die Rechnung ist ein Beleg über die durchgeführten Arbeiten, egal ob die Rechnungssumme null beträgt.

Ein seriöser Betrieb erstellt immer eine Rechnung, eben als Nachweis für den Kunden und für die eigene Buchhaltung.

Themenstarteram 6. Oktober 2010 um 11:35

hallo,

danke für eure antworten. ich dachte mir schon, dass man zumindest einen nachweis über die durchgeführten arbeiten anfordern kann. meine vertragswerkstatt weigert sich beharrlich, so eine für eine reparatur auf garantie auszustellen und wird sogar pampig, wenn man nachfragt, warum sie keine ausstellen. werd ich die werkstatt wohl wechseln müssen.

am 6. Oktober 2010 um 14:51

Ich hatte auch eine Garantiereparatur, bekam auf Nachfrage auch nichts schriftliches...

Der ausführende Betrieb ist verpflichtet einen adäquaten Nachweis für den Kunden zu erstellen!

Zu einem, weil sich die Garantie auf die verbauten Teile wieder um gesetzliche mindestens 6 Monate oder eben länger fortschreibt, zum anderen wird der Betrieb sich entstandenen Unkosten, im echten Garantiefall ggf. vom Hersteller wiederholen!

Mir fallen keine seriösen Motive ein, weswegen keine Rechnung über die ausgeführten Arbeiten + Zeit ausgestellt werden sollte.

Ist der Betrieb Mitglied im Verband des KFZ-Handwerkes, hilft hier im Streitfall kostenlos diese Stelle (Schlichtungsstelle)! Ob es sich um ein Mitglied handelt, ist zu erkennen an einer großen Plakette und einem Schild am Gebäude oder im Verkaufraum. ;)

Info:

Ein Kaufmann muss nach Handelsgesetzbuch (HGB) finanzielle Rücklagen für Garantieleistungen bilden (Rechnungswesen/Buchhaltung)! :cool:

 

Ein Nichtmitglied kommt für mich sowieso nicht in Frage! 

Zitat:

Original geschrieben von Peter Clio

Der ausführende Betrieb ist verpflichtet einen adäquaten Nachweis für den Kunden zu erstellen!

Wo steht das, diese Pflicht ?

 

Zitat:

Zu einem, weil sich die Garantie auf die verbauten Teile wieder um gesetzliche mindestens 6 Monate oder eben länger fortschreibt,

Völlig falsch

 

Zitat:

zum anderen wird der Betrieb sich entstandenen Unkosten, im echten Garantiefall ggf. vom Hersteller wiederholen!

Das ist ein Geschäftsvorgang mit dem der Kunde keine Verbindung hat und somit besteht schon aus Gründen des Datenschutzes eine Pflicht, den Kunden darüber keine Informationen zukommen zu lassen.

 

Zitat:

Mir fallen keine seriösen Motive ein, weswegen keine Rechnung über die ausgeführten Arbeiten + Zeit ausgestellt werden sollte.

Weil es rechtlich nicht vorgesehen ist.

Eine Rechnung gibt es für eigenständig beauftrage Leistungen, bei Garantie- oder Gewährleistungsarbeiten handelt es sich nicht um eine eigenständig beauftragte Leistung, sondern um eine Mängelbeseitigung auf Basis des Fahrzeugkaufes und der Rechnung darüber.

Daher gibt es auch keine "neue" Garantie oder Gewährleistung, es handelt sich nicht um eine Arbeitsleistung im Sinne eines Kaufes oder Werkvertrages, sondern um eine Gewährleistungsarbeit, die auf einer "alten" Rechnung basiert.

Es ist extrem grenzwertig, eine Rechnung mit dem Betrag 0 auszustellen. Da diese Arbeit gegen jemanden berechnet wird, meist dem Fahrzeughersteller, existieren zu einer Arbeit zwei Rechnungen und das ist buchhalterisch alles andere als sauber.

