Nichterkannte Schlaganfälle als Unfallursache

Hallo,

folgendes ist neulich passiert: http://www.br-online.de/.../...ei-polizeimeldungen-ID1310464007192.xml

Man kann als Außen stehender ganz offensichtlich nichts gegen Fehleinschätzungen tun, es sei denn, mit medizinischen Vorkenntnissen.

Trotzdem wurde in diesem Fall mMn der Fehler gemacht, dass der Betroffene sich ans Steuer setzte.

Seht Ihr das genau so?

Beste Antwort im Thema

Das Thema würde ich jetzt nicht so hoch pushen, da ich die Zahl als eher gering einschätze. Da könnten wir gleich über Unfälle reden, welche auf die Einnahme von Medikamenten oder deren Missbrauch zurückzuführen sind. Oder Unfälle durch Handynutzung am Steuer - sowas bekommt halt keinen großen Bericht in der Zeitung, sondern wird nur am Rande erwähnt😁

24 weitere Antworten
24 Antworten

Aber schließ bitte deswegen nicht auf Andere 😉 gibt auch kleinere Unterschenkel 🙂. Der Eine ist Blutspender und steckt das so weg (oder Die Eine meinetwegen) und so Fälle wie meine Frau kriegen drei Tropfen Blut abgenommen und dann kann man die unter der Tür durchschieben für den Rest des Tages.
Da kann man noch so sehr Apothekenumschau lesen und wie ein Hypochonder auf die Einschläge warten. Ich hatte auch wochenlang Schmerzen im Bauch und was haben sie mir Eiswürfel draufgepackt vor 25 Jahren als Kind, bis ich über 40° hatte und irgendwann ein junger, frisch fertiger Arzt mal geklopft hat und Wasser in den Lungen durch eine wochenlang verschleppte Lungenentzündung festgestellt hat, das war sehr knapp. Ist auch jetzt nicht das Thema, nur wem will man da Schuld geben oder wie will man sowas vorher wissen? Das ist immer leicht gesagt "erkenne die Signale deines Körpers" usw.

Oder vom Kumpel der Vater sitzt mit im Garten und hat Schmerzen im Arm, war im Nachhinein ein Herzinfarkt. Kerngesunder Mann, und dann das.
(ich bin schon froh um meine Gesundheit und dass jahrelanges Übergewicht nicht mehr angerichtet hat als ein Schrank mit viel zu weiten Klamotten 😁)

cheerio

Schlaganfälle kündigen sich zumeist durch verhältnismäßig unscheinbare Ausfallerscheinungen Stunden, Tage oder sogar Wochen vorher an, z.B. in Form von plötzlichem Gefühlverlust in Teilbereichen der Hand ("Weggleiten der Hand"😉. Solche kleinen Ausfälle werden oft nicht richtig zugeordnet, nachher ist der Patient leider klüger.

Auch der eigentliche Schlaganfall wird vom Betroffenen manchmal nicht sofort erkannt, denn er muß nicht unbedingt spektakulär verlaufen. Dennoch können die Folgen natürlich dramatisch sein. Um so wichtiger sind Beobachtungen anderer Personen.

Auch wenn die Abgrenzung zur TIA (Transitorische ischämische Attacke) schwer fällt.

Zitat:

Original geschrieben von F213


Daher appelliere ich an jeden, der zu solch einem Fall gerufen wird (z. B. weil der Nachbar an der Haustür klingelt) auch nur beim kleinsten Verdacht oder Unsicherheit den Rettungsdienst zu alarmieren.
Lieber einmal zu viel wie zu wenig.
Sollte es sich als Fehleinsatz herausstellen, so braucht man keine Angst zu haben, daß man den Einsatz bezahlen müsste.
Richtig ! Beim Schlaganfall oder Verdacht darauf gibt es nur eine Sofortmaßnahme und die lautet immer und unverzüglich die 112 zu wählen

.

Weitere Infos:
www.schlaganfall-hilfe.de/notfall

Zitat:

Original geschrieben von F213


Schließlich ist es heute gar nicht mal so selten, daß bereits 30 jährige eine Schlaganfall bzw. Herzinfarkt erleiden.
Man spricht nicht umsonst von Zivilisationskrankheiten.

Auch Kinder und sogar welche noch im Mutterleib kriegen schon Schlaganfälle. Häufig (bei bis zu einem Drittel aller Patienten, bevorzugt im mittleren Alter) werden übrigens keine eindeutigen Ursachen für den Schlaganfall festgestellt.

