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Öle für ältere Motoren mit Zentrifugalfilter?

Themenstarteram 2. März 2009 um 0:26

Hallo,

mann hört immer wieder folgende Argumente, warum man kein (halb)synthetishes Öl für Motoren ohne Papierfilter (haben dann meistens keinen Filter, z.B. Motorräder, oder einen Zentrifugalfilter, z.B. ältere Fiat-Motoren) verwenden soll:

1. Die synthetischen Öle sind zu dünn und es gibt Probleme mit Öldruck und Undichtigkeit. Die wurde hier ausreichend diskutiert.

2. Das synthetische Öl hält die durch den Betrieb entstandenen Partikel/Verunreinigungen in der Schwebe, sie können sich nicht ablagern und tragen vermehrt dem Motorverschleiß bei.

Die meisten, die so argumentieren sagen dann, man soll aus diesem Grund keine synthetischen Öle benutzen, sondern übliche mineralische Öle, in der Regel 15w-40. Soweit ich weiß, halten übliche Mineralöle genauso in der "Schwebe" wie die synthetischen. Wenn man so argumentiert, dann müsste man ein unlegiertes Spezialöl nehmen.

Bitte korrigieren, wen ich was falsches behaupte, bin kein Ölexperte.

Die Argumente wie .....fahre seit 40000 km mit Mineralöl ohne Probleme ziehen irgendwie nicht. Ich glaube das sich der Unterscheid erst dann zeigt, wenn die Überholung des Motors nach 150000 (oder sogar früher) oder nach 250000 fällig ist. Darüber gibt es aber nur wenig Berichte....

Frage:

Welche Eigenschaften haben die in der "Schwebe" gehaltenen, umhüllten Partikel/Verunreinigungen? Sie sind ja umhüllt (haben also andere physikalische und chemische Eigenschaften als vor der Umhüllung), was es auch immer heißt. Sind sie wirklich so gefährlich bei Absenz eines üblichen Filters? Wiegen die anderen Vorteile der synthetischen Öle (z.B. der viel bessere Verschleißschutz und Stabilität nicht die evtl. Nachteile des in "Schwebe" halten (falls es sie wirklich in dem behaupteten Ausmaß gibt) aus?

Ich neige zu der Meinung, dass die Verwendung eines (halb)synthetischen 5w-40 ode 10w-40,50 im Endeffekt auch für filterlose, oder Motoren mit Zentrifugalfilter (viele Motoren der 50er und 60er Jahre) die bessere Alternative ist als mineralisch 15W-40 (wenn wir bei beiden über Qualitätsöle reden).

Zugegeben, be einem Young/Oldtimer aus den 50-60ern, den man gerade 5000 km oder weniger im Jahr bewegt, ist es ziemlich ohne Bedeutung, ob der Motor bei 100000 oder 150000 überholungsbedürftig ist, falls dieser Unterschied restlos auf das Öl zurück geführt werden sollte....Mich interessiert es aber aus technischer Sicht, und suche natürlich auch Argumente, um meinen nicht informierten, sturen "Gengnern am Stammtisch :) den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Wer kann mich mehr aufklären? Danke im voraus!

Gruß

 

Peter

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6 Antworten

Viel weiß ich zu dem Thema nicht , aber im Hinterkopf hab ich noch , das die alten Dichtungen wohl ein Problem mit Synthölen haben , wurden die mal erneuert , wäre das wohl vom Tisch !

Ganz wage war da wohl noch was mit den Legierungen die beim Motor verwendet wurden , will mich da aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen wegen mangelndem Wissen !

Ich persönlich nutze kein 15W40 aus Überzeugung , aber selbst mit einem A3/B3-Profil gibt gibt es durchaus brauchbare mit dieser Visko , das erspart einem den Griff zu nem schlechteren mit A1/A2 !

ich würde bei einem Motor mit Zentrifugenfilterung KEIN modernes Öl nutzen. Auch kein 15W-40 etc.

Das ist so ein fall wo imho ein "Oldtimeröl" wirklich Sinn macht. Eines was nur schwach bis gar nicht additiviert ist (unlegiertes Öl). Denn selbst einfachste "Baumarktöle" habe die "Schwebe-Additive"...und die laufen der Wirkung der zentrifuge entgegen. Dort soll sich ja der Dreck absetzen.

Moin,

da es bei dem Ölleuten momentan mehr um das Thema "Persönliche Differenzen" als um Motoröl geht, antworte ich mal hier.

1: Die Mär von dem zu dünnen Öl ist wohl so alt wie das Thema Motoröl selbst. Es gibt, was die Dichtheit anbelangt, kein zu dünnes Öl.

Und ein xW-40-Mineralöl ist im Betrieb genauso dünn wie ein synthetisches xW-40.

Bevor ich mir hier den Ast schreibe, benutz mal die Suchfunktion zum Thema Viskosität. Das wurde hier schon zigmal durchgekaut.

2:Kein Öl, gleichgültig ob mineralisch oder synthetisch, reinigt und hält Partikel in Schwebe, das erledigen allein die zugefügten Additive, für die "Schwebe" sind die Dispersanten zuständig.

Sie umhüllen Verunreinigungen und sorgen dafür, dass diese sich nicht im Motor absetzen können.

Eine schöne grafische Darstellung dieser Wirkung ist auf der Seite www.castrol.de unter Schmierstoffwissen zu sehen.

