Ohne Kühlwasser gefahren, Folgeschäden
Hallo zusammen,
eigentlich wollte ich mal schreiben, dass das Groschengrab jetzt seit November über den TÜV ist und alles läuft. Dem ist aber seit Weihnachten leider nicht mehr so.
Bei den ersten Fahrten hatte ich vorher leider nicht genügend Aufmerksamkeit auf den Ausgleichbehälter gerichtet. Was ich nicht gemerkt hatte war, das der Wasserstandsensor festgerottet war. Bei der ersten Fahrt hat sich dann natürlich noch ein Schlauch zum Wärmetauscher der Innenraumheizung gelöst als Druck auf das System kam und der Kühler lief leer ohne eine Fehlermeldung zu liefern. Waren in Summe um die 25km, wobei ich natürlich nicht weiß wann der leer gelaufen ist. Die Temperaturanzeige war jedenfalls immer im richtigen Bereich.😕
Geflucht wie ein Müllkutscher und gehofft, das nichts Schaden genommen hat. Die erste Tankfüllung waren auch keine Probleme aufgetaucht. Aber nach ca. 700km fing er an Wasser zu verbrauchen. So um die 0,5 Liter auf 100km.
Schlauchverbindungen waren alle dicht, aber in dem Schutz unter dem Kühler stand Wasser. Der tropft an der Stelle wie auf dem Bild zu sehen.
Als ich den Wagen dann heute auf Rampen gefahren hatte um besser suchen zu können hab ich aber fast einen Herzinfarkt bekommen. Öl an der Wanne bis knapp unter die Ansaugbrücke. Und am Automatikgetriebe ist auch alles ölverschmiert. 😠
Auf dem Bildern hab ich schon gewischt. Hätte ich besser erst Bilder gemacht.
Kühler werd ich wohl schon mal vorab ordern. Ich glaube nicht, das sich die Verlustmenge noch mit Kühlerdicht beheben lässt. Nissen sollte ja als Hersteller taugen wenn ich das im Forum richtig gefunden hatte.
Die nächste Aktion ist reinigen und dann fahren, regelmäßig auf die Rampen und prüfen ob ich die Lackagen orten kann. Ansonsten wird erstmal die Ansaugbrücke abgemacht und nachgesehen.
Ach ja, wie warm wird eigentlich die rechte Antriebswelle? Ist das normal das die nach 20km Fahrt knappe 30°C bei -4°C Außentemperatur hat?
Mit der Vorstellung Motor und Getriebe wieder auszubauen hab ich mich schon vertraut gemacht. Hat einer eine Idee, was sich da alles zerschossen haben könnte?
Das ich grade kotzen könnte brauch ich ja nicht erwähnen. Da prüft man nach dem Zusammenbau alles, zieht auch noch an Schläuchen und Leitungen, aber das sowas passiert hatte ich nicht auf dem Schirm. Kleines Teil, großer Fehler
Aber Aufgeben ist keine Option.
Schöne Grüße und wer hat genieße noch seinen Urlaub,
Maddin
18 Antworten
….vielleicht ist der Ölverlust ( vielleicht ja durch beschädigten simmerring) auch eine Folge der Emulsion in der Kurbelgehäuseentlüftung. Der Überdruck sucht sich im Fall der Fälle den Weg des geringsten Widerstandes. Und wenn der simmerring schon etwas älter und etwas angegriffen war, könnte das besagter Weg sein….
Gruß der sachsenelch
Überdruck kann das System nicht gehabt haben. Zumindest nicht über die Ölfalle. Die und die Leitungen waren frei. Wenn ich alles wieder zusammen habe werd ich aber mal den Handschuhtest machen.
Simmerring auf der Kurbelwelle ist neu, was natürlich nicht heißt, das er durch eventuelle Überhitzung bzw. Schadennahme beim Einbau in Ordnung ist. Irgendwo kommt ja Öl her.
Wenn der Kühler eingebaut ist seh ich mehr.
Also aus Erfahrung:
Folgeschäden ohne Kühlwasser:
Zylinderkopfdichtung durchgebrannt.
Der whiteblock läuft auch mit platter Kopfpackung gut weiter, er fängt jedoch langsam an, Kühlwasser zu verbrennen, das geht ganz ohne Milchshake in Öl oder Wasserkreislauf. Irgendwann platzt dann der Innere Wärmetauscher.
Der Blow-by Test (Handschuh) ist nur ein Indiz für ne dichte Ölfalle, weitere Dinge können eben auch ne Platte Kopfpackung, verkokte Kolbendichtringe und viele andere Dinge sein.
Ob und in welchem Maße deine Zylinderkopfdichtung kaputt ist, lässt sich zb durch einen CO Test feststellen.