PKW-Maut

"Die CSU will die Einführung einer Pkw-Maut in Deutschland zum Wahlkampfthema machen und setzt die CDU damit weiter unter Druck. "Eine PKW-Maut sollte Bestandteil des gemeinsamen Wahlprogramms von CDU und CSU sein", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, der Rheinischen Post."
Quelle: Süddeutsche Zeitung 5.1.2013

Beste Antwort im Thema

Zum Thema "Feuerwehr" sei gerade hier im V&S an diesen Beitrag erinnert:

Zitat:

In der Zeit, die das Gehirn braucht, um beim Erwachen von totaler Entspannung auf Mindestbetrieb zu schalten, verpasse ich die ersten Silben der Alarmierung: .... Fahrtrichtung Bremen, schwerer Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen!“

Während ich im Dunkeln noch schnell horche, ob einer meiner Söhne bei der Alarmierung wach geworden ist, quittiere ich den Alarm des Funkmeldeempfängers, hüpfe in die Hose und raune meiner Frau ein „Bis gleich“ zu, das sie mit „Pass auf dich auf“ erwidert.

Ein Ritual, welches Vertrautheit in die unwirklichen Sekunden bringt, die man braucht bis man vollständig gewahr wird, was gerade passiert: Es ist mitten in der Nacht. Samstag nacht. Irgendwo auf der „Bahn“ hat es gekracht, mehrere Personen sind verletzt und im Fahrzeug eingeklemmt.

Die Feuerwehr ist gefragt. Und im Gegensatz zu den vielen Bränden und einfachen Hilfeleistungen, bei denen es nicht ganz so kritisch ist und man auch ab und zu Kurioses oder gar Amüsantes erlebt, weiß man sofort, dass dies jetzt nicht der Fall sein wird.

Im Gegenteil, es stellt sich eine massive Anspannung im Verbund mit tiefer Besorgtheit ein: Da kämpft jemand um sein Leben. Nicht irgendwo im Fernsehen, sondern ein paar tausend Meter entfernt in der Nacht. Und gleich wird man bei ihm sein und versuchen „den Unterschied“ zu machen. Jetzt gleich.

Im Feuerwehrhaus angespannte Gesichter. Kein flapsiger Spruch, kein Geläster über zerknitterte Gesichtsausdrücke und wilde Frisuren. Das Löschfahrzeug wird besetzt – Maschinist, Gruppenführer und 3, 5, 6 Mann – komplett. Der Gruppenführer dreht sich um, unsere Blicke treffen sich kurz. Ein kurzes Nicken. Ich bin der einzige mit rettungsdienstlicher Ausbildung. Die wird gebraucht werden, ganz sicher. „53-10, Ausfahrt“.

Tiefblaue Blitze machen aus den Leitplanken und Bäumen am Rand der Autobahn eine Diashow. Ein Blick in den Mannschaftsraum: Viele alte Hasen, die schon viel Blut auf Blech gesehen haben, aber auch ein „Neuer“.

Immer noch Totenstille und Anspannung. Jeder horcht in den Funkverkehr: Ist der Rettungsdienst schon da, sind die vielleicht doch nicht eingeklemmt, ist der Rüstwagen schon ausgerückt?

Nichts. Wir werden die ersten sein. Mein Job wird es vermutlich sein, auf Biegen und Brechen ins Innere des Fahrzeuges vorzudringen. Egal wie es da drinnen aussieht, wie der PKW liegt oder was sonst so mit ihm ist. Drinnen ist der Verletzungs- und Einklemmungsgrad zu erkunden, die Personen zu betreuen und als Bindeglied zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und Patient zu fungieren. Kein Verdrücken, keine Pause möglich.

„Da isses“. Nur Warnblinker im Dunkeln, kein Blaulicht. Polizei ist also auch nicht da. Der Maschinist blockt mit dem 14 Tonnen schweren Fahrzeug die Unfallstelle gegen den fließenden Verkehr – zur Sicherheit.

