ForumMotorrad Reisen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. Motorrad Reisen
  5. Motorradtour durch Nepal?

Motorradtour durch Nepal?

Themenstarteram 23. Februar 2010 um 17:28

Hi, ich bin vor einigen Jahren schon einmal bei einer Motorradtour auf der Route66 mitgefahren und fands damals irgendwie enttäuschend. Nun habe ich z.B. bei Motorradonline und bei Motorradfans gesehen, dass eine Tour in Nepal ebenfalls interessant wäre?

Hat einer von Euch da schon Erfahrungen gemacht? Was mich speziell interessieren würde ist die beste Jahreszeit, da das nirgends angegeben ist? Gibt es allg. auch Veranstalter die den Transport des eigenen Bikes dorthin organisieren könnten (natürlich gegen Aufpreis)? Wie sieht die Lage dort sonst aus? Wäre es ein Risiko auf einen Reiseveranstalter zu verzichten und die Tour auf eigene Faust zu unternehmen? Vielleicht war ja schon jemand dort und kann mir ein paar Tipps geben.

Ich bedanke mich schon einmal im Voraus :)

Ähnliche Themen
22 Antworten

Hi,

ich war 2x in Nepal, allerdings nicht mit dem Motorrad, sondern zum Trekken. Was ich Dir in jedem Fall verraten kann, ist daß die Sommermonate wegen des Monsuns nicht in Frage kommen.

Fast alles, was Du Dir wahrscheinlich/vielleicht vorstellst unter Nepal ist auf Straßen schwer erreichbar. Das Flachland vor dem Himalaya ist dicht besiedelt und mit Straßen durchzogen (zur Qualität kann ich nicht groß was sagen, ich war nur in 2 Regionen, Annapurna/Pokhara und Everest/Khumbu), in die nördlich gelegenen Berge führen aber weit weniger Straßen als man denkt. Als "Traumstraße" (Für Trekker die Horrorstraße) fällt mir nur die Straße nach Jomsom im Kali Gandhaki ein, wie es weiter westlich aussieht, weiß ich nicht.

Aber wenn Dich der indische Subkontinent reizt, dann solltest Du dringend mal einen Blick auf Nordindien werfen, insb. in Ladakh gibt es viele gut ausgebaute Straßen, aufregende Landschaften, Klöster und die Region liegt im Monsun-Schatten. Von Leh aus kannst Du mit einem Permit auf den Khardung La fahren, mit 5.650m der höchste Pass mit Straße bebaute Pass der Welt. Aber schon der Weg nach Leh führt über mehrere 4000er Pässe.

Früher hätte ich Dir noch den Karakorum Highway in Pakistan empfohlen, wohl die spektakulärste Gebirgsstraße der Welt (bin ich 1993 mal mit dem MTB gefahren) von Islamabad nach Kashgar in China, aber das ist derzeit sicherheitsmäßig ein wenig heikel.

Grüße

Christian

Themenstarteram 3. März 2010 um 11:46

Hallo Christian,

vielen Dank für Deine ausführlich Antwort! Das habe ich mir fast schon gedacht :-(

Werde mir mal Nordindien genauer anschauen! Danke für den Tipp!

Gruss

E.

@Elvis1935,

frag auch mal bei deinem Motorradhaendler oder besser noch beim Hersteller nach, ob dein Moped

ueberhaupt noch laeuft, wenn 4000 oder gar ueber 5000 Hoehenmeter angesagt sind.

Das Stilfser Joch mit 2757m verursacht schon bei einer Menge von Motorradtypen so eine

Art Asthmaanfall.

Aber das wirst bestimmt wissen, dass ohne Turbo da oben so gut wie nichts mehr geht,

vor allem wenn der Motor mal ausgegangen ist.

Da heisst es vermutlich umdrehen, denn oberhalb von 2500 Metern kommt der bestimmt

nicht mehr, wenn er mal abgesoffen ist.

Kannst auch hier mal nachlesen, speziell der Beitrag von TomS.

http://www.motor-talk.de/forum/umbrailpass-stilfserjoch-t1645540.html.

Tja, in 50 Jahren gibt es bestimmt einen Highway hoch zum Mt.Everest, und so alle

10 km einen Kiosk wo man Sauerstoffflaschen fuer Ross und Reiter kaufen kann.

