Mazda CX30 1.8 Diesel 116PS Dieselpartikelfilterregenerationsintervall
Hallo Liebe Foristen,
Seit ca. einem halben Jahr besitzt ich den CX30 116PS als Diesel. Habe ihn als jungen Gebrauchten mit 5000km von einem hiesigen Mazdahändler erworben. Soweit bin ich auch mit dem Fahrzeug zufrieden. Eines Frage ich mich jedoch. Der Wagen hat für meine Begriffe ziemlich kurze Intervalle bei der Dpf-Reinigung. Über das Fahrzeugdisplay kann man ziemlich genau erkennen wann der Reinigung beginnt. Der Zyklus bei mir ist ca. alle 140km bzw. 170km. Heute sogar nach 120km. Der Vorgang dauert ziemlich genau 20km. Ich fahre zu 95% Autobahn täglich 120km (60km-60km). Meine Reisegeschwindigkeit ist 120km/h manchmal aber auch deutlich höher am Stück ca. 160km/h. Ich weiß das der Mazda ohne Adblue bzw. ohne SCR System läuft. Um die Euro 6D Norm zu erreichen müssen daher eventuell kürzere Intervalle herhalten. Das ist meine Vermutung. Würde gerne wissen, ob solch kurze Intervalle dennoch bei neuen Dieselfahrzeugen normal ist.
Während der Regeneration fällt die Temperatur leicht runter auf 85c bzw. 80c. Der Wagen läuft ruhig. Die IStop Funktion ist deaktiviert. Das Fahrzeug hat einen aktuellen Kilometerstand von ca. 16000km.
25 Antworten
Zitat:
@geraldberlin63 schrieb am 15. Juni 2021 um 12:47:04 Uhr:
Hallo Derdeniz41.
Die kurzen Intervalle der Regeneration des Partikelfilters sind bei den Mazda-Dieseln bekannt. Deiner funktioniert völlig normal. Das ist soweit ok. Aber es ist auch bekannt, daß diese Motoren (im Vergleich zu Dieselmotoren anderer Hersteller) schnell Ölkohleablagerungen an AGR-Ventil und Einlaßventilen aufbauen. Ich bin Mazda-Fan, aber einen Diesel würde ich bei Mazda nicht kaufen... Die Benzinmotoren halten bei Mazda ewig. Die aktuellen Dieselmodelle verkoken äußerst zügig. Da wird so zwischen 100 000 und 150.000 km eine Strahlung mit Nußschalengranulat fällig. Es gibt dazu Videos bei Youtube. U.a. von Motoren-Zimmer, glaube ich und von den Werkstattprofis. Ich verlinke hier mal eines. Am Ende des Videos bei 34,50 Minuten.
Wenn das Regenerationsintervall bei seinem ca. 120 km ist und z.B. bei meinen Fahrzeug mit selben Motor seit über 30.000 km bei 400-500 Kilometern ist, würde ich nicht sagen, dass es normal ist.
Hallo Derdeniz41
ich habe zwar keinen CX30 sondern hatte einen CX50 Diesel for einiger Zeit.
Bei diesem lagen die Regenerationen durchschnittlich in einem Intervall von ca. 200-280 .
Manchmal aber auch wesentlich frueher 150-180Km - bei gleicher Strecke und gleichem Fahrverhalten (Tempomat ).
Das Automatikgetriebe schaltete sehr frueh hoch , so das die Drehzahlen des Motors immer im Bereich von 1250-1700 1/min lagen . Ich bin dann dazu uebergegangen den Wagen manuell zu schalten um den Motor auf einem generell hoeherem Drehzahlniveau zu halten ( 2000-2500 1/min ) wenn die gewuenschte Geschwindigkeit erreicht war.
Die Folge waren deutlich laengere Regenerationszyklen von ca. 400-480km,
Es sieht so aus das bei hoeheren Drehzahlen das AGR-Ventil wesentlich weniger geoffnet ist, als bei niedrigen Drehzahlen , und somit dem Motor weniger Abgass zugefuehrt.
Weniger Regenerationen schonen den DPF, weniger Russ im Ansaugtrakt bei gleichzeitig hoeheren Gasgeschwindigkeiten verlangsamen die Verkokung. Der Kraftstoffverbrauch blieb gleich.
Im CX-5 Handbuch ( Druckversion ) meine ich, waren irgendwo einige unguenstige Fahrsituationen
aufgelistet die man beim Diesel generell umgehen sollte - wenn moeglich .
Leider ist mein Gedaechtnis recht lueckenhaft doch erinnere ich mich an folgene.