Es wäre nicht das erste Mal, dass jemand in eine hell beleuchtete Einsatzstelle brettert. Als das Fahrzeug steht, springe ich mit Notfalltasche, Lampe und Decke vom Fahrzeug und laufe dem Gruppenführer hinterher. Nasser, kalter Dezemberregen. Mehrere PKW stehen unbeleuchtet oder mit Warnblinker auf der rechten Fahrbahn. Da stehen Leute am Waldrand, Fahrzeugteile liegen auf der Bahn, die Leitplanke ist durchbrochen. Aus den Büschen neben der Autobahn ragt ein Fahrzeugheck. Irgendwas gelbes mit Heckspoiler. Etwas älteres.

Ein schneller Blick nach vorne: Der ist frontal vor einen Baum. Muss schnell gewesen sein, wo früher das Getriebe ansetzte, ist jetzt Baum. Die Tür hinten geht auf, also ich schlüpfe auf die Rücksitzbank. Zwischen Glassplitter, Stofftiere und CD-Hüllen. Fahrer und Beifahrerin. Beide sehr jung. „Hallo! Hier ist die Feuerwehr. Können sie mich verstehen?“ Ein stimmloses Ja von rechts, nichts von links. Kurze Schrecksekunde, aber links hat einen einigermaßen tastbaren Puls.

Während ich den Warnblinker anschalte, Scheiben herunterfahre und dann die Zündschlüssel abziehe fange ich an zu erzählen. Einfache Sätze, nichts kompliziertes: „Du hattest einen Unfall und bist eingeklemmt. Wo tut es dir weh? Wir müssen dich rausschneiden, dass kann einen Moment dauern. Wie heißt du?“ ... und so weiter. Deine Stimme muss präsent sein, dass ist das einzige, an dem der Junge sich orientieren kann. Also reden, reden, reden.

Nebenher versuche ich genauer zu erkunden, wie schwer die beiden verletzt sind und wie sie eingeklemmt sind: Der Motor hat auf der Fahrerseite den Vorderwagen; Lenkrad und das Armaturenbrett weit in den Fahrgastraum geschoben. Die Beifahrerin, Steffi, wie ich jetzt weiß, ist zwar eingezwängt, aber nicht direkt eingeklemmt. Ein paar Schnittwunden sehen dramatisch aus, werden aber bald vergessen sein. Da ihr aber der Hals weh tut, werden wir trotzdem etliches an Blech entfernen müssen, um sie möglichst schonend aus dem PKW zu heben. Eine Querschnittslähmung aufgrund eines gebrochenen Halswirbels wollen wir nicht riskieren.

Den Fahrer hat es wirklich schlimm erwischt. Scheiße, scheiße. Er stöhnt auf als ich ihn abtaste. Das Armaturenbrett hat Knie und den Oberschenkelknochen in zahllose Splitter aufgespalten und durch die Muskulatur getrieben. Blut, viel Blut sickert in das Gewebe und fehlt woanders. Die Unterarme sind links und rechts gebrochen bei dem Versuch, sich beim Aufprall abzustützen. Links ragt ein Splitter aus dem Sweater, rechts liegt der Unterarm im rechten Winkel über der Handbremse. Der Brustkorb hat beim Aufprall auf das Lenkrad dieses verbogen, was meistens bedeutet, dass die Lunge durch gesplitterte und gebrochene Rippen verletzt ist. Luftnot ist die Folge. Das ist wie Verschlucken, dauert nur ewig. Vermutlich sind die Unterschenkel auch weich wie Pudding.

Was mit den inneren Organen wie Gehirn, Leber etc. ist, die wie ein Punchingball im Körper vor- und zurückgeschleudert worden sind, kann man nur vermuten. Ein Riß in der Leber, und er verblutet innerlich. Ein geplatztes Blutgefäß im Gehirn und er könnte den Rest seines Lebens an die Decke im Pflegeheim starren. Auch ohne Diagnose durch den Notarzt (wo bleibt der eigentlich?) wissen wir, das wir uns beeilen müssen.

Der Gruppenführer erscheint am Fenster. „Und?“ „Fahrer zuerst und mit Crash, Beifahrerin schonend. Zweiten Doktor“. „Vorschläge beim Fahrer?“ „Tür weg und A-Säule hochdrücken muss reichen. Wenn wir Zeit haben, das Dach noch.“ Während wir uns besprechen wackelt das Auto unmerklich. Rüstholz wird untergelegt, damit uns die Kiste beim Auseinanderschneiden nicht plötzlich zusammenklappt, wenn die Türen und das Dach plötzlich fehlen.

