Neues Radio + Musikanlage

Opel Corsa B

Vorab muss ich erst einmal ein großen Lob an alle User hier aussprechen. Ich habe nur hilfreiche und interessante Beiträge gefunden.

Nun zu meiner Frage:

Ich bekomme einen Corsa B (Bj. 2000) und möchte gerne eine neue Musikanlage + Radio einbauen. Leider habe ich keine Vorstellung, was ich mir kaufen soll, damit ich das Maximale aus meinen Geld raushole. Mein finanzieller Rahmen liegt bei 500€, zur Not kann ich aber auch ein wenig mehr ausgeben, falls man dadurch einen deutlich besseren Sound erhält.

EDIT: Es handelt sich um einen 5-Türer.

Mfg
JCK10

Beste Antwort im Thema

Zum Hecksystem: In jedem Fall, in dem ich bisher eine Anlage verbaut hab, wurde nachher das Hecksystem so weit rausgedreht, dass ich es nicht mehr gehört habe. Ich weiß auch nicht, wer das anders macht, ist mir noch nicht untergekommen, denn es hört sich einfach grauenhaft an. Im meinem i500 (😁) hatte ich vorn und hinten sogar Focal Utopia (!) und die hinten habe ich rausgedreht. Irgendwann kam mir dann der Gedanke, dass ich die ja nur sinnlos spazieren fahre, das wäre genauso, wie wenn ich mir 300€ (so viel waren die gebraucht noch wert) ins Heck nagle. Also verkauft. Seitdem habe ich hinten gar keine (!) LS mehr und vermisse gar nichts.

Auch die "räumliche Ausfüllung" ist ein Argument, das zwar leicht entkräftet werden kann, aber sich dennoch hartnäckig hält. In den Köpfen der Menschen existiert seit Anbeginn der Zeiten die Vorstellung, dass viel auch viel hilft. Dass weniger manchmal mehr ist, ist etwas, womit leider nicht viele auf Anhieb zurechtkommen. Wenn man eine Fünfkanal-Headunit hat, dann sehe ich ein, man braucht Hecklautsprecher. Hat man aber nur eine Stereo-Headunit, wozu dann? Die meiste Musik ist sowieso in Stereo aufgenommen, jede weitere Klangquelle stört dann und muss so stark eingedämmt werden, dass sie von der Fahrerposition aus nicht mehr zu hören ist. Bei meinen Vectras ist das so, dass die dann fast gänzlich rausgedreht werden müssen, weil der Hochtöner der Hintertür näher am Ohr ist, als der der Vordertür. Einzig um etwas für die hinteren Passagiere mitlaufen zu lassen, sind Hecklautsprecher - sage ich mal - "dienlich", aber selbst in dem Auto, in dem ich gar keine mehr drin habe, hat sich, wenn mal jemand hinten mitgefahren ist, keiner beschwert.

Ich habe schon mehrmals direkt verglichen bei Radios und viele JVC gefallen mir weder von der Bedienung her, noch vom Klang. Es ist unglaublich, was man da im direkten Vergleich für einen Unterschied hört, das habe ich auch erst nicht glauben wollen. Alpine hat mir schon immer irgendwie zu wenig für mein Geld geboten an Ausstattung und Clarion baut - finde ich - in der letzten Zeit auch für mein Empfinden nichts Gescheites mehr. Bei Low-Budget-Geräten kann man aber bei Clarion wiederum nicht viel falsch machen. Würde ich persönlich JVC vorziehen, rein rational begründen kann ich das aber jetzt nicht.
Welche sich für mich als Topgeräte erwiesen haben, waren grob ohne auf bestimmte Geräte einzugehen: Pioneer, Kenwood und Panasonic. Letztere bauen leider keine Autoradios mehr.

