Motorradfahren bis an die (Wahl-)Urne
Bei allen die aus Baden-Württemberg stammen dürfte in den letzten Tagen die erste Wahlbenachrichtigung zwecks Landtagswahl eingegangen sein. Und im September ist schließlich Bundestagswahl für alle. Das Thema Motorradfahren ist ja im Zuge der Lärm- und Umweltdiskussion durchaus auch in den Fokus der Politik gerückt.
Werdet ihr Wählen gehen? Und wie denkt ihr über das Thema Motorrad in der Politik. Ich würde schließlich keine Partei wählen die mich in meinem Hobby einschränkt
242 Antworten
Zitat:
@Martinirosso schrieb am 12. Februar 2021 um 21:22:15 Uhr:
Zitat:
@kandidatnr2 schrieb am 12. Februar 2021 um 16:19:55 Uhr:
Du hast da als Reichsbürger Deine eigene Interpretation gefunden. ....Auf dümmliche Bemerkungen, wie z.B. "Aluhutträger" von einer (ehemals linken) Erfinderin, welche verzweifelt versuchte ihre unbedarfte und uninteressante Literatur aufzupeppen, kann ich ja noch lachen, aber da die Bemerkung "Reichsbürger" strafbewehrt ist, sollten wir es uns auf Motor-Talk gleichfalls verkneifen, denn ich kann davon ausgehen, dass zu solchen Fehlgriffen auch jegliche politische Bildung fehlt, um darüber überhaupt sich auszutauschen, was es bedeutet. Da wird dann abgeglitten, wie bei dieser Tochter eines ehemals angesehenen Fernseh-Professors, welche nichts anderes vorzuweisen hat, als eine Tochter zu sein und aus der LINKEN rausflog. Wobei selbst ihr Vater sich in Fernseh-Shows dümmliche, physikalische Falschinterpretationen erlaubte, was aber die Tochter nicht zu vertreten hat. Manchmal scheint etwas erblich zu sein.
Da könnte man sich die Frage stellen:
Welchem Intellekt dieses nachgeplapperte entspringt, ganz ohne Verwandtschaftsverhältnis. Also im Geiste.
Lassen wir es besser bleiben. Bis zur Urne. 😁
Die Bemerkung „Reichsbürger“ ist nicht strafbewehrt, sondern möglicherweise ein entsprechendes Verhalten. Du verbreitest schon wieder Lügen.
Dann schauen wir mal, NRW, 30 Kilometer von Münster entfernt, Kleinstadt, ein Neubaugebiet mit über 300 Einheiten. Grundstücksgröße ab 400 m² bis 750 m² für freistehende Einfamilienhäuser bzw. Doppelhaushälften, vermarktet von der Stadt, vollerschlossen für 260 € der m². Jetzt rechne mal, bei 400 m² Grundstücksgröße sind es knapp über 100.000 €, bei 750 m² knapp unter 200.000 €, nur für das Grundstück, dann steht da noch keine Hütte! Und für weitere 100.000 € bekommst du kein Haus. Für die Grundstücke gibt es eine Warteliste und ein Auswahlverfahren mit sozialen Komponenten, denn es gibt dreimal so viele Interessenten, wie Grundstücke vorhanden sind.
Rückst du näher an Münster, wird die Substanz der Häuser schlechter und die Preise höher. Da werden locker 500.000 € gefordert und auch bezahlt, für ein dreißig Jahre altes Reiheneckhaus in renovierungsbedürftigem Zustand. In Münster selbst legst du nochmal ein große Schüppe Kapital drauf!
Auch wenn Baugeld derzeitig günstig ist, mit Zinsfestschreibung über die gesamte Vertragslaufzeit, so sind die Preise unverschämt hoch. Angebot und Nachfrage regeln den Preis, das Angebot ist gering und damit die Preise hoch und das in Mode gekommene Bieterverfahren, bringt die Leute dazu Schulden zu vererben. Besichtigungstermine im Stundentackt, Angebot abgeben (Kreditzusage der Bank oder Kapitalnachweis) und hoffen, dass man vielleicht den Zuschlag erhält. Solche Bieterverfahren sind richtig böse, da musste schon weit über dem realistischen Wert bieten, um überhaupt eine Chance zu haben, zur Freude des Verkäufers.
Dazu gibt es genug Mitmenschen, die hohe dreistellige Eurobeträge auf der Bank liegen haben, für die es nichts mehr von dieser gibt, für die man noch draufzahlt. Also sucht man eine gute Renditeanlage und da Mehrfamilienhäuser auf dem Markt mittlerweile auch rar sind, werden Einfamilienhäuser gekauft und vermietet. Und damit haben gerade junge Familien mit wenig Eigenkapital schlechte Karten.
