Motor geht auf der Autobahn bei 130 km/h aus - seitdem Stillstand

Mercedes C-Klasse W202

Hallo zusammen,

kurz die Daten zu meiner C-Klasse:

- C180
- Bj. 01/1995
- 190000 km gelaufen
- Manuelle Schaltung
- Kein Klima

Ich war gestern auf der Autobahn unterwegs mit ca. 130 km/h und auf einmal mekrte ich das Gaspedal einfach nachgegeben hatte, so dass ich ohne Gegenwirkung durchdrücken konnte. Ab dann ging die Geschwindigkeit/Beschleunigung sehr schnell zurück, so dass ich auf dem Seitenstreifen stehenblieb. Der Motor war schon vorher ausgegangen. Versuche den Motor neuzustarten schlugen fehl - Anzeige im Cockpit etc. funktionieren, nur springt der Motor nicht an.

Der ADAC-Fachmann hat sich das auf dem Seitenstreifen angeschaut, Siicherungen gecheckt, mit einer Zange an der Zündung (?) unter der Haube "rumgefuchtelt" - leider konnte er es nicht reparieren - er meinte nur, dass es an der Zündspule liegen könnte.

Kann mir einer sagen, ob es wirklich an der Zündspule liegt und wie ich es testen könnte? An was kann es denn noch liegen? Wie kann ich den Defekt ausfindig machen?

Bin für jede Hilfe sehr dankbar 🙂

VG,
mamudo68 🙂

Beste Antwort im Thema

Fährt das Auto noch immer nicht? Es würde mich nicht wundern.
Es steht dir natürlich frei, weiterhin irgendwo mit dem Hammer alle möglichen Teile abzuklopfen oder irgendwelche imaginären Messungen oder Geräuschtests durchzuführen.
Bei der Fehlersuche am Auto sollte man jedoch gleichermaßen systematisch vorgehen, wie der Arzt bei der Krankheitsdiagnose. Die Basis dafür sind die Symptome, über die man die Ursache ermitteln- und beheben kann.
Ich würde dir daher raten, das von dir selbst geschilderte zuerst aufgetretene, offensichtliche- und somit primäre Symptom (Gaspedal hat keinen Widerstand mehr) als Basis der Fehlersuche zu betrachten. Alle anderen Syptome (Motor ausgegangen, Motor springt nicht mehr an) sind somit sekundär bei der Ursachenforschung.
Was kann wohl dazu führen (Ursache), dass sich das Gaspedal ohne Widerstand treten lässt?
Etwa eine defekte Benzinpumpe? Sicher nicht! Oder eine defekte Zündspule? Auch nicht logisch!
Oder gar ein defekter Anlasser? Wenn das die Ursache wäre, dann würde ich für immer mein Maul halten und mich vom Forum selbst suspendieren. Weil ich einsehen müsste, dass ich absolut nichts von Technik verstehe.
Also was kann es sein?
Es kann doch nur die Trennung (Riss, Bruch, Ausrastung o.ä.) eines Verbindungselementes (Bowdenzug, Feder, Umlenkhebel/Achse etc.) zwischen Gaspedal und Drosselklappe sein. Nur durch solch eine Trennung kann der Widerstand am Gaspedal verloren gehen.
Oder ist da jemand anderer Meinung????????
Also abschließend von meiner Seite ein letzter Rat:
Setz dich in dein Auto und trete nochmals auf das Gaspedal und bewerte:
Widerstand vorhanden?
Wenn ja, vergiss alles was ich oben geschrieben habe (außer die Grundregeln zur Fehlersuche) und
fahre zum Boschdienst oder guten MB-Werkstatt zur Diagnose.
Wenn nein (kein Widerstand), verfolge den Betätigungsweg des Gaspedals zur Drosselklappe und stelle fest wo sich etwas bewegt oder nicht mehr bewegt, wenn du das Pedal betätigst. Vorteilhaft wäre dabei eine 2. Person.
Noch ein Hinweis zum Standgasbetrieb bei gerissenem Bowdenzug:
ja, der Motor sollte grundsätzlich auch bei gerissenem Gaszug laufen. Aber nur, wenn andere Voraussetzungen dafür gegeben sind. Dazu gehört z.B. eine intakte Bypassregelung im Drosselklappengehäuse oder eine entsprechende elektronische Benzineinspritzungssteuerung bei geschlossener Drosselklappe durch das Drosselklappenpoti. Was aber, wenn diese Standgassteuerung z.B. durch ein defektes Poti oder gar durch fehlende Betättigung des Poti nicht mehr funktioniert?
Interessieren würde mich noch, ob du dem ADAC-Menschen von dem fehlenden Widerstand am Gaspedal erzählt hast und wie er das beurteilt hat. Das würde meine zukünftige Wertschätzung des Vereins erheblich beeinflussen.
M.f.G.
D.D.

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Ich hatte das gleiche Problem. ADAC Mann sagte, der Tank sei durch die Delle für den Auspuffverlauf quasi zweigeteilt; die Pumpe saugt in dem einen Teil. Wenn das Verbindungsröhrchen (kommunizierende Röhre) zwischen den zwei Teilen irgendwie verstopft sei, muss das Benzinniveau höher sein, als die Delle, die den Tankboden zweiteilt. Also hat er 5l Benzin reingekippt und der Moror lief sofort. Nächste Autobahnausfahrt und Auftanken, Problem weg. Irgendwie muss sich aber die Verbindungsröhre danach wieder freigespült haben, denn ich konnte seither problemlos bis runter zur Reserveanzeige fahren.

Hallo Mamudo68,

auch bei mir läuft die Benzinpumpe bei Überbrückung 30 zu 87 und der Motor startet trotzdem nicht.
Prüf mal, ob auch bei Dir (wie bei mir) zwischen 86 und 85 am Sockel nur 3,68 V anliegen bei Zündung"ein".

mfg
Axel Wirthmann

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