Porsche approved, Motorbrand, Cayman 718
Hallo zusammen ,
Ich Fahre (fuhr) einen cayman 718 und heute hat der Motor gebrannt !?!! Kurz vorher wurde mir angezeigt dass es ein Problem mit der Wasserkühlung gibt und ich bin sofort auf einen Parkplatz gefahren. Das Auto hat dann geraucht und die Feuerwehr musste kommen um zu löschen. Der Wagen dürfte ein wirtschaftlicher Totalschaden sein.
Hab immer die Inspektion bei Porsche gemacht und auch approved .
Den Wagen habe(hatte) ich seit 5 Jahren , und es gab nie ein Problem bis heute . Gekauft auch als 1hd bei Porsche aachen 2018
Hab noch nicht mit Porsche sprechen können , bin aber gespannt was da kommt . Ich meine es darf doch nicht sein dass ein Porsche scheckheft gepflegter, recht neuer Wagen, der Motor Raum brennt?
Rechtlich wurde mir gesagt dass es wohl von der approved gedeckt sein wird.
Gibt es hier vielleicht Erfahrungen zu solchen Fällen ?
Danke und viele Grüße
238 Antworten
Zuerst einmal danke für das Posten des Gutachtens. Nachdem in diesem das PZ mehrfach als "nicht auskunftswillig" genannt wird, verstehe ich Deinen Unmut. Sorry, aber da muss ich Dir Recht geben und meinen vorherigen Post zurücknehmen. M. E. hätte das PZ Köln die qualifizierten Fragen des Gutachters beantworten können oder sogar müssen, da die approved ja Vertragsgegenstand mit Porsche ist. Ich würde das Gutachten in einem Gespräch mit dem PZ Geschäftsführer einsetzen. Das mögen die after sales Manager in den PZs ganz besonders.
Als Zusatzinfo, Porsche wollte einen eigenen Gutachter zum Termin hinzuziehen, es gibt wohl (Aussage Dekra) bei Porsche selbst nur 2 Gutachter europaweit die auf solche Fälle spezialisiert sind / oder befähigt sind. Leider hat das nicht geklappt, ich meine der Gutachter von Porsche hatte dem ursprünglichen Termin beim PZ Köln zugesagt, da sich dies aber nicht über das PZ Köln abwickeln ließ und verzögerte ist er dann zeitlich nicht mehr in der Lage gewesen.
Nachträglich wird es wohl auch nicht mehr geschehen, da der Wagen verkauft ist und wahrscheinlich im Ausland landet oder als Teilespender. Weiß jetzt nicht in wie weit das möglich ist, aber hätte auch gedacht, dass Porsche da schon sehr hinterher ist. Kann aber auch sein, dass Sie bei einem unabhängigen DEKRA Sachverständigen das in Kauf genommen haben.
Okay, beide für möglich gehaltenen 2 verschiedene Brandursachen, - jede für sich - sind nur wahrscheinlich.
Damit ist Porsche von vornherein bereits zu 50/50 schon raus. Schadenursache nicht bewiesen.
Es wurde eben keine eindeutige Schadenursache durch den SV festgestellt, sondern konkret sogar die Einräumung von möglichem Fremdverschulden = Fremdkörper, brennende Zigarette - etc. für genauso möglich gehalten......will heißen: Blöd gelaufen, sonst hätte aber ja auch der Versicherer gar nicht erst geleistet.
Bei konstruktiven/baulichen Mängeln und/oder mangelnder Wartung, etc., ist der Versicherer von jeglicher Leistung frei.
Im außergerichtlichen Verfahren würde es hier ggf. mit einem riesen Zirkus zum Sachverständigenverfahren kommen, wenn das PZ = Porsche, sich überhaupt mit dem Gutachten noch darauf einlassen würde.
Die Beweislage ist sehr dünn und allenfalls 50/50.
Für den Versicherer entfällt mit dem Gutachten ein erfolgreicher Regressanspruch gegenüber Porsche, mit der Aussicht einen Gerichts-Prozess in der Sache zu gewinnen, auf den es garantiert rauslaufen würde.
Dem entgegen, würden die entsprechenden Anwälte von weiteren Aktivitäten in der Sache wahrscheinlich wirtschaftlich abraten. Kostet endlos Zeit und Geld und endet allenfalls in einem Vergleich = Nullsummenspiel.
Weil auf dem Klageweg ein Gerichtsgutachter, nicht an dem existierenden Parteigutachten - dann in den GA - vorbei kommt, ggf. sogar gem. Beweisbeschluß sich explizit dazu zu äußern hätte, kann der ja nicht dann etwas völlig anderes schreiben und würde das in einem solchen Fall niemals tun.
