Mercedes G 320 CDI
Hallo Leute,
Ich überlege nun schon seit längerem, mir einen Mercedes G 320 CDI zuzulegen.
Die Vorgeschichte: Zu meinem 18. Geburtstag bekam ich 50.000€ von meinen Eltern, primär für mein erstes Auto. Und ich bekam den 126er 300 SE von meinem Großvater. Anfangs lief es mit dem Wagen völlig problemlos, bis der Winter kam. Starten war selbst bei -15 Grad kein Problem, nur leider sorgte der Heckantrieb für unbefriedigende Traktion auf Schnee, selbst mit ASR.
Diesen Winter habe ich irgendwie überstanden, aber hin und wieder beneidete ich dann doch die anderen Studenten mit ihren frontgetriebenen Kleinwagen, die fast ohne Probleme fast immer durchkamen.
Für den nächsten Winter wollte ich allerdings gerüstet sein, auf automobilem Gebiet. Und da hatte ich so meine Bedingugen; Allradantrieb, Automatik, kein neumodischer Firlefanz und wenigstens ein bisschen Geländetauglichkeit, da ich jeden Winter die Planai Klassik in Gröbming besuche. Meine Eltern haben zufällig ein Sommerhaus dort in der Nähe. Mit Betonung auf Sommer, denn im Winter ist die Hütte zwar bewohnbar, aber kaum zu erreichen, da der Weg nicht geräumt wird. Und jedes Jahr das Gepäck die 100 Meter zum Haus durch den Schnee schleppen, nein Danke.
Langer Rede, kurzer Sinn: Ich habe 50.000€ zur freien Verfügung, will davon allerdings nicht viel mehr als 2/3 ausgeben, den Rest für etwaige Reperaturen aufheben. Im Monat bin ich bereit, bis zu 400€ auszugeben (der G würde dann auf Wechselkennzeichen mit dem W126 laufen und ausschließlich als Winter- bzw. Freizeitauto dienen). Würdet ihr sagen, ich soll mir den Wagen kaufen? Ich rede weniger vom Anschaffungspreis, da findet sich schon noch was, sondern viel mehr von den Unterhaltskosten (Verbrauch soll zwischen 11 und 13l/100km liegen?), Wartungskosten, evtl. Reperaturanfälligkeit.
Im Jahr kommen dann so 5.000 km mit dem G Zusammen, überwiegend Stadt & Landstraße, würde sich das mit 400 €/Monat ausgehen?
Würdet ihr sagen, dass die 224 PS ausreichen, dem Benz zu standesgemäßen Fahrleistungen zu verhelfen?
Danke schon Mal im Vorraus.
MfG, McGrey
Beste Antwort im Thema
Ich hab seit Dez 2010 nen 2007er 320 CDI.
Verbrauch: im Mittel inzwischen bei 13,5. Überwiegend Autobahn bei 120 - 140 km/h. Manchmal Stadt, ca. 20 % Bundesstrasse.
Wenn man nur Bundesstrasse fährt dann hatte ich bei Konstant 80 - 90 km/h auch schon mal 8,9 auf der Verbrauchsanzeige (Durchschnitt seit Start, Momentanverbrauch zeigt er nicht an, ein Schelm wer böses dabei denkt), das war aber eine einmalige Sache. Unter 11 dürfte er beim Drittel-Mix nicht zu fahren sein. Ich hab allerdings 0,5 Mehrverbauch seit ich General Grabber AT drauf hab.
Trotz Allrad ist im Winter bei schneebedeckten Strassen Zurückhaltung angesagt, es schieben 2,5 t Leergewicht und die müssen erst mal runtergebremst werden. Im Gelände ist er mit den 3 Sperren und der Untersetzung genial. Böschungswinkel und Bodenfreiheit reichen meistens aus.
Ich hab diesen Winter bei uns im Landkreis Starnberg einige PKW aus dem Graben bze. aus dem Feld gezogen. Absolut ohne Schwierigkeiten, auch ohne Untersetzung und nur mit einer Sperre. Man merkt nicht mal dass was dran hängt.
Die Fahrleistungen sind für die 224 PS angemessen, 180 erreicht er auf der Geraden.
Es gibt "hochwertige" Tuningboxen bis lt. Papier 265 PS und 620 Nm statt 540. Ich hab eine da und die war auch schon eingebaut, man merkt das Drehmoment durchaus. Aber ich weiss nicht welche Auswirkungen das Tuning auf Motor und Getriebe hat. Also notwendig ist die Mehrleistung nicht.
