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RDKS "Tyreboy"

Themenstarteram 29. März 2018 um 13:52

Jemand hier, der das RDKS "Tyreboy" besitzt?

Ich frage mich, wie dieses System die Reifentemperatur zuverlässig messen will.

Der Entwickler des Systems schreibt in einem anderen Forum auf die Frage, wie das System genau misst, folgendes:

Zitat:

Zu den angezeigten Reifentemperaturen muss man folgendes bedenken. Messe ich die Reifentemperatur in der Mitte des Reifens, nutzt mir dieser Wert nichts, da er keine Aussage zu den gerade wichtigen Reifenflankentemperaturen hergibt. Aus diesem Grunde haben wir die am Reifen niedrigste vorkommende Temperatur als Maßstab genommen. Somit bin ich immer auf der sicheren Seite.

Es lässt sich während der Fahrt gut beobachten, wie sich die Temperaturen ändern und wie kritisch manchmal die Reifentemperatur des Vorderrades wird, wenn man lange nicht gebremst hat oder wenig Schräglagenfahrt hatte. Das das so extrem ist, hätte ich nicht gedacht. Die Reifentemperatur ist für das Fahrverhalten wichtiger als der Druck -sofern der Druck nicht jenseits von gut und böse ist-. Der Druck muss während der Fahrt eigentlich nur überwacht werden. Aus diesem Grunde ist der TyreBoy das einzige System, bei dem die Reifentemperatur permanent angezeigt wird. Den Druck kann ich jederzeit mit einem Tastendruck ansehen.

Zitat:

die Luft im Reifen ist gleichmäßig verteilt. Somit haben bei Stillstand alle Luftmoleküle die gleiche Größe. Mit zunehmender Erwärmung expandieren diese Moleküle, daher auch der Anstieg des Luftdrucks bei Erwärmung. Nun ist es so, dass die Diffusion -Luftdurchdringung des Reifens selbst, aber auch die größte Luftaustrittsstelle, das Ventil- immer dort zuerst vor sich geht, wo es am schnellsten geht -geringster Widerstand--; mithin hier das Ventil. Somit ist der Ansatz klar. Messe ich diese kleinsten Moleküle, habe ich die im und am Reifen niedrigsten Temperaturen. Aus diesem Grunde habe ich in den Reifen-Sensor einen Micro-IR-Sensor verbaut, der diese Temperatur misst und nicht errechnet oder sonst was. Das ist momentan die zuverlässigste Methode. Außer Du misst direkt mit einer Wärmebildkamera etc. Man könnte nun denken, dass sich linear die Temperatur mit dem Luftdruck ändert und somit berechnet werden kann. Das geht nicht, weil die Druckänderung vornehmlich durch die Erwärmung des Reifens auf der Mittellauffläche entsteht; mithin nicht dem Wert an der Flanke entspricht, der ja nun das wichtigere ist.

Wenn man diese Erklärung zu Grunde legt und zu Ende denkt, dann muss man doch zu dem Schluss kommen, dass das System bei schlauchlosen Reifen die Felgentemperatur misst und somit nicht wie versprochen funktionieren kann.

Aber vielleicht ist ja jemand hier, der das System besitzt oder jemanden kennt und mit einem IR Thermometer mal nachgemessen hat.

Beste Antwort im Thema
am 29. April 2018 um 16:49

Zitat:

@Schneggabeisser schrieb am 29. April 2018 um 16:43:21 Uhr:

Egal ob Auto oder Motorrad, verliert man Luft wird das Fahrverhalten schwammig.

Wer nicht das Feingefühl besitzt, dies zu erkennen, sollte besser mit Bahn und Bus fahren.

Also laut Gesetzgeber alle, denn der hat das beim Auto nämlich zur Pflicht gemacht, auch um Unfälle zu vermeiden.;)

PS: dein Satz zeigt aber mal wieder schön für wie fit sich einige halten. Du hast sicherlich auch das Feingefühl um auf das ABS zu verzichten schließlich merkt man doch wenn die Räder beim bremsen "stehen"

PPS: wenn ich von meinem GTI mit den "flachen" Reifen mit 2,7 bar Luftdruck in eine Familienkutsche wechsle, dann wirken die alle schwammig, ganz extrem bei SUV und ich erlaube mir diese Einschätzung weil ich beruflich jeden Tag die verschiedensten Autos fahre. Es ist also nicht so verkehrt wenn mir die Technik schon einen Luftverlust von 0,3 Bar anzeigt und ich das nicht erst auf der AB an einem schwammigen Fahrverhalten spüre und dann mit Reifenschaden auf dem Seitenstreifen stehe.:rolleyes:

Aber richtige Helden kommen ganz ohne diesen Schnickschnack aus.

