Probefahrt Golf VII GTD und GTI - im Vergleich zum F20 120d

BMW 1er F20 (Fünftürer)

Auf der Suche nach einem Nachfolger für den 120d meiner Frau haben wir für heute zwei Probefahrten mit den genannten VW Golf vereinbart.

Da der 1er ein Diesel ist war unsere favorisierte Variante der GTD. Sicherheithalber sollte aber auch der GTI bereitstehen.

Wir begannen mit dem GTD. Nominell gleich stark wie der 1er. Als der Verkäufer den Wagen startete war zunächst ebenfalls deutliches Dieselnageln zu hören. Vom ersten Eindruck hier kein Unterschied zum BMW. Dann waren wir dran. Zuerst viel auf, dass der Sportsitz im Golf in der Neigung nicht verstellbar ist. Ich persönlich würde den Sitz etwas flacher einstellen. Dafür kann der Golf mit einem Drehrad zur Lehneneinstellung Punkten.

Dann fuhren wir los. Auf den ersten Eindruck wirkt der Golf "wertig". Feiner als der BMW. Aber später dazu mehr. Der GTD hat ein sehr schmales nutzbares Drehzahlband. Im Bereich von 2-3000 u/min geht er ab. Davor und danach nicht mehr. Das führt dazu, dass die Kraft beim Beschleunigen plötzlich über die Vorderräder herfällt. Schon an der zweiten Kreuzung gings dann mit "durchdrehenden" Rädern los. Ungewollt.

Was sofort auffällt ist die etwas geringere Geräuschkulisse. Das liegt aber in erster Linie an den sehr dezenten Abrollgeräuschen der Reifen. Diese sind im 1er sehr deutlich wahrnehmbar. Die Windgeräusche waren in dem von uns getesteten GTD auch sehr niedrig. Etwas besser als im 1er sodass insgesamt der Geräuschkomfort etwas besser als im 1er ist.

Das Fahrwerk ist etwas straffer als im 1er. Für meinen Geschmack zu straff. Da bietet der 1er genau die richtige Mischung aus Komfort und sportlichkeit. Immer mit dabei ist jedoch ein Zerren im Lenkrad. Bei einem Beschleunigungstest von 0-100 km/h fing der Golf auf der Vorderachse zu "hüpfen" an. Ich denke ihr wisst was ich meine. Kurzzeitiger kompletter Traktionsverlust gefolgt auf vollen Grip. Das Geräusch welches sich dabei ergibt sollte Fahrern mit Vorderradantrieb bekannt sein.

Die Fahrleistungen insgesamt waren im Vergleich zum 120d enttäuschend. Hier ist der 1er ein ganzes Stück flotter und vor allem überzeugt der 1er mit seiner gleichmäßigen Kraftentfaltung über das gesamte Drehzahlband. Zumal der 6. Gang im Golf viel länger übersetzt ist, kann dieser eigentlich nur zum halten der Geschwindigkeit eingesetzt werden. So richtig beschleunigen geht damit nicht.

Die Sitzposition im Golf ist nicht so angenehm wie im BMW. Ich würde es so ausdrücken:
Im Golf sitzt man auf den Sitzen, beim BMW ist man schön in das Fahrzeug integriert. Das Lenkrad steht im BMW viel schöner vor der Brust. Beim Golf kommt es irgendwie so von unten heraus. Der Weg Lenkrad zu Schalthebel ist im 1er viel kürzer. Und die Anordnung Lenkrad, Schalthebel, Mittelarmlehne und Armlehne in den Türen ist viel angenehmer. Die Armauflage in der Türe ist beim Golf viel weiter weg als beim BMW. Was zu einer unbequemen Haltung des Armes führt. Und da die Sitze im Golf näher beieinander sind ist auch die Mittelarmlehne viel zu schmal und Max. für einen Ellenbogen zu gebrauchen. Die Mittelarmlehne muss zudem in die vorderste Position ausgeschoben werden damit sie für den Fahrer erreichbar ist.

Der Test-Golf war mit dem großen Navi-Bildschirm ausgestattet. Dennoch ist er kleiner als im BMW. Und die Bedingung des Touch-Monitors ist nicht einfach. Sobald das Auto etwas federt ist es fast unmöglich die gewählte Funktion auf dem Monitor zu erwischen. Zumal man keine Ruheposition für die Hand hat. Diese muss frei vor dem Monitor gehalten werden. Da merkt man erst, wie gut und genial das I-Drive ist.