Radios, Endstufen, Lautsprecher, Subwoofer --> das sind alles Dinge, die wir in unserem subjektiven Befinden für gut, weniger gut oder schlecht befinden. Die Mission "ich baue mal schnell eine Anlage ein" geht nur in den wenigsten Fällen gut, weil man mit ziemlicher Sicherheit relativ bald auf eine Komponente davon stößt, die einem besser gefällt, als die eigene. Und das ändert sich auch ständig. Sehe ich doch an mir selbst, alle paar Monate muss entweder etwas Neues her oder ich ändere etwas an den Einstellungen. In meinem i500 habe ich eine Ground Zero Nuclear 4350x (ein Hammerding, Leute, die sich auskennen, wissen bescheid) und in meinem Alltagsauto eine Spectron SP-A4150. So ein "Billigding", nicht unterste Schiene, durchaus brauchbar, aber um 100€ neu zu haben. Und das Kuriose: Die Spectron gefällt mir rein vom Klang her im Moment besser als die GZ.

Zu der Sache mit den Werkslautsprechern und Werkssystemen: Es ist in der Tat so, dass die Werksradios (und auch die ganzen Zubehörradios) einfach zu schwachbrüstig sind. Es entsteht dann bei vielen der Eindruck, die Lautsprecher müssten ausgetauscht werden, weil sie "kratzen". Das ist aber nicht richtig - in den meisten Fällen zumindest nicht. Vielmehr liegt das am Radio, wie schon von kreta63 richtig erklärt wurde. Habt ihr mal das Werkssystem an eine Endstufe gehängt? Ihr würdet euch wundern, wie viel besser das auf einmal klingt und "drückt". Ist zwar immer noch nicht die Krönung, aber es ist ein sehr deutlicher Unterschied. Je nach Werkssystem gibt es da auch deutliche Unterschiede. Bei meinem Bruder im Vectra (hat das Dreiwegesystem) haben wir auch erstmal nur eine Endstufe eingebaut und die originalen Lautsprecher drangehängt. Und das hört sich erstaunlicherweise sogar richtig gut an! Dazu muss man aber wissen, beim Dreiwegesystem hat der Tiefmitteltöner Gummisicke und ist nicht so ein Pappteil wie beim Zweiwegesystem. Am normalen Radio merkt man da keinen Unterschied, aber an der Endstufe geht plötzlich ganz schön die Post ab...

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Zitat:

hades86
Ich hab dir schonmal geschrieben, hinten brauchst du keine Lautsprecher. Du würdest sie sowieso so leise drehen, dass du vorn davon nichts mehr bemerkst. Deswegen ist es vollkommen hupe, was du hinten für Lautsprecher verbaust - egal ob vom Sperrmüll oder vergoldet und mit Brillanten besetzt oder eben gar nicht.

Diese Meinung teile ich nicht ganz. Der Focus liegt natürlich ganz klar auf dem FS, das stimmt (Diese 80´s Manta Manta style Hutablagen wum wum Teile, wo von Hinten einfach nur Lärm kommt und vorne nix passiert finde ich auch Käse).

Aber hinten "gar keine" Lautsprecher ist doch auch nix, wenn ich alles auf Front schalte fehlt doch irgendwie die räumliche ausfüllung, finde ich, nur Bass vom Sub ist mir dann zu Frontlastig. Also nur als Unterstützung natürlich, dicke Dinger müssen das wirklich nicht sein.

Was mich noch interessiert: Was ist den an JVC das es Dir nicht gefällt? Ich habe das KDBT1 in meinem i500 und in dem Astra son 100€ Billig Ding von JVC. Das KDBT1 kann mit Alpine nicht mithalten aber war klanglich kaum dahinter finde ich. SOgar das Billigding "geht noch so" 🙂

Habe verglichen. Ausserdem finde ich kommt von Kennwood grade in den letzten Jahren nicht mehr so viel berauschendes und Pioneer war irgendwie irgendwie vor rund 10 Jahren für mich auch wesentlich besser als Heute im Geschäft was Autoradios angeht.

Was ich wirklich genauso sehe, ist, dass wenn dann schon richtig auch die Lautsprecher ersetzt und von der Endstufe betrieben werden müssen. Die originallautsprecher sind zwar OK aber klanglich erschreckend minderwertig (!!!!!) im vergleich zu halbwegs vernünftigen
zugekauften LS. Auch die Pegelfestigkeit reicht bei den Originalteilen grade so für das Opelradio hab ich das gefühl.

Ich selber habe eine 4 Kanal Endstufe für die 4 Lautsprecher und eine zweikanal im Brückenbetrieb für den Sub im Vectra. Das läuft alles bestens.

