Milliardenschaden durch Tacho-Betrug
Hallo M-Ter
Das Thema an sich ist ja nicht neu, aber die Dimensionen die hier angesprochen werden sind schon enorm.
Milliardenschaden durch Tacho-Betrug FAZ.de
Zitat:
Durch manipulierte Tachometer entstehe jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden von rund sechs Milliarden Euro
In einem anderen Beitrag ist die Rede entsprechend manipulierter Kilometerzähler bei 30% aller Gebrauchtwagen.
Was sagt ihr dazu, ist euch schon mal so etwas passiert?
Oder wird das nur aufgebauscht?
Beste Antwort im Thema
Persönlich ist mir das noch nicht passiert. Ich kaufe allerdings nur Gebrauchtfahrzeuge mit dokumentierter und nachvollziehbarer Historie.
55 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von Flowmaster
Süßer Vorschlag mit Tacho verschlüsseln.Jungs... den Hackern ist es möglich in die Sicherheitssysteme von Geheimdiensten, Regierungen, Banken etc. einzudringen.
Also alles Systeme die in meinen Augen ein Höchstmaß an Verschlüsselung besitzen (zu einem immenshohen Preis) und da glaubt ihr es wäre ein einfaches die tachoeinheiten von Autos so zu verschlüsseln das sie langfristig fälschungssicher bleiben?Damit ist viel Geld zu machen und dort steckt eine ganze halbseidene Branche dahinter. Die gleiche Branche die es schafft vermeintlich sichere Luxusklassefahrzeuge in wenigen Minuten aufbricht. Die werden sich 1,2 Monate zurück ziehen und dann ist auch die Tachohürde überwunden.
Sinniger ist es wie angemerkt sich die Historie des Fahrzeug zu verplausibilisieren.
Das sytsem vom Federal Beraeu of Investigation (FBI) haben die ja schonmal geknackt
Zitat:
Original geschrieben von downforze94
Und wie stellst du eine Manipulation fest ohne das Steuergerät auszulesen? Wobei selbst das ja nicht sicher ist. Manche schwören ja darauf, daß sie an der Abgegriffenheit des Lenkrades erkennen können, wie lange der PKW schon unterwegs war.Zitat:
Das ist dann aber fast ausschließlich die Klientel, die von Kraftfahrzeugen (fast) keine Ahnung hat und zum Kauf auch niemanden mitnehmen, der (mehr) Ahnung hat.
selbst wen man das auslesen kann (und das versteht was da steht) kann man einen tachonepp nicht so einfach bemerken. da is keine rote lampe die an ist. ebenso sind die autos die den "echten" km stand in verschiedenen steuergeräten speichern eher in der minderheit.
ach ja fällt mir grad...die einfachste sache: das ding nicht ans bordnetz anhängen. somit kann mann von aussen nicht zugreifen. klaro den/die geber totlegen is dann trotzdem drinne. aber zurückdrehen is dann net drinne. den mal im ernst. zuwas muss mein rechtes rücklicht diagnosefähig sein und am can bus hängen? selbiges gilt für den tacho.
Besonders bedenklich finde ich auch die Anzahl der Betrügereien. In diesem Beitrag wird nochmal explizit von 30% der Gebrauchtwagen gesprochen.
Das heißt jeder, der schon mehr als drei Gebrauchte gekauft hat, war schonmal betroffen. Oder zählt einfach mal im Bekanntenkreis durch...
Da kann einem ja ganz anders werden.
Deswegen:
Finger weg von Gebrauchtwagen, bei denen der Verkäufer auf die Frage nach den verfügbaren Dokumenten nur den Fahrzeugbrief, die letzte HU/AU-Bescheinigung und das Serviceheft vorweisen kann!
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ja, aber wie ich eine seite vorher schon geschildert habe, hilft das nicht gegen den lukrativsten betrug - nämlich den an relativ neuen autos. hier dreht der erst- oder zweitbesitzer. wenn er das intelligent macht, merkt es niemand mehr. deshalb ist es auch attraktiv.
Zitat:
Original geschrieben von mehrzehdes
hier dreht der erst- oder zweitbesitzer. wenn er das intelligent macht, merkt es niemand mehr. deshalb ist es auch attraktiv.
Dann müssen aber auch sämtliche Dokumente (Rechnungen, Prüfberichte etc.) dazu passen, wenn es nicht auffallen soll.
Zitat:
Original geschrieben von Der-0815-Joe
Besonders bedenklich finde ich auch die Anzahl der Betrügereien. In diesem Beitrag wird nochmal explizit von 30% der Gebrauchtwagen gesprochen.Das heißt jeder, der schon mehr als drei Gebrauchte gekauft hat, war schonmal betroffen. Oder zählt einfach mal im Bekanntenkreis durch...
Da kann einem ja ganz anders werden.