Zu Guter Letzt noch zum Thema Verarbeitung. Auf den ersten Blick wirkt der Golf fein und edel. Aber auf den zweiten Blick merkt man, dass der 1er hier eigentlich nahezu gleichauf ist.
Beim Golf ist die Oberseite der Armaturentafel feiner genarbt als im 1er und wirkt daher evtl. etwas feiner. Wenn man das Material aber berührt merkt man, dass es sich keinen Ticken besser anfühlt als im 1er. Genau gleich weich. Im Gegenteil. Auf der Oberseite war im Golf schon ein schöner Kratzer. Das hat unser 1er nicht. Alles unterhalb der Belüftungsgitter ist im Golf Hartplastik. Der Deckel des Handschuhfaches ist schon nach 4tkm ziemlich verschrammt und verkratzt. Das ist billigstes Hartplastik. O.k. Das ist im 1er auch der Fall. Da ist es aber nicht Kratzempfindlich.

Gleiches gilt für die Türen. Alles unterhalb des Türöffners ist Hartplastik. Das fängt beim 1er zum Glück erst im unteren Drittel der Verkleidung an. Und hinzu kommt noch, dass im Golf der Türrahmen von innen nicht verkleidet ist. Zwischen Dichtung und Fensterscheibe sieht man schön den Lack. Wie früher.

Auch der GTD hat mit einem Mangel genervt: als das Auto Betriebstemperatur hatte, fing es vorne links ziemlich laut zu knistern an. So als wenn Kunststoff an Glas reibt. Naja .... auch hier gibt's Probleme.

Anschließend sind wir in den GTI umgestiegen. Hier gilt prinzipiell das gleiche wie für den GTD mit Ausnahme des Motors. Der passt deutlich besser zum Golf. Fahrleistungen passen. Dennoch waren wir überrascht, als der Verkäufer uns im Nachhinen erklärte, dass dies bereits die Performance Variante mit 230 PS war. Das hat sich nicht ganz nach 230 PS angefühlt. Zwar etwas schneller als unser 1er, aber nicht so deutlich schneller wie man es erwarten würde. Ach ja. Die Windgeräusche waren im GTI deutlich lauter als im GTD. Auch hier gibt es scheinbar Fertigungstolleranzen.

Fazit: der Golf ist ein gutes Auto. Mit Stärken und Schwächen. So richtig "besser" ist er aber nur im Geräuschkomfort. Zumindest der getestete GTD. Dafür gibt es aber auch Schwächen: Kraftentfaltung des Diesels, zu langer 6. Gang, schlechtere Sitzposition, schlechte Bedienbarkeit. Und irgendwie ist der Golf unspektakulär.

So eine Probefahrt macht einem erst mal wieder so richtig deutlich, auf welch hohem Niveau unsere BMW's dennoch fahren.

Naja .... wir lassen uns mal ein Angebot machen.

Evtl. testen wir auch noch Mercedes und Audi. Dann werde ich natürlich darüber berichten.

Beste Antwort im Thema

Auf der Suche nach einem Nachfolger für den 120d meiner Frau haben wir für heute zwei Probefahrten mit den genannten VW Golf vereinbart.

Da der 1er ein Diesel ist war unsere favorisierte Variante der GTD. Sicherheithalber sollte aber auch der GTI bereitstehen.

Wir begannen mit dem GTD. Nominell gleich stark wie der 1er. Als der Verkäufer den Wagen startete war zunächst ebenfalls deutliches Dieselnageln zu hören. Vom ersten Eindruck hier kein Unterschied zum BMW. Dann waren wir dran. Zuerst viel auf, dass der Sportsitz im Golf in der Neigung nicht verstellbar ist. Ich persönlich würde den Sitz etwas flacher einstellen. Dafür kann der Golf mit einem Drehrad zur Lehneneinstellung Punkten.

