Nach 45+ Fahrstunden immer noch Anfängerfehler
Hallöchen,
um ehrlich zu sein bin ich grade ziemlich am verzweifeln. Ich habe im Mai mit meinen praktischen Fahrstunden angefangen. Erst ein paar Schalterstunden, nachdem das geklappt hat, sind wir auf Automatik umgestiegen. Die Fahrstunden liefen nur so okay aber es ging voran. Vor anderthalb Monaten haben wir dann mit meinen Sonderfahrten angefangen (Autobahn, Überland), was wirklich toll geklappt hat insgesamt. Überland war zwar ein bisschen holprig die engen Straßen zu fahren, war auch sehr windig usw aber insgesamt waren wir echt zufrieden.
Dann bin ich in Urlaub gefahren 2 Wochen und konnte nicht fahren. Es hieß nur, dass danach noch die Nachtfahrt fällig ist. Ich dachte ja cool, dann mach ich nach dem Urlaub die Nachtfahrt und noch eins zwei Stunden, dann Prüfung. Als ich aus dem Urlaub kam und eine Fahrstunde hatte, hieß es direkt, dass jetzt der Fahrlehrer im Urlaub ist, für 3 Wochen. Na toll, dann bin ich wieder 2 Wochen nicht gefahren und habe wieder nur wenige Termine bekommen, als er wieder da war (einen Termin alle zwei Wochen).
Und dann fing es an. Als er aus dem Urlaub zurück war und ich in 5 Wochen nur einmal gefahren bin, meinte er "ja jetzt geht es ja langsam in Richtung Prüfung" und ich habe mich auch super gefreut. Nur habe ich seitdem nur noch Fehler gemacht. Anfängerfehler, wie Vorfahrt nicht beachtet, einen E-Scooter im toten Winkel nicht bemerkt, einmal blinken vergessen und irgendwie schneide ich jede Kurve nach links sehr extrem. Egal was ist, ich mache immer irgendwas falsch. Dabei sind es immer nur so Einzelfälle, ist ja nicht so als würde ich immer die Vorfahrt verpennen oder immer die Fußgänger "ignorieren" oder immer die Kurven schneiden. Problem ist sehr oft, dass wenn ich einen Fehler mache, mein Fahrlehrer mich extrem stark abbremst, das kommt schon fast an eine Gefahrenbremsung ran teilweise (wenn auch ncith so schnell). Dann erschreck ich mich immer, aber er meint, ich präge es mir so ja besser ein wenn ich was falsch mache. Und dann kommen noch Kommentare wie "wieder nicht gesehen" oder "durchgefallen". Von der Prüfung redet er aktuell überhaupt nicht mehr. Nich tmal mehr von der Nachtfahrt. Wieviele Stunden ich noch brauche steht scheinbar in den Sternen. Ich traue mich auch nicht zu fragen. DAmals nach 10 Stunden ungefähr hat er mir auch nur gesagt "ja das liegt an dir, du bist noch ganz am Anfang"
Die ganzen Grundfahraufgaben hatten wir auch schon. Da bin ich mir unsicher, aber es klappt trotzdem irgendwie. Problem hier ist, dass er mich nicht einfach komplett zbsp einparken lässt sondern immer dazwischenredet und es erklärt, dann selber bremst, gas gibt etc etc etc und das macht mich so wuschig, weil ich mich jedes Mal so fühle, als würde ich so parken, dass es ihm recht ist und nicht so wie es richtig ist. Außerdem: Für mich steht das Auto oftmals grade auch wenn es schief ist weil ich einfach nicht gucken kann scheinbar.
