R e t t u n g s g a s s e , unbekannt ? oder gar ein Fremdwort ?
Hallo,
ich war dieser Tage auf der Autobahn im Stau
und habe mich sofort ganz links, bei zwei Spuren,
eingeordnet.
Was macht mein Hintermann ?
Er versuchte sich zwischen mir und meinem rechten Nebenmann,
der ganz rechts fuhr, uns in der Mitte zu überholen.
Durch mein lautes Hupen und meines rechten Nebenmannes,
brach er sein Vorhaben ab.
Im Rückspiegel konnte ich sehen, dass sich auch ein LKW auf der
linken Spur befand, desweiteren war auch einigen PKW-Fahrern
der Begriff " Rettungsgasse " ein Fremdwort.
Dieses von mir beschriebene Verhalten halte ich für unmöglich.
Mittlerweile sollte der Begriff " Rettungsgasse " allen Autofahrern
ein Begriff sein..
Gruß
summercap
Beste Antwort im Thema
Hallo,
ich war dieser Tage auf der Autobahn im Stau
und habe mich sofort ganz links, bei zwei Spuren,
eingeordnet.
Was macht mein Hintermann ?
Er versuchte sich zwischen mir und meinem rechten Nebenmann,
der ganz rechts fuhr, uns in der Mitte zu überholen.
Durch mein lautes Hupen und meines rechten Nebenmannes,
brach er sein Vorhaben ab.
Im Rückspiegel konnte ich sehen, dass sich auch ein LKW auf der
linken Spur befand, desweiteren war auch einigen PKW-Fahrern
der Begriff " Rettungsgasse " ein Fremdwort.
Dieses von mir beschriebene Verhalten halte ich für unmöglich.
Mittlerweile sollte der Begriff " Rettungsgasse " allen Autofahrern
ein Begriff sein..
Gruß
summercap
907 Antworten
Hallo, Zille1976,
Zitat:
@zille1976 schrieb am 16. Dezember 2016 um 22:57:12 Uhr:
Die sagen im Film es würde keinen allgemeine Grund geben, warum es nicht klappt. Doch den gibt es: Die Deutschen sind einfach zu dumm und zu egoistisch.
es sind nicht nur die deutschen Fahrer, denn diese Unsitte sieht man genauso bei Fahrzeugen, die im Ausland zugelassen sind.
Zitat:
Aber wenn die Polizei da nichts unternimmt sind sie irgendwo auch selbst ein Stück weit schuld.
Die Einsatzfahrzeuge haben doch Kameras an Bord. Warum also nicht einfach die Aufzeichnung bei der Fahrt zum Unfallort laufen lassen, und im Nachhinein dann auf der Wache in Ruhe auswerten, wer alles blockiert hat und entsprechend Sanktionieren?
Wenn man dann die Strafen noch ein wenig anpasst (150 Euro plus 1 Punkt), wird man ganz schnell erstaunliche Erfolge verzeichnen.
Einfacher kann man kein Geld verdienen.
Punkt 1: Mit Kameras sind, soweit ich weiß, nur Streifenwagen der Polizei in NRW ausgestattet.
Die in BW auf jeden Fall nicht.
Punkt 2: Es ist rechtlich gar nicht möglich, die Kamera permanent mitlaufen zu lassen (siehe das altbekannte Urteil zu Videos bei Abstandsmessungen).
Selbst, wenn man eine Kamera dabei hat und anlassbezogen nur die tatsächlich falsch stehenden bzw. fahrenden Fahrzeuge filmt, hat man immer noch nicht den Fahrer des Fahrzeugs und in den seltensten Fällen einen handfesten Beweis, dass der Fehler tatsächlich beim Fahrer dieses Fahrzeugs liegt.
Was ist, wenn der Fahrer behauptet, er habe kurz rangieren müssen, weil der LKW neben oder vor ihm sonst nicht in der Lage gewesen wäre, zur Seite zu fahren oder was auch immer?
Erfahrungsgemäß würde nur ein Bruchteil der Anzeigen tatsächlich zu einem Bußgeld bzw. einer Verurteilung vor Gericht führen.
Der Aufwand wäre bei den vielen Einsatzfahrten, die jede Streife pro Tag macht, viel zu groß und nicht zu bewältigen.
Zitat:
@zille1976 schrieb am 17. Dezember 2016 um 10:23:05 Uhr:
Es geht nicht darum, dass die Rettungsfahrzeuge den Standstreifen benutzen sollen, sondern die im Stau befindlichen PKWs den Standstreifen befahren dürfen um die Rettungsgasse zu bilden.
