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Neues, gebrauchtes Auto hat viele Mängel, trotz "Tüv ohne Mängel" - was nun?

Themenstarteram 6. Dezember 2017 um 17:34

Hallo,

eine Freundin hat sich vor 4 Wochen einen Gebrauchtwagen von Privat gekauft. Der Wagen hat im Februar (oder März?) 2017 neuen Tüv ohne Mängel erhalten.

Nun hatte Sie die erste Reparatur in der Werkstatt, da das Traggelenk Geräusche machte. Der Meister in der Werkstatt schlug die Hände über dem Kopf zusammen und meinte das Auto ist nicht verkehrssicher!

Mängel die sie mir nannte:

- Bremsscheiben vorne unter Mindestmaß

- Bremse Tragbild vorne nicht ausreichend

- Bremsleitungen durchgerostet

- mehrere Gelenke und Gummis Vorder und Hinterachse ausgeschlagen

- Ölverlust

- weitere Dinge die ich gerade nicht mehr weiß

Auf jeden Fall meinte der Werkstattmeister, dass die Mängel schon länger bestehen müssen und auch im Februar oder März bei der Tüv-Prüfung vorhanden waren.

Nun hat meine Freundin ja keine Ahnung und dachte der Tüv ist fast neu, der Wagen macht optisch einen guten Eindruck. Gekauft von Privat mit einem ADAC-Kaufvertrag.

Kann man jetzt noch was machen? Also den Vorbesitzer belangen? Oder hat sie Pech gehabt?

Meinem empfinden nach, würde ich vorschlagen die Karre dem Vorbesitzer wieder hinzustellen und das Geld zurück zu verlangen. Könnte man das?

Oder was meint ihr?

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@C 37 RS schrieb am 6. Dezember 2017 um 18:10:19 Uhr:

Aber für mich heißt eine Tüv-Plakette, daß der Wagen ab dem Zeitpunkt der HU noch 2 Jahre ohne das o.g. Teile ausgetauscht werden müssen durchhält.

Diese Annahme ist schlicht falsch. Eine solche Plakette bedeutet lediglich, dass der Wagen zum Zeitpunkt der Untersuchung verkehrssicher war. Eine TÜV-Untersuchung ist kein vollumfänglicher Technik-Check und gibt auch keine Prognose über zukünftige Reparaturen.

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Meine 3 Autos waren dieses Jahr bei der HU. Febfuar Maerz und Juni bin ich immer faellig. Alle sind durchgekommen. Wuerde ich heute verkaufen, wuerde ich als Verkaeufer auch sagen das da alles in Ordnung ist. Und der wo HU macht wird auch sagen das der io war. Da hat man bei Privatkauf kaum Chancen

Die Freundin wurde nur dann betrogen, wenn der Verkäufer von den Mängeln zum Zeitpunkt des Verkaufs gewusst und sie absichtlich verschwiegen hat.

Wenn der Wagen unter Ausschluss der Sachmängelhaftung privat verkauft wurde und es keine Anzeichen dafür gibt, dass er die Mängel absichtlich verschwiegen hat, hat die Freundin Pech gehabt.

Da zu Fahrzeug und Kaufpreis keine Angaben gemacht werden kann man ja nur spekulieren. Also spekuliere ich mal:

Billige Kiste unter 2000€ gekauft und Neuwagen erwartet. Ist leider oft / meistens nicht der Fall, hat nur mit Betrug rein gar nichts zu tun.

Bremsen sind Verschleißteile. Seit Kauf ist einige Zeit vergangen. Kauf von Privat mit ordentlichem Kaufvertrag - sorry, aber da sehe ich keine Chance - und das ist auch gut so.

Themenstarteram 6. Dezember 2017 um 18:10

Also eine billige Kiste unter 2.000 Euro ist es nicht...Kaufpreis 4.200 Euro.

Es wurde kein Neuwagen erwartet. Aber für mich heißt eine Tüv-Plakette, daß der Wagen ab dem Zeitpunkt der HU noch 2 Jahre ohne das o.g. Teile ausgetauscht werden müssen durchhält. Und bei einer verrosteten Bremsleitung oder eine Bremsscheibe die nicht mehr die Mindestdicke hat, sehe ich da schon Betrug.