Ich habe meinen Fahrlehrer eigentlich echt gerne, da er eigentlich auch lieb ist. Er schreit jetzt nicht rum oder macht mich nicht verbal fertig, wie ich es oft bei manchen anderen gelesen hatte. Auch erklärt er die Sachen gut, man kann sich gut mit ihm unterhalten und insgesamt sind die Fahrstunden angenehm. Nur dass es jetzt wieder so weit weg zur Prüfung ist, macht mich so wahnsinnig und ich könnt einfach nu rnoch heulen. Fahrstunden sind nun mal verdammt teuer und ich habe auch nicth unendlich Geld.
Außerdem lese ich überall von allen Leuten, dass sie nur so wenig Fahrstunden gebraucht haben, dass es sofort geklappt hat, dass sie den Führerschein nach wenigen Monaten oder überhaupt wenigen Wochen hatten und dass jeder, der mehr als die Mindestanzahl der STunden braucht scheinbar ein Idiot ist.
Ich kann Fahrschule nicht abbrechen, dafür ist schon zu viel Geld drin verschwunden und ich weiß, dass Freundinnen bei anderen Fahrstunden noch viel größere Probleme haben, Termine zu kriegen (eine Freundin hat einen Termin im Monat und langsam läuft ihre Theorie aus). Aber es kann irgendwie nicht so weiter gehen. Immer mehr Geld verschwindet und ich mache nur noch Rückschritte, was mich emotional extrem belastet. In der Theorie kann ich alles, habe auch ohne Fehler beim 1. Versuch geschafft. Nur irgendwie krieg ichs nciht umgesetzt. Oder zumindest nicht mehr ... Anfangs war ich ja noch sehr entspannt dabei und generell bin ich auch relativ locker. Nur passiert dann ein Fehler, ich werde einmal abgebremst, dann bin ich den Rest der Stunde nur noch ein Nervenbündel.
Außerdem ist mein Fahrlehrer jetzt wieder bis zum 10. Oktober im Urlaub ...
Was soll ich machen? Ging es jemand anderem auch so?
32 Antworten
Zitat:
@Steven4880 schrieb am 27. September 2023 um 19:04:10 Uhr:
Dann sollte man erst seine Angst in den Griff bekommen. Anschließend den Führerschein machen.
Das ist krude. Wieso? Die Angst ist nur entstanden, weil der Fahrlehrer bei jedem Fehler voll in die Eisen tritt. Wieso soll der Schüler sich ändern?
Oder anders gefragt, was soll der Schüler dabei lernen? Vor jedem Fehler Angst zu haben? Wir machen alle Fehler im Verkehr.
Täglich, kleinere und hin und wieder auch mal ein größerer. Das gehört dazu und soll einen nicht jedes Mal völlig aus der Bahn werfen?
Zitat:
@Steven4880 schrieb am 27. September 2023 um 19:00:41 Uhr:
Zitat:
@ranitegar schrieb am 27. September 2023 um 18:56:54 Uhr:
Oh, Entschuldigung. Wie konnte ich nur daran zweifeln dass Lehrer und Ausbilder perfekt sind. Asche auf mein Haupt.r
Hast du nicht.
Du hast empfohlen „sag ihm klipp und klar…“Du weißt selbst dass man es lernen kann ein Auto im Straßenverkehr zu fahren.
Du hast aber direkt den Lehrer verurteilt.Da sind wir wieder beim Thema. Der Lehrer ist schuld.
Autofahren, rechtzeitig bremsen sind keine Probleme. Für langsames umsichtiges Fahren ist noch niemand durch die Prüfung gefallen.
Ich habe den Lehrer nicht verurteilt sondern nur geschrieben dass er in diesem Fall eben der Falsche für seine Fahrschülerin ist wenn er es nicht schafft ihr die Unsicherheit zu nehmen und seine Methoden anzupassen.
Bei anderen Fahrschülern funktioniert seine Methode ja vielleicht.