Wenn ich mich recht entsinne, habe ich in diesem Thread schon mal geschrieben, dass es zu recht verboten ist, dass die Fahrzeuge den Standstreifen nutzen, um mehr Platz für die Rettungsgasse zu bilden.
Vorsichtshalber noch einmal: Fahrzeuge, die wegen einer Panne, einem Unfall oder einem medizinischen Notfall im Stau auf den Standstreifen wechseln, sind von der Rettungsgasse aus oft schlecht zu sehen und noch schlechter zu erreichen.
Somit bietet es sich für die Einsatzfahrzeuge, die nicht zur eigentlichen Einsatzstelle, sondern zu diesen Fahrzeugen auf dem Standstreifen fahren, an, dass sie gleich den Standstreifen benutzen und nicht die Rettungsgasse.
Dürfte der Standstreifen nun auch noch zum Befahren genutzt werden, wäre die Gefahr für die dort stehenden Pannen - oder Unfallfahrzeuge ungleich größer.
Dazu kommt, dass durch ein dauerndes Wechseln der Fahrzeuge vom Standstreifen auf den rechten Fahrstreifen an den jeweiligen Unfall - oder Pannenstellen automatisch neue Gefahrenstellen entstehen und nicht selten Folgeunfälle.
Die Durchgangsfahrbahn insbesondere auf drei - oder vierspurigen Autobahnen ist breit genug, dass alle Fahrzeuge (ausgenommen Schwertransporte mit Überbreite) problemlos genug Platz für eine Rettungsgasse bilden können, ohne auf den Standstreifen ausweichen zu müssen.
Viele Grüße,
Uhu110
Ich habe die Erfahrung gerade Anfang des Monats auf der A3 bei Aschaffenburg gemacht. Viele fahren auf der linken Spur ganz links und auf der mittleren ganz rechts.
Das nutzt aber nichts, wenn rechts eine geschlossene Mauer aus LKW ist und
1. ein rumänischer 40-Tonner auf der linken Spur fährt oder besser gesagt steht
2. Es immer noch einige Leute gibt, die mitten auf der Spur fahren und erst dann reagieren, wenn das Einsatzfahrzeug direkt hinter ihnen ist und
3. sofort nachdem das erste Einsatzfahrzeug durch ist direkt wieder in die Mitte der Spur ziehen.
So schwer ist das Prinzip ja nun nicht, aber mir scheinen LKW-Fahrer ein ziemlich großes Problem zu sein, denn wenn zwei oder gar drei LKW nebeneinander fahren ist für eine Rettungsgasse schlicht kein Platz mehr.
Zitat:
@uhu110 schrieb am 17. Dezember 2016 um 19:31:09 Uhr:
Vorsichtshalber noch einmal: Fahrzeuge, die wegen einer Panne, einem Unfall oder einem medizinischen Notfall im Stau auf den Standstreifen wechseln, sind von der Rettungsgasse aus oft schlecht zu sehen und noch schlechter zu erreichen.Somit bietet es sich für die Einsatzfahrzeuge, die nicht zur eigentlichen Einsatzstelle, sondern zu diesen Fahrzeugen auf dem Standstreifen fahren, an, dass sie gleich den Standstreifen benutzen und nicht die Rettungsgasse.