Bis dahin sind so Helden wie der Reinhold Messner und ich laengst tot, Gott sei Dank.;)

am 24. März 2010 um 13:47

Also ich glaube nicht, dass ein "normales" Mopped bei 5650m noch läuft und schieben dürfte auch schwierig werden:D, gelinde gesagt:D:confused::D. Wenn man nicht gerade R.Messner heißt, braucht man wohl ab 6000m Atemsauerstoff, und schon an über 4000m sollte man sich wohl ein paar Tage gewöhnen, soweit ich weiß. Also eine Piper Cherokee ohne Turbo hat eine Dienstgipfelhöhe von 4500m (Vergaser aber mit in der Höhe von Hand nachgeregelter Gemisch-Abmagerung und ab etwa 4000m Höhe ist es jedoch vorgeschrieben, Atemsauerstoff dabeizuhaben für alle Fälle), gut aber die hat auch nur 180PS, die das ganze Flugzeug dort oben halten müssen. Meine GPZ mit 98 ungeregelten Vergaser-PS hat am Timmelsjoch (ca 2400m) schon ganz schön geschnauft (ich aber auch, wenn ich so den Steilhang ohne Leitplanken runtersah...), allerdings mit 180 geregelten Einspritzer-PS bei 180kg Moppedgewicht hatte ich am Stilfser-Joch (2700m) keine Probleme. Aber Leistungsverlust hat die Mühle sicher auch deutlich gehabt, nur hat man's bei dem Leistungsüberschuss nicht gemerkt, auch weil der Motor sauber weiter läuft, weil die Regelung (des 3-Wege Kats letztlich) ihn deutlich abmagert. Also mit einem Vergasermopped ohne Gemischregelung kann man's meines Gefühl's nach (hab's noch nie probiert...) oberhalb von 3500m völlig vergessen, die überfettet und säuft ab; Einspritzer mit Gemisch-Regelung verliert halt Leistung, aber wenn sie wie die F650GS-Dakar von BMW überhaupt nur 50PS hat, wüßte nicht ob das dann noch voll beladen für eine derartige Passstraße reicht, also die o.g. Piper hat auf der Dienstgipfelhöhe etwa noch knapp die halbe Leistung oder gar weniger, aber wie gesagt, da wird das Gemisch nachgeregelt.

Gruß

PS: Mit ner Turbo-Hayabusa oder ner alten Turbo-GPZ750 sollte es auf die Höhe gehen, aber die sind halt nicht geländegängig...:D:confused::D, weiß jetzt aber auch nicht, ob man da den Ladedruck nachregeln kann usw...

Bei einigen von unseren unzaehligen Alpentouren zwischen 1977 bis 2006,

ist am Anfang auch immer ein Fahrlehrer mit ner Honda CX 650 Turbo dabei gewesen.

Das was die Turbo Honda auf hoeher gelegenem Terrain noch saugut vorangeschoben

hat, das hat der Fahrlehrer mit Fruehbremsaktionen und sehr schwachem Kurvenspeed

wieder vermasselt.:p:);):D

Diese Honda war damals Ende der 70er als sehr robust bekannt.

Wenn man da noch ein gut erhaltenes Modell zu kaufen bekommt, ist es bestimmt

eine gute Loesung fuer so ein Vorhaben mit weit ueber 5000 m Passhoehen.

Die schiebt bestimmt noch, wenn der Pilot schon laengst mit Hoehenkoller bewusstlos

im Sattel haengt.

Es kann schnell zu Uebelkeit oder Bewusstlosigkeit kommen, wenn man relativ rasch

in diese Hoehe hochfaehrt.:rolleyes:

Ich hab schon Leute aus den Latschen kippen sehen, die nur mit der Untergrundbahn Metro-Alpin

auf den Allalin 3500m hochgefahren sind.

Das Gute daran ist, auch wenn man die Preise im hoechsten drehbaren Restaurant kennt, dass man

da oben nur 4 Weizen braucht, und sich dabei schon ordentlich Spass in der Birne verbreitet.

Meine Leihskier, stecken bestimmt heute noch irgendwo da oben im Schnee.:D

am 25. März 2010 um 1:03

:D:D...ich seh' schon, ein Turbo-Motorrad muss doch irgendwann noch mal her, aus dem einen oder anderen Grund...:p

Aber bezüglich der Höhe und Höhenkrankheit, damit ist vermutlich echt nicht zu spaßen, man muss für sowas wohl einigermaßen fit sein, und für körperliche Anstrengung (sagen wir mal fiktiv Mopped schieben...:D:confused::D) muss man sich wohl einige Tage dort oben akklimatisiert haben (man baut ja dann mehr rote Blutkörperchen auf). Ich erinnere mich noch an's Skifahren in Lac de Tignes (das Skigebiet an der Grande Motte geht auf über 3500m hoch) im Alter von 18 Lenzen und damals noch sehr sportlich....also man lief dort am ersten Tag oben aus der Gondel raus seeeehr laaangsam und schnaufte wie ein Walroß...und den Steilhang stümperte man auch ziemlich runter erstmal... Mopped schieben hätte ich dort oben am ersten Tag nicht wollen....Nach paar Tagen war's dann gar kein Problem mehr, aber 5000m ist wohl sicherlich schon nochmal ganz was anderes...