Vor dreißig Jahren hatten wir wesentlich bessere Perspektiven. Wir sind noch so erzogen, dass man das eigene Haus auch irgendwann abgezahlt hat und so wurde auch die Finanzierung auf die Beine gestellt. Und wenn man sich ein wenig ran gehalten hat, war man auch vorzeitig fertig. Heute sieht man dies völlig anders!
Und es wird sicherlich auch Regionen in Deutschland geben, in denen Grundstücke und Häuser günstiger sind, wo es aber auch keine Arbeit für den jungen Familienvater gibt!
Mein Bruder wohnt in einem Mehrfamilienhaus in Neuss zur Miete. Haus wurde vor 5 Jahren gebaut. Dort hat gerade eine 100 Quadratmeter große Wohnung für gut 500.000€ den Eigentümer gewechselt.
"Dazu gibt es genug Mitmenschen, die hohe dreistellige Eurobeträge auf der Bank liegen haben, für die es nichts mehr von dieser gibt, für die man noch draufzahlt."
Suche den Fehler...
Ein Bekannter macht gerade eine Kernsanierung (4ETW) in Duisburg-Ruhrort und möchte die Wohnungen dann für rund 2.400 €/qm verkaufen. Scheint dann wohl ein Schnäppchen zu sein.
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@cng-lpg
Zu den von Dir genannten 20 Jahren kann ich nur voll beipflichten.
Bei dem ganzen Finanzierungsthema fehlt nach meinem Geschmack die Risikoabdeckung als Finanzierungsmöglichkeit, welche ich in jungen Jahren als die schlechteste Methode noch angesehen habe, aber mittlerweile, durch die miesen Erfahrungen anderer Mitmenschen ich mich eines anderen belehren ließ: wenn der Hauptverdiener plötzlich ausfällt!
Man kann die komplette Finanzierung über eine Lebensversicherung sicherstellen, damit nicht doch noch die Immobilie über den Jordan geht, wenn der Hauptverdiener ausfällt.
Egal wie mit welchem Institut die Finanzierung abgewickelt wird, lassen sich viele über den Tisch ziehen, da die Vergleiche nicht korrekt vorgenommen werden. Gemeint ist die Tilgung zu je einem Monatsbeginn oder Monatsende.
Gleichfalls kann ich nur davor warnen zu viel in Bausparkassen zu stecken, was theoretisch aufgezeichnet von den Bausparkassen immer toll aussieht, aber jedes Bauvorhaben oder jeden Immobilienerwerb unmöglich machen kann, weil die Belastungen dadurch zu hochgetrieben werden.
Nicht zuletzt: manche Banken haben ihre speziellen Tochtergesellschaften, welche günstiger als die Mutter sind, und diese (die Muttergesellschaft) es gern verschweigen um die volle Kontrolle mit dem laufenden Konto übernehmen.
Wer jetzt noch kaufen will, kommt leider just in diese zurzeit sich abbildende Situation, dass ein Run auf die Sachwerte und somit auf Immobilien sich am Markt abzeichnet. Man darf aber keine Schelte auf die Politik hier üben. Es würde auch zu nichts führen.
Ein kleiner rechtlicher Tipp am Rande: falsche Finanzierungsberatungen nehmen den Berater in die Haftung. Oft sehen je nach Sachlage dabei die Gerichte kein Erbarmen. Wer also schon reingetappt ist, sollte es prüfen.
Ich mache keinerlei Beratung und gebe nur Erfahrungen wieder aus dem allgemeinen Lebensbereich ohne jede Haftung.
Und kurze Anmerkung: der Immobilienkauf war zu jeder Zeit ungünstig und hat sich im Nachhinein immer gelohnt.
Vielleicht sollte man auch mal sagen, dass man unter 5000 Euro (netto) mtl. Familieneinkommen gar nicht erst anfangen sollte.
Zitat:
@kandidatnr2 schrieb am 12. Februar 2021 um 19:26:42 Uhr:
Zitat:
@Demogantis schrieb am 12. Februar 2021 um 17:07:05 Uhr:
Das nennt man heute "Mehrgenerationenhaus"! Nicht das zeitgleich mehrere Generationen unter einem Dach leben, nein, es braucht mehrere Generationen um die Hütte abzubezahlen. Die Motivation, ein schuldenfreies Haus zu vererben, hat heute keiner mehr, wie auch!
Dann haben aber mindestens zwei Leute Fehler gemacht. Der Käufer und der Bankberater.
Selbstverständlich werden auch heute weiterhin schuldenfreie Häuser vererbt.