Der Notarzt kommt. Kurze Atempause während er von der Seite aus den Fahrer untersucht. Mehr als Schmerzmittel, Infusionen, Sauerstoff geben und ihm eine Halskrause verpassen kann er aber in dieser Lage auch nicht. Der Junge muss in kürzester Zeit ins nächste Krankenhaus, um die inneren Blutungen zu stoppen. „Zackig. Es eilt.“ ist seine Anweisung.

Jetzt sind die Kameraden draußen dran. „Kai, wir schneiden dich jetzt raus. Es wird ein paar mal laut knallen, aber das ist nicht so schlimm. Gleich ist es vorbei.“ Wenn wir Pech haben ist das gelogen, aber was soll ich ihm sonst sagen? Mal ganz abgesehen davon, dass ich nicht weiß, ob er mich überhaupt versteht. Mit einem durchsichtigen Kunststoffschild schirme ich ihn ab, vor den Sachen, die da kommen: TWÄNKK - die verkeilte Fahrertür wird mit eine lauten Schlag aufgespreizt und einem weiteren Schlag los geschnitten. Kai stöhnt, er merkt jede Bewegung des PKW.

Es wird vermutlich im Fußraum mehrere Stellen geben, wo Fleisch und Knochensplitter direkten Kontakt mit Metall haben. Nächster Schlag, die A-Säule ist oberhalb des Armaturenbrettes durchtrennt. Für die nächsten Schritt an der A-Säule im Fußraum wird der Schutzschild vorsichtig zwischen das Bein und das Metall geschoben. Kai stöhnt wieder. Der Schild geht nicht tiefer. Vermutlich wird das Bein so kräftig gegen die A-Säule gedrückt, das es nicht weitergeht. Kurze Besprechung mit dem Arzt – weitermachen. Konzentriert setzt der Geräteführer die Rettungsschere an. 600 bar Öldruck pressen die Scherenspitzen mit 100 Tonnen zusammen. Durch Metall, Kunststoff – oder Knochen wenn man nicht aufpasst. In diesem Momenten ist der Bedienknopf scheinbar glühend heiß. Schneiden, Stopp, Kontrolle, Schneiden, Stopp, Kontrolle.

Der nächste Schlag – die Säule ist durch. Lautes Stöhnen. Das gleiche noch einmal und in die ausgeschnittene Stelle kann der Spreizer gesetzt werden, um das Armaturenbrett nach oben zu drücken. Es gibt nur ein Problem: Wenn Körperteile, die zusammengedrückt werden, mit einem Schlag entlastet werden, können innere Blutungen wieder auftreten, die vorher durch den Druck abgedrückt wurden. Der Arzt befürchtet dies auch und legt eine weitere Infusion. Verhindern kann man es nicht. Sackt der Blutdruck nach dem Hochdrücken des Armaturenbrettes massiv ab, muss er sofort raus und unters Messer.

„Kai, das wird vermutlich noch einmal weh tun, aber danach ist es besser.“ Wem erzähle ich da was - ihm oder mir? Das Leben des Jungen hängt mit seinen zerschmetterten Knochen an einem seidenen Farben. Zum ersten Mal Zeit für Mitgefühl: Komm, Junge, zieh. ZIEH. Noch 5 Minuten, dann ist es vorbei. ZIEH. Kai stöhnt. Schneller.

Das Anheben des Armaturenbrettes ist ähnlich schwierig wie das vorherige Einschneiden. Technisch ist es kein Problem, mit 10 Tonnen Druckkraft das Metall auseinanderzudrücken, aber keiner weiß, ob die Reste der Unterschenkel nicht irgendwie mit dem Metall verhakt sind. Keiner will dem Jungen noch weitere Verletzungen zufügen.

Mit Schweiß auf der Stirn setzt der Truppführer das 30kg schwere Gerät wie eine Pinzette an. Nachdem die Spitzen erst mal „Masse“, richtige Ansatzpunkte gefunden haben, bewegt sich das Armaturenbrett laut knackend und knirschend nach oben. Ich versuche das Schutzschild nachzuschieben. Kurz bevor das Armaturenbrett Dachhöhe erreicht, stöhnt Kai auf und sackt in sich zusammen: Bingo. „Der muss raus. Jetzt“ sagt der Arzt. Eher sich als uns.