Man kann es natürlich auch umgekehrt sehen. Vielleicht ist die TE die falsche Fahrschülerin für ihn.
r
Zitat:
@Scimitar83 schrieb am 27. September 2023 um 19:05:51 Uhr:
Zitat:
@Steven4880 schrieb am 27. September 2023 um 19:04:10 Uhr:
Dann sollte man erst seine Angst in den Griff bekommen. Anschließend den Führerschein machen.Das ist krude. Wieso? Die Angst ist nur entstanden, weil der Fahrlehrer bei jedem Fehler voll in die Eisen tritt. Wieso soll der Schüler sich ändern?
Ich denke dass der Fahrlehrer einen ausgebildeten Beruf hat zur Ausübung seiner Tätigkeit. Und das amtlich.
Wie soll das in Zukunft laufen in so einem Fall?
Wenn der Fahrlehrer sagt, du bremst zu spät, dann bremst du zu spät.
Zitat:
@LiliaLin schrieb am 27. September 2023 um 16:54:54 Uhr:
Ging es jemand anderem auch so?
Nein, mir ging es nicht so. 😎 Ich habe in der FS nur 10 Fahrstunden gebraucht.
Warum? Weil ich oft genug "schwarz" gefahren bin. 😰 Aber das ist schon lange her. 😉
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Ich weiß nicht, wa sheute so normal ist, aber 45 Std. und kein Ende erscheint mir doch sehr viel.
Ich glaube, ich hatte damals 12 Doppelstunden plus die Sonderfahrten. Das war damals verhältnismäßig wenig, aber war eben eine andere Zeit, weniger Verkehr, viel schwarz geübt, wie mein Vorredner schon sagte. Kann man m.E. nicht mit heute vergleichen.
Ich würde die Fahrschule wechseln, mindestens aber den Fahrlehrer und auch drauf bestehen, die Fahrstunden regelmäßig zu bekommen. Wochenlange Pause dazwischen wirft dich jedesmal auf Anfang zurück, vor allem, wenn du eh unsicher bist.
Und wer meint, der Fahrlehrer ist schuld, dem sei gesagt: Das ist kein Pflichtunterricht an einer öffentliche Schule, wo es dazugehört, auch mal einen Lehrer zu erwischen, mit dem man nicht klarkommt.
Bei der Fahrschule ist man Kunde und zahlt einen Haufen Geld dafür, dass der Fahrlehrer einem das Fahren beibringt. Und der Fahrlehrer muß sich nunmal auf verschiedene Typen einstellen (könne). Das gehört zu seinem Beruf. Einem das Fahren beizubringen, der seit Kindesbeinen an auf dem Trecker gefahren ist und vorher schon stundenlang schwarz geübt hat und eh ein begeisterter Fahrer ist, ist nicht schwer.
Aber gerade, es denen beizubringen, die keinen geborenen Autofahrer sind und denen es nicht im Blut liegt, sollte doch einen guten Fahrlehrer ausmachen.
Zitat:
@Steven4880 schrieb am 27. September 2023 um 19:25:37 Uhr:
Zitat:
@Scimitar83 schrieb am 27. September 2023 um 19:05:51 Uhr:
Das ist krude. Wieso? Die Angst ist nur entstanden, weil der Fahrlehrer bei jedem Fehler voll in die Eisen tritt. Wieso soll der Schüler sich ändern?
Wenn der Fahrlehrer sagt, du bremst zu spät, dann bremst du zu spät.
Hast du den Eingangsbeitrag gelesen? Es geht nicht um zu spätes bremsen sondern um extra hartes Bremsen als erzieherische Maßnahme bei jeder Form von Fehlern, womit er sich ja auch brüstet. Ein ausgebildeter Lehrer kann über solche Maßnahmen nur den Kopf schütteln, weil sie den Schüler umsonst verunsichern.
Vor allem würde ich mal generell eine zweite Meinung versuchen zu bekommen.
Also auf Verkehrsübungsplatz einfach mal mit einer anderen Person testen und üben.