Dann fuhren wir los. Auf den ersten Eindruck wirkt der Golf "wertig". Feiner als der BMW. Aber später dazu mehr. Der GTD hat ein sehr schmales nutzbares Drehzahlband. Im Bereich von 2-3000 u/min geht er ab. Davor und danach nicht mehr. Das führt dazu, dass die Kraft beim Beschleunigen plötzlich über die Vorderräder herfällt. Schon an der zweiten Kreuzung gings dann mit "durchdrehenden" Rädern los. Ungewollt.

Was sofort auffällt ist die etwas geringere Geräuschkulisse. Das liegt aber in erster Linie an den sehr dezenten Abrollgeräuschen der Reifen. Diese sind im 1er sehr deutlich wahrnehmbar. Die Windgeräusche waren in dem von uns getesteten GTD auch sehr niedrig. Etwas besser als im 1er sodass insgesamt der Geräuschkomfort etwas besser als im 1er ist.

Das Fahrwerk ist etwas straffer als im 1er. Für meinen Geschmack zu straff. Da bietet der 1er genau die richtige Mischung aus Komfort und sportlichkeit. Immer mit dabei ist jedoch ein Zerren im Lenkrad. Bei einem Beschleunigungstest von 0-100 km/h fing der Golf auf der Vorderachse zu "hüpfen" an. Ich denke ihr wisst was ich meine. Kurzzeitiger kompletter Traktionsverlust gefolgt auf vollen Grip. Das Geräusch welches sich dabei ergibt sollte Fahrern mit Vorderradantrieb bekannt sein.

Die Fahrleistungen insgesamt waren im Vergleich zum 120d enttäuschend. Hier ist der 1er ein ganzes Stück flotter und vor allem überzeugt der 1er mit seiner gleichmäßigen Kraftentfaltung über das gesamte Drehzahlband. Zumal der 6. Gang im Golf viel länger übersetzt ist, kann dieser eigentlich nur zum halten der Geschwindigkeit eingesetzt werden. So richtig beschleunigen geht damit nicht.

Die Sitzposition im Golf ist nicht so angenehm wie im BMW. Ich würde es so ausdrücken:
Im Golf sitzt man auf den Sitzen, beim BMW ist man schön in das Fahrzeug integriert. Das Lenkrad steht im BMW viel schöner vor der Brust. Beim Golf kommt es irgendwie so von unten heraus. Der Weg Lenkrad zu Schalthebel ist im 1er viel kürzer. Und die Anordnung Lenkrad, Schalthebel, Mittelarmlehne und Armlehne in den Türen ist viel angenehmer. Die Armauflage in der Türe ist beim Golf viel weiter weg als beim BMW. Was zu einer unbequemen Haltung des Armes führt. Und da die Sitze im Golf näher beieinander sind ist auch die Mittelarmlehne viel zu schmal und Max. für einen Ellenbogen zu gebrauchen. Die Mittelarmlehne muss zudem in die vorderste Position ausgeschoben werden damit sie für den Fahrer erreichbar ist.

Der Test-Golf war mit dem großen Navi-Bildschirm ausgestattet. Dennoch ist er kleiner als im BMW. Und die Bedingung des Touch-Monitors ist nicht einfach. Sobald das Auto etwas federt ist es fast unmöglich die gewählte Funktion auf dem Monitor zu erwischen. Zumal man keine Ruheposition für die Hand hat. Diese muss frei vor dem Monitor gehalten werden. Da merkt man erst, wie gut und genial das I-Drive ist.

Zu Guter Letzt noch zum Thema Verarbeitung. Auf den ersten Blick wirkt der Golf fein und edel. Aber auf den zweiten Blick merkt man, dass der 1er hier eigentlich nahezu gleichauf ist.
Beim Golf ist die Oberseite der Armaturentafel feiner genarbt als im 1er und wirkt daher evtl. etwas feiner. Wenn man das Material aber berührt merkt man, dass es sich keinen Ticken besser anfühlt als im 1er. Genau gleich weich. Im Gegenteil. Auf der Oberseite war im Golf schon ein schöner Kratzer. Das hat unser 1er nicht. Alles unterhalb der Belüftungsgitter ist im Golf Hartplastik. Der Deckel des Handschuhfaches ist schon nach 4tkm ziemlich verschrammt und verkratzt. Das ist billigstes Hartplastik. O.k. Das ist im 1er auch der Fall. Da ist es aber nicht Kratzempfindlich.

