Mercedes Manipulationsverdacht C Klasse
Heute in Spiegel Online:
Abgasskandal, Mercedes C Klasse 220 cdi unter
Manipulationsverdacht.
Wer hätte das gedacht oder doch?
Wird immer verrückter.
Gruß
AC 7770
Beste Antwort im Thema
Ähhhmmmm,
wieviele Arbeitsplätze hat die DUH schon geschaffen?
Oder doch eher vernichtet?
Wenn uns schon die Amis nicht klein kriegen, dann machen wir es doch selbst.
Armes Deutschland!
21 Antworten
Zitat:
@meyergru schrieb am 3. Februar 2016 um 11:50:06 Uhr:
Das ist schon sehr spitzfindig. Für Dich ist es also O.K., wenn ein Hersteller die Abgasreinigung außerhalb des Prüfstands in "bestimmten Betriebssituationen" abschaltet, aber nicht O.K., wenn er sie auf dem Prüfstand einschaltet?Zitat:
@wmh schrieb am 3. Februar 2016 um 10:40:41 Uhr:
Hier sollte man den Ball einfach mal flach halten. DUH und einige andere verteufeln die Autoindustrie, unterstellen Betrug, bringen aber keine belegbaren Beweise.Die festgelegten Grenzwerte werden im NEFZ Zyklus auf dem Rollenprüfstand nach einen genau spezifizierten Verfahren bestimmt. Eine Zulassung ist an die Einhaltung dieser Werte gebunden. Im realen Fahrbetrieb kommt es mit den zugelassenen Fahrzeugen zu anderen Ergebnisssen und diese verstoßen nicht gegen das geltende Recht.
VW hat mit seinen defeat devices die Ergebnisse auf dem Prüfstand manipuliert, d.h. das getestete Fahrzeug entsprach nicht mehr dem Serienzustand. Das ist und bleibt Betrug. DUH unterstellt mit seinen Messungen, die noch nicht mal falsch sein müssen, anderen Herstellern ebenfalls Betrug und bleibt den Beweis schuldig.
Das bestehende Stickoxidproblem muss aber anders gelöst werden, das betrifft aber nicht allein die Dieselmotore.
Im strengeren WLTC 2.o Test (Weltzyklus) mit warmen Motoren schneiden die aktuellen Mercedes Modelle sogar recht gut ab und halten die EU-Grenzwerte ein oder überschreiten sie knapp. Es gibt aber genügend Fahrsituation wo dies (noch) nicht möglich ist oder vielleicht auch nie möglich sein wird.
Nein, es ist für mich nicht ok. Es gibt aber Fahrsituationen (Volllast, Kaltstart allgemein oder bei Minusgraden, Katalysatorregeneration) in denen erhöhte Werte auftreten. Diese Betriebssituationen werden vom Prüfstandstest nicht erfasst und die Grenzwerte sind leider nur für die Testzyklen vorgesehen. Mit der gleichen Software wie auf dem Prüfstand kommt es dabei zu Überschreitungen. Ja, die Motorsteuerungen werden für den Prüfstand optimiert. VW ist einen Schritt weitergegangen und hat eine spezielle Prüfstand -SW eingesetzt, d.h "Straßen"-Motorensteuerung hätte auch auf dem Prüfstand die Grenzwerte nicht eingehalten! Und auf einmal reicht ein Softwareupdate und alles ist o.k.? Deshalb die berechtigten Fragen nach Leistung- und Verbrauchsangaben der modifizierten Fahrzeuge.
Wenn man in einem Testzyklus, egal ob Prüfstand oder Straßentest, die Höchstgeschwindigkeit auf 120 oder 130 km/h begenzt und konsequent bleibt, dann muß auch auf der Straße diese Höchstgeschwindigkeit eingeführt werden. Ist man bereit die Obergrenzen für alle Fahrsituationen zu begrenzen, dann muß auch der Kaltstart bei -10 Grad oder die Volllastfahrt simuliert werden. Ein Alptraum nicht nur für Hersteller von Dieselmotoren.
Richtig, wobei ich den gegenteiligen Schluss ziehen würde: Die Prüfstandsmessungen müssen mehr real vorkommende Fahrzustände berücksichtigen, nicht umgekehrt (nach einem generellen Tempolimit zu schreien, halte ich für übertrieben). Wenn Dieselfahrzeuge heutiger Bauart dann die neuen Grenzwerte nur bis 130 km/h schaffen, dann müssten die Hersteller sie darauf limitieren.
Leider verwenden aber Mercedes, BMW & Co diese Tricks keineswegs nur bei kaltem Motor oder bei Vollgasfahrten, sondern offenbar viel häufiger - um nicht zu sagen: "fast immer"...