Zitat:

Original geschrieben von F213


Der Artikel gibt leider nicht viel her.
Es wird von "Ausfallerscheinungen" berichtet.
Da muß man sich fragen, was für Ausfallerscheinungen vorlagen.
Lähmung, hängender Mundwinkel, Kopfschmerzen, Sehen von Doppelbildern ?
Sollte eine Lähmung/hängender Mundwinkel vorgelegen habe, dann versteht es sich eigentlich von selbst, kein Auto mehr zu fahren.

Ein mögliches Anzeichen für einen bevorstehenden Schlaganfall sieht niemand im Umfeld und muss vom Betroffenen geschildert werden, nämlich einen kurzzeitigen Ausfall des Sehvermögens auf einem Auge. Da denkt wahrscheinlich auch nicht jeder dran ...

Zitat:

Original geschrieben von Flinx1960



Zitat:

Original geschrieben von F213


Der Artikel gibt leider nicht viel her.
Es wird von "Ausfallerscheinungen" berichtet.
Da muß man sich fragen, was für Ausfallerscheinungen vorlagen.
Lähmung, hängender Mundwinkel, Kopfschmerzen, Sehen von Doppelbildern ?
Sollte eine Lähmung/hängender Mundwinkel vorgelegen habe, dann versteht es sich eigentlich von selbst, kein Auto mehr zu fahren.
Ein mögliches Anzeichen für einen bevorstehenden Schlaganfall sieht niemand im Umfeld und muss vom Betroffenen geschildert werden, nämlich einen kurzzeitigen Ausfall des Sehvermögens auf einem Auge. Da denkt wahrscheinlich auch nicht jeder dran ...

Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl sind weitere Anzeichen....😉

Um nur die Anzeichen der schleichenden Schlaganfälle zu nennen, also die, wo sich ein Gefäß langsam verschließt oder wo man eben langsam ins Gehirn einblutet.

Die spontanen Schlaganfälle haben gar keine Vorzeichen, weil der Gefäßverschluß plötzlich geschieht, durch einen Thrombus zum Beispiel.

Aber mal im Ernst, welcher vorallem ältere Mensch gesteht sich ein, daß er nicht mehr fahrtüchtig ist? Meist ist es doch so, daß man die Symptome verdrängt! warum- ganz einfach, weil man nicht krank sein will.....und dann setzt man sich eben ins Auto.

Daß man dabei ein potentielles Verkehrsrisiko darstellt ist für den Betroffenen zweitrangig- die eigene Mobilität steht da leider im Vordergrund.

Ähnliche Themen

Zitat:

Original geschrieben von Manitoba Star


Schlaganfälle kündigen sich zumeist durch verhältnismäßig unscheinbare Ausfallerscheinungen Stunden, Tage oder sogar Wochen vorher an, z.B. in Form von plötzlichem Gefühlverlust in Teilbereichen der Hand ("Weggleiten der Hand"😉. Solche kleinen Ausfälle werden oft nicht richtig zugeordnet, nachher ist der Patient leider klüger.

Zitat:

Original geschrieben von Berti V.


Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl sind weitere Anzeichen....😉

Wenn ich wegen jedem dieser Symptome zum Doc rennen würde, dann könnte ich ja gleich dort hinziehen 🙄

Taube Hand (oder andere Körperteile), sowie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl habe ich täglich, hat aber andere, unheilbare Ursachen.
Aus dem Grund achtet auch keiner besonders auf solche Sachen, dank des Internets habe ich herausgefunden, es gibt weltweit sehr viele Leute, die genauso leiden wie ich. Sollte von denen jetzt jeder täglich zum Arzt rennen? Irgendwann gewöhnt man sich an "seine" Krankheit und ob die Schmerzen/ Ausfälle jetzt davon kommen, oder von einem Schlaganfall, kann keiner unterscheiden.

Zitat:

Original geschrieben von Berti V.


Aber mal im Ernst, welcher vorallem ältere Mensch gesteht sich ein, daß er nicht mehr fahrtüchtig ist? Meist ist es doch so, daß man die Symptome verdrängt! warum- ganz einfach, weil man nicht krank sein will.....und dann setzt man sich eben ins Auto.

Sehe ich an Kollegen Alfred täglich, er bräuchte eigentlich dringend eine Brille, sieht es aber nicht ein zum Augenarzt zu gehen... lieber kauft er im Discounter solche Lesebrillen, weil er mit einer noch nicht genug sieht, zieht er beim fahren 2 übereinander. Beim Reparieren der Maschinen hat er teilweise sogar 3 Stück an 🙄 Ob es nun wirklich was bringt, weiß ich nicht, ich habe es noch nie ausprobiert, aber er schwört drauf.

Auf der anderen Seite, hat er mal nen Crash, dann wird es auch auf eine fadenscheinige Diagnose hinauslaufen, weil ja keiner weiß, dass er fast blind ist...