Das ist zwar OT, aber egal.

Zitat:

Aber hinten "gar keine" Lautsprecher ist doch auch nix, wenn ich alles auf Front schalte fehlt doch irgendwie die räumliche ausfüllung,

Hades86 hat in dem gegeben Fall aber Recht, wenn alles andere an der Anlage stimmt kann mann ein anderes HeckSystem verbauen (ich habe selber eins und zwar an einer seperaten Endstufe). Nur ist das im vorhandenen Budget nicht sinnvoll mit den anderen Sachen zu realisieren.

Zitat:

und Pioneer war irgendwie irgendwie vor rund 10 Jahren für mich auch wesentlich besser als Heute im Geschäft was Autoradios angeht.

Sorry aber was ist das für eine Aussage?! Das sagst du weil du in den letzten 10 Jahren alle Top-Radios der Top-Marken in einem A/B Vergleich an der selben Komponentenkette verglichen hast oder wie?!

Hast du schonmal ein P88RS oder ein DEX-P99RS gehört?! Kennst du viele Radios die dir solch einen DSP zur Verfügung stellen und im Fall vom zweiteren sogar die Ansteuerung eines vollaktiven 3-Wege System + Sub ermöglichen(vom seitengetrenntem EQ, dem starkem Subout und dem Laufwerk gar nicht zu reden)?! Ich hatte bis vor kurzem noch Alpine 9853/9855 in den Autos verbaut (aus Optikgründen) um dann wieder auf Pio zu wechseln.. Beides Radios der "500er" Klasse. Trotzdem hat sich der Wechsel auf Pio (für mich auch aus klanglicher Sicht) gelohnt. Ich behaupte einfach mal das Pio mit dem DEX-P99 das derzeit klanglich beste Radio in der Liga bis 1K liefert.

Das JVC ist für die 100€ ganz in Ordnung, wüsste nicht das andere neue Radios in dem Bereich ein mehr an Klang zu bieten hätten.

Zitat:

Auch die Pegelfestigkeit reicht bei den Originalteilen grade so für das Opelradio hab ich das gefühl.

Eher umgekehrt.. Das Radio verzerrt schon viel früher und liefert dann nur noch Mist bzw. Rechtecksignale an den Lautsprechern -> Clipping. Zudem laufen die Werks-LS in einem Frequenzbereich ohne Hochpassfilter und sind bescheiden verbaut -> da kann ja nichts Vernünftiges kommen. An einem normalen Radio was seine 10-15 Watt RMS liefert und mit einem sinnvollen Hochpass passt die mechanische Belastbarkeit der Werks-LS schon (ausgehend von der Bestükung im Corsa/Tigra). Bedenke das sich noch der ein oder andere Widerstand/Verlust durch die Verkabelung vom Werk einschleicht.

Allen einen guten Rusch und viele Grüße😉

ich sag mal die Werkslautsprecher sind sogar schlechter wie meine biligsten billig lautsprecher von Pyle die langsam den Geist aufgeben.

Zum Hecksystem: In jedem Fall, in dem ich bisher eine Anlage verbaut hab, wurde nachher das Hecksystem so weit rausgedreht, dass ich es nicht mehr gehört habe. Ich weiß auch nicht, wer das anders macht, ist mir noch nicht untergekommen, denn es hört sich einfach grauenhaft an. Im meinem i500 (😁) hatte ich vorn und hinten sogar Focal Utopia (!) und die hinten habe ich rausgedreht. Irgendwann kam mir dann der Gedanke, dass ich die ja nur sinnlos spazieren fahre, das wäre genauso, wie wenn ich mir 300€ (so viel waren die gebraucht noch wert) ins Heck nagle. Also verkauft. Seitdem habe ich hinten gar keine (!) LS mehr und vermisse gar nichts.