Einige Fahrschulen erlauben auch eine dritte Person auf dem Rücksitz, bei einer Übungsstunde, dann weiß man gleich wie sich das anfühlt, muss man ja auch üben, als Argument?!
Versicherungstechnisch evtl. abklären.
Längere Pausen in der Ausbildung sind immer ein Problem. Man "verlernt" dabei schnell.
Versuche dich bei deinen Problemfällen mehr darauf zu konzentrieren. Du hast es doch mal richtig hingekriegt, oder? Warum sollte das jetzt nicht mehr gehen? Lass dich wegen der anstehenden Prüfung nicht kirre mache! Und wenn es sein muss, dann halt ein paar Fahrstunden mehr - auch wenn's ins Geld geht.
Ein Wechsel der Fahrschule käme dir insgesamt noch teurer. Du und der neue Fahrlehrer müssen sich aufeinander einstellen. Also gehen wieder weitere Fahrstunden dafür drauf.
Hast du die Möglichkeit, auf einem Privatgelände oder Verkehrsübungsgelände (ADAC u.a.) privat zu trainieren? Könnte dir beim Kurvenfahren oder Einparken etwas Übung bringen.
@LiliaLin: Bei deinem eigentlichen Problem kann ich dir leider nicht helfen. Ich weiß nur, dass meine geschiedene Ehefrau auch eine Unmenge Fahrstunden gebraucht hat und wohl weit über 4 TDM dafür bezahlen musste. Dabei hat sie sich gar nicht ungschickt angestellt, war nur immer so furchtbar aufgeregt und nervös... Bei ihrer Prüfungsfahrt wusste sie beim Einsteigen gar nicht, dass es Ihre Prüfungsfahrt werden soll. Da saß zwar ein ihr fremder Mann mit hinten im Golf, den hat sie aber für einen neuen Fahrschüler gehalten. Erst als der dann anfing zu reden und ihr sagte, wo sie lang fahren solle, hat die es dann geschnallt... Aber da war die schlimmste Nervosität vorbei - und sie hatte es geschafft. Ihr Fahrlehrer muss wirklich gut gewesen sein, bei einer vorher bekannten und angekündigten Prüfungsfahrt wäre sie unter Garantie durchgefallen... :-) Danach habe ich mit ihr nochmal ca. 3 Wochen TRABANT fahren geübt. Jeden Tag. Dass sie schon gemeckert hat und nicht mehr wollte. Aber da war ich hart - ich habe auch konsequent meine Fahrdienste, die ich sonst immer mal wieder für sie gemacht hatte, eingestellt. Ich wusste, dass sie fahren muss, sicher werden, Routine kriegen! Was das angeht, bin ich heute richtig stolz auf sie, sie hatte erst einen Twingo und jetzt hat sie so eine kleine Gehhilfe von Citroen, weiß nicht wie der heißt. Aber sie fährt sicher, zwar eher devensiv, lässt sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen. Und hat schon tolle Schimpfworte gelernt :-)
Also Themenerstellerin, wenn es einen Rat gibt: Wenn du es geschafft hast - Und das wirst du!!! - musst du fahren, fahren, fahren...! Dann klappt das auch in echt...!