1. Haeufiges Fahren mit Geschwindigkeiten kleiner 15 Km/h.
2. Wiederholtes kurzzeitiges Fahren mit kaltem Motor ( 10 Min. )
3. Das Auto sollte nicht laengere Zeit im Leerlauf stehen.
Das sind meine Erfahrungen zum Thema DPF. Vieleicht ist fuer dich oder den einen oder anderen
Leser dieses Themas etwas nuetzliches dabei.
Gruesse aus Norwegen
Zitat:
Hallo Derdeniz41
ich habe zwar keinen CX30 sondern hatte einen CX50 Diesel for einiger Zeit.
Bei diesem lagen die Regenerationen durchschnittlich in einem Intervall von ca. 200-280 , manchmal aber auch wesentlich frueher 150-180Km. Bin ausschliesslich mit Tempomat gefahren.
Das Automatikgetriebe schaltete sehr frueh hoch , so das die Drehzahlen des Motors immer im Bereich von 1250-1700 1/min lagen . Ich bin dann dazu uebergegangen den Wagen manuell zu schalten um den Motor auf einem generell hoeherem Drehzahlniveau zu halten ( 2000-2500 1/min ) wenn die gewuenschte Geschwindigkeit erreicht war.
Die Folge waren deutlich laengere Regenerationszyklen von ca. 400-480km.Moin Grieg,
danke für deine Hilfreichen Tipps. Jedoch finde ich einen Zyklus von unter 180km bedenklich. Deshalb lasse ich den Wagen durchleuchten. Ich konnte auch feststellen, das durch die Schaltung im niedrigen Drehzahlen der Zyklus kürzer wird. Nach 120km hat sich die Regeneration aktiviert und hat ca 28km gedauert. Natürlich laut Bordcomputer. Ich fahre auch im höheren Drehzahlniveau. Für ein Auto das mal gerade 16600 km auf dem Tacho hat sollte das Ventil keine Probleme machen und auch nicht viel bzw. Wenig verkorkt sein.
Mein Gedanke ist ob AGR Additive den Prozess der Verkorkung entgegen wirken. Nützen diese Additive?
Hallo Derdeniz41,
Zitat "Jedoch finde ich einen Zyklus von unter 180km bedenklich"
Ich auch , daher mein Beitrag mit dem Hinweis generell mit erhöhter
Drehzahl zu fahren - was du ja bereits tust jedoch mit bescheidenem Erfolg.
Was das AGR-Ventil angeht haben wir uns wohl etwas falsch verstanden.
Das AGR ist im niederen Drehzahlbereich grundsaetzlich weiter geoeffnet
als im hoeherern - das hat mit Verkokung nichts zu tun .
Das Motorsteuergeraet bestimmt wie weit das AGR zu oeffnen ist um gewisse
Emissionen zu reduzieren.
Die Verkokung wird dich frueher oder später auch erwischen , sofern dein
Mazda lange genug bei die bleibt . Ob Additive helfen und falls dies der Fall
sein sollte - mit welchem Erfolg , kann ich nicht beantworten.
Persönlich habe ich nie solche Additive benutzt.
Ich sehe auch das du Fehlercode P049B im System hattest mit anschliessendem
Austausch des AGR-Ventiles - leider ohne den erhofften Erfolg.
Habe mal auf der folgenden englischsprachigen Webseite nachgelesen was dieser
Fehler eigentlich bedeutet ("https://www.obd-codes.com/p049b").
Dort heisst es , das für diesen Fehler sowohl mechanische als auch
elektrische Ursachen in Frage kommen.
Das AGR kann man wohl nach erfolgter "Reparatur" ausschliessen.
Bliebe noch die elektrische Ursache - oder besser gesagt - da muss doch
irgenwo ein Sensor sein der diesen Fehler bemerkt hat.
Hat dein fMH im Zuge der Diagnose diesen ebenfalls ueberprueft?
Du schreibst auch das die Regenerationen regelmässig bei 130km starten.
Es wurde bereits kommentiert das dies sehr ungewöhnlich ist, was ich nur
bestätigen kann.
Das erhärtet eher den Verdacht das der betreffende Sensor "spinnt" und das Steuergerät
möglicherweise auf einen fest vorgegebenen sicheren Wert zugreift um den DPF
vor Schaden zu bewahren.
Ist aber alles nur Vermutung meinerseits.
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Zitat:
@Grieg schrieb am 16. Juni 2021 um 13:01:24 Uhr:
Hallo Derdeniz41,Moin Grieg,
"Die Verkokung wird dich frueher oder später auch erwischen , sofern dein
Mazda lange genug bei die bleibt ."Die angesprochene Verkorkung nehmen ich billigend in Kauf. Hatte davor Mercedes w212 und einen BMW X1 18D 47N Motor. Von Kettenproblemen, Getriebeaustausch, siffenden Motoren bis hin zu weggerosteten Hinterachsträgern, durfte ich bei den anderen Herstellern alles mitmachen. Ich fahre halt ca. 30000 bis 40000km im Jahr. Dieses mal sollte es halt ein Japaner sein.