Auch wenn ich nicht direkt angesprochen bin 😉
In meinen Augen ist das nicht realitätsnah und auch nicht sinnig was Du beschreibst. Erstens muß man sich aufgrund der immer breiter und größer werdenden Autos irgendwann einfach mal entscheiden, was man möchte. Eine funktionierende Rettungsgasse oder einen freien Pannenstreifen. Beides geht halt nicht immer. Wie soll ich auf einer 2-spurigen AB (Gesamtbreite incl. Randstreifen und ohne Pannenstreifen = 9 Meter, eine "autobahnähnliche" 2-spurige Straße ist sogar nur 8 Meter) mit einem großen Rettungswagen oder einem Feuerwehrauto durch eine Rettungsgasse kommen wenn auf der rechten Spur bereits ein LKW, und auf der linken Spur ein Lieferwagen steht. Ein LKW ist über Spiegel 3 Meter breit und ein Sprinter hat ca. 2,50m über Spiegel. Da bin ich bereits bei einer wirksamen Fahrzeugbreite von insgesamt 8,5 Metern wenn ich den LKW, das Feuerwehrauto und den Lieferwagen zusammenzähle. Bleiben dann nur noch 50cm übrig wenn alle wirklich hart auf dem Randstreifen fahren. Wie „gut“ man da in der Mitte dann durch kommt, kannst Du Dir ja selbst ausmalen 😉. Zumal die theoretische Rechnung oben ja voraussetzt, daß alle Fahrzeuge schon in Reih und Glied und komplett parallel zum Fahrbahnrand stehen (=total unrealistisch). Weiterhin hätte man selbst bei diesem Szenario deutliche Probleme, auf dem Pannenstreifen durch zu kommen. Der der ist auch nur 3 Meter breit…
Das Szenario „Fahrzeug mit med. Notfall steht auf dem Pannenstreifen“ gibt es zwar, jedoch sollte man tunlichst vermeiden, zu diesem Fahrzeug über den Pannenstreifen vorzudringen. Da braucht nur auf halber Strecke ein echtes Pannenfahrzeug mit Reifenpanne stehen und schon hast Du verloren weil Du im Stau kaum mehr eine Chance hast, da dran vorbei zu kommen. Mal ganz abgesehen davon, daß es schon an der Meldung des med. Notfalls bei der Rettungsleitstelle hapert. Da erlebt man regelmäßig wilde Sachen. Zuerst steht das Auto angeblich auf dem Seitenstreifen bei Kilometer 773, dann entscheiden sich die Fahrer, doch noch ein Stück weiter zu fahren und halten dann auf irgendeinem Parkplatz an. Oft werden auch die Fahrtrichtungen verwechselt. Da kann man sich einfach nicht drauf verlassen. Von dem ganzen Unrat auf dem Pannenstreifen (Schrauben, Nägel, Blechteile, ...) mit denen man sich die Reifen des Einsatzfahrzeuges ruiniert mal ganz abgesehen. Ist nicht unbedingt förderlich wenn ich an der Einsatzstelle erstmal den Ersatzreifen aufziehen muß 😁
Meine Meinung: Rettungsgasse hat aller höchste Priorität. Erstens aus räumlichen Gründen, zweitens weil sich die anderen Verkehrsteilnehmer zu Recht fragen, warum die Blaulichtautos mal in der Mitte und mal rechts außen vorbei wollen und drittens weil der medizinische Notfall auf der Standspur im Vergleich zu den erforderlichen Durchfahrten durch die Rettungsgasse einen verschwindend geringen Anteil darstellt. Das ist zumindest meine Erfahrung aus 18 Jahren Rettungsdienst.
http://www.sicherestrassen.de/VKO/Frameaufbau.htm?...
https://de.wikipedia.org/.../...f%C3%BCr_die_Anlage_von_Autobahnen?...
Gruß
Jürgen
Für mich ist die Sache doch ganz einfach.
Wenn im Moment der Staubildung(Stillstand) - und da sollte bereits die Rettungsgasse gebildet werden - kann der Pannenstreifen zu Gunsten der Rettungsgasse ohne weiteres teilweise (von der Breite) mitverwendet werden.
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Zitat:
@wkienzl schrieb am 18. Dezember 2016 um 11:39:23 Uhr:
Für mich ist die Sache doch ganz einfach.
Wenn im Moment der Staubildung(Stillstand) - und da sollte bereits die Rettungsgasse gebildet werden - kann der Pannenstreifen zu Gunsten der Rettungsgasse ohne weiteres teilweise (von der Breite) mitverwendet werden.
Genau so sehe ich das auch. Anders gehts sowieso nicht.
Gruß
Jürgen
Hallo, Caravan16V,
Zitat:
@Caravan16V schrieb am 18. Dezember 2016 um 10:44:46 Uhr:
Wie soll ich auf einer 2-spurigen AB (Gesamtbreite incl. Randstreifen und ohne Pannenstreifen = 9 Meter, eine "autobahnähnliche" 2-spurige Straße ist sogar nur 8 Meter) mit einem großen Rettungswagen oder einem Feuerwehrauto durch eine Rettungsgasse kommen....
Du, bzw. Deine Kollegen und auch die Feuerwehr sind in meinem Beispiel gar nicht gemeint.
Wenn Du mit Deinem RTW über den Standstreifen zu einer Notfallstelle fahren würdest, hättest Du dort gar keinen Platz, um z. B. die Trage zum Patienten zu bringen o. ä.
Bei uns von der Autobahnpolizei sieht es dagegen ganz anders aus, denn neben dem "großen" Einsatz, zu dem ihr gerufen werdet, kommen naturgemäß immer wieder kleinere Einsätze auf dem Standstreifen hinzu, die ihr gar nicht mitbekommt.