Ein Blick in den Fußraum bestätigt unsere Befürchtung: Die Unterschenkel sind blutig und „matsche“, der linke Fuß ist vom Bodenblech förmlich umschlungen. Doch keine Zeit mehr. Der klobige – Gott sei Dank klobige - Turnschuh wird aufgeschnitten, ich ziehe den Fuß mit einem kräftigen Ruck raus. „Patient frei“ höre ich mich rufen.

Dann wird Kai mit der Hilfe von vielen Händen auf ein Spineboard, eine körperlanges Brett gezogen. Ich versuche dabei, die Beine einigermaßen zu führen, was mir aber nur teilweise gelingt. Das dabei entstehende Geräusch und das Gefühl, Beine mit mehrfach gebrochenen Knochen bewegen zu müssen, wird mich die nächsten Tage begleiten, dessen bin ich sicher. Ich gebe den Schutzschild an den Kameraden vom Rüstwagen weiter, ich bin „raus“. Steffi wird von einer anderen Crew gerettet.

Es ist totenstill, als ich meinen Hausflur um 5 Uhr morgens betrete. Aufgewühlt. Zwar hat Kai das Krankenhaus lebendig erreicht, aber der Arzt rief auf der Feuerwache an und teilte uns mit, dass er eine äußerst schlechte Prognose hat. Als ich mich vorsichtig ins Bett lege, kommt mir nun die stille und friedliche Welt des Schlafzimmers unwirklich vor. „Wie wars?“ murmelt meine Frau. „Nicht so schlimm“, lüge ich. Ich werde das morgen mit ihr besprechen. Es reicht, wenn einer nicht schlafen kann.

Und so liege ich hellwach da und starre die Decke an. Zeugen haben gesagt, der gelbe Wagen sei an ihnen vorbeigeschossen und dann plötzlich ins Schleudern gekommen. Zu schnell gefahren. Heizer. Blödmann. Wenn der schon nicht an sich oder an seine Freundin, denkt, könnte er doch wenigstens an uns denken. Der Gedanke ist natürlich absurd.

Der nächste Gedanke, dass in ein paar Jahren meine Söhne mit Papa’s Auto loswollen ist es nicht und bricht in die aufziehende Selbstgerechtigkeit. Wie bringe ich sie dazu, nicht zu heizen? Wie dazu, dass sie meine Warnungen nicht in den Wind schlagen. Was wäre gewesen, wenn Kai dein Junge gewesen wäre...

Nach 5 Uhr morgens wieder einschlafen ist eh nicht gut.

 

Bitte denkt an uns!

 

(Orginal von Jan Südmersen)

Quelle

So long

Ghost

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Die alles haben wollen, werden tendenziell nicht weniger. Weniger werden nur die, die es sich leisten können bzw. bereit sind diesen Preis dafür zu bezahlen...

Zitat:

Original geschrieben von bauer-power


Mir ist das ein Rätsel, warum das so schwierig sein soll. Maut nach Schweizer Vorbild für alle, uns die Steuer entsprechend reduzieren, die LKW-Maut verzehnfachen, damit dieser Wahnsinn des unnötigen Warentransports reduziert wird und wir hätten satte Einnahmen und wieder befahrbare Autobahnen.

Mit der Erhöhung der LKW Maut könnte ich mich auch anfreunden, ob es 10 fach sein muss, sei dahingestellt. Finde aber dass jeder Kilometer zur Abrechnung kommen sollte. Toll Collect haben wir ja schon, also sollten die Kilometer auf der Landstraße

teurer

sein, um die Ortschaften wieder zu beruhigen.

Die PKW Maut würde ich aus Gründen des Verwaltungsaufwandes nicht mögen. PKW schädigen kaum das Straßennetz.

Dann käme an jeden Grenzübergang eine ordentliche Tanke und kein Fahrzeug verlässt unbetankt die BRD, so hätten wir auch noch paar Arbeitssuchende versorgt und das Steuerschlupfloch mit der günstigeren Mineralölsteuer im Ausland gestoppt. Gehen dann in Lux. Wasserbillig 20 Tanken pleite?

