Nach Bremsenreparatur fährt er nicht mehr

Renault Megane I (A)

Hallo,

wie im anderen Thread schon geschrieben, ist mir die Bremsleitung hinten geplatzt und wurde repariert. Jetzt habe ich es repariert bekommen, bin 250 km nach Hause gefahren und habe den Megane abgestellt. Heute will ich ins Fitnessstudio fahren und siehe da: die Karre steht wie ein Fels. Nur wenn man auf 3000 Umdrehungen hochgeht und die Kupplung richtig hart schleifen lässt bewegt er sich ein paar mm. Dabei bäumt er sich ziemlich auf. Was ist das denn? Die Handbremse hinten fest? Bremsflüssigkeit bei der Reparatur nicht korrekt entfernt? Reparatur verbockt? Sowas hat die karre noch NIE gemacht. Was mach ich jetzt am besten? Muss die Werkstatt für die Nachreparatur aufkommen? Die sind immerhin in Bayreuth und ich in der Nähe von Stuttgart (Tübingen).

Schon mal vielen Dank wenn jemand helfen kann!

Nachtrag: ich hab die Werkstatt angerufen und die wissen natürlich von nix. Die sagen da hat sich bestimmt ein Belag gelöst und jetzt isses fest. Manchmal könnte man die Russen echt bitten neben Georgien auch mal ein paar Raketen auf gewisse Werkstätten zu schießen, grummel.

9 Antworten

Ach Du dicke Sch...amesröte, die dem Monteur(vielleicht) ins Gesicht steigen sollte ob solcher Dramen. Fakt ist: Nach Deiner Schilderung ist Bremse hinten rappelfest, warum das so ist, ist zunächst nicht maßgeblich. Bei gewaltsamen Versuchen, zu fahren, gibts richtig Bruch, das ist gewährleistet Nach meinem Dafürhalten als ehemaliger Mechanic sollte eine Fachwerkstatt in der Lage sein, eine Bremse manierlich herzurichten, Fehler könnem immer mal passieren, dafür sind wir alle nur Menschen. Selbst die Werkstatt meines absoluten Verrtrauens hat es schon geschafft, die ziemlich feste hintere Bremse vom Astra F Caravan so gewalttätig auseinanderzureißen, dass alles im Arrr...g zermurksten Zustand war(knapp 6Monate vorher im gleichen Betrieb erneuert). Du solltest einen Mechanic(muß kein gelernter, auf jeden fall aber ein gewissenhafter sein) vor Ort bemühen, den Wagen erst mal wieder fahrbereit zu machen. Jede noch so feste Bremse läßt sich wieder lösen, die Qualität des Handwerkers läßt sich an der Bereitschaft zur unmittelbaren Gewalttanwendung am Fahrzeug erkennen. Wer sofort zum Brenner oder Vorschlaghammer greift ohne mit sanfteren Vorgehensweisen zumindest versuchsweise zu beginnen, sollte besser im Verwertungsbereich tätig sein. Bremse ist nunmal heikles Thema, für´n gelernten, auch wenns 25 jahre her ist, technisch nicht sehr anspruchsvoll, aber Achtung!!! relativ kleine Nachlässigkeiten können wirklich verhehrende Auswirkungen haben. Kleiner Tip, davon ausgehend, daß hinten Trommeln drauf sind: Radschrauben lösen, Wagen anheben(vorher bitte Vorderräder durch Steine o.ä. gegen Rollen sichern), bei gelöster Handbremse durch Vor- und Zurückdrehbewegung versuchen, Bremse frei zu bekommen. Je nach Felgensorte(bei Alufelgen besser nicht) vielleicht sanft bis deutlich mit Gummihammer gegen Felge im Trommelbereich klopfen. Gggf. Rad demontieren und durch radiale Schläge auf die Trommel versuchen, Bremse zu lösen. Hinblickend auf das Wort "Fitnesstudio": Je nach Trainingsstand bzw. Größe und Gewicht des Gummi- bzw. Kunststoffhammers kannst Du mit relativ wenig Mühe relativ große Schäden anrichten. Nach erfolgtem Lösen der Bremse MUSS vor der nächsten Fahrt unabdingbar von sachkundiger Person die Angelegenheit begutachtet werden. Wenn Dir auf der BAB die Bremse festgeht, hast Du kein Geld verdient und wohlmöglich Dich und andere In den Abgrund gestürzt. Abschließend: Habe über 10 Jahre Autos repariert, aber schon lange her. Werkstatt des Vertrauens am Wohnort MUSS man haben, sollte bevorzugt wirklich Meisterbetrieb sein, aber nicht unbedingt Markengebunden. Habe beste Erfahrungen mit "Freien" gemacht.

M.f.G. Burkhard C

das komische ist aber das er ja 250 km gefahren ist und dann hängt die bremse??hast du scheiben oder trommeln hinten und betätigst du die handbremse beim parken??bei einem bremsflüssigkeitswechsel nach geplatzter leitung hat der mechaniker ja nichts an den bremsen selber gemacht?!

Ich habe Trommelbremsen hinten. Das Komische ist, dass er während der Fahrt super gerollt ist, auch dabei hat die Handbremse nicht blockiert, ich habe sie mehrmals benutzt. Aber als ich ihn abgestellt habe, habe ich vergessen die Handbremse rein zu machen, und als ich von der Bremse gegangen bin, rollte er vorn ein paar mm/cm weiter und blieb dann "hängen". Als wenn ich auf einen Bordstein gefahren wäre. Ich habe dann die Handbremse gezogen und geschaut, ob ich wo drauf gefahren bin, aber da war nix. Ich denke das war der Moment wo sich die Bremse verklemmt hat.
Also der Typ in der Werkstatt meinte die Beläge müsstn in ca. 10-20 TKm gewechselt werden, würden aber noch gehen. Um das zu wissen muss er doch aber an der Bremse selbst was gemacht haben, oder?