Nevermans Denkansatz zum Zentrifugalfilter ist im Grunde richtig. Eine Zentrifuge kann nur Schadstoffe abscheiden, deren Dichte höher ist als die des Öls.

Da die Additive dafür sorgen, dass es sich beim Öl um eine möglichst homogene Flüssigkeit handelt, kann die Zentrifuge kaum etwas abscheiden.

Trotzdem würde ich bei solchen Motoren ein möglichst hochwertiges Öl fahren und öfter mal wechseln.

Hauptaufgabe des Öls ist ja nicht, gefiltert zu werden, sondern Reibung weitgehend zu verhindern.

(Und noch viel mehr, aber das geht zu weit, schau Dir erst einmal die Castrolinfos an.)

Außerdem verhindert ein hochwertiges Öl, dass überhaupt erst Schmutzpartikel in großem Umfang entstehen, es kann nie schaden.

Mein oller FIAT 124 Spezial (mit Zentrifugalfilter) lief jedenfalls wunderbar mit handelsüblichem Öl. FIAT schrieb für diesen auch damals schon (1968) ein HD, also ein legiertes Öl vor.

Gruß

Frank

am 3. März 2009 um 18:37

Es gibt noch "unlegierte" und "mild legierte" Öle. Die sind wohl die richtige Wahl. Hier gibt es weitere Informationen.

Da Oldies meist wenig und im Sommer betrieben werden, muss es kein 5Wxx sein. Im verlinkten Artikel werden diverse "Oldtimeröle" aufgelistet. Ich bin der Meinung, dass man besser ein preiswertes Öl mit der vorgeschriebenen Viskosität häufiger wechselt (z.B. immer zu Beginn der Saison im Frühjahr).

Zitat:

Original geschrieben von peterd

 

Ich neige zu der Meinung, dass die Verwendung eines (halb)synthetischen 5w-40 oder 10w-40,50 im Endeffekt auch für filterlose, oder Motoren mit Zentrifugalfilter (viele Motoren der 50er und 60er Jahre) die bessere Alternative ist als mineralisch 15W-40 (wenn wir bei beiden über Qualitätsöle reden).

Zugegeben, be einem Young/Oldtimer aus den 50-60ern, den man gerade 5000 km oder weniger im Jahr bewegt, ist es ziemlich ohne Bedeutung, ob der Motor bei 100000 oder 150000 überholungsbedürftig ist, falls dieser Unterschied restlos auf das Öl zurück geführt werden sollte....Mich interessiert es aber aus technischer Sicht, und suche natürlich auch Argumente, um meinen nicht informierten, sturen "Gegnern am Stammtisch :) den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Wer kann mich mehr aufklären? Danke im voraus!

Gruß Peter

Die Wirkung einer Zentrifuge basiert auf die Zentrifugalkraft.

Man spricht vom Klären einer Flüssigkeit.

Alle Feststoffpartikel und Flüssigkeiten die in der Dichte,

schwerer als die Grundöle sind, werden in der Zentrifuge nach außen geschleudert.

Das gilt auch für Additive & Öle deren Dichte höher als die vom Grundöl ist.

Die Wirkung ist um so höher, je geringer die Durchflußgeschwindigkeit,

je länger das Öl in der Zentrifuge verbleibt.

Additive

Dispergentien, umhüllen die Oberfläche von Feststoffpartikeln. Verändern durch die Volumenzunahme die Dichte und äußere Oberflächenelektrostatik.

Verändern so den Auftrieb, halten Partikel in Schwebe.

Detergentien, erleichtern das Ablösen von Anhaftungen durch Veränderung der Grenzflächenspannung.

Fiat

hat einfache Hohlscheiben auf der Kurbelwelle als Zentrifuge ausgebildet.

Der Wirkungsgrad ist bescheiden weil die Durchflussgeschwindigkeit hoch ist.

Weiterhin bildet sich über die Betriebszeit ein Filterkuchen aus,

der den wirksamen Radius reduziert.

Die im Kuchen angereicherten Stoffe sind so verdichtet, das diese nicht mehr gelöst werden.

Eine Reinigung kann nur mechanisch mit großem Aufwand durch Demontage erfolgen.

Wer also solch einen Motor mit Kurbelwellenzentrifuge hat, sollte mal über die Demontage und Reinigung nachdenken.

Undichte Motore mit moderneren Motorölen.

Undicht werden meist die Simmerringe zur Wellenabdichtungen.

Ursächlich den Stellölen geschuldet, diese Additivträgerflüssigkeiten sind sehr dünnflüssig und kriechfreudig. Zur Abhilfe bietet sich Valoline Max Life Motoröle an. Da Dichtungspflegemittel eine Diffusionszeit benötigen, beginnen diese Schwell- & Pflegemittel langsam nach dem Ölwechsel zu wirken.

http://www.ebay.de/sch/m.html?...

Max Life gibt es auch als 10W40.

http://www.motor-talk.de/.../...der-qualitaet-kaufen-t2910000.html?...

Gruß

Gruß

Das "Problem" bei älteren Motoren sind die u.U. verbauten Buntmetalllager. Hieraus entsteht die Empfehlung, mildlegierte Motoröle einzusetzen. Ein modernes Motorenöl kann hier aufgrund seiner Additive zu Korrosion führen. Das hat also weniger etwas mit den Dispergiereigenschaften zu tun.

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