Gleiches gilt für die Türen. Alles unterhalb des Türöffners ist Hartplastik. Das fängt beim 1er zum Glück erst im unteren Drittel der Verkleidung an. Und hinzu kommt noch, dass im Golf der Türrahmen von innen nicht verkleidet ist. Zwischen Dichtung und Fensterscheibe sieht man schön den Lack. Wie früher.

Auch der GTD hat mit einem Mangel genervt: als das Auto Betriebstemperatur hatte, fing es vorne links ziemlich laut zu knistern an. So als wenn Kunststoff an Glas reibt. Naja .... auch hier gibt's Probleme.

Anschließend sind wir in den GTI umgestiegen. Hier gilt prinzipiell das gleiche wie für den GTD mit Ausnahme des Motors. Der passt deutlich besser zum Golf. Fahrleistungen passen. Dennoch waren wir überrascht, als der Verkäufer uns im Nachhinen erklärte, dass dies bereits die Performance Variante mit 230 PS war. Das hat sich nicht ganz nach 230 PS angefühlt. Zwar etwas schneller als unser 1er, aber nicht so deutlich schneller wie man es erwarten würde. Ach ja. Die Windgeräusche waren im GTI deutlich lauter als im GTD. Auch hier gibt es scheinbar Fertigungstolleranzen.

Fazit: der Golf ist ein gutes Auto. Mit Stärken und Schwächen. So richtig "besser" ist er aber nur im Geräuschkomfort. Zumindest der getestete GTD. Dafür gibt es aber auch Schwächen: Kraftentfaltung des Diesels, zu langer 6. Gang, schlechtere Sitzposition, schlechte Bedienbarkeit. Und irgendwie ist der Golf unspektakulär.

So eine Probefahrt macht einem erst mal wieder so richtig deutlich, auf welch hohem Niveau unsere BMW's dennoch fahren.

Naja .... wir lassen uns mal ein Angebot machen.

Evtl. testen wir auch noch Mercedes und Audi. Dann werde ich natürlich darüber berichten.

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Zitat:

@Robby (Munich) schrieb am 3. Januar 2015 um 19:41:30 Uhr:


Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Den M135 i musst du wenn überhaupt mit dem Golf R Vergleichen, und dann die Listenpreise.
Rabatte und Leasingangebote ( die sich später als sehr teuer herausstellen...) sind keine Basis für eine seriöse Kalkulation - sorry das ist Milchmädchenrechnung.
Beim Leasing (nehme an Firmenwagen bei Dir) geht noch immer der geldwerte Vorteil an Steuern aus dem Listenpreis hinein.

Nein, weder Firmenwagen noch Milchmädchenrechnung. Warum soll mich als überzeugter Privatleaser der Listenpreis interessieren? Nein, ich vergleiche Birnen mit Birnen, nämlich die Leasingraten und was ich dafür bekomme.

Zitat:

@dyonisos911 schrieb am 3. Januar 2015 um 19:52:55 Uhr:


Weil BMW nicht VW ist. Die haben nicht den Anspruch im 200 PS Segment etwas als besonders sportlich zu verkaufen. Wo wir wieder beim Stichwort Positionierung/Differenzierung, diesmal aber Marken-Positionierung wären.

Ti? Geht Marketingmäßig gar nicht. Man hat erst vor nicht allzu langer Zeit die M Performance Modelle eingeführt. Jetzt nochmal darunter ein neues Sport-derivat einführen? No way. Darüber könnte man nachdenken wenn sich M Performance mal eine Zeit lang am Markt etabliert hat. Und selbst dann würde man damit das Markenimage verwässern.

Und für das was man beim M135i bekommt ist er eh gut eingepreist. "Performance bargain" fiel nicht nur in einer Review.

Siehst du ... deine Antwort liefert das Motiv dafür warum dieser Thread überhaupt existiert. Bei VW bekommt man mit dem GTI etwas geboten, was es bei BMW nicht gibt. Sprich: Wer nen sportlichen Kompaktwagen im 200PS Segment sucht, ist oft geneigt BMW gar nicht erst ins Kalkül zu ziehen.