Würden die Kollegen da jedesmal nur über die Rettungsgasse anfahren, müssten sie, wenn sie die Gesuchten gefunden haben, erst einmal die Fahrzeuge auf dem rechten Fahrstreifen rangieren lassen, um sich als Sicherungsfahrzeug hinter diesen positionieren zu können.
Hallo, wkienzl,
Zitat:
@wkienzl schrieb am 18. Dezember 2016 um 11:39:23 Uhr:
Für mich ist die Sache doch ganz einfach.
Wenn im Moment der Staubildung(Stillstand) - und da sollte bereits die Rettungsgasse gebildet werden - kann der Pannenstreifen zu Gunsten der Rettungsgasse ohne weiteres teilweise (von der Breite) mitverwendet werden.
das sehen die Gerichte anders:
Beispiel
Viele Grüße,
Uhu110
Zitat:
das sehen die Gerichte anders:
Ja, aber hier ging es weniger um die Benutzung des Standstreifens, egal von wem (Polizei oder Fahrer), sondern um die Schuld an der Kollision durch seine mangelnde Sorgfalt. Hier wäre auch dann zu Ungunsten des Autofahrers zu entscheiden gewesen, wenn der die Standspur hätte benutzen
müssenund die Polizei sie nicht hätte benutzen
dürfen.
Im übrigen erstaunt es mich etwas, das hier das OLG in der Urteilsbegründung auch meinte: "Damit hat er gegen das Gebot der Fahrbahnbenutzung nach § 2 Abs. 1 Satz 1 StVO verstoßen."
Für mich wäre das sehr wackelig, denn von einer Nutzung im Sinne von Parken, Fahren oder dort fahren wollen konnte keine Rede sein, denn dafür ist der Satz 1 eigentlich geschaffen worden. Der Fahrer ist ja ursächlich wegen der Bildung der Rettungsgasse dorthin ausgewichen und hat den Standstreifen nicht mal "eben so" benutzt, weil ihm danach war!
Trotzdem hätte ich ans seiner Stelle nicht versucht, vom Staat für mein Verhalten Geld bekommen zu wollen! 🙂
Eben sehe ich gerade, dass das ganze dadurch passierte, dass er vom mittleren auf den rechten Streifen wechselte und dabei dann über die Markierung zum Standstreifen fuhr. Ob er das wollte oder dies nur so versehentlich geschah, wird nicht deutlich!
Zitat:
@uhu110 schrieb am 18. Dezember 2016 um 13:56:52 Uhr:
Hallo, wkienzl,
Zitat:
@uhu110 schrieb am 18. Dezember 2016 um 13:56:52 Uhr:
Zitat:
@wkienzl schrieb am 18. Dezember 2016 um 11:39:23 Uhr:
Für mich ist die Sache doch ganz einfach.
Wenn im Moment der Staubildung(Stillstand) - und da sollte bereits die Rettungsgasse gebildet werden - kann der Pannenstreifen zu Gunsten der Rettungsgasse ohne weiteres teilweise (von der Breite) mitverwendet werden.
das sehen die Gerichte anders:Beispiel
Viele Grüße,
Uhu110
http://www.asfinag.at/rettungsgasse
Wie?
Alle Fahrzeuge auf der linken Spur müssen so weit wie möglich nach links. Alle Autofahrerinnen und Autofahrer auf der rechten Spur ordnen sich so weit wie möglich rechts auf der Fahrbahn ein und benützen dafür gegebenenfalls auch den Pannenstreifen. Dasselbe Prinzip gilt auf drei- oder mehrspurigen Fahrbahnen.
http://www.asfinag.at/.../efcdb8fe-4502-48ae-8441-46e8dc7cb27e
.at = Österreich!
Es klang ja schon an, dass das unglücklicherweise in D eben gerade da anders ist!
Mit "unglücklicherweise" meine ich die Verschiedenheit der Regelungen. Ob die Standstreifennutzung gut oder schlecht ist, egal für wen, beurteile ich erstmal nicht.
Ich frage mich, ob die österreichischen Kollegen nie zu irgendwelchen Kleineinsätzen müssen, die Nebenher laufen?
Anscheinend hat dieses Problem exklusiv die deutsche Polizei?
Ich verstehe die Aufregung nicht, denn dann hält man halt ganz rechts auf der rechten Spur an und lässt nach vorne etwas Platz. Wenn dann Einsatzfahrzeuge durch die Rettungsgasse kommen und der Platz reicht nicht aus, dann fährt man halt rechtzeitig auf die Standspur. Das Rechtzeitig ist auch kein Problem, wenn man mit Hilfe der Rückspiegel beobachtet, was hinten los ist. So kann man so frühzeitig Platz machen, dass die Einsatzfahrzeuge ihre Geschwindigkeit nicht reduzieren müssen. So halte ich das jedenfalls und mein Fahrzeug hat noch nie ein Einsatzfahrzeug behindert. So falsch kann meine Lösung also nicht sein.