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von Golfschlosser


Dann käme an jeden Grenzübergang eine ordentliche Tanke und kein Fahrzeug verlässt unbetankt die BRD, so hätten wir auch noch paar Arbeitssuchende versorgt und das Steuerschlupfloch mit der günstigeren Mineralölsteuer im Ausland gestoppt. Gehen dann in Lux. Wasserbillig 20 Tanken pleite?

Dich will ich mal sehen, wenn man dich in Italien an der Grenze zwingt deinen Wagen vollzutanken, bevor du das Land verlassen darfst...

Schon lustig welche Ideen hier manche haben.

Alles ist machbar, wenn es sicherstellt, dass ich selber nicht betroffen bin.

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Zitat:

Original geschrieben von freddi2010



Zitat:

Original geschrieben von bauer-power


Mir ist das ein Rätsel, warum das so schwierig sein soll. Maut nach Schweizer Vorbild für alle, uns die Steuer entsprechend reduzieren, die LKW-Maut verzehnfachen, damit dieser Wahnsinn des unnötigen Warentransports reduziert wird und wir hätten satte Einnahmen und wieder befahrbare Autobahnen.
Dein erster Vorschlag hat was! Aber beim zweiten solltest du die Folgen überdenken: Entweder kommt die Retourkutsche über Preissteigerungen, denn die höheren Maut-Kosten kann der Spediteur nicht selbst tragen oder aber mancher Transport kommt dann nicht zustande d.h. Lücken im Produktionsprozess oder Lücken in den Warensortimenten.

Ja, genau das wäre auch notwendig, wenn man man sieht, in welchem Schlaraffenland wir momentan leben. Alles ist fünfzigfach in den Regalen vertreten. Wo vor 20 Jahren 5 Sorten Joghurt standen (und das hat schon gereicht) stehen heute fünfzig. Und das gilt für alle Artikel. Dekadent ist das und absoluter Wahnsinn. Ein Zeichen, dass der Transport VIEL zu billig ist. Was bei uns Waren quer durchs Land geschoben werden hat nichts, aber auch gar nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun, das ist Idiotie!

Das Resultat kann jeder täglich auf unseren Autobahnen und Landstraßen sehen: Kolonnen von LKWs, die unsere Straßen verstopfen und kaputt machen, unser wertvolles Öl verbrennen und unzählige Tote durch LKWs, nur damit der Deutsche noch das 51. Joghurt im Regal hat...

Früher konnten wir auch überleben ohne diesen hirnrissigen Überfluss. Unsere Enkel werden über dieses Verhalten nur den Kopf schütteln, das ist sicher.

Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher


Schon lustig welche Ideen hier manche haben.

Alles ist machbar, wenn es sicherstellt, dass ich selber nicht betroffen bin.

Stimmt.

Mich würde brennend interessieren, wie viele von denen, die hier laut Sozialismus rufen, ihr Vermögen und Einkommen mit denen teilen, denen es materiell schlechter geht.
Oder bedeutet Sozialismus, dass nur die abgeben müssen, denen es besser geht als einem selber?

Zitat:

Original geschrieben von Golfschlosser


Dann käme an jeden Grenzübergang eine ordentliche Tanke und kein Fahrzeug verlässt unbetankt die BRD, so hätten wir auch noch paar Arbeitssuchende versorgt und das Steuerschlupfloch mit der günstigeren Mineralölsteuer im Ausland gestoppt.

😁 Ich hätt da noch einen Verbesserungsvorschlag: Das obige gilt natürlich nur für Ausländer, die Deutschen bekommen mit ihrem KFZ Steuerbescheid (oder wie das heisst) einen Gutschein für fünfmal das Land verlassen ohne volltanken. Wenn man in den wohlverdienten Urlaub fährt hat man sich das schließlich verdient wo man ohnehin schon soviel KFZ Steuer zahlen muss 😁

Zitat:

Original geschrieben von Nr.5 lebt


Mich würde brennend interessieren, wie viele von denen, die hier laut Sozialismus rufen, ihr Vermögen und Einkommen mit denen teilen, denen es materiell schlechter geht.