Warum wohl zieht ein eingefleischter BMW Fan nen Golf ins Kalkül, wenn es ein passendes BMW Pendant gäbe?
Da BMW scheinbar tatsächlich anders tickt als andere Marken, indem sie eine Paketpolitik (M-Paket ... analog S-Line bei Audi, was aber mit allen Motoren ab 114i geordert werden kann) anbieten statt fertige Modelle nach Marktinteresse, sind die Stückzahlen einzelner Motorisierungen auch nicht anders zu erklären.

Der 125i könnte öfter verkauft werden, wenn er ähnlich emotional bzw begehrenswert gelagert wäre wie ein Golf GTI. Da er das aber nicht ist, weil er eben einfach nur eine Motorisierung in einer vertikalen Leistungshierarchi darstellt, muss er eben das Dasein fristen, was er aktuell tut.

Und klar bekommt man mit dem 135i ein tolles Performance Car. Das Ding verkauft sich aber sicher nicht ansatzweise in den Stückzahlen, in denen ein GTI gekauft wird. Auch wenn ein 135i kein Pendant zum GTI darstellt, sondern eher der 125i diese Rolle spielt, so verkauft BMW aber einfach zu wenig Stückzahl von 1er Modellen oberhalb 200PS .. und das alles nur, weil ein echtes GTI-Pendant fehlt. Und es kann mir jetzt niemand erzählen, das BMW viel lieber 116i bzw 118d verkauft anstelle von 125i😉

Ich weiß nicht warum Du so krampfhaft die Sportlichkeitsmasche reitest. Entsprechende Ansprüche sind bei BMW mit M-Paket und Performance-Kit optimal abgedeckt, und zwar mit jeder gewünschten Motorisierung und - mit Ausnahme des 35i - ohne Zwangskopplung.

Der TE hat den 120d mit GTI/GTD verglichen. Sicher nicht, weil er unbedingt einen brettharten GTx will, sondern weil es bei VW in der gewünschten Leistungsklasse keine Alternative gibt.

Zitat:

@gttom schrieb am 3. Januar 2015 um 22:20:23 Uhr:



Zitat:

@dyonisos911 schrieb am 3. Januar 2015 um 19:52:55 Uhr:


Weil BMW nicht VW ist. Die haben nicht den Anspruch im 200 PS Segment etwas als besonders sportlich zu verkaufen. Wo wir wieder beim Stichwort Positionierung/Differenzierung, diesmal aber Marken-Positionierung wären.

Ti? Geht Marketingmäßig gar nicht. Man hat erst vor nicht allzu langer Zeit die M Performance Modelle eingeführt. Jetzt nochmal darunter ein neues Sport-derivat einführen? No way. Darüber könnte man nachdenken wenn sich M Performance mal eine Zeit lang am Markt etabliert hat. Und selbst dann würde man damit das Markenimage verwässern.

Und für das was man beim M135i bekommt ist er eh gut eingepreist. "Performance bargain" fiel nicht nur in einer Review.

Siehst du ... deine Antwort liefert das Motiv dafür warum dieser Thread überhaupt existiert. Bei VW bekommt man mit dem GTI etwas geboten, was es bei BMW nicht gibt. Sprich: Wer nen sportlichen Kompaktwagen im 200PS Segment sucht, ist oft geneigt BMW gar nicht erst ins Kalkül zu ziehen.

Warum wohl zieht ein eingefleischter BMW Fan nen Golf ins Kalkül, wenn es ein passendes BMW Pendant gäbe?
Da BMW scheinbar tatsächlich anders tickt als andere Marken, indem sie eine Paketpolitik (M-Paket ... analog S-Line bei Audi, was aber mit allen Motoren ab 114i geordert werden kann) anbieten statt fertige Modelle nach Marktinteresse, sind die Stückzahlen einzelner Motorisierungen auch nicht anders zu erklären.

Der 125i könnte öfter verkauft werden, wenn er ähnlich emotional bzw begehrenswert gelagert wäre wie ein Golf GTI. Da er das aber nicht ist, weil er eben einfach nur eine Motorisierung in einer vertikalen Leistungshierarchi darstellt, muss er eben das Dasein fristen, was er aktuell tut.