Die Gelenke kann man sich leicht ausschlagen gerade wenn man oft schnell in Schlaglöcher fährt oder öfters den Randstein hoch. Bremsen sind immer abhängig nach Fahrprofil vielleicht beschleunigt deine Freundin viel und bremst dann wieder stark herunter? Dazu nicht die besten Bremsscheiben und dann verschleißen sie schnell. Der TÜV sagt ja nur das an dem Tag wo er das Auto angeschaut hat alles gepasst hat. In der Zeit bis jetzt kann viel passieren!

Und, wie gesagt - ehe mal sich selbst bzw. die Freundin als Betrugsopfer einstuft, lieber einen Versuch machen, das sachlich zu klären.

Es soll ja Leute geben, die sich sehr gern als Opfer fühlen wollen, anstatt einzusehen, dass sie sich irren. Mein Lebensstil wär's nicht.

Deine Freundin hat einen entscheidenden Fehler gemacht: Sie hat keine Ahnung von Autos und den Wagen offenbar rein nach Optik gekauft. Klug wäre es gewesen, vor dem Kauf einen Gebrauchtwagencheck durchführen zu lassen.

Da der Kauf mehrere Monate her ist, ist der Zustand beim Kauf einfach kaum noch seriös rekonstruierbar.

Natürlich kann man einen Rechtsstreit anzetteln. Die Erfolgsaussichten sind mindestens ungewiss. Die Kosten im Fall einer Niederlage dürften kaum im Verhältnis zum Wert des Fahrzeugs stehen.

Von daher wäre mein Rat: Deine Freundin soll sich kräftig über sich selbst ärgern, die Reparatur als Lehrgeld verbuchen und für den nächsten Fahrzeugkauf daraus lernen.

Baujahr und Laufleistung wurde, warum auch immer, noch nicht genannt.

Zitat:

@C 37 RS schrieb am 6. Dezember 2017 um 18:10:19 Uhr:

Aber für mich heißt eine Tüv-Plakette, daß der Wagen ab dem Zeitpunkt der HU noch 2 Jahre ohne das o.g. Teile ausgetauscht werden müssen durchhält.

Diese Annahme ist schlicht falsch. Eine solche Plakette bedeutet lediglich, dass der Wagen zum Zeitpunkt der Untersuchung verkehrssicher war. Eine TÜV-Untersuchung ist kein vollumfänglicher Technik-Check und gibt auch keine Prognose über zukünftige Reparaturen.

Themenstarteram 6. Dezember 2017 um 18:22

Ok, ich habe es verstanden und gebe es so weiter. Dann soll sie sich mal ärgern :D und nächstes Mal weiß sie Bescheid.

Optik ist nicht alles, wie so oft im Leben ;)

Aber komisch finde ich die Sache trotzdem. Die ganzen Gummis die nicht mehr in Ordnung sind, altern doch über Jahre. Also war es beim Tüv Termin auf keinen Fall in Ordnung. Wenn der Motor von heute auf morgen Öl verliert ist das natürlich was anderes.

Die Hauptuntersuchung war vor 9 MONATEN! In der Zeit kann VIEL passieren.

Dass deine Freundin den Wagen nicht gründlich durch gecheckt hat oder durch checken lassen....... das verbucht man unter Erfahrung. Beim nächsten Mal nimmt sie jemanden mit, der Ahnung von Autos hat oder lässt das Auto prüfen! Oder sie kauft sich einen Wagen vom Händler, da ist eine Gewährleistung und/oder Garantie inklusive.

Ich sehe hier absolut keinen Betrug.

Zitat:

@C 37 RS schrieb am 6. Dezember 2017 um 18:10:19 Uhr:

Also eine billige Kiste unter 2.000 Euro ist es nicht...Kaufpreis 4.200 Euro.

Es wurde kein Neuwagen erwartet. Aber für mich heißt eine Tüv-Plakette, daß der Wagen ab dem Zeitpunkt der HU noch 2 Jahre ohne das o.g. Teile ausgetauscht werden müssen durchhält. Und bei einer verrosteten Bremsleitung oder eine Bremsscheibe die nicht mehr die Mindestdicke hat, sehe ich da schon Betrug.