Etliche/einige Betriebe machen das, weil ihre Buchhaltungssoftware derartige Vorgänge nicht beherrscht und ein Zusatzblatt mit der Überschrift "ausgeführte Garantie. bzw. Gewährleistungsarbeiten" ohne Angaben von Material, Arbeitsstunden und Beträgen auswerfen kann.

 

Je nach Betrieb bekommt man auch nichts außer dem mündlichen Hinweis, dass alles erledigt wurde und das ist eine absolut seriöse Arbeitsweise. Es gibt auch keinen Anspruch auf irgendeinen "Zettel".

Jemanden, der völlig korrekt innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Bedingungen arbeitet, dies mit einer zugelassenen Buchhaltungssoftware macht, ist nicht unserös, weil er keinen Zettel herausgibt, auf den es keinen Anspruch gibt.

Jemand, der eine Rechnung mit Betrag 0 heraus gibt, sitzt jedoch verdammt dicht an dieser Grenze.

 

Zitat:

Info:

Ein Kaufmann muss nach Handelsgesetzbuch (HGB) finanzielle Rücklagen für Garantieleistungen bilden (Rechnungswesen/Buchhaltung)! 

Das ist falsch.

Da kein Verkäufer Garantien geben muss, besteht mit absoluter Sicherheit keine Verpflichtung zur Rücklagenbildung für nicht vorhandene Garantieansprüche.

Wer als Produzent (Hersteller) eine Garantie auf sein Produkt gibt, der muss Rücklagen bilden oder zugesicherte Garantieleistungen über eine Versicherung absichern. Das ist aber etwas anderes, als hier besprochen.

 

Wenn man schon solche Sätze mit Trolle füttern und Esel waschen ständig herumschleppt, dann sollte man sich genau überlegen, wann man etwas weiß oder nicht. Allein schon Garantie und Gewährleistung verwechseln und dann aber die grobe Kelle und Andere als unseriös bezeichnen, kommt nicht sonderlich prall.

Hallo,

bei der Ausführung von Garantie- bzw. Gewährleistungsarbeiten ist der ausführende Betrieb nicht zur Ausstellung einer Rechnung verpflichtet.

Wird eine Rechnung ausgestellt, so beginnt die Frist für eine Gewährleistung auf das Ersatzteil.

Dieser Anspruch bleibt aus, wenn keine Rechnung ausgestellt wird.

Ich habe leider das Urteil des - ich glaube - OLG Köln dazu nicht parat. Bei Interesse einfach mal selbst im WWW suchen.

 

Zum Unterschied Garantie und Gewährleistung kann ich Euch eine Ausarbeitung von einem Prof. der Fachschule für Rechtspflege NRW als PDF angehängt (ab Seite 3) anbieten.

 

Zitat:

Original geschrieben von Pastaflizzer

Wird eine Rechnung ausgestellt, so beginnt eine Garantie auf das Ersatzteil.

Dieser Garantieanspruch bleibt aus, wenn keine Rechnung ausgestellt wird.

Ich habe leider das Urteil des - ich glaube - OLG Köln dazu nicht parat. Bei Interesse einfach mal selbst im WWW suchen.

Bitte keine Rechtsgebiete verdrehen, weil es so schön wäre.

Mängelbeseitigung am Fahrzeug erfolgt nach BGB.

Das Einzige, was auf einer Rechnung überhaupt basieren könnte, wäre die gesetzliche Gewährleistung und die gibt es nach BGB nur bei einem Kauf oder einer sogenannten Werkleistung, also auf eine eigenständig beauftragte und durchgeführte Arbeitsleistung.

Eine ausgeführte Mängelbeseitigung ist eine Nacharbeit auf Basis einer alten Werkleistung oder früheren Verkauf, aber keine für sich eigenständige, neue Leistung. Somit gibt es keine neue Gewährleistung oder einen Neubeginn einer Garantiezeit, auch nicht auf ausgetauschte, neue Teile, die verbaut wurden.