Und klar bekommt man mit dem 135i ein tolles Performance Car. Das Ding verkauft sich aber sicher nicht ansatzweise in den Stückzahlen, in denen ein GTI gekauft wird. Auch wenn ein 135i kein Pendant zum GTI darstellt, sondern eher der 125i diese Rolle spielt, so verkauft BMW aber einfach zu wenig Stückzahl von 1er Modellen oberhalb 200PS .. und das alles nur, weil ein echtes GTI-Pendant fehlt. Und es kann mir jetzt niemand erzählen, das BMW viel lieber 116i bzw 118d verkauft anstelle von 125i😉

Abgesehen davon, dass ein "echter" eingefleischter BMW Fan den Golf niemals ins Kalkül ziehen würde, weil diesem schlicht das BMW typische Antriebsbslayout fehlt, ist das BMW schlicht egal.

Du kannst dich nicht als Premiummarke definieren und dann im "Allerwelts"-200-PS Segment ein Sportmodell rausbringen. Damit verwässerst du den Anspruch Benchmark zu sein was Antriebe betrifft. Sportmodelle gibts ab M Performance und nicht drunter. Basta.

Dass BMW nicht so viele M135i verkauft wie Golf GTI ist klar. Die Frage ist aber: absolut oder relativ? Dass es absolut nicht so ist, ist klar. Wenn man relativ gesehen so viele M135i wie GTI verkauft wäre BMW sicherlich zufrieden.

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Premium Definition ist doch relativ.
Objektiv gesehen ist der Golf definitiv besser verarbeitet als ein 1er BMW - eine Sitzprobe garantiert sicher den aha Effekt.
BMW lebt aber von Menschen die nie einen objektiven Vergleich machen - diese Zahlen drauf und glauben sie hätten was besseres - ähnlich wie der Benz der stets in der Sonne glänzt. 😉

Zitat:

@MurphysR schrieb am 3. Januar 2015 um 21:45:40 Uhr:



Zitat:

@Robby (Munich) schrieb am 3. Januar 2015 um 19:41:30 Uhr:


Du vergleichst Äpfel mit Birnen.
Den M135 i musst du wenn überhaupt mit dem Golf R Vergleichen, und dann die Listenpreise.
Rabatte und Leasingangebote ( die sich später als sehr teuer herausstellen...) sind keine Basis für eine seriöse Kalkulation - sorry das ist Milchmädchenrechnung.
Beim Leasing (nehme an Firmenwagen bei Dir) geht noch immer der geldwerte Vorteil an Steuern aus dem Listenpreis hinein.
Nein, weder Firmenwagen noch Milchmädchenrechnung. Warum soll mich als überzeugter Privatleaser der Listenpreis interessieren? Nein, ich vergleiche Birnen mit Birnen, nämlich die Leasingraten und was ich dafür bekomme.

Dann wünsche ich Dir viel Glück, damit kein Steinschlag an der Karosserie oder Flecken auf den Sitzen vorhanden sind - sonst zahlst du als Privatmann ordentlich drauf ...

Zitat:

@Robby (Munich) schrieb am 4. Januar 2015 um 05:02:44 Uhr:


Dann wünsche ich Dir viel Glück, damit kein Steinschlag an der Karosserie oder Flecken auf den Sitzen vorhanden sind - sonst zahlst du als Privatmann ordentlich drauf ...

Immer wieder amüsantes Vorurteil.

Weil es gerade aktuell ist hier mal als Beispiel das Protokoll meiner letzten Leasingrückgabe: Parkschaden vorn links, Parkschaden vorn rechts, Felge hinten rechts Bordsteinschaden, starke Macken Stoßfänger hinten, stark verkratzte Einstiegsleisten beidseitig, tiefe Macken B-Säule (vom Gurtschloss). Wenn ich das Auto privat verkauft hätte, hätte ich das alles instandsetzen lassen müssen. Der befreundete Lackierer hätte mir einen Superpreis gemacht - 700 Euro komplett. BMW hat lediglich die Neulackierung des Frontspoilers sowie Smart-Repair Stoßfänger hinten berechnet, der Rest wurde als Gebrauchsspuren/Kulant akzeptiert. Und da ich nicht die komplette Reparatur sondern nur die Wertminderung zu zahlen habe betrug die Rechnung 350 Euro. Nun erzähl mir bitte wo ich armer Privatkunde da über den Tisch gezogen wurde? - Es gibt klare Regeln und da hält sich der 🙂 dran.