Ich hab auch ne Hütte im Mangfallgebirge und bin dort auch schon bei 20 cm Schneehöhe gefahren, allerding sehr kritisch wenn er mal zu Schieben beginnt. War eher ein Eiertanz. Mit ordentlichen Schneeketten (Greifsteg, pro Paar 400.-) ist es ein Kinderspiel.
Wartung: Alle Teile und die Inspektionen sind sauteuer. Inspektion mit Ölwechsel zwischen 800.- und 1200.- bei MB. Ich muss zu MB da ich eine Garantieverlängerung bei MB erworben hab und da ist MB Werkstatt-Zwang.
Die Garantieverlängerung kostet 900.- pro Jahr und bisher hab ich das Mehrfache davon beansprucht.
Der 320 CDI ist nämlich sehr empfindlich, also nix ohne Elektronischen Schnickschnack (das Auto ist voll mit elektronischem Schnickschnack). Es gibt viele Teile die einfach mal so defekt sind, z.B. Heckscheibenwischer, Vorglührelais, Lambda-Sonde etc. Allein das doofe Vorglührelais hätte mit Einbau 300.- gekostet. Die Diagnose um einen Fehler zu finden kostet schon 60.-
Einige Teile bekommt man auf dem freien Markt, z.B. Bremsenteile (die hintere Bremse ist 1:1 vom Vito). Aber das meiste muss man bei MB kaufen.
Reifen kosten ab 150.-, hochwertige auch schon mal 200.-. Die Grabber hab ich letztes Jahr als Schnäppchen für 115.- bekommen.
Die CDI sind sehr empfindlich was die Diesel Qualität betrifft. Tanken in Ost-Europa ist wie russisch Roulett. Wenn man selber die Luftfilter tauscht muss man anschliessend zu MB um das im Steuergerät einzugeben, sonst passen die Einspritzwerte nicht mehr.
Das 7-Gang Getriebe muss man mehr oder weniger "treten", wenn man cruist dann schaltet er oft und irgendwie unlogisch auch mal rauf und runter. Es ist ein hektisches Getriebe und es wäre besser das 5-Gang aus dem G55 einzubauen.
Rost: tja, das ist so ne Sache. MB entrostet auf Kulanz bis 8 Jahre nach EZ alles was an der Karrosserie rostet (aber wieder nur nach regelmäßigen Scheckheft-Eintragungen durch MB). Das sind u.a. die Türscharniere, Nähte an den Einstiegsleisten, Innen an der Motorhaube, Oberer Hecktürrand. Die Aussenspiegel (Aluminium-Fuß) blättern irgend wann ab.
Unten: Für ein 4 Jahre altes Auto eigentlich unakzeptabel. Viel "rote Farbe" an Fahrwerksteilen, Lenkgetriebe, Anbauteilen, Halterungen etc.
Lt. Mercedes Neuperlach (G-Zentrum) "normal" und in 5 Jahren auch nicht schlimmer. Aber für ein 100.000.- Euro Wagen zu viel.
Wobei der Rost nur optisch beinträchtigt, die Bauteile sind sehr massiv. Aber ich weiss nicht ob er in 20 Jahren so gut dastehen könnte wie ein 90er Jahre G heute da steht.
Steuer 450 Euro (30 x 15.-), Euro 4, Versicherung relativ günstig im Vergleich zu anderen Fahrzeugen.
Fazit: Ich würde mir aufgrund der Verarbeitungsqualität im Verhältnis zum Preis keinen mehr kaufen. Ich hab ihn damals ca. 10' Flocken unter dem Marktpreis bekommen, so dass es für mich nicht tragisch ist, wenn ich ihn wieder verkaufen würde.
Wenn der Unterhalt nicht die grosse Rolle spielt, dann eher den G500, bei 5000 km im Jahr wäre es die erste Wahl. Allerdings hat der mich vom Klang her etwas enttäuscht, ist nicht so V8 mässig wie beim G55. Der CDI klingt wie ein Kleinlaster, das ist aber beabsichtigt. Wenn er so leise wäre wie eine S-Klasse mit dem gleichen Motor, würde ihn weniger Leute kaufen ;-)
Ob es für 35.000.- einen vernünftigen 320 CDI mit einem annehmbaren km Stand gibt ? Ich befürchte dass die Wehweh-chen über 120' km eher schlimmer werden.
Und nimm ja keinen 400er...und auch keinen 270er, der ist zu schwach...
Noch zu den Fragen expilzit: 400.- im Monat dürften reichen, das sind fast 5000.- im Jahr, also 1.- pro km.