 

Garantie ist ohnehin etwas völlig freiwilliges, wie die Bestimmungen dort sind, bestimmt der Garantiegeber. Er muss es allerdings auch aktiv bestimmen, also schriftlich vermerken, was man erhält.

Eine passive Garantiegabe, also man erhält etwas, weil der Andere vergessen hat irgendwas zu widersprechen, gibt es im Bereich der Garantie nicht.

Eine Garantie ist ein Vertrag, somit muss man auch für Garantieansprüche einen Garantievertrag oder Garantievereinbarung haben. Eine Rechnung ist eine Rechnung, aber kein Garantievertrag.

 

Wozu irgendwelche kleinen Urteile, wenn die oberste Einrichtung bereits entschieden hat:

BGH 8. Zivilsenat, Urteil vom 5. Oktober 2005, Az: VIII ZR 16/05

"Bei der Nachbesserung sei die Gewährleistungsfrist während der Dauer dieses Vorgangs grundsätzlich nur gehemmt, bei der Nachlieferung beginne die Verjährung grundsätzlich von neuem zu laufen."

Bitte genau die Worte beachten:

Bei einer Nachbesserung ist die Gewährleistung während der Dauer (der Reparaturarbeit) "nur gehemmt", dh. sie "pausiert" während der Arbeitsausführung und läuft danach weiter. Es gibt keinen Neubeginn

Bei einer Nachlieferung beginnt sie erneut ("von vorn") zu laufen.

Es geht jedoch immer um das Produkt, hier ein KFZ und nicht nur ein Bauteil daraus.

Eine neue Lichtmaschine ist nur eine Nachbesserung des Kaufgegenstandes KFZ. Ein komplett neues Fahrzeug im Austausch, weil der vorhergehende ein sogenanntes Montagsfahrzeug war oder ein komplett neuer Fernseher im Austausch oder ein neues T-Shirt im Austausch ist eine Neulieferung und da gibt es auch dann eine neue, von vorn beginnende Gewährleistung.

@Roadwin:

Ruder mal bisschen langsamer, ist auch nicht alles richtig was du schreibst.

Der Punkt ist ziemlich umstritten, generell geht es um ein Neubeginn der Verjährung der Gewährleistung bei Nacherfüllung.

Die Nacherfüllung beinhaltet Nachbesserung und Nachlieferung, entscheiden tut der Käufer.

Bei Autos wird hier wohl ne Ausnahme gemacht, der Aufwand ist für den Verkäufer generell zu groß das Auto zu tauschen wenn nur kleinere Defekte auftauchen.

Verschiedene Gerichte urteilen hier aber verschieden, sich darauf zu verlassen wäre also falsch.

Um da etwas geltend zu machen wird man wohl den Rechtsweg bestreiten müssen.

 

Zur Beweislastumkehr:

Generell muss der Käufer beweisen das ein Mangel nicht von ihm verursacht wurde.

Die Beweislastumkehr greift innerhalb der ersten 6 Monate, in diesem Zeitraum muss der Verkäufer nachweisen das der Käufer für den Mangel verantwortlich ist.

Im Beispiel mit dem Auto gegen den Baum fahren sehr einfach, es ist aus dem Schadensbild ersichtlich woraus der Schaden resultiert. (Verkehrsunfall)

 

Eine seriöse Werkstatt wird mir auch immer eine Bestätigung über die Ausführung der Nachbesserung ausstellen.

Das ganze als Rechnung zu bezeichnen ist falsch, schliesslich hat man nichts zu zahlen.

Über eine gesetzliche Regelung weiss ich da aber nicht bescheid.

Zitat:

Original geschrieben von Destructor

Die Nacherfüllung beinhaltet Nachbesserung und Nachlieferung, entscheiden tut der Käufer.

Unter Beachtung der Zumutbarkeit für den Verkäufer.