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Themenstarteram 21. April 2018 um 22:13

Im Rahmen einer Aktion bei Polo für 99 EUR Gekauft, getestet, fazit: Druckmessung exakt, Funktionsumfang super, Temperaturmessung - wie erwartet - auf ganzer Linie Unbrauchbar.

Als portables RDKS dennoch sein Preis wert.

Wer braucht sowas ?

Es ist doch immer wieder erstaunlich, womit man Geld verdienen kann...

Die Erklärung im zweiten Zitat ist ja auch physikalisch absoluter Bullshit, traumhaft schön. Wusste gar nicht, dass es schon ganzheitlich-homöopathische Reifenheiler gibt. Bin mir allerdings sicher, dass sich Akupunktur bei Pneus nicht durchsetzen wird.....

Grüße,

Michael

am 22. April 2018 um 11:42

Zitat:

@Schneggabeisser schrieb am 22. April 2018 um 09:26:07 Uhr:

Wer braucht sowas ?

Motorradfahrer ;) die haben nämlich nur 2 Reifen, und kalter Reifen und hohe Schräglage vertragen sich schlecht.

Deswegen fährt man reifen erst warm. Für optimalen gripp.

Rudiger.

am 23. April 2018 um 15:41

Zitat:

@Rudiger schrieb am 23. April 2018 um 15:31:51 Uhr:

Deswegen fährt man reifen erst warm. Für optimalen gripp.

Rudiger.

Ja schön, aber hast du das oben eigentlich gelesen?

Ich Zitiere noch mal einen wichtigen Satz daraus:

Es lässt sich während der Fahrt gut beobachten, wie sich die Temperaturen ändern und wie kritisch manchmal die Reifentemperatur des Vorderrades wird, wenn man lange nicht gebremst hat oder wenig Schräglagenfahrt hatte.

Und da ist es doch ganz nützlich wenn man ablesen kann wie es um die Reifen gerade steht. ;)

Ich persönlich habe es an meinen Motorrädern nicht, bräuchte es da aber viel eher als am Auto.

Und vor der nächsten Kurve guckst Du dann auf die Temperatur und entscheidest dann, wie sehr du dich reinlegst?

Mal ehrlich...

Auf der Renne ist der Reifen halt warm (Reifenwärmer und oder schnelle kurvige fahrt).

Auf der Landstraße sollte man besser nicht an die Grenze gehen, wo 5° mehr Schräglage von Bedeutung sind...

Im Zweifel fährt man in der Kurve einfach geradeaus weiter, sonst könnte der Reifen zu warm werden...:D

Zitat:

@Schneggabeisser schrieb am 22. April 2018 um 09:26:07 Uhr:

Wer braucht sowas ?

Es ist doch immer wieder erstaunlich, womit man Geld verdienen kann...

Ich habe mir das System Tyreboy gekaoft, nachdem ich mir einen fetten Span in den Hinterreifen gefahren habe und deswegen einen schleichenden Plattfuß hatte. Erst habe ich es nicht gemerkt, als ich dann aber schneller unterwegs war, wurde es gefährlich. wenn das nun nochmal vorkommt, warnt mich das Gerät und auch, wenn der Luftdruck nicht stimmt. Die Temperatur ist für mich nur zusätzlich. Ich wollte, dass der Druck gut überwacht wird und das macht das Gerät. Meine Entscheidung habe ich gefällt, nachdem ich mir die Bewertungen bei der Firma Louis angesehen habe.

Kaufdatum: 3.3.2018 und ich fühle mich nun sicherer.

Deswegen muss jedes Neufahrzeug mittlerweile mindestens ein passives RDK haben.

Und selbst das passive System hat mir vor 2Wochen Druckverlust in einem Reifen gemeldet, als ich geschaut habe sah von außen alles ok aus, letzendlich war durch eine Schraube der Druck schon auf knapp über 2bar abgefallen.

PS: habe gerade erst gesehen das es für Motorräder ist, da weiß ich nicht wie das mit dem RDK ist von Werk aus ;)

Egal ob Auto oder Motorrad, verliert man Luft wird das Fahrverhalten schwammig.