Dann mach das was der ADAC vermutlich promoten will: kauf einen Neuwagen...🙂
Solange die nicht mal das Wort "Betriebsstunde" in den Mund nehmen, kann man das nicht ernst nehmen. Die Bedeutung der Laufleistung wird maßlos überschätzt, im Gegenzug unterschätzen die meisten das Alter. Nicht im Sinne von Modellwechsel und Wertverlust, sondern im Sinne von Alterung.
Zitat:
Original geschrieben von Kurator El Mobile
Dann mach das was der ADAC vermutlich promoten will: kauf einen Neuwagen...🙂
Ist ja auch die beste Lösung.
Zitat:
Original geschrieben von Kurator El Mobile
Die Bedeutung der Laufleistung wird maßlos überschätzt, im Gegenzug unterschätzen die meisten das Alter. Nicht im Sinne von Modellwechsel und Wertverlust, sondern im Sinne von Alterung.
100% ACK!
Das echte Hauptproblem ist der Kunde. Er denkt, das Auto wäre nach 100tkm in 2 Jahren kein Pfifferling mehr wert und hat Angst.
Dass ein im Stadtverkehr zugekokter sechsjähriger Diesel mit nur 36.547km, womit Opa nur zum Bäcker gefahren ist und kein Schlagloch ausgelassen hat, mechanisch natürlich beanspruchter war, sieht keiner in der mündigen Käuferschaft.
In unserer so mobilen Welt, wo fast jeder zweite mehr als 25tkm fährt, kann man sich doch an einer Hand abzählen, daß ein 5 Jahre altes Auto eben 125tkm im Schnitt hat.
Ich will gar nicht wissen, ob meine Kiste manipuliert wurde. Solange die läuft und nicht zickt, ist es eigentlich egal.
Der KM-Stand müsste halt einen niedrigeren Einfluß auf den Restwert haben, wenn die Käufer mal das oben beschriebene Szenario durchdenken.
Nur somit wird den Fälschern und Manipulatoren langfristig das Handwerk zu legen sein.
Zitat:
Original geschrieben von m4200gt
Der KM-Stand müsste halt einen niedrigeren Einfluß auf den Restwert haben, wenn die Käufer mal das oben beschriebene Szenario durchdenken.
Sicherlich. Daß es hier so ist, wie es eben ist, liegt aber auch an den vollkommen abgehobenen Preisen für Neufahrzeuge.
Ich sehe deinen Punkt... aber dass ein PKW, der 100.000 km wahrscheinlich großteils mit um die 150 km/h auf Autobahnen gefahren wurde, weniger mechanische Beanspruchung gehabt haben soll, als ein PKW mit 36.000 km Laufleistung und Kurzstreckenbetrieb... das halte ich dann doch für relativ unrealistisch...
Nehmen wir den Motor mal aus dieser Darstellung heraus, so ist den meisten Verschleißteilen doch relativ egal, wie sie gefahren werden.
Lager verschleißen, wenn sie sich drehen. Zahnräder verschleißen, wenn sie im Eingriff sind. Reifen verschleißen, wenn sie abrollen. Und auch der Motor verschleißt in erster Linie doch weil in seinem Inneren Sprit verbrannt wird...
Wenn ich einen Stahlklotz 100.000 km über ne Straße ziehe, dann ist da am Ende weniger von übrig, als wenn ich ihn nur 35.000 km gezogen habe. Egal ob ich das langsam oder schnell tue...
Der Unterschied besteht darin, daß Fahrzeuge im Kurzstreckenbetrieb mehr Kaltstarts haben als Langstreckenfahrzeuge mit hoher Laufleistung und Kaltstarts verursachen nun mal einen bedeutend höheren Verschleiß als der betriebswarme Zustand, unabhängig von der gefahrenen Geschwindigkeit.
Nun, ich bin nicht überzeugt davon, dass ein Langstreckenfahrzeug welches in 3 Jahren 100.000 km auf die Uhr bringt automatisch weniger Kaltstarts erfährt, als ein PKW der von mir aus in 6 Jahren nur 36.000 km draufbekommt...
Wenn ein Außendienstler pro Tag 4 Kunden besucht und jeweils eine Stunde bleibt, so hat er 5 Kaltstarts pro Tag. Da kriegt Opa nichtmal im Traum hin. Der fährt einmal alle 2 Tage zum Einkaufen und vielleicht am Wochenende mal 20 km ins nächste Dorf zum Käffchen...
Ich fahre meinen Wagen zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit erstmal ordentlich warm, weil ich zwangsläufig bis zur Autobahn durch den Ort muss. Wenn ich aus manchen Werken heimfahre, dann bin ich nach 250m auf der Autobahn. Bis dahin ist die Kiste noch nichtmal annähernd warm im Winter und muss sofort mit 3000 min-1 und mehr drehen 😉
So pauschal à la "hohe Laufleistung = weniger Verschleiß" kann man das nicht beurteilen denke ich 😉