Ein Gerichts - SV muss das Parteigutachten - im Gerichtsverfahren in den Akten - zumindest würdigen, im Sachverständigenbeweisverfahren und müsste im Gegensatz für einen ggf. erfolgfreichen Regress, oder das Gegenteil, zu dem eindeutigen Ergebnis kommen, das Fremdverschulden kategorisch ausgeschlossen werden kann. Das wird eng, bis unmöglich bei der Sachlage und der SV hätte ein sehr schweres Verfahren zu meistern und dann kommen Anwälte, die versuchen den SV zu demontieren und abzuschießen, je nach seinem Gutachten, ggf. auch aus Besorgnis der Befangenheit. Gute Anwälte können das u. sehen das sportlich.
Porsche wird entsprechend gute RAe haben, davon kann man ausgehen. Die verlieren einen solchen Prozeß niemals. Für die Versicherer siehts dünne aus. Wieviele Cayman's fahren weltweit rum, ohne abzubrennen?
Das ganze Theater im gerichtlichen Verfahren, würde Jahre dauern, am Ende ohne Erfolg einer Partei, sondern nur viel Geld und Ärger kosten und am Ende allenfalls auf einen Vergleich rauslaufen.....
Zum Rest ist ja hier schon genug gepostet.
Zu den schönen Töchtern: Alles nachvollziehbar und darf jeder wohl so sehen.
Hier ging's konkret um den Cayman, ein sehr schönes Auto, nix vergleichbares am Markt, zu dem Kurs.
Zum 911 - ebenfalls erwähnt - gibt's keine Alternative, außer Exoten, deswegen fahr ich meinen bereits im 5. Jahr. Genau mein Auto und wir (das Auto und ich) sind in unserem PZ unserer Wahl auf diverse Empfehlungen hin, in allerbesten Händen, werden 1A behandelt und ich werde als Stammkunde auch Top bedient = Note 1.
Jedes Fahrzeug, hochleistungsfähig u. kein 0815 Geschäfts-Leasing-Dienstwagen, der nach spätestents 3 Jahre weggeht, (lieblos runtergeritten), benötigt für Auto und Fahrer die passende fähige Vertrauens-Werkstatt.
Also dieser Fall lag ziemlich blöd, hat aber mit Porsche zu mind. 50% Wahrscheinlichkeit gar nix zu tun, gem. Gutachten. Das brachte ja nun endlich mal Licht in den ganzen Schadenfall. Danke dafür....
Ich wünsche beim nächsten Mal mehr Glück!
...du laberst einen Dünnpfiff, das ist echt unglaublich 😉
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Mmmmh also das Gutachten gibt als plausible Brandursache folgendes an als Ergebnis - siehe Screenshot (siehe nächsten Absatz ) - nur plausibel erscheint der Klimakompressor, trotz der anderen Möglichkeit mit Lufteinlass als Schlussfolgerung
Insgesamt liegen somit zunächst zwei grundsätzliche Möglichkeiten für eine Verursachung des Brandes vor, wobei es sich bei zum einen um das Luftansaugsys-tem, zum anderen um eine Undichtigkeit am Klimakompressor handelt. Wird nun unterstellt, dass der Brand durch ein Ansaugen einer beispielsweise brennenden Zigarette initialisiert wurde, würde sich die Undichtigkeit am Klimakompressor nicht plausibel erklären lassen. Eine Undichtigkeit am Klimakompressor im Bereich der unteren Befestigungsschraube des Gehäuses lässt sich nicht als Brand-folge erklären.
Umgekehrt würde eine Initialisierung des Brandes durch austretendes Kli-nakom-pressoröl bzw. Kältemittel plausibel die Beschädigungen/Brandbelastungen am Ansaugsystem und dem Luftfilter mit Luftfiltergehäuse erklären.
Somit ist es aus technischer Sicht insgesamt plausibel, dass der Brand am gegenständlichen Fahrzeug durch eine Undichtigkeit im Bereich des Klimakom-pressors initialisiert wurde.
Ist natürlich keine 100% Geschichte, aber weit weg von 50-50.
Abgesehen davon wurden bzw müssten die Luft Einlässe ja spätestens im Zuge einer Inspektion ausgewechselt worden sein . Der Rückruf war im Oktober 2019, der Wagen hatte seinen ersten Service im Dezember 2019 und dann 2021y
So interpretiere ich das Laie.
Da liegt Dir ein anderes Gutachten als das vom TE gepostete vor. Auf Seite 4 von 6 wird exakt ein Szenario als schadenursächlich beschrieben ("Undichtigkeit im Bereich des Klimakompressors"😉 und das andere eben ausgeschlossen. Und das führt dann richtigerweise auf Seite 6 zu dem Schluss, dass es sich um einen "eintrittspflichtigen Schaden für die Porsche-approved" handelt.
Was daran 50:50 sein soll, verschließt sich mir.
Okay, hab's noch mal alles gelesen. Bild 5 und 6 konnte ich gestern nicht öffnen.....da war Werbung....und muss jetzt heftig zurück rudern....Sorry, war ein kalter, nasser und harter stürmischer Arbeitstag unter freiem Himmel......