Als Fahrzeughalter hat man IMMER dafür zu sorgen, dass sein eigenes Fahrzeug in einem guten technischen Zustand ist.

Wie soll denn eine HU aussagen, dass die Teile noch 2 Jahre halten?

Das ist völlig utopisch, da müsste jedes Auto durchfallen.

Es gibt auch Leute, die fahren mal eben 50tkm im Jahr.

Und die haben so eine gute Fahrweise, dass die in 2x in der Zeit alle 4 Bremsscheiben wechseln.

Das Einzige was ich hier sehe ist die Verrostete Bremsleitung.

Alles andere ist völlig normaler Verschleiß

Mein Auto ist gerade volljährig geworden und der TÜV war letztes Jahr besonders pingelig. Daher die Frage: Wo ist dieser TÜV?

Aber Scherz beiseite!

Ein Gummi der 20 und mehr Jahre am Auto ist, kann auch noch als intakt angesehen werden, wenn ein anderer ihn austauschen würde. Also das ist sehr subjektiv.

Die Dicke von Bremsscheiben wird beim TÜV nicht nachgemessen. Das muß man nicht merken wenn die Scheibe zu dünn ist und da würde man auch nicht alle Grenzwerte wissen. Nach 70 oder 80.000 km schleife ich den Grat an der Scheibe mit der Flex weg, damit der TÜV nicht auf dumme Gedanken kommt. Die Scheibe hat dann noch ausreichende Dicke! Aber es gibt keine Diskussionen.

Eine Werkstatt kennt die Mindestdicke und kann nachmessen.

Es gibt seriöse Händler für Bremsscheiben und -beläge. In Berlin und im Saargebiet! Aber nicht in der Bucht kaufen.

Bei 1000 € Reparaturkkosten und dem Stundenlohn eines Anwaltes von 300 € , Gutachten noch nicht einbezogen, kannst Du Dir überlegen, wie sinnvoll der Rechtsweg ist.

Ein Spruch dazu. Jeder macht die Augen auf. Einer vorher, der andere nach dem Kauf!

Es ist einfach ein bodenloser Leichtsinn ein Auto nach dem Aussehen und ohne einen fachkundigen Begleiter zu kaufen. Vier Augen sehen einfach mehr.

schrauber

PS

Und wer sagt, daß die Werkstatt das Maß aller Dinge ist?

Zitat:

@mattalf schrieb am 6. Dezember 2017 um 17:43:44 Uhr:

Klingt als waere deine Freundin bei ATU gewesen.

Gemeint ist wohl GTÜ, nicht ATU!

Bei denen heißt das Untersuchungsergebnis nicht "ohne Mängel", sondern "ohne festgestellte Mängel". Das ist ein feiner, aber gemeiner Unterschied. Und in den AGBs heißt es: "Feststellungen über....versteckte Mängel, die bei einer Sichtprüfung nicht erkennbar wären, sind nicht Gegenstand der Untersuchungen".

Es dürfte also sehr schwer sein, denen eine Haftung anzuhängen, erst recht nach so langer Zeit. Und der Verkäufer hat mit diesem Untersuchungsergebnis in der Hand die festgestellten Mängel ganz sicher nicht arglistig verschwiegen.

Also bleibt wohl nichts anderes übrig als die Reparaturkosten unter "gezahltes Lehrgeld" abzubuchen.

Eine Bremsscheibe unter Mindestmaß ist nicht zwingend ein Problem beim TÜV. Belagsatz darf man noch runterfahren und dann muss man wechseln.

Wird maximal einen Hinweis im Bericht geben.

Rostige Bremsleitungen sind auch nicht per se problematisch.

Unser 3er fährt schon 10 Jahre mit rostigen Leitungen. Zweimal im Jahr schmiere ich die dick mit Fett ein. Der Prüfer kratzt dann immer frei, hört sich meine Geschichte an und schaut nach ob noch genügend Substanz vorhanden. Gab noch nie Probleme, da ersichtlich ist dass ich ein Auge drauf habe.

Poröse Gummis sind ab einem gewissen Alter normal.

Kein Spiel, nichts ausgeschlagen, keine Beanstandung.

Was vor 9 Monaten noch ging, kann jetzt natürlich fertig sein.

 

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