 

Zitat:

Bei Autos wird hier wohl ne Ausnahme gemacht, der Aufwand ist für den Verkäufer generell zu groß das Auto zu tauschen wenn nur kleinere Defekte auftauchen.

Das ist keine Ausnahme, sondern die Beachtung / Einhaltung der Zumutbarkeit.

Lässt man diese Zumutbarkeit außer acht, dann kann der Verkäufer legal sämtliche auch tatsächlich existierende Gewährleistungsansprüche vollständig zurückweisen.

Trabe ich da hin und verlange bei nur defekter Lichtmaschine sofort eine Neulieferung, also ein komplett neues Fahrzeug, dann war es dass auch schon. Selbst ein Zurückrudern auf "na dann eben doch nur die Lichtmaschine" kann der Verkäufer vollständig ablehnen. Stellt man deutlich überzogene Forderungen bekommt man nichts, garnichts - mag böse sein, ist aber eindeutig.

 

Zitat:

Verschiedene Gerichte urteilen hier aber verschieden, sich darauf zu verlassen wäre also falsch.

Seit dem BGH-Urteil gibt es für verschiedene Urteile eher keinen Spielraum mehr.

Man sollte allerdings bei seiner Suche im Internet beachten, dass es noch andere Rechtsgrundlagen neben dem BGB gibt. Man findet zb. vieles aus dem Baubereich und da ist nicht nur BGB, sondern VOB mit 5 Jahre Gewährleistung und Neustart ab Nachbesserung oder auch VOL mit 2 Jahre Gewährleistung und nur teilweise Neustart der Frist.

 

Zitat:

Zur Beweislastumkehr:

Generell muss der Käufer beweisen das ein Mangel nicht von ihm verursacht wurde.

Das ist so nicht richtig.

 

Zitat:

Die Beweislastumkehr greift innerhalb der ersten 6 Monate, in diesem Zeitraum muss der Verkäufer nachweisen das der Käufer für den Mangel verantwortlich ist.

Das ist so auch nicht richtig, zumindest mehr als merkwürdig formuliert.

In den ersten 6 Monaten geht der Gesetzgeber grundsätzlich davon aus, dass ein Mangel bereits bei Übergabe bestanden hat und der Verkäufer für die Beseitigung haftet, in dem Zeitraum danach muss der Käufer nachweisen, dass es sich um einen Gewährleistungsmangel handelt.

Daraus ergibt sich (als logische Folge) mit 6 Monaten die sogenannte Beweislastumkehr. Die Beweislastumkehr ist keine "Funktion", die sich dann einschaltet, sondern einfach nur eine Bezeichnung für einen Fakt.

Der Verkäufer ist auch nicht für einen Mangel verantwortlich, sondern nur für eine für den Käufer kostenfreien Beseitigung eines Gewährleistungsmangels.

 

Zitat:

Im Beispiel mit dem Auto gegen den Baum fahren sehr einfach, es ist aus dem Schadensbild ersichtlich woraus der Schaden resultiert. (Verkehrsunfall)

Auch dieses Beispiel ist etwas sehr gewagt.

Es geht bei dem Thema um "Gewährleistungsmangel" und diese Dinger sind klar definiert. Basiert der Verkehrsunfall auf einem Gewährleistungsmangel, dann ist der Verkäufer sehr wohl auch für den Unfallschaden in der Schadensersatzpflicht.

Gewährleistungsmängel sind alle Abweichungen eines uneingeschränkt üblichen Zustands (die sogenannte "berechtigte Erwartungshaltung des Käufers"), die bereits

- bei Übergabe des Kaufgegenstandes vorhanden waren,

- jedoch zu dem Zeitpunkt nicht erkennbar waren,

- keiner gebrauchsüblichen Abnutzung oder Alterung unterliegen, und

- auf den nicht hingewiesen wurden.