Na gut, noch zwei "Fahrschulmethoden" der besonderen Art, mein Führerschein, gemacht im Januar/Februar 1977 auf einem LKW IFA W-50. Ich war vom Dienstgrad Matrose, mein Fahrlehrer war Stabsobermeister - also Unteroffizier mit 3 silbernen Pickeln, danach kamen dann die Fähnrichdienstgrade... Der W-50 hatte ja den Motor praktisch in der Mitte des Führerhauses, mit einer Kunstleder verkleideten Abdeckung. Das Auto war voll synchronisiert, Servo, Luftdruckbremse - und fuhr sich eigentlich ganz leicht. Da wir hinterher aber russische Autos fahren mussten, GAS-63, die kein synchronisiertes Getriebe hatten, mussten wir also beim hoch -und runter schalten Zwischenkuppeln und auch Zwischengas geben. Das dauerte ja doch ein paar Sekunden mehr. Der Fahlerer wollte aber, dass wir während des kompletten Schaltvorganges, egal ob hoch oder runter, unsere Hand am Schaltknüppel lassen sollten - also nicht zwischendurch mal wieder ans Lenkrad fassen. Wir sollten halt Sicherheit gewinnen - und merken, dass das Auto geradeaus am besten läuft, wenn man gar nicht lenkt - nur halt bissl korrigiert. Aber wie das so war, am Anfang war man unsicher, war auch bissl Angst dabei - also ging die Hand oft automatisch wieder zum Lenkrad. Das hat er sich zwei-dreimal angesehen - und auch entsprechend gemeckert - beim nächsten Mal sagte er dann: "Rechts ran, anhalten"... Er stieg dann aus - und kam mit einer Weidenrute, die er draußen iwo abgeschnitten hatte, wieder ins Auto. Die Rute legte er in seine Griffnähe auf die Motorabdeckung. So dass ich sie auch sehen konnte... Dann eine Ansprache: "Die rechte Hand bleibt bei allen Schaltvorgängen am Schaltknüppel. Es wird zwischendurch nicht an das Lenkrad gefasst! Wenn sie das doch tun - ich haue ihnen auf die Finger...!" Also gut, ich sollte wieder losfahren, weiterfahren... Die ersten drei Minuten oder so war alles gut - aber dann war da wieder der Reflex da und ich griff zum Lenkrad. In dem Moment griff er zu der Weidenrute - und meine Hand ging wieder ganz schnell zurück an den Schaltknüppel. Ich glaube, das passierte so insgesamt 3 mal. Dann hatte ich es gefressen. Von da an wurde ich dann auch immer sicherer - und ich konnte fahren. Prüfungsfahrt in der Altstadt und im Hafengebiet von Rostock. W-50 mit Hänger...! Aber alles gut gegangen, nicht ganz perfekt, der Prüfer sagte was von 2 bis 3 - aber das war mir sowas von egal. Ich hatte den Fleppen, wie das bei uns hieß.
Ich weiß nicht, ob er wirklich gehauen hätte. Richtig doll sicher nicht. Aber die Drohung allein hat schon gewirkt...
Das ganze spielte sich Jan/Feb. in Kühlungsborn/Ostseebad ab. Da lag die 4. Flottille der Volksmarine. Und kalt war es und Schnee lag auch, festgefahren, trocken... Ich fahre wieder, auf einer unbelebten Straße die eine Steigung hatte. An der Kuppe derr Steigung kam wieder: "Halten sie an...!" Ich tat es und schaute ihn fragend ab. "Wie spät ist es?" Ich schaute auf meine Armbanduhr und sagte ihm die Zeit. "Geben sie mir ihre Uhr!"... Ich zögerte etwas, aber er wiederholte seine Aufforderung. Ich war zu dieser Zeit vielleicht ein halbes Jahr dabei - und ein Stabsobermeister war ein... Gott. Also gab ich ihm meine Armbanduhr. Das war ein Jugendweihegeschenk, ich glaube "Poljot" oder so ähnlich, russisches Fabrikat, 17 Steine, goldfarben mit Gliederarmband, Datumsanzeige - für damalige Verhältnisse schon eine "gute Uhr", 170,- DDR Mark im Laden...