Also ich habe letztens noch einer Freundin eine Stange Zigaretten geschenkt, weil ich etwas Geld über hatte, bzw. mir diese Ausgabe nicht weh tat und sie sich damit das Stopfen sparen konnte.

Und so halte ich es eigentlich im Familien und Freundeskreis immer. Natürlich sind das alles nur kleine Beträge, und es betrifft nur einen sehr begrenzten Personenkreis.

Aber wenn plötzlich jeder der etwas Geld übrig hat anfängt, seinen Freunden eine kleine Freude zu machen, ist schon mal ein großer Schritt weg von unserer Ellenbogengesellschaft getan.

Nur wird es dazu leider nicht kommen.

Zitat:

Original geschrieben von elwood123


😁 Ich hätt da noch einen Verbesserungsvorschlag: Das obige gilt natürlich nur für Ausländer, die Deutschen bekommen mit ihrem KFZ Steuerbescheid (oder wie das heisst) einen Gutschein für fünfmal das Land verlassen ohne volltanken. Wenn man in den wohlverdienten Urlaub fährt hat man sich das schließlich verdient wo man ohnehin schon soviel KFZ Steuer zahlen muss 😁

Ein Fest für alle Griechenlandurlauber. In Österreich hat man dann als Transitreisender in jedem Bundesland sein Fahrzeug an der Autobahn voll zu tanken. Bei der Einreise nach Italien darf man dann keinen österreichischen Kraftstoff einführen. Glücklicherweise bieten die netten Italiener einen Kraftsoffentsorgungsservice für 0,98 € / Liter an. Vollgetankt werden muss natürlich auch wieder bei der Ausreise. Auf griechischen Fähren darf dann auch wieder nur eine begrenzte Spritmenge (aus Sicherheitsgründen) mitgeführt werden. Auch hier gibt es wieder einen freundlichen Entsorgungsservice zum Selbstkostenpreis von 78,30€ pro Absaugung. Die Griechen selber sind dann mal nicht so. Aus Kulanz wegen unseren schönen Krediten muss hier nur mindestens halbvoll getankt werden.

Zitat:

Original geschrieben von Nr.5 lebt



Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher


Schon lustig welche Ideen hier manche haben.

Alles ist machbar, wenn es sicherstellt, dass ich selber nicht betroffen bin.

Stimmt.

Mich würde brennend interessieren, wie viele von denen, die hier laut Sozialismus rufen, ihr Vermögen und Einkommen mit denen teilen, denen es materiell schlechter geht.
Oder bedeutet Sozialismus, dass nur die abgeben müssen, denen es besser geht als einem selber?

Für Sozialisten i.d.R. definitiv.

http://martinschweiger.files.wordpress.com/2013/08/img_6401.jpg

Socialism is a philosophy of failure, the creed of ignorance, and the gospel of envy, its inherent virtue is the equal sharing of misery. - Winston Churchill

The inherent vice of capitalism is the unequal sharing of blessings; the inherent virtue of socialism is the equal sharing of miseries. - Winston Churchill

Die 2 Zitate treffen es auf den Punkt!

Zitat:

Original geschrieben von Swallow



Zitat:

Original geschrieben von Nr.5 lebt


Stimmt.

Mich würde brennend interessieren, wie viele von denen, die hier laut Sozialismus rufen, ihr Vermögen und Einkommen mit denen teilen, denen es materiell schlechter geht.
Oder bedeutet Sozialismus, dass nur die abgeben müssen, denen es besser geht als einem selber?

Für Sozialisten i.d.R. definitiv.

http://martinschweiger.files.wordpress.com/2013/08/img_6401.jpg

Kannst ja in der Niederlande jetzt sehen... ( Stichwört PVDA )

PKW Maut wie in Österreich, oben auf der Kfz Steuer, kann von mir aus morgen noch eingeführt werden.

Wie die €100,- pro Jahr nicht kann / möchte ausgeben, hat das Alternativ nicht über Autobahn / Straße zu fahren.
Und seien wir bitte mal ehrlich, wie das nicht kann aufbringen, kann er / sie denn ein kleines Ungeschick unterwegs oder überhaupt das autofahren leisten?

