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Mobilitaetsgarantie

Themenstarteram 30. Juni 2003 um 23:06

Mein neuer Mondeo TDCI 2.0 130PS EU-Wagen im Febr. 2003 in Deutschland gekauft und zugelassen,ging mit dem Fehler wie hier im Forum schon bekannt ( Spaene in den Zuleitungen durch Pumpe ) in die Werkstatt.Dort hat man die Fehlerhaften Teile gewechselt,und lt. KFZ-Meister behoben.Ich habe den Wagen abgeholt,und musste nach 13,5km den Wagen stehen lassen, und den Fordservice anrufen,weil nichts mehr ging. Grund: Der Motorblock spritzte nur so das Öl heraus. ADAC-Dienst hat den Motorblock gesehen,und nur mit den Kopf geschüttelt.(lt.KFZ-Werkstatt haben sie die falschen Dichtungsringe,die man mit dem blosen Auge nicht unterscheiden kann eingebaut.)

Kurzform : Der Wagen wurde zu Ford Brau Hildesheim die den Schaden verursacht haben geschleppt,und ich versuchte aufgrund der Mobilitaetsgarantie von Ford einen Leihwagen zu bekommen,da ich beruflich vom Auto abhängig bin.

Der Fordkunden- Service weigerte sich, mit demArgument das es ein EU-Wagen ist,und ich aufgrund des Prämiensystems von Ford (Die Prämie für Mobilität wird in dem Land ausgezahlt,wo er herkommt, und ist auch nur dort zu bekommen.)mir einen Leihwagen zu Verfügung zu stellen.

Die Ford Autoversicherung die ich abgeschlossen habe, weigerte sich mir einen Wagen zur Verfügung zu stellen,mit dem Argument,das der Schaden nicht 50 Km vom Wohnort geschehen ist! Ford Brau weigerte sich mir einen Wagen zu Verfügung zu stellen,mit dem Argument : Wir haben derzeit keinen.

Am anderen Tag bin ich zum Anwalt gegangen,und bekam daraufhin von der Firma Brau Hildesheim einen Ford KA gestellt,aber nur mit der Auflage,das sie den Wagen sofort reparieren könnten.( Ich habe bis heute noch keine Auflistung der Reparaturmaßnahmen obwohl ich sie mehrmals darum gebeten habe)Ich will schriftlich wissen was sie gemacht haben,und bekomme diese Info nicht !

Frage : Kann Ford seine eigene Garantieleistung durch ein Prämiensystem aushebeln ? ( Wir sind Europa, und nirgends steht etwas von Länderbezogener Garantie)

Stimmt es, das die Ford Versicherung erst nach 50 Km gilt ?

(Ich habe es auch im kleingedruckten nicht gelesen! )

Sind die Werkstätten von Ford geimpft worden keine schriftlichen Reparaturmaßnahmen herauszugeben ?

Ich bin für jede Info Dankbar, weil die Vorglühlampe jetzt schon wieder blinkt ! Was ein Zeichen für Späne ist .

10 Antworten
am 2. Juli 2003 um 19:28

au weia, ich kann dir zwar keinen juristischen Tip geben, aber bleib hart bei deinen Ansprüchen. Vielleicht mal direkt zu Ford Deutschland Kontakt aufnéhmen, unter Ford.de.

Viel Glück

am 2. Juli 2003 um 19:39

Du hast einen sehr sturen Meister erwischt, die wollen nur eigene Kosten Sparen weil sie es von Ford nicht ersetzt bekommen, wie haben den Kunden sogar Autos bei Europcar besorgt usw. (allerdings nur bei Firmenfahrzeugen), aber ins detail gehen was du da machen kannst weiß ich auch nicht.

Diese Reparaturaufstellung musst du aber bekommen können, kann ja nicht angehen das ein Kunde nicht weiß was an seinem Wagen gemacht wurde.

Themenstarteram 2. Juli 2003 um 21:00

An alle die mir bis jetzt geantwortet haben

Danke für eure Anteilnahme, auch wenn ihr mir nicht helfen konntet,war es gut fuer mich ( Streicheleinheiten :-)

ratodu moechte ich noch sagen, das ich mich an den Ford Kundendienst online am 19.06 gewendet habe.

Die Antwort : Gerne werden wir uns Ihrer Sache annehmen. Die Prüfung Ihres Anliegens wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Daher erhalten Sie heute von uns diese Eingangsbestätigung.