Wer nicht das Feingefühl besitzt, dies zu erkennen, sollte besser mit Bahn und Bus fahren.

am 29. April 2018 um 16:49

Zitat:

@Schneggabeisser schrieb am 29. April 2018 um 16:43:21 Uhr:

Egal ob Auto oder Motorrad, verliert man Luft wird das Fahrverhalten schwammig.

Wer nicht das Feingefühl besitzt, dies zu erkennen, sollte besser mit Bahn und Bus fahren.

Also laut Gesetzgeber alle, denn der hat das beim Auto nämlich zur Pflicht gemacht, auch um Unfälle zu vermeiden.;)

PS: dein Satz zeigt aber mal wieder schön für wie fit sich einige halten. Du hast sicherlich auch das Feingefühl um auf das ABS zu verzichten schließlich merkt man doch wenn die Räder beim bremsen "stehen"

PPS: wenn ich von meinem GTI mit den "flachen" Reifen mit 2,7 bar Luftdruck in eine Familienkutsche wechsle, dann wirken die alle schwammig, ganz extrem bei SUV und ich erlaube mir diese Einschätzung weil ich beruflich jeden Tag die verschiedensten Autos fahre. Es ist also nicht so verkehrt wenn mir die Technik schon einen Luftverlust von 0,3 Bar anzeigt und ich das nicht erst auf der AB an einem schwammigen Fahrverhalten spüre und dann mit Reifenschaden auf dem Seitenstreifen stehe.:rolleyes:

Aber richtige Helden kommen ganz ohne diesen Schnickschnack aus.

Zitat:

@feinerherr schrieb am 29. April 2018 um 16:49:50 Uhr:

Aber richtige Helden kommen ganz ohne diesen Schnickschnack aus.

So ist es...:D

Man nennt sie auch Puristen. Die können das. Und parken auch ohne Gepiepse sicher ein...:)

Natürlich schätze ich das ABS und möchte es auch nicht mehr missen, denn so schnell kann man selbst keine Stotterbremsung vornehmen.

Aber auf glatter Fahrbahn spürte ich früher immer sehr wohl, wenn die Räder beim Bremsen blockiert haben !

Ich gönne Dir gerne dieses Luftdruck-Gimmick. Aber nun weiß ich, daß Du auch zu jener Fraktion gehörst, die um das kleinste Kanaldeckelchen einen Slalom veranstaltet weil ihnen sonst das Auto auseinanderfliegt.

Hauptsache, man hat eine gute Optik.

Da fahre ich doch lieber mit meinem schwammigen Auto.

Schrauben und Nägel hatte ich schon häufig im Reifen. Du wirst es nicht glauben, aber ich habe das immer sofort bemerkt...

Zitat:

@feinerherr schrieb am 29. April 2018 um 16:49:50 Uhr:

Also laut Gesetzgeber alle, denn der hat das beim Auto nämlich zur Pflicht gemacht, auch um Unfälle zu vermeiden.;)

aus.

Das ist leider nicht richtig und auch nirgendwo niedergeschrieben. Einziger Hintergrund beim RDKS ist die Einsparung von Kraftstoff durch korrekten Luftdruck bzw. den Mehrverbrauch bei zu niedrigerem Luftdruck.

Ein zu niedriger Druck ist per se ja erstmal ungefährlich, das merkt irgendwann auch der „Technikfremde“ dass die Karre rumeiert.

Gefährlich sind rapide Druckverluste, vor allem bei höheren Geschwindigkeiten. Dabei nutzt dir das RDKS leider gar nichts.

Zitat:

PS: dein Satz zeigt aber mal wieder schön für wie fit sich einige halten. Du hast sicherlich auch das Feingefühl um auf das ABS zu verzichten schließlich merkt man doch wenn die Räder beim bremsen "stehen"

Das Verständnisproblem haben beide Seiten:

1. die Menschen, die beim Fahren jeden Krümel unterm Reifen spüren und jedes atypische Geräusch sofort bemerken und die Reaktion des Fahrzeugs mit dem „Popometer“ erfühlen können, also diejenigen, die im Fahrzeug quasi „integriert“ sind.

2. und dann die, die eigentlich nur „Passagier“ im Fahrzeug sind, wo selbst ein komplett abgefallener Auspuff nur Achselzucken verursacht, so nach dem Motto: „stimmt, irgendwie kam mir das auch schon komisch vor“.

Keiner von beiden kann sich vorstellen, dass es den „anderen“ gibt.

PS: Die Unterschiede sind nicht unbedingt ein geschlechtertypisches Problem ;-)

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