Zitat:

Original geschrieben von Bunny Hunter



Zitat:

Original geschrieben von Manitoba Star


Schlaganfälle kündigen sich zumeist durch verhältnismäßig unscheinbare Ausfallerscheinungen Stunden, Tage oder sogar Wochen vorher an, z.B. in Form von plötzlichem Gefühlverlust in Teilbereichen der Hand ("Weggleiten der Hand"😉. Solche kleinen Ausfälle werden oft nicht richtig zugeordnet, nachher ist der Patient leider klüger.

Zitat:

Original geschrieben von Bunny Hunter



Zitat:

Original geschrieben von Berti V.


Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl sind weitere Anzeichen....😉
Wenn ich wegen jedem dieser Symptome zum Doc rennen würde, dann könnte ich ja gleich dort hinziehen 🙄

eben, und deswegen ist es eines jeden Risiko selbst, wenn er sich ans Steuer setzt...daß er von einem anderen Verkehrsteilnehmer, welcher gerade einen Schlaganfall, Herzinfarkt, Lungenembolie etc. erleidet...aufgegabelt wird.

Wer dieses Risiko umgehen will, darf eigentlich gar nicht mehr am Staßenverkehr teilnehmen. 😉

Zitat:

Original geschrieben von Bunny Hunter



Zitat:

Original geschrieben von Manitoba Star


Schlaganfälle kündigen sich zumeist durch verhältnismäßig unscheinbare Ausfallerscheinungen Stunden, Tage oder sogar Wochen vorher an, z.B. in Form von plötzlichem Gefühlverlust in Teilbereichen der Hand ("Weggleiten der Hand"😉. Solche kleinen Ausfälle werden oft nicht richtig zugeordnet, nachher ist der Patient leider klüger.

Zitat:

Original geschrieben von Bunny Hunter



Zitat:

Original geschrieben von Berti V.


Müdigkeit, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl sind weitere Anzeichen....😉
Wenn ich wegen jedem dieser Symptome zum Doc rennen würde, dann könnte ich ja gleich dort hinziehen 🙄

Taube Hand (oder andere Körperteile), sowie Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl habe ich täglich, hat aber andere, unheilbare Ursachen.
...

Ok, wenn

Du

die Ursachen bei Dir kennst. Ansonsten kann ich aber nur jedem mit ähnlichen Symptomen raten, unverzüglich einen Arzt aufzusuchen !

PS: Und wie geht das mit dem Autofahren bei Dir 🙄 ?

Als ich vor vielen Jahren bei einem großen Motorradhändler gearbeitet habe, kamen im Sommer natürlich auch mehrere Unfallfahrzeuge zu uns. Die Meisten wurden angeliefert vom ADAC, ohne Fahrer, sahen teilweise wirklich übel aus.
Der Fahrer kam meistens 1-2 Stunden später auf Krücken und wollte wissen, wie es seinem Spielzeug geht 😉
Soweit, so gut.
Einmal kam ein verunfalltes Motorrad an, vollgespritzt mit Schlamm, durchwässert und ordentlich demoliert. Auf meine Nachfrage, was dem wohl passiert sei, wurde mir erzählt, dass der Kunde auf dem Motorrad einen Schlaganfall hatte und ungebremst in ein Flussbett gerast ist. Dem Fahrer ging es aber wohl den Umständen entsprechend recht ok.
Geholt hat er das Motorrad im übrigen nie wieder. Das wurde in Stand gesetzt, gewaschen und ging in den Verkauf.

Deshalb bin auch ich der Meinung, dass sowas wohl öfters passiert, als man denkt. Nur leider wird man oftmals die Beteiligten einfach nicht mehr befragen können, soviel Glück wie in meinem Beispiel haben wohl nur die wenigsten...

Und schon wieder: "Medizinische Schwierigkeiten" des Fahrers ... http://www.nordbayern.de/.../auto-rammt-ampel-1.1367782

Ich habe den Eindruck, dass solche Meldungen immer häufiger werden.

Zitat:

Original geschrieben von Manitoba Star


Schlaganfälle kündigen sich zumeist durch verhältnismäßig unscheinbare Ausfallerscheinungen Stunden, Tage oder sogar Wochen vorher an, z.B. in Form von plötzlichem Gefühlverlust in Teilbereichen der Hand ("Weggleiten der Hand"😉. Solche kleinen Ausfälle werden oft nicht richtig zugeordnet, nachher ist der Patient leider klüger.
...

Genau das habe ich gemeint:

<a href="http://lifestyle.t-online.de/.../index" target="_blank">Schlaganfall rechtzeitig erkennen: Bei Gaby Köster fing es mit Taubheitsgefühlen im Arm an</a>

Deine Antwort
Ähnliche Themen