Wechselkennzeichen: nach unbestätigen Meldungen wird das nichts bringen, da Steuer und evtl. auch die Versicherung für beide KFZ ganzjährig zu zahlen sind. Wird sich aber zeigen wenn es am 1.6. (lt. ADAC) eingeführt wird.
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Ich hab einen "Bekannten" bei Mercedes, mit dem ich da was arrangieren konnte
Also jetzt sozusagen nach dem "Erstkontakt" muss ich sagen, dass ich ziemlich begeistert bin. Allerdings ist mir auch klar geworden, dass man für einen 500er ab Baujahr '07 mindestens 50.000 auf den Tisch legen muss, ausgenommen Modelle aus dem Ausland mit mehr als fragwürdiger Historie.
Ich denke, ich werde mich tatsächlich nach einer R-Klasse oder so etwas für den Winteralltag umsehen und mir für "Freizeit und Abenteuer" einen W460/461 zulegen, die gibt's ja wesentlich günstiger.
Die sind zwar weit weniger komfortabler und fahren sich mehr Kleinlaster- als PKW-like, zumindest was ich gehört habe, aber er wäre auch nur dazu da, mein Verlangen nach mehr G zu besänftigen.
Aber ein halbes jahr habe ich ja noch Zeit, bis dahin lösen sich die Probleme hoffentlich alle mehr oder weniger in Luft auf.
Danke nochmal für eure Hilfe 😉
Mf"G",
McGrey
Warum nicht einen G500 vor 2002 kaufen? Da hast Du das rustikalere Modell, den kraeftigen Motor mit solider 5-Gang-Automatik und kommst im Budget mit ca. 30.000 EUR gut hin, wenn Du etwas hoeher gehst, sollte auch einer mit relativ niedriger Laufleistung zu finden sein.
Fuer mich immer noch einer der besten G, die gebaut wurden! 🙂
Jan
Klingt nach einer interessanten Idee, kannst du mir ein paar Infos Bezüglich Verbrauch etc. Geben? Preislich ist er ja Attraktiv, ich will nur keine allzu bösen Überraschungen an der Zapfsäule erleben...
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Dann bist du bei einer G Klasse aber nicht an der Vorzugsadresse 😉
Nen G500 kann man mit 11 Litern bewegen, 40 ist aber auch kein Problem. Wo du in dem Delta landest liegt an deinem rechten Fuss.
Die G500 die ich bisher gefahren bin (2 Stück) lagen laut BC seit Reset bei 18,5 und 23 Litern, und das über 15.000 km.
Aber es ist fast egal welchen Motor man da reinbaut. Um ne G Klasse normal und flott im Alltag zu bewegen braucht man numal viel Brennstoff. Punkt. Da ändert auch Blue Efficeny oder wie der Unsinn heisst wenig dran.
Im Geländeeinsatz macht es eh mehr Sinn den Verbrauch pro Betriebsstunde zu rechnen....
Auf unserer Tour durch Nordpolen hatten wir immer abhängig von der Beschaffenheit des Geländes einen Verbrauch zwischen 28 und 45 Liter Diesel auf 100.
meine Erfahrung mit G270 Cdi - zu schwach motorisiert, keine risikolose Überholmanöver möglich.
meine Erfahrung mit G320 Cdi - PS ok, die Ausstattung vermittelt für mich den Eindruck, dass hier sämtliche Teile anderer Modelle zum Einsatz kommen -keine klare G Linie erkennbar- für mich persönlich Ramschcharakter.
zum Gewicht des Fahrzeuges - schiebt im Gelände massiv und ist definitiv ein Nachteil - auch beim Verbrauch.
Zuverlässigkeit der CDI-Motoren - alle Injektoren verabschieden sich zu 100% bis 200.000km - kostet einiges. Im Winter (-15Grad aufwärts in den Alpen beim Skifahren) - das Gefühl bei möglichen ausflocken des Diesels könnt ich von lachenden Benzinern überholt werden.
Rost - ebenfalls zu 100% sicher und dies ist das größte MB Problem - über Jahre schon schlechte Lackierung oder Karosseriequalität - vom Werk aus.
mein persönliches Fazit: ist eine der Cash Cows des Konzerns, es wird abgecasht und in dieses Modell nichts mehr investiert - keine Empfehlung als tägliches einsatzbares Fahrzeug!
Heilige Scheiße...wenn der G ein so schlechtes Auto ist...warum habt ihr dann alle einen?