Zitat:

@Robby (Munich) schrieb am 4. Januar 2015 um 04:58:16 Uhr:


Premium Definition ist doch relativ.
Objektiv gesehen ist der Golf definitiv besser verarbeitet als ein 1er BMW - eine Sitzprobe garantiert sicher den aha Effekt.
BMW lebt aber von Menschen die nie einen objektiven Vergleich machen - diese Zahlen drauf und glauben sie hätten was besseres - ähnlich wie der Benz der stets in der Sonne glänzt. 😉

Und genau das ist der entscheidende Punkt. Ob der Golf im Innenraum objektiv besser verarbeitet ist oder nicht ist vollkommen latte. Es geht um das Gesamtpaket des Kauferlebnisses und wie das vom Kunden wahrgenommen und bewertet wird.

Ist der BMW nicht best in class was die Verarbeitung im Innenraum angeht? Bestimmt. (Und das weiß auch BMW) Verkauft er sich ggü seinen Konkurrenten A3 und A Klasse trotzdem gut? Ja. Ergebnis: So wichtig kann das für einen Großteil der Käufer nicht sein.

Persönliche Meinung: Ich werde diesen Innenraumfetischismus nie verstehen. Ich kann den persönlichen Mehrwert für mich nicht erkennen, wenn die Haptik 10% besser ist. Solange ein Mindestmaß an Qualität gegeben ist, finde ich alles was drüber kommt nice to have aber sicher nicht kaufentscheidend. Aber das muss ja jeder selber wissen.

Menschen die eine besondere Affinität für eine bestimmte Automarke haben würden niemals etwas anderes fahren wollen.Gesichtspunkte wie Qualität und Preis spielen dann keinerlei Rolle.

Zitat:

@MurphysR schrieb am 4. Januar 2015 um 07:49:20 Uhr:



Zitat:

@Robby (Munich) schrieb am 4. Januar 2015 um 05:02:44 Uhr:


Dann wünsche ich Dir viel Glück, damit kein Steinschlag an der Karosserie oder Flecken auf den Sitzen vorhanden sind - sonst zahlst du als Privatmann ordentlich drauf ...
Immer wieder amüsantes Vorurteil.

Weil es gerade aktuell ist hier mal als Beispiel das Protokoll meiner letzten Leasingrückgabe: Parkschaden vorn links, Parkschaden vorn rechts, Felge hinten rechts Bordsteinschaden, starke Macken Stoßfänger hinten, stark verkratzte Einstiegsleisten beidseitig, tiefe Macken B-Säule (vom Gurtschloss). Wenn ich das Auto privat verkauft hätte, hätte ich das alles instandsetzen lassen müssen. Der befreundete Lackierer hätte mir einen Superpreis gemacht - 700 Euro komplett. BMW hat lediglich die Neulackierung des Frontspoilers sowie Smart-Repair Stoßfänger hinten berechnet, der Rest wurde als Gebrauchsspuren/Kulant akzeptiert. Und da ich nicht die komplette Reparatur sondern nur die Wertminderung zu zahlen habe betrug die Rechnung 350 Euro. Nun erzähl mir bitte wo ich armer Privatkunde da über den Tisch gezogen wurde? - Es gibt klare Regeln und da hält sich der 🙂 dran.

Abgesehen davon: Wenn man sich ein Auto privat kauft um es zu besitzen, dann möchte man idR auch lange damit fahren, und man passt daher idR auch auf das Fahrzeug auf. Wenn der Wagen zur Gänze abbezahlt ist, dann schmerzt jede Delle und jeder Kratzer möglicherweise noch mehr.

Der Leasingkunde hat vergleichsweise wenig Geld dafür aufgewendet, dafür besitzt er den Wagen nicht - allerdings weiß er, dass er das Auto nach 3 Jahren zurückgeben kann und kein Vermarktungsrisiko (Stichwort Weiterverkauf) hat.

Aus meiner Sicht der größte Nachteil beim Leasing sind die Zinsen, die man zu bezahlen hat - allerdings gibt es die bei jeder Art der Finanzierung. In Zeiten wie diesen verliert man mit Geldanlage auf dem konservativen Weg ebenso Geld...

Ich habe meinen 1er bar gekauft, ohne einen einzigen Cent Schulden, aber der nächste Wagen wird auch geleast/finanziert.