Klar verlangt das Aufmerksamkeit und genau das ist das eigentliche Problem bei vielen deutschen und auch ausländischen Traumschlaffahrern, die den Schuss erst hören, wenn das Einsatzfahrzeug mit aktiven Einsatzhorn und Festbeleuchtung direkt hinter dem eigenen Fahrzeug zum Stehen gekommen ist. Natürlich ist man dann auch so dicht auf das vordere Fahrzeug aufgefahren, dass das Platzmachen auf die Standspur nicht ganz einfach ist. 🙁
Ein aufmerksamer Fahrer schafft es immer, rechtzeitig eine Rettungsgasse zu bilden, egal welche Lösung er wählt. Das Problem sind einfach die Traumtänzer.
Gruß
Uwe
Zitat:
@uhu110 schrieb am 18. Dezember 2016 um 13:56:52 Uhr:
Du, bzw. Deine Kollegen und auch die Feuerwehr sind in meinem Beispiel gar nicht gemeint.Wenn Du mit Deinem RTW über den Standstreifen zu einer Notfallstelle fahren würdest, hättest Du dort gar keinen Platz, um z. B. die Trage zum Patienten zu bringen o. ä.
Bei uns von der Autobahnpolizei sieht es dagegen ganz anders aus, denn neben dem "großen" Einsatz, zu dem ihr gerufen werdet, kommen naturgemäß immer wieder kleinere Einsätze auf dem Standstreifen hinzu, die ihr gar nicht mitbekommt.
Würden die Kollegen da jedesmal nur über die Rettungsgasse anfahren, müssten sie, wenn sie die Gesuchten gefunden haben, erst einmal die Fahrzeuge auf dem rechten Fahrstreifen rangieren lassen, um sich als Sicherungsfahrzeug hinter diesen positionieren zu können.
Servus,
da sieht man, daß man nicht alles über einen Kamm scheren kann. Danke für Deinen berechtigten Einwand. Für uns von der Rettung geht in 95% der Fälle nur die Rettungsgasse. Für die Polizei sieht das dann Deinen Beschreibungen nach doch wieder deutlich anders aus.
Viele Grüße
Jürgen
Hallo, Uwe Mettmann,
Zitat:
@Uwe Mettmann schrieb am 18. Dezember 2016 um 16:17:52 Uhr:
Klar verlangt das Aufmerksamkeit und genau das ist das eigentliche Problem bei vielen deutschen und auch ausländischen Traumschlaffahrern, die den Schuss erst hören, wenn das Einsatzfahrzeug mit aktiven Einsatzhorn und Festbeleuchtung direkt hinter dem eigenen Fahrzeug zum Stehen gekommen ist. Natürlich ist man dann auch so dicht auf das vordere Fahrzeug aufgefahren, dass das Platzmachen auf die Standspur nicht ganz einfach ist. 🙁
ein großes Problem sind hier insbesondere die ausländischen LKW - Fahrer, die so einen Stau gerne nutzen, um ihre vorgeschriebene Pause zu nehmen, und damit fangen sie gleich an, sobald das Fahrzeug steht.
Kommt dann das Einsatzfahrzeug und braucht etwas Platz, wird herumkrakeelt, dass man jetzt nicht fahren darf, weil Pause gemacht wird usw. und dass man doch warten soll, bis die Pause vorbei ist.
Man muss in solchen Situationen sehr an sich halten, diesen Idioten keine Schläge anzudrohen.
Viele Grüße,
Uhu110
Zitat:
@zille1976 schrieb am 18. Dez. 2016 um 15:50:17 Uhr:
Ich frage mich, ob die österreichischen Kollegen nie zu irgendwelchen Kleineinsätzen müssen, die Nebenher laufen?Anscheinend hat dieses Problem exklusiv die deutsche Polizei?
Auch wenn dein letzter Satz ironisch gemeint war: ich glaube, ja, tatsaechlich! Andernorts brauchr es einfach keine Kleineinsaetze, solange keine deutschen Autofahrer beteiligt sind.
Hallo, Bahnfrei,
unsere ausländische Klientel ist oft ganz dankbar dafür, dass wir uns auch um solche Kleineinsätze kümmern und mokieren sich nicht selten darüber, dass so etwas in ihrem Land nicht möglich wäre.
Alles eine Sache der Sichtweise.
Viele Grüße,
Uhu110