Die Tests, bei denen VW so unangenehm aufgefallen ist, wurden z.B. parallel auch mit einem BMW X5 gemacht, der auf dem Prüfstand zunächst keine Auffälligkeiten zeigte. Dann allerdings wurde er auf einer Steigung gefahren - bei extrem erhöhten Stickoxidwerten. Wie sich zeigte, wurde offenbar kein oder zu wenig Harnstoff eingespritzt.
Das ist auch kein Wunder, sondern der Nomalfall: Der Hersteller von Adblue gibt hier an, dass man ca. 5 Liter Adblue auf 100 Liter Diesel benötigt.
Bei einem Dieselverbrauch für einen PKW von angenommen 8 Liter/100 km wären das 0,4 Liter / 100 km.
Mercedes beispielsweise hat aber immer mit 0,1 Liter Adblue auf 100 km geworben und betont, dass das im Rahmen des Service nachgefüllt wird, was dann auch oft in der Presse kolportiert wurde.
Warum das? Rechnen wir mal nach: Mercedes hat z.B. einen 25 Liter Adblue Tank, das würde für ca. 6000 km reichen, wenn man den Angaben des Adblue-Herstellers glaubt. Wenn also Mercedes tatsächlich nur bei jedem 25000-km-Service eine Adblue-Nachfüllung benötigt, gelten sie für mich als überführt, im Mittel nur ca. ein Viertel der benötigten Menge an Harnstoff einzuspritzen.
Und so macht es dann auch Sinn, wenn z.B. ein BMW X5 oder ein Opel Zafira aus eben diesen Gründen genau dann, wenn eigentlich viel Harnstoff benötigt würde (also bergauf oder bei hoher Geschwindigkeit) gar keinen mehr einspritzen.
Das ist übrigens nicht neu, sondern seit ca. 2010 bekannt. Die DUH drängt ja schon seit langem auf neue Prüfverfahren, weil die bestehenden immer stärkere Abweichungen von den Realwerten zeigen.
P.S.:
Zitat:
VW ist einen Schritt weitergegangen und hat eine spezielle Prüfstand -SW eingesetzt, d.h "Straßen"-Motorensteuerung hätte auch auf dem Prüfstand die Grenzwerte nicht eingehalten!
Das war m.W. nach nicht so: Die in jedem betroffenen VW eingesetzte
Motorsteuerungs-Software enhält lediglich einen Programmteil ("defeat device"😉, der den Prüfstandslauf erkennt und andere Parameter wählt(das ist ja gerade ein Grund, weshalb die Software geändert werden muss). Und das ist bei den anderen Herstellern eben im Endeffekt das Gleiche: Sie erkennen einen spezifischen Fahrzustand und ändern die Motorsteuerung.
Kleiner Nachtrag:
http://www.spiegel.de/.../...rsteller-in-erklaerungsnot-a-1085051.html
Langsam reift die Erkenntnis...
Und nun?
Die Umweltminister aus fünf Bundesländern wollen wegen des (VW)Abgasskandals die
Dieselpreise erhöhen.
Was kann der Verbraucher für die Manipulation?
Ähnliche Themen
Zitat:
@AC 7770 schrieb am 7. April 2016 um 10:54:30 Uhr:
Und nun?
Die Umweltminister aus fünf Bundesländern wollen wegen des (VW)Abgasskandals die
Dieselpreise erhöhen.
Was kann der Verbraucher für die Manipulation?
Der Autofahrer, die Melkkuh der Regierung..
Eine Mineralölsteuererhöhung für Dieselfahrzeuge auf Grund des Abgasskandals bei VW dürfte doch nur ein Vorwand sein. Wenn, dann wird es so kommen, dass für alle Kraftstoffe die Mineralölsteuer erhöht wird. Für Dieselkraftstoff dann im Verhältnis entsprechend mehr.
Gründe und Argumente für eine Steuererhöhung gibt es viele. Als Vorwand wird natürlich der Umweltschutzgedanke im Vordergrund stehen. Das der Rohölpreis seit über einem Jahr im Keller ist dürfte inoffiziell ebenso eine Rolle spielen. Die tatsächlichen Gedanken unserer Politiker werden wir jedoch - wie so oft - nicht erfahren. Fakt ist, dass es wie in der Vergangenheit am einfachsten ist die Autofahrer als Melkkuh der Nation zu benutzen.