Muss man halt paar Tage auf 4000m verbringen...um genug Erythrozyten aufzubauen, dass man notfalls dann noch das Mopped in 5000m Höhe schieben könnte...:p...obwohl, vielleicht besser schieben, als mit Höhenkoller auf der Turbo-Honda im Sattel einpennen...:D

Aber ich rede da völlig wie der Blinde von der Farbe, ich war noch nie zu Fuß in solchen Höhen, außer im Flieger sitzend (da wird man bloß tatsächlich bisserl müde auf etwa 12500ft - evtl. kurz mal hoch auf 13500 ft - und hat hinterher nach der Landung auf Seehöhe oft Kopfschmerzen - und das waren dann immer noch keine 5600m...), mich würde die Gegend halt per Motorrad-erkunden auch mal sehr reizen...

Gruß

Vielleicht kann man auch einen MSS, Motorradschiebesherpa anheuern.:D

Wenn man mit einer Kreidler angeeiert kommt, traegt sie der Sherpa direkt ohne Komentar hoch.:):p;)

@Kawa_Harlekin, bist du selbst Kamikaze oder laesst du fliegen?:cool:

am 27. März 2010 um 20:24

In dem Motorrad-online Link oben vom Elvis1935 fahren sie ja angeblich mit ner Royal Enfield durch den Himalaya...kann mir nicht vorstellen, dass die damit in sehr große Höhen kommen...obwohl, so nem niedertourigen großen Einzylinder ist die genaue Gemischaufbereitung vielleicht egal, weil sie ohnehin gar nie nicht genau stimmt...:D:confused::D...nee Quatsch:p...die Sherpas scheuchen dann die armen Maulesel die Pfade hoch mit der Royal Enfield auf'm Buckel bzw. im Schlepptau...nee, auch nicht, das wäre ja Tierquälerei, so ne Royal Enfield ist vermutlich ein relativ schwerer Eisenhaufen...

@QLD-Aussie: Ich versteh' nur bisserl was davon, Reinhold Messner ist viel höher hochgelaufen als ich je kam...:D:p

Kleiner Erfahrungsbericht: http://www.welt.de/.../Der_hoechste_Pass_der_Welt.html

Meine F650GS Dakar hatte zumindest auf 2800m in den Alpen keinerlei fühlbaren Leistungsverlust.

am 27. März 2010 um 22:39

Ich glaub's ja nicht...:D:confused::D....gemäß des Reiseberichts in deinem Zitat, Lewellyn, aus Welt online, sind die tatsächlich mit den klapprigen Royal Enfields (50iger Jahre Konstruktionen, repliziert sozusagen) diesen 5600m hohen Pass hochgeknattert...:):confused::eek:...die Einspritzer F650GS-Dakar sollte wegen der Gemischregelung wohl sauber laufen, aber Leistungsverlust muss sie auch erleiden, welcher auf 2800m natürlich noch nicht so drastisch ist, wie auf 5600m.

Auf 5,5km Höhe herrscht nach der barometrischen Formel etwa noch halber Luftdruck (http://de.wikipedia.org/wiki/Luftdruck#Abnahme_mit_der_H.C3.B6he),

also kann das Mopped mit Gemischregelung aber ohne Aufladung auf diesem Pass höchstens noch etwa die halbe Leistung dort oben haben.

Gruß

Die Endgeschwindigkeit habe ich auf 2800m nicht überprüfen können. :D

Aber die mitfahrende ZX9R mit Vergasern lief nur noch sehr asthmatisch und lieferte laut Fahrer nur noch einen Bruchteil ihrer Leistung. Wie die die Enfields da hochbekommen haben, ist mir auch schleierhaft.