Den Fehler hat man doch schon gemacht wenn man mit der Hausübergabe bis zum erben wartet und dann Erbschaftssteuer abdrückt.
Da gibts den alten Maklerspruch zu: Man bezahlt immer ein Haus im Leben. Das eigene oder das von jemand anderem.
Zitat:
@cng-lpg schrieb am 12. Februar 2021 um 20:22:14 Uhr:
Selbst bei Berücksichtigung von Fahrtkosten etc. war das Haus kaum bis gar nicht teurer.
Tja, die Lebenszeit die man als Fahrzeiten täglich vergurkt, kann man finanzielle nicht aufrechnen! Und Lebenszeit hat mittlerweile mehr Gewicht, als bei uns damals!
Zitat:
@cng-lpg schrieb am 12. Februar 2021 um 20:22:14 Uhr:
Aber etwas anderes ist ein beliebter Fehler: Zu lange Finanzierungszeiten. 35 Jahre sind viel zu lang! 25 Jahre sind schon lang, ich würde empfehlen 20 Jahre anzustreben oder besser zu unterschreiten, damit schneller und höher getilgt wird und Du nicht Jahrzehnte überwiegend Zinsen zahlst. Es ist nicht selten so, dass Du das Haus mit vielleicht 100 € mehr pro Monat statt in 35 Jahren bereits in 20 Jahren bezahlt hast. ...
Hat was von altertümlicher Kriegschulstrategie, mit der man aber heute keinen Krieg mehr gewinnen kann!
"Welche Motivation haben Sie, ein schuldenfreies Haus zu vererben?"
Die Frage oben war der freundschaftliche Hinweis von einem Bankmenschen an ein junges Paar, dass man mit einer soliden Finanzierung wie bei den Eltern, keine Immobilie im Bieterverfahren bekommt.
Jaja, nur 100€ mehr pro Monat. Meine Eltern haben über 30 Jahre gezahlt. 200 DM mehr pro Monat? Wenn nur 1 Hauptverdiener und man eh schon Klamotten flickt statt neu kauft? Der kleine Bruder dann die Klamotten der Schwester tragen darf Hauptsache Kost wenig? Meine Eltern jammerten nicht aber das Geld war recht genau berechnet, da braucht man nicht mit mal eben 100€ mehr pro Monat kommen.
Es sieht doch eher so aus das man sich das heute kaum mehr vorstellen kann. Klamotten flicken, Geräte nutzen bis tatsächlich kaputt, etc. Einfach für 20+ Jahre verzichten und dafür ein Haus bauen. Geht ja gar nicht. Das muss nebenher leistbar sein. Was sich eben nur wenige leisten können.
Zitat:
@Martinirosso schrieb am 12. Februar 2021 um 22:33:27 Uhr:
Und kurze Anmerkung: der Immobilienkauf war zu jeder Zeit ungünstig und hat sich im Nachhinein immer gelohnt.
Jepp, das ist absolut richtig. Zu jeder Zeit war der Immobilienerwerb für die damalige Generation immer mit Risiken und Schwierigkeiten verbunden. Und zur jeder Zeit war der Markt schlecht, die Preise hoch etc. Immer aus dem Blickwinkel der damaligen Käufer.
Aber am Ende hatten die Immer mehr davon, als die ewigen Mieter.
Moin!
Zitat:
@Nipo schrieb am 13. Februar 2021 um 09:17:18 Uhr:
Aber am Ende hatten die Immer mehr davon, als die ewigen Mieter.
Da wiederum wäre ich vorsichtig. Das hängt nämlich - mal von den persönlichen Wohnpräferenzen - davon ab, was die Alternative der Geldverwendung ist. Gibt man das Geld für Konsum etc. aus, ist die Aussage in Bezug auf einen Kapitalaufbau sicherlich richtig. Verwendet man das Geld hingegen für Investitionen in andere Anlageformen, kann ich damit nicht nur eine höhere kurzfristige Liquidität erhalten, sondern habe vielleicht auch deutlich höhere Renditen, als bei der Investition in ein Haus. Zumal sich bei letzterer die Frage ja häufig nur theoretisch stellt, sofern das Haus später an Kinder o.ä. vererbt werden.
Klar, investiere ich das Geld in Aktien, EFT, Schweinebäuche oder Bitcoins habe ich natürlich auch ein höheres Risiko.
Im Ergebnis ist es sicherlich nicht "immer"(!) so, dass ein Immobilienkauf die bessere Lösung ist.
Anfang der 80er waren Hypothekenzinsen zweistellig, die Leute haben trotzdem gekauft/gebaut.
