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Platin/Palladium Preise und Rolle in der Autoproduktion

Der Palladiumpreis steigt ja die letzten Jahre auf beeindruckende Weise und ist zuletzt regelrecht am Explodieren. Der Platinpreis dagegen ist immer noch auf moderatem Niveau, gerade wenn man ihn mit dem Goldpreis vergleicht (diese schwanken historisch um einander, manchmal ist Platin teurer, manchmal Gold teurer).

Es heisst: Beide Edelmetalle spielen wichtige Rollen bei Abgaskatalysatoren für Verbrennungsmotoren. Platin eher für Diesel und Palladium eher für Otto. Wobei es auch noch viele andere Anwendungen gibt, insbesondere auch als Geldanlage sprich Wertaufbewahrungsmittel und Schmuck. Früher galt Russland als wichtigster Palladium-Lagerer und Exporteur, während für den Platinmarkt eher die bekannten Goldproduzenten wie Südafrika und Kanada wichtig sind. Beide Metalle werden eher nicht primär gefördert sondern sind, wie etwa auch Silber, Nebenprodukte von z.B. Goldminen.

Das sind so ungefähr die Informationen, die ich aus den üblichen Zeitungsartikeln und Wikipediaeinträgen gewinnen kann.

Hat die Palladium-Hausse Auswirkunken auf die Bauweise/Preisgestaltung der Abgasbehandlung von PKW? Ich würde mich freuen, wenn jemand dazu mehr Informationen hat und diesen Zusammenhang etwas einordnen kann.

Pt92-pres
Pd92-pres
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https://www.focus.de/.../...et-platin-fuer-goldgraeber_aid_320524.html

Etwa 3 Gramm Edelmetall je Kat. Bei Brennstoffzellen (Platin) übrigens 1.5 Gramm je Kilowatt Spitzenleistung.

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https://www.focus.de/.../...et-platin-fuer-goldgraeber_aid_320524.html

Etwa 3 Gramm Edelmetall je Kat. Bei Brennstoffzellen (Platin) übrigens 1.5 Gramm je Kilowatt Spitzenleistung.

Alles klar, danke. Dann haben die derzeitigen Bewegungen keinen nennenswerten Einfluss auf die Preisfindung für Benzin/Diesel-Autos. Im Extremfall vielleicht 100, 200 Euro und das wars. "Strategisch" nicht relevant.

Bei 100-150g Platin für ein Brennstoffzellenauto wie von Dir genannt hingegen könnte das dann bei starken Preisschwankungen schon ein paar Tausender ausmachen.

Das Brennstoffzellenauto wird aus genau dem Grund einen Pufferakku als "Hochstromvariante" haben. 30kW Brennstoffzelle plus 150kW Peak Akku ist billiger als 100-150kW Peak in der BZ ohne Akku. Und damit wird das System im Auto grandios gegen einen einfachen 30kW Generator "verkacken". Zwar nicht vom Lärm her, aber von den Kosten.

@GaryK: wie siehst Du Verwendung der Brennstoffzelle als Hausheizung? Hättest Du dazu eine Meinung?

Zwar nicht an mich gerichtet aber da es "mein" Thread ist:

Ist das nicht dumm? Für eine stationäre Anwendung einen so aufwändigen Energieträger wie Wasserstoff verwenden. Da wäre doch direkt Strom (jedes Haus ist am Netz angeschlossen) über Widerstände verheizen etliche Male sinnvoller und selbst das ist ja verpönt.

Zitat:

@mg18 schrieb am 20. Jan. 2020 um 22:32:59 Uhr:

Ist das nicht dumm?

Das hängt vom Anwendungsfall ab. Wenn du Strom dezentral erzeugst, kann es durchaus sinnig sein, diesen auch in Wasserstoff zu puffern und die anfallende Abwärme zu nutzen (Stichwort Sommer-Winter-Gefälle). Das Problem beim Wasserstoff ist da eher die Langzeitspeicherung.

Zitat:

@RenaultGrandScenic schrieb am 20. Januar 2020 um 22:20:54 Uhr:

@GaryK: wie siehst Du Verwendung der Brennstoffzelle als Hausheizung? Hättest Du dazu eine Meinung?

Als Zirkonoxid-Hochtemperaturbrennstoffzelle (SOFC) macht das gerade zusammen mit einem Stromspeicher und ggf. einer Solaranlage durchaus technisch Sinn. Die Zirkonoxid-Zelle verstromt aber nicht Wasserstoff, sondern Erdgas. Ob es sich auch RECHNET und vor allem "ab wann etwa" sei explizit dahingestellt. Und angesichts der immer weiter sinkenden Wärmemengen neuer Häuser ist die Frage ob sich das rein "wärmegeführt" noch rechnen kann.

Ich sehe die PEM-FCs (Wasserstoff) samt dem Edelmetallbedarf deswegen eher nicht im Hausbereich bzw. PKW. Thema Preis/Verfügbarkeit/Infrastruktur. Allgemein halte ich von Wasserstoff nicht so viel. Bei "Power 2 Irgendwas" und synthetischen Treibstoffen bzw. Chemikalien als Zwischenprodukt unvermeidlich, aber außerhalb von Industrieanlagen und vor allem "Privat" sehe ich keinen sinnvollen Anwendungsfall.