am 27. März 2010 um 23:35

:D..so war's bei meiner Vergaser-GPZ auch, die keuchte am Timmelsjoch ziemlich...im Gegensatz zum Einspritzer-Powerbike mit dem ich mal das Stilfser-Joch hochfuhr, da fiel der Leistungsverlust auch nicht auf...:D ....vielleicht kann man bei diesen Royal Enfield Einzylindern ja wirklich das Gemisch von Hand nachregeln oder die hat so unkritischen Steuerzeiten, und ist so tolerant mit dem Gemisch, dass die halt immer irgendwann zündet oder dieselt, wenn eben - je nach Luftdruck, also je dünner die Luft umso später die Zündung - gerade das Gemisch im Zylinder gerade genug komprimiert ist, dass der Unterschied auf großer Höhe nicht so drastisch ist und sie nicht abstirbt - den in großer Höhe übrigen Sprit "schwitzt" sie halt vielleicht raus...:D:confused::D, ...ist ja angeblich eh kein "Gas", sondern ein Tröpfchen-Aerosol, was aus nem Vergaser kommt,....naja, ehrlich gesagt, keine Ahnung, mir ist das auch völlig schleierhaft...:confused::p...weil meiner Kawa würde dort oben am Himalaya sicher die Luft ausgehen, so wie die schon am Timmelsjoch röchelte...aber von "abgesoffen", oder von dort oben auf 2500m "nicht-mehr-anspringen" war auch nix zu merken gewesen.

Gruß

@ Lewellyn,

auch deine F650 GS Dakar hat bei 2800 einen Leistungsverlust, den du normal spueren muesstest.

Aus der Seite habe ich den Absatz unten herauskopiert

http://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hentraining

Sauerstoffpartialdruck: Die Barometrische Höhenformel beschreibt die Abnahme des Luftdrucks mit zunehmender Seehöhe. Beispielsweise beträgt der Luftdruck auf Meereshöhe 760 mmHg und in 2500 Metern Höhe nur noch 560 mmHg. Die Luftzusammensetzung und damit der Sauerstoffanteil ist (im für Höhentraining relevanten Bereich) auf verschiedenen Höhen weitgehend gleich, der Sauerstoffpartialdruck sinkt daher mit zunehmender Höhe linear zum Luftdruck, sodass ein Kubikmeter Atemluft in der Höhe weniger Sauerstoff enthält als auf Meeresniveau.

Die F650 GS hat eine geregelte Einspritzung und alles was an Gemisch vor und nach der Verbrennung vorhanden ist, wird von Lamdasonden gemessen. Da das mmHg auch schon bei 2800 Metern deutlich sinkt, regelt deine Einspritzung die Einspritzmenge herunter, damit wieder ein Lamdawert von ca. 1,00 im Brennraum erreicht wird.

Lamda 1 ist der beste Wert fuer eine ideale Verbrennung im normalen Betriebsmodus.

Die Einspritzung registriert einen abfallenden Sauerstoffanteil pro Fuellung und da sie keinen weiteren Sauerstoff herzaubern kann, spritzt sie weniger Kraftsoff ein, um die ideale Gemischzusammenstellung aufrecht zu erhalten.

Dieser Ablauf bewirkt automatisch einen Leistungsverlust.

Dass du diesen Leistungsverlust nicht wahrgenommen hast, kann daran liegen, dass es die Strasse dort oben nicht zugelassen hat, das genauer zu testen, oder du hattest selbst schon einen kleinen Sauerstoffmangel.;)

Ein Raucher z.B. hat schon ab 2500 m mit der 1. Stufe der Hoehenkrankheit zu rechnen.

Das Motto in der letzten Zeile auf dieser Seite lautet: "Traue keinem ueber 4000, vor allem nicht dir selber"

http://www.dhv.de/typo/Sauerstoffmangel.1185.0.html

Und gerade, weil man keinem ueber 4000m trauen kann, sind alle Berichte, die hoeher hinaus fuehren mit Vorsicht zu geniessen.

Obwohl das bei diesen Dinosauriermotor durchaus stimmen kann, dass die quasi mit dem letzten bischen Kraft (10 PS) sich ueber diesen Pass geschleppt haben.

Da ist es wahrscheinlich wie bei den Hummeln, die nicht wissen, dass sie eigentlich gar nicht fliegen koennen. :D

Der Kolben der Enfield hat sich quasi nur noch im Koma bewegt und eine Einspritzung gibt es auch bei der Enfield.:p;)

Ich glaub, wenn man so eine Endfield abstellt um ein Bier zu trinken, muss man den Kolben ausbauen, und mit in die Kneipe nehmen.

Wer das versaeumt kommt raus und die Enfield ist weg. Nicht weil jemand den Bock gestohlen hat, nein weil eine geringe statische Aufladung der Umluft und ein kleiner Windstoss um den Ansaugbereich, das Monster zum Leben erweckt hat, und sie davongehumpelt ist.:D:confused::D

Deine Antwort
Ähnliche Themen