Radfahrer benutzt "falsche" Seite und ich bin 100% Schuld !

Hallo,

heute mittag fahre ich auf einer Hauptstraße, und will nach rechts abbiegen. Plötzlich prallte ich mit einem Radfahrer zusammen, der mir auf dem Radweg in falscher Richtung entgegen kam.

Ich habe ihm gesagt, dass er schuld ist, und wir in Deutschland das Rechtsfahrgebot haben. Er meinte, dass er dort fahren darf. Also habe ich die Polizei angerufen.

Jetzt kommt aber der Hammer: Der Polizist sagte mir, dass ich zu 100% schuld bin, und der Radfahrer nicht nur den Radweg in der "falschen" Richtung benutzen darf, sondern sogar MUSS!!!
(Es sei ein sog. linksseitiger benutzungspflichtiger Radweg.

Das kann doch wohl nicht sein!

Ich habe mich bis jetzt ja immer nur über die Radwege auf Bürgersteigen geärgert, da man Radfahrer dort leicht beim abbiegen übersieht (gut finde ich solche Streifen auf der Straße die extra für Radfahrer sind), aber sowas ist doch wohl total gefährlich?

Beste Antwort im Thema

Moin Moin.

Sorry,Für mich ist es normal,das ein Radfahrer mir beim abiegen entgegen
kommt,und ich anhalte um ihn durchfahren zu lassen.

Wenn ich Ehrlich bin,verstehe ich deine Aufregung nicht.

Ich glaube es bedarf einer Nachschulung,anders kann ich mir deinen
post nicht erklären.

Mfg.alrock01

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Zitat:

Original geschrieben von Zerch


Ich habe ihm gesagt, dass er schuld ist, und wir in Deutschland das Rechtsfahrgebot haben. Er meinte, dass er dort fahren darf. Also habe ich die Polizei angerufen.

Jetzt kommt aber der Hammer: Der Polizist sagte mir, dass ich zu 100% schuld bin, und der Radfahrer nicht nur den Radweg in der "falschen" Richtung benutzen darf, sondern sogar MUSS!!!
(Es sei ein sog. linksseitiger benutzungspflichtiger Radweg.

Das ist IMHO absolut richtig, wenn es sich um einen Zweirichtungsfahrradweg (darf von Fahrradfahrern in beide Fahrtrichtungen verwendet werden) handelt und ein blaues Schild mit Fahrrad auf dessen Nutzung hinweist. BTW verstehe ich nicht so ganz, wie man den Radfahrer übersehen kann, wenn er dir entgegen kam. Du musst auf schwächere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen, unabhängig davon ob sie sich an Regeln halten oder nicht (wäre dann Teilschuld). Aber da der Radfahrer alles richtig und du anscheinend alles falsch gemacht hast, sind die 100% Schuld richtig.

Wer rechnet denn damit, dass ein Radfahrer auf der falschen Seite fährt, und der dann auch noch offiziell Vorfahrt hat???

Mein Auto hat eine Beule, und bei ihm ist sind Felge und Gabel verbogen, und er sagte, wenn noch irgendein Rohr verzogen ist der Schaden ca. 1000 EUR hoch sei, und er das Rad zu einem Gutachter bringen würde.
(an der Hand hatte er noch eine kleine Abschürfung)

Ich habe gelesen, dass ein Radfahrer der den Radweg in der falschen richtung benutzt selbst schuld ist und für den Schaden zum großen teil selbst aufkommen muß.
Die Polizei ermahnt Radfahrer ja auch immer dazu den richtigen Radweg zu benutzen, da Autofahrer nicht mit Falschfahrern rechnen.

Wie kann es aber sein, dass der da "falsch" fahren muß, und woher soll ich wissen, dass das dort ein beidseitig benutzbarer Radweg ist?

Ich habe mal ein Bild gemalt (die Pfeile sollen die Richtung der Schilder symbolisieren).

das Bild ändert nichts dran, das Du schuld bist

Habe gerade das gefunden:

"Polizeihauptkommissar Gerd Brendel von der Führungsstelle der Direktion Verkehr der Bonner Polizei erläuterte: "Durch die Benutzung von Radwegen entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und zu teilweise folgenschweren Verkehrsunfällen. Ein vorfahrtspflichtiger Autofahrer vergewissert sich beim Einfahren in die übergeordnete Straße zwar, dass für ihn aus der "richtigen" Richtung niemand kommt, rechnet aber nicht mit dem Radfahrer, der den Radweg "verkehrt" aus der Gegenrichtung befährt."

Also ist der, der das Schild, dass den Radfahrer dazu gebracht hat auf der "falschen" Seite zu fahren eigentlich schuld, da ich nicht damit rechnen konnt das er da fahren MUSS!!

Sieht das jeamand anders?