Das Gutachten und im besonderen Seite 6 sind eindeutig. Der VN trägt kein Verschulden, Obliegenheitsverletzungen liegen keine vor, die Sache ist eindeutig ein P approved Versicherungsschaden aus sachverständiger Sicht.
Die Sachlage ist klar.
Hi zusammen, es gibt jetzt keine großartigen Neuigkeiten bisher, außer dass sich der PAG Kundenservice persönlich via Mail gemeldet hatte bei mir , bzw. der Ansprechpartner, mit dem Hinweis dass er im Urlaub bis letzte Woche und sich dann um mein Thema (welches auch Ihres sein sollte) kümmert wenn er wieder da ist (was ab heute ist).
Ich persönlich würde nach wie vor gerne beim 718 bleiben, in der Tat dann ein GTS 2.5 oder wenn es ein wirklich gutes Angebot gibt, einen GTS 4.0 .
Hat jetzt zwar weniger mit dem Thread Thema zu tun, beim Cayman S ist es oft so, dass er kein Sportchrono hat (ich brauchs nicht wirklich, hätte es aber gerne wegen der Optik) und die Preise ziemlich nah am GTS sind, der i.d.R. besser ausgestattet ist.
Beim GTS nervt mich persönlich, dass fast immer schwarze Felgen drauf sind (ich hasse es einfach...ist natürlich Geschmackssache).
Von der Versicherungsseite ist alles geklärt, mit dem Händler der Restwertbörse gabs eine Verzögerung, weil die Versicherung die Standgebühren nicht bezahlt hatte, als auch die Abschleppkosten nicht zur Begutachtung. Lag nicht am Händler, das KFZ musste dann noch mal neu in die Börse eingestellt werden und ich habe mein Geld heute erhalten.
Die Huk Coburg hat hier m.E. wirklich den Fall sehr gut und zu meinen Gunsten so effizient wie möglich abgehandelt, wie gesagt ohne die Porsche (Zentrum) Verzögerungen, wäre ich wohl schon 3-4 Wochen vorher an mein Geld gekommen. Die Restsumme der Approved habe ich immer noch nicht gesehen übrigens...
Ich bin wirklich gespannt wie das mit der PAG / PZ weitergeht, ob es einen fairen und gerechten Entgegenkommensvorschlag geben wird.
Ich weiß nicht mehr genau ob ich es vorher erwähnt hatte, man hatte mir vor 2 Wochen 1 Jahr kostenlos Garantie angeboten, was ich nicht wirklich als akzeptabel ansehe.
Die sollen einen guten vergleichbaren 718er anbieten, oder upgrade zum guten Kurs, alles andere sind Trostpflaster und nix wert. Die Chancen, daß man die Garantie nie braucht sind ja eher hoch. Was hat man dann davon?
Wie beim Glücksspiel: Die Bank gewinnt immer!
Nun das ist auch meine Intention / Hoffnung, oder aber ich finde privat einen guten Kurs für ein Ersatzfahrzeug und man kommt mir entgegen was einen kostenlosen Checkup vor Kauf (110 Punkte Check, Fehler auslesen, Bewertung des Zustandes des Fahrzeugs), Garantieverlängerung (2 Jahre on top), Serviceintervall (2 Inspektionen) und einen kompletten Radsatz angeht.
Ich finde schon dass die Garantie Sinn macht, ist mal was kaputt wird es meist exorbitant teuer, generell lässt sich besser damit "schlafen" falls was unvorhergesehenes passiert. Hat jetzt bei mir nicht viel geholfen bisher, aber evtl ja noch 🙂
Zitat:
@Streifenkarl schrieb am 23. October 2023 um 11:55:46 Uhr:
man kommt mir entgegen was einen kostenlosen Checkup vor Kauf (110 Punkte Check, Fehler auslesen, Bewertung des Zustandes des Fahrzeugs), Garantieverlängerung (2 Jahre on top), Serviceintervall (2 Inspektionen) und einen kompletten Radsatz angeht.
Dieses „Paket“ hat einen Endkundenwert von nahezu 10.000 Euro. Ich bezweifle, dass es ein derart großes Entgegenkommen geben wird. Zumal PAG/PZ keinen Gewinn aus einem Fahrzeuggeschäft hat, wenn du das Auto von Privat kaufst.
Nun da hast du sicherlich recht, aber ich denke gibt einiges gut zu machen. Evtl klingelt der Groschen mal und man ist kulant und Kunden orientiert .
Würden sie mir ein Auto anbieten wollen , dann bin ich gespannt ob sie mir deren EK preis anbieten, die liegen bei 20% unter dem VK in einem PZ .
Mir hatte man im Frühjahr für meinen cayman 43k geboten, VK eines ähnlichen KFZ aus einem PZ raus lag bei 58k