Zitat:

@Deviced schrieb am 4. Januar 2015 um 12:45:51 Uhr:


Menschen die eine besondere Affinität für eine bestimmte Automarke haben würden niemals etwas anderes fahren wollen.Gesichtspunkte wie Qualität und Preis spielen dann keinerlei Rolle.

Ich fahre aktuell nen BMW X1 und nen Golf 7. Beide Autos haben rund 40Riesen gekostet.

Und nein ich bin nicht subjektiv voreingenommen auf die Marke VW, aber ich sehe und fühle ganz klar objektiv mit Augen und Fingern. Wenn ich mir also ein markenunabhängiges Urteil erlauben möchte, so kann ich eindeutig zum Fazit kommen, das der BMW für das Geld deutlich weniger Anspruch bietet (den ich in der Preisklasse einfach erwarte) als der Golf.

Und genau das hat BMW ja sogar selbst erkannt. Ich meine letztens erst gelesen zu haben, das BMW bei den anstehenden Facelifts (1er und 3er) bzw Modellwechsel (X1) die Innenräume deutlich aufwerten möchte.

Mich freut es, da der X1 im Herbst durch einen neuen BMW ersetzt werden soll.

Der aktuelle 1er ist innen auch hochwertiger als der X1. Dass der Innenraum des X1 nicht ganz der Preisklasse entspricht, ist ein offenes Geheimnis. Ich hatte einen gut ausgestatteten X1 (Facelift-Modell) auch mal als Werkstattersatzwagen.
Wenn man die Innenraumqualität vom 1er weiter anhebt, dann ist man auf dem Niveau des 3er oder ganz knapp davor. Das will BMW natürlich vermeiden.
Ich bin zufrieden, habe aber das M Sportpaket, das den Innenraum ggü. der Basis doch deutlich aufwertet. Audi schafft es tatsächlich, dass deren Innenräume optisch etwas hochwertiger wirken. Unterm Strich nehmen sich die beiden aber kaum etwas. Dort, wo Auge und Hand nicht so oft hinsehen oder hinlagen, wird überall gespart. Oder sind der Handschuhfachdeckel und die Türverkleidungen im unteren Bereich beim Audi A3 aus weichem Kunststoff?

Nun da selbst der 3er schon von anbeginn an in der Kritik steht nicht ganz den Anspruch einer hochwertig anmutenden Innenraumarchitektur zu erfüllen, kann der 1er nicht wirklich besser sein.
Wie bereits geschrieben, man liest es derzeit in den einschlägigen Motorblättern, das BMW bei den anstehenden Facelifts, bzw Modellwechseln sich besonders der Innenräume angenommen hat. Das tut BMW nicht grundlos😉

Ich habe tatsächlich sämtliche Innenräume von BMW Fahrzeugen, welche in meiner Kaufgunst stehen, ausgiebig auf mich wirken lassen. Ich muss aber klar eingestehen, das BMW mir erst ab dem 5er bzw auch X3 vom Innenraum her richtig gut und vor allem auch dem Preis entsprechend Wertig erscheinen.

Das bekommen VW, Audi und mittlerweile auch MB in den niedrigeren Fahrzeugklassen eindeutig besser hin.

Also ich vermisse im Innenraum nichts. Die Knöpfe sind gut bedienbar, die Oberfläche vergilbt nicht und die Materialien machen einen soliden Eindruck.

Was genau soll BMW nun im Innenraum konkret verbessern? Das Fußpedal aus 24 Karat Gelbgold fertigen?

Zitat:

@gttom schrieb am 4. Januar 2015 um 15:03:26 Uhr:


Das bekommen VW, Audi und mittlerweile auch MB in den niedrigeren Fahrzeugklassen eindeutig besser hin.

Die Frage ist nur, was mir das bringt, wenn Design und Fahrgefühl mir im BMW deutlich besser gefallen? Solange nichts klappert und knarzt, ist mir herzlich egal, ob die Innenräume in anderen Marken teurer wirken. Davon hat höchstens mein Ego was.

Reihensechszylinder, Heckantrieb und die famose 8 Gang Automatik bekomme ich im Golf weder für Geld noch gute Worte. Und da setze ich meinen Fokus, nicht bei irgendwelchen Verkleidungen, die sonst wo verbaut sind.

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