Im Klartext : Das sitzen wir aus !

am 3. Juli 2003 um 17:32

Seine Werkstatt kriegt die Hosenbeine ganz schön stramm gezogen ! :-))

Themenstarteram 3. Juli 2003 um 21:08

Meine Frau war heute wieder bei Ford Brau Hildesheim, um die Auflistung der zweiten Reparatur ( Der Fehler mit den Motordichtungen )zu bekommen, was ja jetzt auch schon wieder über eine Woche her ist, als sie die Antwort bekam,

" Unsere EDV-Anlage ist derzeit nicht betriebsbereit, und auserdem hätten wir ja darauf überhaubt keinen Anspruch."

Wollen die etwa den von dieser Firma verursachten Schaden vertuschen ?

am 4. Juli 2003 um 16:54

Möglich am besten ihr fragt einen anderen Meister aus einer anderen Firma ob die Infos weitergegeben werden dürfen.

@wasisnu

bin kein Jurist, möchte dir aber folgende (relativ gesicherten) Tipps geben:

Der erste Schaden (Späne) wurde ab Werk "verursacht". Als Kunde hast Du einen Nachbesserungsanspruch, bei dem man dir aber nicht detailiert darlegen muß, was tatsächlich gemacht wurde. Es genügt (rein juristisch) die Mängel zu beseitigen (gleichwohl ein kundenorientierter Meister zumindet mündlich alles erklären würde).

Die Mobilitätsgarantie in deinem Fall kann als "freiwillige Zusatzleistung" bei EU Wagen eingeschränkt werden, dann muß es aber im Kaufvertrag / AGB irgendwo explizit stehen (etwa "gilt nur im dem Land, in dem das Fahrzeug erworben wurde" bzw. "wenn Fahrzeug weiter als 50 km vom Wohnort / Firmensitz liegenbleibt").

Die Mobilitätsgarantie stellt einen eigenen Vertrag(-szusatz) zwischen Dir und Ford dar, der nach Abschluß nur in "beiderseitigem Einvernehmen" geändert werden kann. Findest Du keine solche Einschränkung im Kleingedruckten, wäre die Aussage mit den 50 km eine nachträgliche Vetragsänderung, die ohne Deine Zustimmung nicht wirksam werden kann. Aber Achtung: Bei mehrsprachlichen Kaufverträgen gilt der Vertragstext der jeweiligen Landessprache und da kann es zwischen den Übersetzungen durchaus Unterschiede geben !

Der zweite Schaden (undichter Motor) ist jedoch rein von der Werkstatt verursacht worden und hat mit dem Alter des Fahrzeugs oder Ort des Fahrzeugkaufs und der Mobilitätsgarantie absolut nichts zu tun ! Hier ist in jedem Fall die Werkstatt Schadenersatzpflichtig (Abschleppkosten, Fahrzeugreinigung, Nachbesserung und eben auch Kosten eines Ersatzfahrzeugs für die Dauer der Reparatur). Dies ist ein Haftpflichtschaden der Werkstatt, d.h. die Versicherung der Werkstatt kommt ggf. für die Schadenskosten auf (auch für den Leihwagen), holt sich diese Kosten aber über höhere Prämien wieder von der Werkstatt zurück.

Meines Erachtens hast Du also für diesen Schaden einen Anspruch auf einen (ggf. kleineren) Ersatzwagen.

Allerdings ist die Werkstat auch in diesem Fall nur zur Fachgerechten Beseitigung des Schadens verpflichtet aber müssen dir auch hier keine genaue, schriftliche Aufstellung über die durchgeführten Reparaturarbeiten geben.

Einzige Ausnahme: Du verlangst eine Aufstellung im Vorfeld eines Rechtsstreits, wenn bspw. seitens Ford ein Garantieschaden bestritten wird. Dann bekommst Du aber i.d.R. eine normale Rechnung, in der die Arbeiten und Ersatzteile aufgeführt sind.

Würde Dir eine mehrstufige verbale Taktik vorschlagen: Dem Händler gegenüber mit Information / Rückfrage / Beschwerde beim Werks-Kundendienst argumentieren (je nach Einsicht des Meisters / Besitzers). Bei negativen Aussagen des Werkskundendienstes immer um schriftliche Bestätigung bitten und als Grund mit Informationsweiterleitung / Beschwerde beim zuständigen EU-Kommisariat in Brüssel verweisen.

Spätestens dann sollten sie hellhörig und proaktiv werden.

Gruß

BLamm

P.S. Nimm meinen zweiten "footer" durchaus wörtlich ;)

Themenstarteram 21. Juli 2003 um 23:58

Hallo blamm danke für den Tip

Wer oder was ist die zuständige Stelle in Bruessel ?