Ist ein Mangel ("Defekt") erst nach dem Kauf eingetreten, oder war/wäre bereits beim Kauf erkennbar gewesen, oder ist "üblicher Verschleiß", oder wurde beim Verkauf darauf hingewiesen - dann ist das alles kein Gewährleistungsmangel.

Ein handelsüblicher Verkehrsunfall ist nicht deshalb raus, weil es ein Unfall ist, sondern er ist überhaupt nicht erst drin, weil er den Anforderungen nicht entspricht. Als Folgeschaden kann das dann aber schon sein.

 

Da das gesamte Thema nicht ganz so einfach ist, werden viele Fehler gemacht, also Arbeiten kostenlos ausgeführt, die nicht hätten kostenlos ausgeführt werden brauchen. Wie auch umgekehrt, dass Dinge "begründet" abgewiesen werden, die der Verkäufer hätte kostenlos machen müssen.

Das hat aber alles nichts mit "so ist es" zu tun, sondern nur mit Irrtum.

@Roadwin...Ableitung aus dem Vertragsrecht BGB...wenn ich Zeit und Laune habe suche ich es raus...:cool:

Allgemeinverständlich "Rechung" genannt....so wollte ich bleiben! Sprach vom adäquaten Nachweis..nicht Rechnung, oder...?....über Hemmung oder Aussetzung einer gesetzlichen Frist...sprengt wohl ein wenig den Rahmen hier im Forum, oder?

 

Garantie und Gewährleistung hast Du ins Spiel gebracht! Nicht ich, sorry.....:p Zeige mir wo ich was über Gewährleistung geschrieben haben soll? Troll und Esel in meiner Signatur, ist ganz alleine meine Angelegenheit! Comprente?

 

Was hat der Datenschutz mit nachweisebaren Tatsachen zu tun? Gibt s Erstattung oder nicht; also; es gibt die Rückerstattung der Kosten im Garantiefall! ;) Aber den Kunden schön dumm halten wollen, Mann/Frau wir leben im Jahr 2010....

Der Verkäufer ist in jedem Fall mein Vertragspartner; ob er nur so auftritt oder ob er real es auch ist....mit oder ohne Zustimmung des Berechtigten..sprent mal wieder den Rahmen...und wird wieder weltfremd) comprente?!...  und nur zu schreiben ist richtig oder ist falsch und wo steht das....belege es doch erstmal, bevor Du was anderes behauptes...

Bleibe bei der Realität, klar muss man grundsätzlich (es gibt Ausnahmen) keine Garantie geben...nur wer macht das nicht? Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB"s) und gut iss...nur sich am BGB lang zu hangeln langt nicht...wir sind hier in mehreren Gesetzte, Verordnungen und allgemein verbindlichen Richtlinien, von EU-Recht gaaaanz abgesehen!

Dein genanntes Beispiel mit einer defekten Lichtmaschine....das will ich sehen! Weltfremd hoch drei...und Du verwechselt, wen es obliegt eine entscheidung zu treffen...ob Käufer oder Verkäufer....das ist nicht gerade unwichtiger Fakt/Recht....

Ob Fiat, VW, BMW oder Renault (meine bisherigen Marken)...es gab immer Belege/Nachweise über die Garantie oder Gewährleistungsfälle! Interessant gelle....:D

 

@ Destructor....so isses! :p

 

So; das reicht denke ich...Rechtsberatung unterliegt dem Rechtsberatungsgesetz...zu dessen berechtigten Personenkreis ich nicht gehöre! :D...und distanziere mich davon...wenn der Eindruck entstanden sein soll....:D

 

 

 

 

 

 

Zitat:

Original geschrieben von Peter Clio

Garantie und Gewährleistung hast Du ins Spiel gebracht! Nicht ich, sorry.....:p Zeige mir wo ich was über Gewährleistung geschrieben haben soll?

Du hast über Gewährleistung geschrieben (das mit den 6 Monaten), aber das Wort Garantie vorangesetzt, was komplett durcheinander und immer falsch ist.

