Neue AU-Verordnung 2017, wieder mit Endrohrmessung
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Noch kein Thema hier ?? : http://www.spiegel.de/.../...trenge-asu-fuer-alle-autos-a-1129837.html
Zitat : "Für deutsche Autofahrer war sie ein jahrzehntelang verhasstes Ritual. Noch bevor der Prüfer bei der Hauptuntersuchung unter das Auto stieg, schob er eine Sonde in den Auspuff und vermaß das Abgasverhalten des Autos. Im Volksmund hieß das Prozedere "ASU" oder "AU" (für "Abgassonderuntersuchung" oder "Abgasuntersuchung"😉, ein eckiger Aufkleber auf dem vorderen Kennzeichen vermeldete die bestandene Prüfung. Nach zahlreichen Anpassungen müssen diese Prüfung heute nur noch Autos über sich ergehen lassen, die vor dem Jahre 2006 zugelassen sind ... Doch genau das will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nach SPIEGEL-Informationen nun wieder ändern.
Die Beamten in seinem Haus arbeiten derzeit an einer Verordnung, um die Endrohruntersuchung wieder für alle Autos einzuführen. Die technischen Details sind zwar noch nicht ganz geklärt, der verwaltungsrechtliche Text aber schon geschrieben .... Die Dekra und andere Prüfgesellschaften hatten auch deshalb gefordert, die Untersuchung wieder einzuführen, weil manche Autos getunt werden: Dadurch steigt die Leistung, zugleich nehmen jedoch auch Verbrauch und Abgase zu. Die technischen Modalitäten der Prüfung werden anders sein als bei der bisherigen Endrohruntersuchung."
Und DAS kommt dabei raus, wenn der Bock gleichzeitig der Gärtner ist : http://www.elektronikpraxis.vogel.de/aut...es/573275/ .... Icon_sad
Mehrkosten für die Autofahrer : 207 Millionen Euro 😠
Beste Antwort im Thema
Genau so ist es und nein, die Prüforganisationen wünschen nicht, dass das so kommt.
Wenn man im Winter in ner Werkstatt bei 10 Autos den Motor erstmal auf min. 80 Grad C erwärmen muss, um keinen Schaden bei der Endrohrmessung zu riskieren sind es die aktuell 7€ mehr, die eine AU mit Endrohrmessung im Vergleich zu einer AU mit Kurzmessung kostet den Zeitaufwand allemal NICHT wert! (Preis bei der grünen ÜO in Hessen)
Davon abgesehen, dass beim Diesel momentan ausschließlich die Trübungswerte (also der Rußanteil) gemessen wird, welcher bei modernen Fahrzeugen mit DPF meist eh bei 0,00 liegt (bei einem Grenzwert von meist 0,50). Eine Endrohrmessung würde also mit der aktuellen Prüfmethodik keinen Mehrwert bringen, NOx etc. wird schließlich nicht gemessen.
Wenn ein moderner Diesel bei der Trübung über 0,5 liegt, ist irgendwas komplett faul und würde auch bei der Kurzmessung auffallen.
Beispiel:
LKW mit EURO6-Motor können auch mit der Kurzmessung gemessen werden, aber erst seit dem Leitfaden 5 (neue AU-Geräte können das). Wo noch Leitfaden 4 Standard war, musste jeder EURO6-LKW mit normaler Endrohrmessung gemessen werden. Ich persönlich hatte da KEINEN dabei, wo die Trübung höher wie 0,02 lag, i.d.R. waren es 0,00, also nicht messbar mit den Geräten.
Fazit:
Rußpartikel sind heutzutage kein Thema mehr und Feinstaub/NOx/etc. lassen sich mit einer Trübungsmessung nicht darstellen. Der VW-Abgasskandal z.B. wäre also auch mit Endrohrmessung nicht bei der AU aufgefallen.