Am 01.07.2003 bin ich mit dem Fahrzeug gefahren, und stellte einen enormen Leistungsverlust fest. (Nach einer Woche aus der Werkstatt )Als ich anhielt, und unter die Motorhaube schaute, stellte ich fest, das der Motorblock wieder voller Öl ist, und lt. Ölstab so gut wie kein Öl mehr

im Motor vorhanden ist.

Habe einen Anwalt eingeschaltet, da ich einen neuen Motor

haben will.Desweiteren habe ich mich an Ford Deutschland gewand,aber bis heute keine Antwort bezüglich Mobilitaet erhalten.Das einzige was ich erhalten habe, ist ein Brief von einer Versicherungs AG bezüglich Pannenhilfe für den zweiten Schaden,die eine Kopie des Kraftfahrzeugscheins, eine Kopie der Garantieurkunde mit Stempel des verkaufenden Autohauses und eine genaue Anschrift des verkaufenden Händlers von mir will.

Dieser Brief ist aufgebaut ,als ob er vom ADAC kommt,und ist im Auftrag der ARISA Assurances S.A geschrieben.

Wer oder was diese auch immer ist.

1) Ich habe bei Juetten und Kollen,bei denen ich einen Deutschen Kaufvertrag abgeschlossen habe,(Siehe Hompage dieser Seite)und der nicht als Zwischenhändler auftritt gekauft.Habe aber einen Garantiebrief eines FordHändlers mit Stempel aus Holland bekommen. Wer hat hier Gültigkeit ?

2) Wenn sie die Pannenhilfe übernehmen, heisst das doch im Klartext,das sie die Mobilitätsgarantie übernehmen.

Wieso gilt diese aber scheinbar nicht für einen Leihwagen ?

Ich verstehe die Kundenpolitik von Ford Deutschland nicht mehr !

Das garantie problem ist ja nicht durch ford entstanden sondern von dem händler. erschwerend kommt hinzu das der wagen importiert wurde und so weit sind die gesetze der EU noch nicht die soetwas regeln, aber es wird dran gearbeitert...

Das ist zumindest mein wissenstand, ford selbst wird wohl eher eine vermittlerrolle einnehmen.

Hi wasisnu,

bin wie schon gesagt kein Jurist und in deinem Fall scheint es wiederum auf Besonderheiten des Vertrages / Vertragsrechts / Kleingedruckten anzukommen (Kauf in Deutschland aber Autohändler sitzt in Holland). Wenn Juetten & Kollen kein offizieller Ford-(Zwischen-)Händler sind, nehmen sie juristisch wahrscheinlich die Rolle eines Vermittlers ein. Der autorisierte Händler verkauft im Namen und Auftrag von Ford (womit auch die Gewährleistungsfrage IMHO geklärt wäre), ein Vermittler tritt bei einem Vertrag und der Gewährleistung normalerweise nicht in Erscheinung.

Er kauft gewissermaßen in deinem Namen und Auftrag (so wie es ein Bekannter von Dir ebenso tun könnte) und kassiert für diese Dienstleistung, gewährt aber selbst keine Gewährleistung auf den Wagen.

Ich denke da bist Du bei einem Anwalt wirklich am besten aufgehoben.

Zu der EU-Kommision für Wettberwerbsrecht: Kommisar ist ein Herr Monti, der einigen Herstellern vor einiger Zeit ein paar Millionen Euro schwere Bußgeldbescheide wegen Behinderung des EU-Wettbewerbs zugestellt hat. Die Hersteller stehen m.W. unter verschärfter Beobachtung und wollen sich sicherlich keine neuen Anlässe für weitere Bußgeldbescheide leisten.

Hier mal ein Link zum Einstieg:

http://www.eu-kommission.de/pdf/eunachrichten/27_INTERNET.pdf

Mit den Stichworten findest Du bei Google sicherlich noch viele weitere Informationsquellen.

Zu Deinem Wunsch nach einem neuen Motor: Dürfte in dieser Form wahrscheinlich nicht durchsetzbar sein, da Du beweisen müßtest, daß der Motor

a) durch den Ölmangel irreparabel beschädigt wurde und b) Du deiner Sorgfalts- und Schadensminderungspflicht durch regelmäßige Ölkontrollen nachgekommen bist.

Beispiel: Wenn du trotz Öldurckwarnleuchte weiterfährst, verstößt du gegen b) und bleibst auf dem Schaden sitzen. Wenn die Öldruckleuchte (noch) nicht aufgeleuchtet hat unterstellt das Werk / Werkstatt auch keinen Motorschaden, bestreitet damit a).

Auch hier: Den besten Rat was durchsetzbar ist solltest Du beim Anwalt einholen, da es sehr auf kleine Vertragsdetails und Beweislage ankommt.

Gruß

BLamm

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