Zitat:

Original geschrieben von Peter Clio

Erstellt am 6. Oktober 2010 um 16:48:12 Uhr

...

Zu einem, weil sich die Garantie auf die verbauten Teile wieder um gesetzliche mindestens 6 Monate oder eben länger fortschreibt,

Auch wenn es mit dem Kurzzeitgedächtnis nicht mehr so klappt, weise doch bitte nach,

- wonach es einen Anspruch des Kunden auf einen wie auch immer gearteten Zettel für eine ausgeführte Garantie- oder Gewährleistungsarbeit gibt?

- wo es irgendwo im Gesetz etwas mit 6 Monaten Mindestfrist bei Garantien gibt?

Du schreibst das so überzeugend hin, mit Verwies auf irgendwelche Ansprüche, Fristen und Rechte, da sollte doch der Nachweis per Link irgendwo in das BGB nicht sonderlich schwer fallen.

Die reine Androhung, dass Du es machen könntest beeindruckt nicht, da diese "Androhung" an Glaubwürdigkeit aufgrund fehlender Realität fehlt.

 

Zitat:

Was hat der Datenschutz mit nachweisebaren Tatsachen zu tun? Gibt s Erstattung oder nicht; also; es gibt die Rückerstattung der Kosten im Garantiefall! ;) Aber den Kunden schön dumm halten wollen, Mann/Frau wir leben im Jahr 2010....

Nachweise bitte.

Es mag Dir vielleicht nicht gefallen, aber es gibt keinen Anspruch auf den Detailnachweis der durchgeführten Arbeiten. Dem ist ist ganz klar nach BGB widersprochen.

Eine Firma, die sich vollständig und uneingeschränkt an das BGB hält, kannst Du ja meiden, aber sie als "unseriös" darzustellen, ist pure Überheblichkeit aus völliger Ahnungslosigkeit der Vorschriften.

 

Zitat:

Der Verkäufer ist in jedem Fall mein Vertragspartner; ob er nur so auftritt oder ob er real es auch ist....mit oder ohne Zustimmung des Berechtigten..sprent mal wieder den Rahmen...und wird wieder weltfremd) comprente?!...  und nur zu schreiben ist richtig oder ist falsch und wo steht das....belege es doch erstmal, bevor Du was anderes behauptes...

Da Du hier mit der Behauptung aufgetreten bist, die Erde wäre eine Scheibe, liegt es doch wohl an Dir, dies auch nachzuweisen.

Nur herumzufantasieren und dann die Anderen das Gegenteil nachweisen zu lassen, ist reine Beschäftigungstherapie, die niemand benötigt.

Dass Du schon im Ansatz auf dem Holzweg bist, weil Du Garantie und Gewährleistung nicht auseinander halten kannst, habe ich doch bereits mehrfach nachgewiesen.

 

Zitat:

Bleibe bei der Realität, klar muss man grundsätzlich (es gibt Ausnahmen) keine Garantie geben...nur wer macht das nicht?

BMW, Mini, RR, Porsche, ...

 

Zitat:

Ein Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB"s) und gut iss...nur sich am BGB lang zu hangeln langt nicht...wir sind hier in mehreren Gesetzte, Verordnungen und allgemein verbindlichen Richtlinien, von EU-Recht gaaaanz abgesehen!

Das ist doch schon der erste Quark.

Völlig unerheblich, was an "guten Bedingungen" in irgendwelchen AGBs vorhanden ist, ohne entsprechenden Anspruch aus dem BGB kannst Du nicht klagen, es besteht keine Durchsetzbarkeit.

Ich kann Dir schriftlich geben, dass Du jeden Monat 10.000 Euro von mir bekommst und Du wirst es nicht bekommen, weil es für diese Grundlage keine Basis im BGB existiert, Du wirst sogar noch Kosten für den Klageweg bezahlen müssen, die Deine juristische Durchsetzung verursacht hat.