Maut pro Kilometer geht zu schwer auf der deutsche Wirtschaft, und ist ein sichere Strich durch viele Jobs, Firmen und Gesellschaften. Und warum sollen der "Stärke" immer der Lasten tragen, während der "weniger leistungsstarke" der lusten haben?

Zitat:

Original geschrieben von Elchsucher



Zitat:

Original geschrieben von Nr.5 lebt


Mich würde brennend interessieren, wie viele von denen, die hier laut Sozialismus rufen, ihr Vermögen und Einkommen mit denen teilen, denen es materiell schlechter geht.
Also ich habe letztens noch einer Freundin eine Stange Zigaretten geschenkt, weil ich etwas Geld über hatte, bzw. mir diese Ausgabe nicht weh tat und sie sich damit das Stopfen sparen konnte.

Und so halte ich es eigentlich im Familien und Freundeskreis immer. Natürlich sind das alles nur kleine Beträge, und es betrifft nur einen sehr begrenzten Personenkreis.

Aber wenn plötzlich jeder der etwas Geld übrig hat anfängt, seinen Freunden eine kleine Freude zu machen, ist schon mal ein großer Schritt weg von unserer Ellenbogengesellschaft getan.

Nur wird es dazu leider nicht kommen.

Gelegentlich und im Freundeskreis zählt nicht.

Immer alles mit jedem teilen, dem es schlechter geht als dir, bist du dazu bereit?

Zitat:

Original geschrieben von Dr.Mabumsen


Socialism is a philosophy of failure, the creed of ignorance, and the gospel of envy, its inherent virtue is the equal sharing of misery. - Winston Churchill

The inherent vice of capitalism is the unequal sharing of blessings; the inherent virtue of socialism is the equal sharing of miseries. - Winston Churchill

Die 2 Zitate treffen es auf den Punkt!

Naja, Herr Churchill liebte vollmundige Ansagen, zumal er sie aus einer durchaus privilegierten Warte heraus tätigen konnte:

Winston Churchill (*30.11.1874 in Blenheim Palace, dem Schloss seines Großvaters John Winston Spencer-Churchill, des 7. Duke of Marlborough), Sohn des britische Politikers Lord Randolph Churchill und der amerikanischen Millionärstochter Jennie Jerome.

Und zu den "ungleich verteilten Begabungen" darf ich hinsichtlich derer des Herrn Churchill mal Wikipedia zitieren:

Seine Herkunft sicherte ihm in seiner Jugend die Aufnahme in renommierte Internate und eine Laufbahn als Armeeoffizier, obwohl seine Leistungen als Schüler eher mangelhaft waren.
Von 1881 bis 1892 besuchte Churchill Eliteschulen in Ascot, Brighton und Harrow. Das autoritäre Erziehungssystem dort widerstrebte ihm und er blieb mehrfach sitzen. Nach der Schulzeit bewarb er sich beim Militär, fiel jedoch zweimal durch die Aufnahmeprüfung. 1893 aber kam er doch noch als Kadett nach Sandhurst und mit 21 Jahren als Kavallerie-Leutnant zum 4. Husarenregiment. Auf der Militärakademie und in der Armee fühlte sich Churchill zum ersten Mal am richtigen Platz.

Zwar treffen seine Aussagen im Kern wohl zu, aber ohne seine privilegierte Herkunft wäre aus Herrn Churchill, so begabt er durchaus gewesen sein mag, nichts geworden - denn in all den Lebensabschnitten, in denen "ausgesiebt" wird, vor allem eben in der Schule, hat er kläglich versagt. Selbst beim Militär fiel er zwei mal durch die Aufnahmeprüfung.

Das soll nicht dem Sozialismus das Wort reden, beileibe nicht. Aber es soll aufzeigen, dass der ungebremste Ellbogen-Liberalismus (der das Hohelied der vorgeblichen individuellen Begabung, die sich schon durchsetzen wird und die ihren Lohn im Leben erhält) ebenso ein Irrweg ist.

Sicher, jeder ist seines Glückes Schmied. Soweit die anderen ihn lassen. 😉

es gibt schon ewig die meinung, dass die demokratie nur das geringste übel aller staatsformen ist... 

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