Hallo!

Kommt wohl nicht selten vor, dass sich Bremsbeläge der Trommelbremse lösen und das komplette Hinterrad blockieren, sodass es kein Vorankommen mehr gibt. Muss auch nicht mit dem Bremsleitungsschaden und der Reparatur zusammen hängen, kann man als normalen aber unglücklichen Verschleiß sehen. Ist es überhaupt das Rad, an dem die Reparatur durchgeführt wurde?
Wenn die Werkstatt nicht beide Trommelbremsen geöffnet hat, was üblicherweise nur zur Kontrolle der Belagstärke oder zur Entstaubung erfolgt, könnte es auch sein, dass Du den abgebrochenen Bremsbelag schon längere Zeit mit Dir mitschleppst, und er sich erst dann beim letzten Parken in der Trommel verklemmt hat. Vorher merkt man das nämlich nicht unbrdingt.
Kann natürlich sein, dass sich der Bremsbelag erst bei Bremsproben nach der Reparatur gelöst hat. Dann hast Du Glück gehabt, die 250 km ohne Probleme geschafft zu haben.

Solltest Du die Bremse vor Ort wieder frei bekommen, sollte Dich der nächste Weg in die nächste Werkstatt führen. Ansonsten kannst Du Deine Werkstatt nur um ein Abschleppen bitten oder selbst einen Abschlepper bestellen. Frag in Deiner Werkkstatt, ob Du dabei sein kannst, wenn Sie die Bremstrommeln öffnen. Der Monteur wird Dir erklären können, wie und wobei es passiert sein kann.
Schätze aber, dass Du der Werkstatt in Bayreuth keinen Fehler nachweisen kannst. Kann mir nicht vorstellen, dass die ein mutwilliges Interesse an einer Folgereparatur hatten, zumal Du ja nur auf der Durchreise warst.

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Vielen Dank für die Antwort! Dass es was mit der Reparatur zu tun hat denke ich eigentlich nur aus dem Grund, dass sie mich angerufen haben und meinten die Bremsflüssigkeit wäre ziemlich rausgesaut und sie müssten die erst abwaschen bevor ich die Karre holen könnte. Ich könnte mir nun vorstellen, dass die in die Trommel gelaufen ist und sich dort der Kleber vom Belag gelöst hat. Und da die mir das Abwaschen in Rechnung gestellt haben, würde ich darauf hoffen, dass sie bei nichtgründlicher Ausführung auch für die Folgekosten aufkommen müssen.

Also ich habe mal die Bremse gelöst und mich ins Auto gesetzt und die Karre hin und her geschaukelt. Dabei hat es sich mit einem "Klack" wieder gelöst. Kann man daraus Rückschlüsse auf die Art des Problems ziehen?

Grüße!

Denke schon. Generell deutet Deine Beschreibung nicht auf ein abgebrochenes bzw. abgelöstes Stück Bremsbelag hin, sondern eher auf ein mechanisches Problem innerhalb der Bremse bzw. Bremsenrüchzugfeder o.s. Aus der Ferne ohne Kenntnis der von Bremsflüssigkeitsaustritt betroffenen Komponenten eine belastbare Aussage zu treffen, erachte ich als schlichtweg unmöglich, da die Anzahl der Möglichkeiten zwar grundsätzlich nicht allzu hoch ist, aber hier sicherlich nicht der geeignete Zeitpunkt für Ratespielchen ist. Ich lege Dir nunmehr dringlichst ans Herz: Die Bremstrommeln müssen zwecks in Augenscheinnahme der Situation definitiv schnellstens runtergemacht werden. Ob ein Kfz Betrieb minderwertig gearbeitet hat, ist hier zunächst absolut unmaßgeblich bzw. nachrangig. Maßgeblich ist ausschließlich -rabiat ausgedrückt- 😁u hast Scheiße mit der Bremse und wenn da nicht umgehend venünftig bei geguckt wird, hast Du hohe Chancen, Dir die Rübe einzufahren und vielleicht noch `ne ganze Familie mit ins Unglück zu stürzen. Vernünftig gucken heißt nicht zwangsläufig KFZ Meisterbetrieb, aber sein Handwerk sollte der Mann/die Frau gelernt haben und bißchen Erfahrung dazu. Lehrjunge 1. Lehrjahr sollte sich die Verantwortung noch nicht aufbürden, auch nicht aus Hilfsbereitschaft und gutem Willen. Bitte mach das so, war insgesamt ca. 10 Jahre im Geschäft, habe Dinge gesehen, die man gar nicht beschreiben darf. Manche davon hätten einen Atheisten von der Existenz des gnädigen Gottes überzeugt.

M.f.G. Burkhard C

Ich habe morgen m 12:30 einen Termin beim ATU, heute wollten sie es nicht mehr machen. Die Bremswirkung ist aber momentan noch gut. Allerdings hört man beim Bremsen aus der hinteren linken Bremse ein Quitschen... Die Beläge lass ich eh gleich machen, dann ist das wenigstens iO.

Ok, die Karre läuft wieder. In der Bremstrommel war relativ viel Abrieb und Rost und beim Einstellen der Bremsen nach der Reparatur haben die die laut dem Mechaniker von ATU nicht ganz korrekt eingestellt. Da hat es dann geklemmt. Reinigen und neueinstellen hat 17 Euro gekostet. Da bin ich ausnahmsweise mal sehr zufrieden.

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