Ebenso bei "schlechten" AGB-Bedingungen - keine Basis im BGB und schon sind die nicht das Papier wert, auf dem es steht.

AGBs sind zivilrechtliche Vertragsvereinbarungen, die immer hinter dem BGB zurücktreten, man kann vertraglich nicht das BGB ausschließen.

Oder probiere es doch mal mit einen Vertrag mit Deinem Steuerberater, der Dich von der Einkommenssteuer frei stellt.

 

Zitat:

Dein genanntes Beispiel mit einer defekten Lichtmaschine....das will ich sehen! Weltfremd hoch drei...und Du verwechselt, wen es obliegt eine entscheidung zu treffen...ob Käufer oder Verkäufer....das ist nicht gerade unwichtiger Fakt/Recht....

Kannst Du das nochmal sortieren.

 

Zitat:

Ob Fiat, VW, BMW oder Renault (meine bisherigen Marken)...es gab immer Belege/Nachweise über die Garantie oder Gewährleistungsfälle! Interessant gelle....:D

Ich habe nicht bestritten, dass es Nachweise gibt, hganz im Gegenteil, ich habe doch selber geschrieben, dass es oft welche gibt - also nicht bitte zwanghaft irgendwas verdrehen.

Aber ich habe ganz klar geschrieben, dass es keinen Anspruch auf einen Zettel gibt, etwas anderes als ein Verbot für einen solchen Zettel, was Du hier versuchst zu suggerieren.

So; das reicht denke ich...Rechtsberatung unterliegt dem Rechtsberatungsgesetz...zu dessen berechtigten Personenkreis ich nicht gehöre! :D...und distanziere mich davon...wenn der Eindruck entstanden sein soll....:D

1. nennt sich das Ding schon sehr lange "Rechtsdienstleistungsgesetz"

2. warum dann plötzlich dieser Rückzieher mit einem so fadenscheinigen Grund?

Hier wird niemand beraten (Du muss jetzt ...), sondern eine Situation aufgeschlüsselt, das hat nichts mit einer eventuell unzulässigen Rechtsberatung zu tun.

Auch der Nachweis Deiner Behauptungen zB. über einen Link in das BGB oder ähnlich, fällt kaum unter eine Rechtsdienstleistung.

Rückzug ist nicht falsch, aber (nun erneut wieder) irgendwelche Dinge erfinden, damit man als hoffentlicher Sieger vom Platz geht, war auch wieder nur ein Griff tief in das Klo.

Höre doch bitte damit auf, irgendeinen nicht genannten Sachverhalt zu unterstellen! Habe nicht den geringsten Grund "als Sieger" vom Platz gehen zu wollen. Warum denn auch...

Du vielleicht?

 

Bitte stets sachlich bleiben, comprente!

 

Letzter Kommentar zum Thema: die AGB"s dürfen keine Gesetze umgehen! Richtig! Deswegen hast Du immer eine Anspruchsgrundlage, wenn AGB"s versuchen gültiges Recht zu umgehen; Verbesserungen zu Gunsten des Kunden "ja"....AGB"s dürfen zum Vorteil des Kunden formuliert werden...und sind dann auch verbindlich, für beide Parteien! 

Steuerberater und andere deiner genannten Beispiele haben völlig andere Inhalte; z.B. vielleicht Nichterfüllung wegen Unmöglichkeit etc. ....was soll das denn? Wobei solche Verträge möglicherweise Schadensersatzansprüche wecken könnten! Nicht vergessen...! Kann teuer werden...und dein Angebot 10.000 € monatlich....schriftlich...nur zu....schauen wir mal....

Deine Hinweise auf das frühere Rechtsberatungsgesetz, wegen neuer Bezeichung ist richtig...aber sooooo wichtig hier?

 

P.S. Schau in das BGB § 443 i.V. m. 477, das Gesetz ersetzt jedes Geschwätz...der Te sprach von Anfang an von Garantieleistung....

 

 

 

 

 

 

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