Er nahm meine Uhr und stieg aus dem Auto. Nach einer Zigarettenlänge kam er wieder rein und setzte sich. "So, anfahren am Berg, und rollen sie keinen Zentimeter zurück, ihre Uhr liegt unter dem Hinterrad..." Beim ersten Anfahrversuch soff der Motor ab. Der W-50 hatte starke Luftdruckbremsen, wenn man die eine halbe Sekunde zu spät löste, soff der Motor eben ab, weil er das Anfahren nicht schaffte. Der zweite Versuch klappte aber, ohne Zurückrollen, alles gut... Er griff in seine Tasche, zog dort meine Uhr heraus, zeigte sie mir und grinste. Sicher war ich da froh. Ich muss aber sagen, dass ich ihm das sowieso nicht geglaubt hatte, das konnte nur ein Bluff sein, denn sowas hätte auch er nicht gedurft. Aber es war ja alles gut. Und die Zeit mit Stabsobermeister Keller war nie langweilig... :-)
Sorry für OT! Aber vielleicht macht es der Themenerstellerin ein bisschen Mut - wie gut sie es dagegen doch heute hat... :-) Und ich hoffe, es hat sich keiner zu sehr gelangweilt...
G_Merrick
Die Frage ist doch immer, wo es dran liegt.
- Zu spät bremsen vor Ampeln, Kreuzungen etc.?
- Zu dicht an parkenden Autos vorbei fahren? (Manche haben kein gutes räumliches Sehen, mein Bruder z.B.)
- Insgesamt mangelnde Verkehrsbeochachtung, Bushaltestelle nicht gesehen, kein Schulterblick?
- Oder schlechte Koordination, die TE fährt ja Automatik, das ist ja noch einmal leichter? Viele hatten früher Probleme mit dem gleichzeitigen Schalten und Schauen.
Man müsste einfach mal auf Nebenstraßen noch einmal üben, der Fahrlehrer greift nicht ein, sondern am Ende der Runde werden die Fehler genannt. Und dann bestenfalls die gleiche Runde noch einmal fahren.
Es gibt sie, solche und solche.
Mit einem kommst du klar, mit dem anderen nicht.
Besonders was das lernen angeht. Der eine hat vllt wenig Geduld und fragt: "Wieso kapiert der das nicht" Der andere nimmt sich Zeit und erklärt sauber.
Beim Autofahren ist das aber etwas anders, da ist man mitten drin unter all den anderen. Es ist wichtig da nicht zu "versagen", denn es könnte einen Unfall nach sich ziehen. Von daher kann ich den Fahrlehrer natürlich verstehen, wenn er eingreift.
Tatsächlich könnte der Fahrlehrer der falsche sein - es kann aber auch der falsche Schüler sein. Es gibt Leute die kein Dachdecker werden können, und es gibt Leute die kein Auto fahren sollten.
Ein Versuch den Fahrlehrer zu wechseln kann helfen.
Ein Gespräch kann es auch. Die FS zu wechseln kann teuer werden, wäre die letzte Option.
Ich muss mich aber auch selbst fragen: Kann ich Dachdecker werden ? Kann ich Auto fahren ?
Gruß Jörg.
@LiliaLin Ich glaube, du brauchst einfach etwas mehr Selbstbewusstsein. Zu schaffen ist das ja, wie es millionenfach auf unseren Straßen zu sehen ist. Alle haben mal eine Fahrprüfung abgelegt und bestanden, dann schaffst du das auch!
Vielleicht könntest du etwas mehr Routine erlangen, wenn du z.B. mit deinem Papa oder deiner Mama hin und wieder auf einen Verkehrsübungsplatz fährst und dort zusätzlich übst? Ist jedenfalls günstiger als eine Fahrstunde (ich weiß wovon ich spreche, meine Tochter befindet sich gerade in der Endphase ihrer Fahrausbildung, Prüfung im Oktober).
Ich finde das ein schwieriges Thema.
Wir haben das vor kurzem bei unserem Sohnemann durch. Da zogen sich die Fahrten auch und er wäre wohl heute noch nicht fertig, wenn wir nicht interveniert hätten. OK, hier ging es um den A1 bei 'nem 16jährigen...
Mit dem ersten Fahrlehrer hat es anfangs auch super funktioniert, nur dass es irgendwann nicht mehr so gut ging. Erst kamen die kleinen Ermahnungen, die dann soweit gingen, dass unser Sohn völlig verunsichert wurde.
