Partikelfilterproblem Stellungnahme von Opel Austria
Hallo zusammen!
Ich habe mir einen Opel Zafira CDTI 150 PS bestellt und war etwas verunsichtert, als ich über die Partikelfilterprobleme gelesen habe.
Da ich überwiegend Kurzstrecken fahre, habe ich an GM Austria gemailt und nach 2 Wochen folgende Stellungnahme erhalten:
Zitat:
Sehr geehrter Herr .......,
vielen Dank für Ihre E-Mail.
Hinsichtlich Ihrer Anfrage bezüglich Eignung des Opel Zafira mit Diesel Partikelfilter für Kurzstreckenbereich informieren wir Sie wie folgt.
Der Diesel Partikelfilter muss einen Regenerationszyklus (Reinigung) durchlaufen, um zu funktionieren. Dies gelingt nur, wenn Sie einen bestimmten Fahrzyklus einhalten, wie zum Beispiel, eine 15 Minuten andauernde Fahrt auf der Autobahn.
Um Schäden am Diesel Partikelfilter bzw. stationäres Freibrennen des Filters in der Werkstätte zu vermeiden, sollten Sie ca. alle 500 KM eine Regeneration (Reinigung) zulassen.
Sollten Sie nicht die Möglichkeit haben, Ihr Fahrprofil wie oben genannt anzupassen, wäre der Umstieg auf ein Modell mit Otto Motor durchaus von Vorteil.
Für Fragen oder Anregungen rund um die Marke Opel stehen wir Ihnen auch weiterhin gerne zur Verfügung und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
General Motors Austria
Zitat Ende:
Das heisst, das Problem dürfte auf längere Sicht unlösbar sein.
Meine Frage wäre nun, sehe ich wann eine solche Reinigung ins Haus steht bzw. kann ich eine solche auch manuell starten (will nicht wieder an Opel schreiben und mehr als 2 Wochen warten).
Wie soll ich sie sonst zulassen, bzw. wie merke ich , wenn der DPF voll ist.
Wenn die Reinigung spontan, ohne Vorankündigung beginnt beginnt, kann ich, wenn ich am Weg zur Arbeit bin, doch nicht nicht noch schnell auf die Autobahn fahren, damit sich der DPF regeneriert.
Eigentlich ist es ja ein Witz, wenn man bestimmte Fahrzyklen vorgeschrieben bekommt, so ein Sytem ist ja nicht alltagstauglich, wenn ständig die Werkstatt droht.
Irgendwie ist das ja wie in der Steinzeit des Automobilsbaus. In der heutigen Zeit muss ein Auto unter allen Bedingungen funktionieren.
Und bei anderen Marken gibt es solche Probleme in diesem Ausmaß nicht, obwohl die tw. dasselbe System verwenden.
Dieses Prinzip des DPF wird in einigen Jahren mangels Tauglichkeit sicher tot sein.
Was soll ich nun machen, umbestellen oder riskieren und hoffen, das das Problem vielleicht irgendwann mal gelöst wird?
Kann man diesen DPF nicht einfach ausbauen oder umgehen? So eine Umweltbombe ist ein moderner Diesel-PKW auch wieder nicht und ich möchte nicht wissen, was bei den Regenerationszyklen nicht alles an Schadstoffen freigesetzt wird.
lg
Willi
16 Antworten
Nein, BlackTM, jenseits der "Argumentationsschulungen zum Umgang mit Kundenreklamationen" ist es, wie sehr oft übrigens, ganz einfach:
1. Zafira A mit Dieselmotoren: Keine technischen Einschränkungen bei der Nutzung-Kurzstrecken, Langstrecken, übliche gemischte Nutzung ist ohne Einschränkungen möglich.
2. Zafira B mit Dieselmotoren und DPF: technische Einschränkungen, einhergehend mit (nachgeschobener) Empfehlung für sogenannte "Fahrprofile" "Langstrecke (was für "Familienvans" ein Witz ist...Nutzungsprofil "Langstrecke"...ziemlich realitätsfremd und nicht "Nutzungsprofiltypisch"...)
Also: Zafira B technisch ein Rückschritt-trotz besserer Technik.
Das ist kein Paradoxon, es ist Realität.
Sicherlich wird das nicht speziell Opel betreffen, andere Hersteller mit vergleichbarer DPF-Technologie werden diese Probleme auch haben.
Und solange bei den Herstellern immer noch mehr Energie zur Mitarbeiterschulung/Argumentation als zur Lösung nachweislich vorhandener Probleme aufgewendet wird, solange werden Kunden von diesen Herstellern abwandern.
Viele Grüße, vectoura
Zitat:
Original geschrieben von gaston_nl
Hallo zusammen,
ich weiß nicht, ich weiß nicht... 😉
Ich fahre auch überwiegend Kurzstrecke, Arbeitsweg 11km, am Wochenende mal in den Baumarkt (10km entfernt) und habe absolut keine Probleme mit dem DPF. Ich habe schon einige Male bemerkt, daß er gerade am freibrennen war, als ich mein Ziel erreicht hatte. Trotzdem einfach abgestellt, nix "noch 15 Minuten laufen lassen".In meinem bisher knapp 9000km war ich vllt. drei- oder viermal auf der Autobahn, der Rest ist o.g. Kurzstrecke.
Meiner Meinung nach kann es nicht nur an Kurzstrecke oder nicht Kurzstrecke liegen, daß einige hier Probleme mit dem DPF haben.
Das kann ich so ziemlich Wort für Wort unterschreiben (fahre selbst den 110 kw CDTi).
Bis jetzt (gottseidank) keine Probleme mit dem DPF - genauso wie ein Verwandter von mir mit dem 120 PS CDTi - der hat bis jetzt ebenfalls keine Probleme und fährt auch überwiegend nur Kurzstrecken.
Deshalb glaube ich auch nicht, daß es primär an den "Fahrprofilen" liegt, sondern hier schlicht und ergreifend an irgendeiner Stelle ein technisches Problem vorliegt.
Grüsse, Don