Einzige Ausnahme - Propeller-Fliegerei in nicht allzu großer Höhe. Die Speicherdichte von Wasserstoff liegt bei aktuell über 2 kWh/kg und kann mit knapp 60% Wirkungsgrad zu Strom verarbeitet werden. Was für einen Propellerflieger mit sagen wir mal "bis zu 20 Sitzen" durchaus interessant ist. Der Akku mit seinen 0.2 bis 0.3 kWh/kg kann da vom Gewicht her bei weitem nicht mithalten.

Brennstoffzellen werden doch schon für Privatnutzer angeboten, in der Heiztechnik, als Stromerzeuger, ergo eine Strom erzeugende Heizung. Schwanken da jetzt die Anschaffungspreise extrem, je nach dem wie hoch die Preise für Palladium stehen ?

Hallo @GaryK, ist da die verbaute Technik "stark" abgewandelt, wenn Gas statt Wasserstoff verstromt wird?

Der Thread schien mir passend für meine Frage zu Brennstoffzellen, deshalb habe ich ihn gekapert. Sorry an den TE.

Wir müssen unsere Heizung ersetzen und deshalb ist so interessant. Vissmann macht Werbung mit der Brennstoffzelle, aber wenn die sich so verteuern, dann ist es auch ein Irrweg.

Betrieben werden diese mit Erdgas.

Am Ende ist es wahrscheinlich günstiger und praktischer, die Gase (Erdgas/Wasserstoff) zu verfeuern, statt große schwere Akkus und teure Brennstoffzellen mit sich zu führen.

Wie gut ist die Energiebilanz, wenn man es verstromt und wie gut, wenn man es verfeuert.

___ ___ ___

Im Haus lohnt ggf. eine Wärmepumpe mit Solaranlage. Aktuell heizen ~600W im Sommer mein Warmwasser auf ~50°C hoch. Im Sommer läuft mein Heizöl-Brenner 2-3x die Woche. Rest macht das e-Heizelement über die Solaranlage. Ich überlege meine Solaranlage auf ~2kW zu erweitern und eine 1.2kW Wärmepumpe mit COP~5 (4) zu erweitern. Das ist für unter 2000€ zu realisieren. Als Heizungsunterstützung (Fussbodenheizung) sollte das in der Übergangszeit erstmal reichen. Wie schnell ich wohl 10m³ Wasser von 7-11°C eingefroren bekomme?

Regelungen der Fördergelder sind mir teilweise zu wider! Ich muss so und so groß und so und so über Firmen bauen lassen. Sonst gibt es nichts! Statt 5-6k€ für eine große Anlage im Selbstbau, kommt man auf 20-25k€ um 4k€ Förderung zu kriegen. Lebensdauer entspricht (mit Glück) der Amortisationszeit. Echt durchdacht! In dem Moment, wo es ans sparen geht, muss die Anlage ersetzt werden.

MfG

Zitat:

@RenaultGrandScenic schrieb am 21. Januar 2020 um 18:44:38 Uhr:

Der Thread schien mir passend für meine Frage zu Brennstoffzellen, deshalb habe ich ihn gekapert. Sorry an den TE.

Kein Problem. Meine ursprüngliche Frage ist mit der Information "für normale Verbennerautos machen die Edelmetalle im Kat nur ungefähr 3 Gramm aus" erledigt. Wenns jetzt noch etwas über andere Technologien zu lernen gibt ist mir das sehr recht.

Über (Gas- [?]) Brennstoffzellen bei Heizungen weiss ich überhaupt nichts. Jedenfalls stehen die Preise für Platingruppen-Edelmetalle historisch bei irgendwo zwischen 20-50 Euro pro Gramm, Tendenz zuletzt eher höher.

Da https://www.onvista.de/.../...gen-konventionelle-kraftstoffe-321143339 war heute etwas vonwegen "Wasserstoff in den nächsten 10 Jahren halb so teuer / doppelt so effizient" wobei das eine typische Börsen-Supidupi-Versprechung ist die wohl nur auf Annahmen basiert und mir eher fragwürdig erscheint.

Zitat:

@Johnes schrieb am 21. Januar 2020 um 21:09:16 Uhr:

 

Dein Beitrag scheint etwas durcheinander geraten zu sein.

Ich habe mich auf das durch die Kaperung umgelenkte Thematik bezogen.

Wie ist das Verhältnis zwischen Verbrennung/Brennstoffzelle in der Ausbeute. Den aktuellen Stand kenne ich gerade nicht, weil ich mich aktuell damit nicht beschäftige. (Kann das ja mal durch 1-2 Wissende beantworten lassen, statt mich selbst intensiv damit zu beschäftigen.)

Das 2. war zum Thema Heizung, weil jemand über Alternativen nachgedacht hat und überlegt, was sinnig wäre. Und bei einer Heizungsumrüstung kommt das Thema Förderung ja immer auf. Und dazu meine Meinung noch eingestreut.

PS: bei aktuellen Verbrennern spielt die geringe Menge an wertvollen Edelmetallen für mich gesehen keine große Rolle für den Preis des Fahrzeuges. Nen anders Multimediasystem hat viel mehr Einfluss auf den Endpreis.

MfG

Zitat:

@Johnes schrieb am 21. Jan. 2020 um 22:10:44 Uhr:

Ich habe mich auf das durch die Kaperung umgelenkte Thematik bezogen.

Mit wird ein Teil deines Beitrags 3x hintereinander dargestellt, darum geht es mir.

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