Nach ein paar klärenden Gesprächen mit dem Fahrschulinhaber und dem Fahrlehrer kamen wir zum Schluss, den Fahrlehrer zu wechseln. Und siehe da, auf einmal hat es wieder funktioniert.
Es ist für den Ausbilder immer eine Gratwanderung, da Fahrschüler immer Fehler machen (können). Bei leichten Flüchtigkeitsfehlern wurde HINTERHER darüber gesprochen. Während der Fahrten ist die m.M.n. eher kontraproduktiv, da man damit den Fahrschüler verunsichert. Der Schüler kommt dann in einen Teufelskreis. Im Bestreben keine Fehler zu machen, macht dieser dann noch mehr...
Ich finde 45 Stunden schon viel und sagt eigentlich einiges über den Fahrlehrer aus.
OK, es gibt sicher auch Fahrschüler, die keinen Plan haben und weit über 50h brauchen.
Die TE sollte sich an den Fahrschulinhaber wenden und ein Gespräch suchen. Wenn es hilft auch mit Unterstützung von Freunden, Eltern, o.ä.
Und wenn es gar nicht geht, kann man auch die FS wechseln, was jetzt nicht unbedingt so teuer werden kann.
VG
Ich oute mich: Auch ich hatte vor 35 Jahren einen Fahrlehrer, mit dessen Art der Ausbildung ich überhaupt nicht klargekommen bin (und er nicht mit mir).
Als ich dann eine andere Person als Ausbilder/-in zugewiesen bekommen habe, gab es kein Problem mehr.
Zitat:
@LiliaLin schrieb am 27. September 2023 um 16:54:54 Uhr:
Und dann fing es an. Als er aus dem Urlaub zurück war und ich in 5 Wochen nur einmal gefahren bin, meinte er "ja jetzt geht es ja langsam in Richtung Prüfung" und ich habe mich auch super gefreut. Nur habe ich seitdem nur noch Fehler gemacht.
Ich würde gerne meine Erfahrung von damals schildern und vielleicht ist es bei dir ja auch so. Wobei ich das erst rückblickend so wirklich realisiert habe.
Mein Fahrlehrer hat damals das was zu vermitteln war bzw. auch die Hinweise und die Kritik in Stufen gezündet. Das war auch vollkommen in Ordnung und richtig so. Man kann nicht von Anfang an alles kritisieren und korrigieren, das würde jeden Fahrschüler am Anfang vollkommen überfordern.
Aber ich hatte da einen Moment, nach vielleicht gut der Hälfte der Fahrstunden. Das einzige wo ich sagen muss, da hätte der Fahrlehrer etwas früher umschalten sollen. Da dachte ich irgendwo, ich kann ja alles, weil es 2-3 Fahrstunden nichts mehr wirklich an Kritik gab. Aber dann hat der Fahrlehrer einfach nur die nächste, quasi finale Stufe gezündet. Es geht Richtung Prüfung und ich dachte, was ist nu los? Warum mache ich laufend was falsch? Warum werde ich laufend kritisiert, was vor 2 Fahrstunden noch nicht so war?
Nein, die Fehler habe ich vorher wohl genauso gemacht, aber diese Fehler hat er da noch durchgehen lassen. Frage dich mal selbst, ob es bei dir vielleicht genauso ist? Und frage dich selbst, ob der Fahrlehrer vielleicht gemerkt hat, dass du sehr auf Harmonie stehst, aber er so bei dir nicht weiter kommt und keinen Lernerfolg erzielt (also durch die Blume etwas sagen nicht ankommt). Und er deshalb die Fehler vielleicht so in den Vordergrund stellt.
Ich weiß das alles nicht, ich bin nicht dabei, aber reflektiere das für dich selbst einfach mal unter den Aspekten ... nur eine Anregung.