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Eine Frage an den TE:

Hast du den Radfahrer gesehen und dachtest dir:

"Och der wird schon halten." - dann wäre es deine Schuld.

oder dachtest du dir:

"Von da kann keiner kommen, also fahre ich einfach ohne dahin zu schauen." - dann wäre es auch deine Schuld, denn du kannst als Autofahrer die Beschilderung nicht kennen, musst also damit rechnen, dass die Schilder Radfahrern vielleicht erlauben von da zu kommen, musst dies also immer absichern.

Zitat:

Original geschrieben von Zerch



Also ist der, der das Schild, dass den Radfahrer dazu gebracht hat auf der "falschen" Seite zu fahren eigentlich schuld, da ich nicht damit rechnen konnt das er da fahren MUSS!!

Sieht das jeamand anders?

Ja das sehe ich aber sehr deutlich anders!

Du kannst nicht wissen, wie die Beschilderung ist, also musst du immer damit rechnen, dass ein Radfahrer aus der "falschen" Richtung kommt.

Dem Schild-Hinsteller die Schuld geben, meine Herren, akzeptier es einfach.

jetzt stell dir mal vor, ein 7 jähriges kind ist mit dem Rad unterwegs
das Kind weiß nichts davon, wie das mit den Schildern ist

wer ist dann schuld? das Kind?

nein, sondern Du ganz allein
man muß damit rechnen das ander Verkehrsteilnehmer Fehler machen

Es geht hier nicht um Kinder, sondern um einen erwachsenen Menschen, der für mich ein Geisterfahrer ist, und dieses geisterradeln auch noch vom Staat angeordnet wurde!

Der hätte damit rechnen müßen, dass ich nicht weiß, dass er auf der falschen Seite fahren muß, und mich vorlassen sollen.

Es wäre doch kein Problem für den gewesen zu denken: "Ich weiß zwar, dass ich hier auf der falschen Seite fahren muß, das Auto da vorne weiß es aber nicht, und sieht mich evtl. nicht, also warte ich lieber und lasse das Auto vorbei."

Der soll sein Rad meinetwegen schieben, oder mit dem Auto oder Bus fahren wenn in der richtigen Richtung kein Radweg ist.

Zitat:

Original geschrieben von Zerch


Es geht hier nicht um Kinder, sondern um einen erwachsenen Menschen, der für mich ein Geisterfahrer ist, und dieses geisterradeln auch noch vom Staat angeordnet wurde!

Der hätte damit rechnen müßen, dass ich nicht weiß, dass er auf der falschen Seite fahren muß, und mich vorlassen sollen.

Es wäre doch kein Problem für den gewesen zu denken: "Ich weiß zwar, dass ich hier auf der falschen Seite fahren muß, das Auto da vorne weiß es aber nicht, und sieht mich evtl. nicht, also warte ich lieber und lasse das Auto vorbei."

Der soll sein Rad meinetwegen schieben, oder mit dem Auto oder Bus fahren wenn in der richtigen Richtung kein Radweg ist.

Versuch mal dich zu beruhigen.

Ich fasse zusammen, Schuld sind:

- Der Mensch der die Schilder aufgestellt hat (was unter Garantie einen triftigen Grund hat.)
- Der Radfahrer, der damit rechnen muss, dass du nicht mitdenkst und deshalb nicht richtig absicherst und folglich sein Rad schieben muss.
- Aber sicherlich nicht du, weil du nämlich mit gar nichts rechnen musst sondern einfach blind abbiegen dürfen musst und wer dich dabei stört hat die Schuld.

Ich verstehe, dass du dich aufregst, weil du dich wahnsinnig ungerecht behandelt fühlst. Man kann deine Wut und deinen Ärger ja wirklich spüren. Dennoch musst du versuchen, die Sache objektiv zu betrachten. Der Radfahrer fährt genauso, wie er fahren darf und du bist eben beim Abbiegen verpflichtet abzusichern. Entweder du hast nicht hingesehen (dann hättest du auch Kinder oder Behinderte oder Blinde übersehen) oder du hast hingesehen und gedacht "der muss ja halten sonst fahr ich ihn eben um". Wenn du ehrlich zu dir selbst bist, dann wirst du feststellen müssen, das dein Verhalten nicht in Ordnung war. Wenn du dir dann oben durchliest, wem du die Schild gibst, dann kommst du vielleicht zu dem Schluß, dass es vielleicht doch nicht immer "die Anderen" sind, sondern manchmal einfach man selbst.

Zitat:

Original geschrieben von ronny0280


jetzt stell dir mal vor, ein 7 jähriges kind ist mit dem Rad unterwegs
das Kind weiß nichts davon, wie das mit den Schildern ist

wer ist dann schuld? das Kind?

nein, sondern Du ganz allein
man muß damit rechnen das ander Verkehrsteilnehmer Fehler machen

Hey ronny0280,

hast Du doch gelesen, entweder das Kind, die Stadt, das Strassenbauamt, der Gesetzgeber, oder der Bauarbeiter, der das Schild dort aufgestellt hat, aber niemals, never ever, auf gar keinen Fall der TE.