Da war die „Muskelhypothek“ schwer in. Unvergesslich für mich mein Onkel, der in der Zeit sein komplettes Haus beinahe alleine gebaut hat.
Hat ihm nur für den Rest seines Lebens den Rücken ruiniert. Ob es das wert war?
Die Renditen bei Immobilien sind wie bei Aktien: kommt drauf an.
Mein Haus ist jetzt 15 Jahre alt, der Bodenrichtwert hat sich in der Zeit beinahe verdoppelt.
Was in Deutschland für Innenstadtlage wenig ist, aber es ist halt Ruhrpott und nicht München.
Herstellkosten zu Marktpreis ist auch etwa verdoppelt. Also kein schlechtes Geschäft, auch wenn es
noch nicht bezahlt ist, ist die Restschuld im Verhältnis zum Marktwert vernachlässigbar.
Hätte ich die Kohle in Aktien investiert, wäre die Rendite natürlich erheblich höher. Nur hätte mir niemand das Geld in der Höhe für Aktien gegeben.
Ob ich heute allerdings das so nochmal machen würde? Vermutlich nicht. Tipp für Jüngere? Hab ich nicht. Viele Gewissheiten lösen sich gerade auf. Vor 15 Jahren war ein Job bei einer Bank wie besser bezahlter Beamter.
Heute eher ein Schleudersitz. Knifflig.
Wie bezahlst du dann die Miete???
Und Eigentum kann auch mal als Sicherheit Verwendung finden, im Gegensatz zu einer angemieteten Wohnung/Haus.
Einzige Vorteil der Anmietung einer Wohnung ist wenn man örtlich flexibel bleiben muss.
Aber selbst da lässt sich u. U. auch Eigentum gut anwenden, kann man dann ja vermieten.
Problem heute ist nur einfach an eine preiswerte Immobilie zu kommen. Preiswert meint hier nicht billig sondern dem Preis entsprechend und nicht nur einfach überteuerter Müll.
Da muss man gut aufpassen.
Moin!
Zitat:
@KapitaenLueck schrieb am 13. Februar 2021 um 10:01:22 Uhr:
Wie bezahlst du dann die Miete???Und Eigentum kann auch mal als Sicherheit Verwendung finden, im Gegensatz zu einer angemieteten Wohnung/Haus.
Einzige Vorteil der Anmietung einer Wohnung ist wenn man örtlich flexibel bleiben muss.
Aber selbst da lässt sich u. U. auch Eigentum gut anwenden, kann man dann ja vermieten.
Problem heute ist nur einfach an eine preiswerte Immobilie zu kommen. Preiswert meint hier nicht billig sondern dem Preis entsprechend und nicht nur einfach überteuerter Müll.
Da muss man gut aufpassen.
Es gibt ja verschiedenste Rechenmodelle. Genügend davon weisen in die Richtung, dass ein Eigenheim ein Zuschussgeschäft ist, wenn man auch alle Neben- und Instandhaltungskosten einberechnet. Ob man nun 700 Euro Miete oder 2.000 Euro Tilgung auf den Tisch legt, ist ein Unterschied - den du nun mal auch in andere Anlageformen stecken kannst. Manch einem ist der Vermögensaufbau auch nichts wert, weil er das Geld lieber für sich selbst nutzt, als einen Wert zu vererben (wenn man denn überhaupt Kinder hat) - das letzte Hemd hat keine Taschen, warum diese also vollstecken (aus Sicht mancher)?!
Und was ganz außer Acht gelassen wird, ist, ob es mit den persönlichen Werten kongruent ist: Jemand dem die "Sicherheit" eines Hauses nichts wert ist, weil er lieber die Welt bereist, für den ist das evtl. alles kein Argument.
Es gibt nicht nur "den einen" Vor- oder Nachteil bei einer Mietwohnung, ebensowenig wie bei einem Haus oder einer Eigentumswohnung. Es gibt eine ganze Reihe an Argumenten, Pro- und Contra-Punkten, Alternativen und Abwägungsgründen für alle Optionen.
Für uns beide mag die Variante des Hauses die bessere Lösung gewesen sein - aber selbst das vielleicht schon aus ganz anderen Gründen. Für jemand Dritten, kann es die denkbar schlechteste Lösung sein.
Was meiner Meinung nach viel zu häufig (und auch gerade hier) passiert ist, dass man seine eigenen Argumente nimmt und diese als allgemeingültig ansieht. Dass ist aber nicht nur unter Rentbilitätsgesichtspunkten eines Hauskaufs fragwürdig, sondern lässt alle subjektiven Aspekte außer Acht, die nicht weniger wert sind.