Auch die "räumliche Ausfüllung" ist ein Argument, das zwar leicht entkräftet werden kann, aber sich dennoch hartnäckig hält. In den Köpfen der Menschen existiert seit Anbeginn der Zeiten die Vorstellung, dass viel auch viel hilft. Dass weniger manchmal mehr ist, ist etwas, womit leider nicht viele auf Anhieb zurechtkommen. Wenn man eine Fünfkanal-Headunit hat, dann sehe ich ein, man braucht Hecklautsprecher. Hat man aber nur eine Stereo-Headunit, wozu dann? Die meiste Musik ist sowieso in Stereo aufgenommen, jede weitere Klangquelle stört dann und muss so stark eingedämmt werden, dass sie von der Fahrerposition aus nicht mehr zu hören ist. Bei meinen Vectras ist das so, dass die dann fast gänzlich rausgedreht werden müssen, weil der Hochtöner der Hintertür näher am Ohr ist, als der der Vordertür. Einzig um etwas für die hinteren Passagiere mitlaufen zu lassen, sind Hecklautsprecher - sage ich mal - "dienlich", aber selbst in dem Auto, in dem ich gar keine mehr drin habe, hat sich, wenn mal jemand hinten mitgefahren ist, keiner beschwert.

Ich habe schon mehrmals direkt verglichen bei Radios und viele JVC gefallen mir weder von der Bedienung her, noch vom Klang. Es ist unglaublich, was man da im direkten Vergleich für einen Unterschied hört, das habe ich auch erst nicht glauben wollen. Alpine hat mir schon immer irgendwie zu wenig für mein Geld geboten an Ausstattung und Clarion baut - finde ich - in der letzten Zeit auch für mein Empfinden nichts Gescheites mehr. Bei Low-Budget-Geräten kann man aber bei Clarion wiederum nicht viel falsch machen. Würde ich persönlich JVC vorziehen, rein rational begründen kann ich das aber jetzt nicht.
Welche sich für mich als Topgeräte erwiesen haben, waren grob ohne auf bestimmte Geräte einzugehen: Pioneer, Kenwood und Panasonic. Letztere bauen leider keine Autoradios mehr.

Radios, Endstufen, Lautsprecher, Subwoofer --> das sind alles Dinge, die wir in unserem subjektiven Befinden für gut, weniger gut oder schlecht befinden. Die Mission "ich baue mal schnell eine Anlage ein" geht nur in den wenigsten Fällen gut, weil man mit ziemlicher Sicherheit relativ bald auf eine Komponente davon stößt, die einem besser gefällt, als die eigene. Und das ändert sich auch ständig. Sehe ich doch an mir selbst, alle paar Monate muss entweder etwas Neues her oder ich ändere etwas an den Einstellungen. In meinem i500 habe ich eine Ground Zero Nuclear 4350x (ein Hammerding, Leute, die sich auskennen, wissen bescheid) und in meinem Alltagsauto eine Spectron SP-A4150. So ein "Billigding", nicht unterste Schiene, durchaus brauchbar, aber um 100€ neu zu haben. Und das Kuriose: Die Spectron gefällt mir rein vom Klang her im Moment besser als die GZ.

Zu der Sache mit den Werkslautsprechern und Werkssystemen: Es ist in der Tat so, dass die Werksradios (und auch die ganzen Zubehörradios) einfach zu schwachbrüstig sind. Es entsteht dann bei vielen der Eindruck, die Lautsprecher müssten ausgetauscht werden, weil sie "kratzen". Das ist aber nicht richtig - in den meisten Fällen zumindest nicht. Vielmehr liegt das am Radio, wie schon von kreta63 richtig erklärt wurde. Habt ihr mal das Werkssystem an eine Endstufe gehängt? Ihr würdet euch wundern, wie viel besser das auf einmal klingt und "drückt". Ist zwar immer noch nicht die Krönung, aber es ist ein sehr deutlicher Unterschied. Je nach Werkssystem gibt es da auch deutliche Unterschiede. Bei meinem Bruder im Vectra (hat das Dreiwegesystem) haben wir auch erstmal nur eine Endstufe eingebaut und die originalen Lautsprecher drangehängt. Und das hört sich erstaunlicherweise sogar richtig gut an! Dazu muss man aber wissen, beim Dreiwegesystem hat der Tiefmitteltöner Gummisicke und ist nicht so ein Pappteil wie beim Zweiwegesystem. Am normalen Radio merkt man da keinen Unterschied, aber an der Endstufe geht plötzlich ganz schön die Post ab...

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Vollste Zustimmung an Hades86 *Daumen hoch* 😉

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