@ Zerch:

Kapier es doch endlich:
DU BIST SCHULD! Der Radfahrer hat sich korrekt verhalten, DU hast gepennt.
Inzwischen hoffe ich übrigens, dass das Fahrrad so stark beschädigt ist, das Du ordentlich in die Tasche gehen musst, um den Schaden zu begleichen.

Kopfschüttelnde Grüsse
Norske

Zitat:

Original geschrieben von norske



Kapier es doch endlich:
DU BIST SCHULD! Der Radfahrer hat sich korrekt verhalten, DU hast gepennt.
Inzwischen hoffe ich übrigens, dass das Fahrrad so stark beschädigt ist, das Du ordentlich in die Tasche gehen musst, um den Schaden zu begleichen.

Kopfschüttelnde Grüsse
Norske

Du wirst auf diese Weise den TE nicht beruhigen können, sondern nur weiter Öl ins Feuer kippen. Wenn du schon merkst, dass er irre wütend ist, wäre es vielleicht sinnvoller, zu deeskalieren.

Zitat:

Original geschrieben von TimHendrik


Du wirst auf diese Weise den TE nicht beruhigen können, sondern nur weiter Öl ins Feuer kippen. Wenn du schon merkst, dass er irre wütend ist, wäre es vielleicht sinnvoller, zu deeskalieren.

Ja, wahrscheinlich hast Du recht.

Ich verstehe einfach nur nicht, wieso in unserer Gesellschaft

jeder

so viele immer die Fehler bei anderen suchen und nicht (mehr) zu dem stehen, was sie getan haben.

Ich wäre wirklich äusserst dankbar, wenn mir das mal jemand erklären könnte.

Grüsse
Norske

Zitat:

Original geschrieben von TimHendrik



Zitat:

Original geschrieben von norske



Kapier es doch endlich:
DU BIST SCHULD! Der Radfahrer hat sich korrekt verhalten, DU hast gepennt.
Inzwischen hoffe ich übrigens, dass das Fahrrad so stark beschädigt ist, das Du ordentlich in die Tasche gehen musst, um den Schaden zu begleichen.

Kopfschüttelnde Grüsse
Norske

Du wirst auf diese Weise den TE nicht beruhigen können, sondern nur weiter Öl ins Feuer kippen. Wenn du schon merkst, dass er irre wütend ist, wäre es vielleicht sinnvoller, zu deeskalieren.

zustimmend nickend😉

das Rechtsempfinden entspricht nicht immer der tatsächlichen Rechtslage,beim nächsten mal eventuell die Polizei aussen vor lassen und das untereinander regeln😉

mfg Andy

MT-Moderation

Zitat:

Original geschrieben von Zerch


Wie kann es aber sein, dass der da "falsch" fahren muß, und woher soll ich wissen, dass das dort ein beidseitig benutzbarer Radweg ist?

Sowas sollte man in der Fahrschule lernen 😉

Wie gesagt, du bist schuld, daran kannst du nichts ändern. Deine aufgezeichnete Stelle ist solch ein "Ausnahme-Radweg" ala Zweirichtungsradweg. Erkennbar an dem fehlenden Radweg auf der entgegengesetzten Fahrspur und an den von dir aufgemalten blauen Schildern mit dem Fahrrad drauf. Diese Schilder sagen dem Radfahrer, dass er den Radweg benutzen muss. Ist auf der entgegengesetzten "richtigen" Fahrbahn kein Radweg, greift die Ausnahme und der Radfahrer muss den rechten Radweg mit Linksfahrgebot befahren. Der Radfahrer hat sich absolut korrekt verhalten. Du hast halt einfach pech gehabt. Also hör auf dich zu ärgern und nimm es hin...

Keine Ahnung, warum das so ist.
Ich habe das eigentlich schon in der Kindheit gelernt, dass man so gross sein sollte, zu seinem Bockmist zu stehen.
Ich habe auch schon wegen dollster Sachen angehalten, obwohl ich im Recht war. Und dann hört man von den 40 Jahre unfallfrei Autofahrern, wie toll sie doch unterwegs sind und wie unvernünftig alle jungen Leute (bin 27) sind, obwohl ich vorher für die gebremst habe.

Da ich prinzipiell erstmal jedem Blödheit unterstelle, gucke ich selbst beim Rechtsabbiegen an einer Ampel nach links, auch wenn da nie etwas kommen könnte. Einmal zuviel gucken schadet nie. Ist leider so.

Mich würde das auch ärgern, weil manche Radfahrer wirklich fast drauf spekulieren, hab ich den Eindruck. Aber wenn man akzeptiert, dass die meisten Leute einfach dumm sind, fährt sichs gleich viel besser.
Klingt arrogant, ist aber so 🙁

cheerio

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