Auch wird die Straßenbenutzungsgebühr, Infrastrukturabgabe bzw. Maut (das Kind muss halt einen Namen tragen) kommen. Heute wurde in den Medien verbreitet, dass die EU der Straßenbenutzungsgebühr in Deutschland dann grünes Licht erteilt, wenn den deutschen Autofahrern ein Teil der Kfz-Steuer in Höhe der Maut "nicht" erlassen wird sondern entweder die Mineralölsteuer gesenkt (das wird mit Sicherheit nicht der Fall sein) oder als Alternative die Pendlerpauschale erhöht wird. Letzteres ist für unseren Finanzminister natürlich genial. Hiervon wird dann nur der Teil der arbeitenden Bevölkerung profitieren, der einen langen Weg zur Arbeitsstelle hat. Auch lässt sich die Höhe der Entlastung bzw. Erhöhung der Pendlerpauschale prima steuern. Und einen Schuldigen für die Einführung der Maut hätte man natürlich auch gefunden. Denn den ursprünglichen Plan den deutschen Autofahrer in Höhe der Mautgebühr von der Kfz.-Steuer zu befreien, hat ja "überraschenderweise" die EU gekippt.
PS:
Ich habe aus reiner Neugier nach 6000 gefahrenen Kilometer "AdBlue" nachgetankt. Verbrauch 2,3 Liter. Das entspricht einem Verbrauch von 0,38 Liter auf 1000 Kilometer. Ich glaube mein Wagen ist eine Dreckschleuder ;-)
Zitat:
@RE RU 44 schrieb am 7. April 2016 um 13:54:04 Uhr:
Eine Mineralölsteuererhöhung für Dieselfahrzeuge auf Grund des Abgasskandals bei VW dürfte doch nur ein Vorwand sein. Wenn, dann wird es so kommen, dass für alle Kraftstoffe die Mineralölsteuer erhöht wird. Für Dieselkraftstoff dann im Verhältnis entsprechend mehr.Gründe und Argumente für eine Steuererhöhung gibt es viele. Als Vorwand wird natürlich der Umweltschutzgedanke im Vordergrund stehen. Das der Rohölpreis seit über einem Jahr im Keller ist dürfte inoffiziell ebenso eine Rolle spielen. Die tatsächlichen Gedanken unserer Politiker werden wir jedoch - wie so oft - nicht erfahren. Fakt ist, dass es wie in der Vergangenheit am einfachsten ist die Autofahrer als Melkkuh der Nation zu benutzen.
Auch wird die Straßenbenutzungsgebühr, Infrastrukturabgabe bzw. Maut (das Kind muss halt einen Namen tragen) kommen. Heute wurde in den Medien verbreitet, dass die EU der Straßenbenutzungsgebühr in Deutschland dann grünes Licht erteilt, wenn den deutschen Autofahrern ein Teil der Kfz-Steuer in Höhe der Maut "nicht" erlassen wird sondern entweder die Mineralölsteuer gesenkt (das wird mit Sicherheit nicht der Fall sein) oder als Alternative die Pendlerpauschale erhöht wird. Letzteres ist für unseren Finanzminister natürlich genial. Hiervon wird dann nur der Teil der arbeitenden Bevölkerung profitieren, der einen langen Weg zur Arbeitsstelle hat. Auch lässt sich die Höhe der Entlastung bzw. Erhöhung der Pendlerpauschale prima steuern. Und einen Schuldigen für die Einführung der Maut hätte man natürlich auch gefunden. Denn den ursprünglichen Plan den deutschen Autofahrer in Höhe der Mautgebühr von der Kfz.-Steuer zu befreien, hat ja "überraschenderweise" die EU gekippt.
PS:
Ich habe aus reiner Neugier nach 6000 gefahrenen Kilometer "AdBlue" nachgetankt. Verbrauch 2,3 Liter. Das entspricht einem Verbrauch von 0,38 Liter auf 1000 Kilometer. Ich glaube mein Wagen ist eine Dreckschleuder ;-)
Ist wohl so 😉
Im Ernst: vor einiger Zeit habe ich mal einen Fachbericht über das ganze Harnstoffgedöns gelesen.
Da ging es überwiegend um die chemischen Zusammenhänge und die fahrzeugseitige Technologie dazu.
Dabei kam heraus, dass ca. 4% des Treibstoffverbrauches als Harnstoffbeimischung erforderlich sind.
Jetzt deine Angaben: bei geschätzten 80l Dieselverbrauch pro 1000km hätte dein Auto ca. 3,2l AdBlue beimischen müssen.
Schon damals, vor einigen Jahren, habe ich mich gefragt, wie das funktionieren soll, denn zu der Zeit wurde AdBlue bei PKW nur zur Jahresinspektion ergänzt.
Selbsttanken war nicht vorgesehen.
Gruß Norbert