Ich weiß nicht, wo das mit den LuFis und der dafür nötigwen einstellung herkommt...aber mit dem "Reset" im KI ist die Sache erledigt...
wer auch immer das verzapft hat...wollte wohl ein wenig Geld machen 🙂
Zitat:
Original geschrieben von AndiM 300TD
Heilige Scheiße...wenn der G ein so schlechtes Auto ist...warum habt ihr dann alle einen?
Danke, endlich sagt das mal jemand.
Ich fahre den G echt gern, auch wenn es mal Probleme gibt. Das eine Steuerkette bei 110.000 km gewechselt werden muß, ist für mich auch ein absolutes Unding bei einem Premium Hersteller. Aber Probleme haben alle Autohersteller, mal mehr mal weniger.
Es kommt doch immer darauf an, wie mit dem Fahrzeug umgegangen wird.
Zum Verbrauch, mein 400er liegt im Schnitt bei 13-15ltr. Diesel. Wenn ich es eilig hab, sind es 18-20ltr. Da schluckt man dann schon, wenn alle 500km mal eben 120,-€ in den Tank plätschern. Aber...das wußte ich auch vorher. Irgendwie will man das selber nie so richtig glauben, aber an der Tankstelle trifft es immer wieder zu.
G-ruß Uwe
Hey Uwe,
klar, MB hat sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, als der 400er G auf den Markt "geschmissen" wurde; shit happens, sie hätten einfach extrem kulant sein müssen und Fehler zugeben. Das wäre einmal Aufbau von Kundenbindung und Vertrauen gewesen...aber wir leben nunmal in einer "Null-Fehler-Gesellschaft"...
An die Jammerer
Das ständige Gejammere ist schon nervtötend: Mag sein, dass etwas an Robustheit verloren ging, das ist der "Umwelt" und dem "Leistungsfortschritt" geschuldet. Dass aber auch ein CDI härtere Bedingungen überlebt, ist mir in Russland aufgefallen...die laufen selbst dort. Filter mit Wasserabscheider und gut ist...
Auch Toyota hat beim HZJ mittlerweile auf V8 Common Rail umgestellt: http://toms-fahrzeugtechnik.eu/.../
Muss doch irgendwas dran sein...? Und wenn die Gall Boys mit dem Common-Rail HZJ durch´s Outback fahren, die Bundeswehr 280er CDI Gs einsetzt und sogar Panzermotoren mittlerweile damit laufen...dann wird´s wohl reichen. Findet ihr nicht auch?
Wünscht ihr euch einen robusten Wagen? Kauft Zetros, oder Unimog...aber: Die laufen auch mit den "empfindlichen", dieselgeschmierten Hochdruckeinspritzanlagen...bleibt wohl nur noch, der griff zu den älteren Modellen.
Ich habe das neulich in einem Buch gelesen: Es gibt ein Wort dafür, für dieses "früher war alles besser es geht bergab mit der Welt"-Syndrom...mir ist es leider entfallen.
Anstatt zu Jammern: Suchen wir uns doch mal ein paar Vorteile der neuen Diesel oder schauen einfach, wie man einen CDI afrikafest machen kann. Da gibt es sicher einiges an Möglichkeiten...Diese Diskussion wäre mit Sicherheit konstruktiver und spannender, anstatt immer das gleiche, lahme Gejammer zu hören...
Grüße
Andreas
...bei dem ein 270er unud ein 320er CDI in der Familie laufen...und das seit über 200tkm ohne Probleme...bis auf eine neue Batterie und einen Klimakompressor...bis nach Polen, die Ukraine, Russland, Griechenland...
die armen Studenten! mal eben einen G-Mercedes, aber zu arm für 500-Euro pro Semester für Studiengebühren? Naja, dafür gibt es doch Steuer von den Arbeitern und Handwerker die bloss mit 63 nicht ins Ruhestand gehen sollen nach 45 Jahren harter Arbeit? Was wäre mit dem Fahrad oder zu Fuss zu Uni? Mieten zu teuer in den Luxusstädten(ein Student darf doch nicht vor 8 Uhr ausstehen und eine Stunde zu Uni fahren wie z.B. in Köln dafür muss man den Bafög aus Steuergeldern erhöhen und Rückzahkung ganz abschaffen und lieber den armen Handwerker bis 67 arbeiten lassen damit ein Student in Lindenthal wohnt und Mecedes fährt!!!!) , aber ein Autchen das sich viele die das ganze Leben arbeiten nie leisten können schon vor dem ersten Arbeisttag?