"Bliebe noch die elektrische Ursache - oder besser gesagt - da muss doch
irgenwo ein Sensor sein der diesen Fehler bemerkt hat.
Hat dein fMH im Zuge der Diagnose diesen ebenfalls ueberprueft?"Die elektrische Ursache konnte auf anhieb von der Mazdawerkstatt nicht gefunden werden. Ich hoffe die jetztige Mazdawerkstatt kriegt das hin.
"Du schreibst auch das die Regenerationen regelmässig bei 130km starten.
Es wurde bereits kommentiert das dies sehr ungewöhnlich ist, was ich nur
bestätigen kann.
Das erhärtet eher den Verdacht das der betreffende Sensor "spinnt" und das Steuergerät
möglicherweise auf einen fest vorgegebenen sicheren Wert zugreift um den DPF
vor Schaden zu bewahren.
Ist aber alles nur Vermutung meinerseits."
Die Vermutung habe ich auch. Jedoch habe ich jetzt bei genaueren hinsehen gemerkt, das der Zyklus schwankt. zwischen 120 km-180km. Heute hatte ich eine flottere Fahrt in der ich auch den Wagen vollgas gefahren bin und relativ spät hochgeschaltet habe bei ca. 1800-2200 Umdrehungen. bin jetzt wieder bei 150km und keine Regenration.
Ich erhoffe mir Montags jetzt ein bessere Lösung von der Werkstatt aus.
Halte euch am Laufenden.
Zitat:
Ich erhoffe mir Montags jetzt ein bessere Lösung von der Werkstatt aus.
Halte euch am Laufenden.
Moin Derdeniz41,
hoffe ebenso auf Erfolg und Lösung des Problems.
Neben meinen bereits beschriebenen Hinweisen noch ein Tipp für den fMH.
Dieser sollte mal die "El. Auspuffstauklappe" intensiv in Augenschein nehmen und auf einwandfreie Funktion prüfen.
Moin an Alle,
ich wollte ein kurzes Update geben. Ich war vorletzte Woche in der Mazda-Werkstatt und habe vorzeitig den bei ca. 18000 den Service durchführen lassen. Wie besprochen habe ich nochmals auf die für mich relativ kurzen Zyklen bei der DPF-Regenration hingewiesen. Diese beginnen laut Bordcomputeranzeige ca. nach 120km, manchmal paar Kilometer früher, wenn ich etwas zügiger, also ab160km/h Unterwegs bin, oder etwas später, bis zu 160km ohne Regenration ist auch möglich, bei ruhigerer Fahrweise. Weiterhin habe ich die Werkstatt darauf angewiesen sich die Auspuffklappe näher anzuschauen und auch sich die Injektorwerte anzuschauen.
Auch dem Servicemitarbeiter erschienen die Zyklen kurz. Er verwies auf ein Update, welches eventuell zu einer Besserung führen könne. Die Werkstatt konnte jedoch keine Auffälligkeiten finden. Die Injektorwerte wurden nicht gecheckt, da für den Händler kein Handlungsbedarf besteht. Der Fehlerspreicher zeigt keine Auffälligkeiten und auch eine detailliertere Fehlerspeicheranalyse hat wohl keine Erkenntnis gebracht. Sie selber haben wohl die Zentrale kontaktiert. Die haben jedoch auf das Fahrerprofil hingewiesen und das der Zyklus stark davon abhängt. Also eine Standartaussage🙁 Mein Fahrprofil ist ja 120km Autobahn mit wenig Stadtverkehr. Also alles im allen eine keine Befriedigende Lösung. Das laue Gefühl besteht weiterhin. Ich hoffe jetzt in den Ferien eine bessere Erkenntnis zu bekommen. Ich werde mit dem Wagen in den Urlaub, ca. 2500km am Stück 99% auf der Autobahn, fahren und erhoffe mir durch die lange Strecke, das sich auch der Zyklus eventuell verlängert. Wie bereits erwähnt macht das Fahrzeug keine Probleme auch während der Regeneration nicht.
Zitat:
Die Injektorwerte wurden nicht gecheckt, da für den Händler kein Handlungsbedarf besteht.
Moin Derdeniz41,
sorry, aber einen "so wichtigen Punkt" (!!!) nicht zu prüfen zeugt eigentlich nur von einer fachlichen Halbkompetenz.
Oder???
Einspritzmengenkorrektur mit Diagnosetester ausgelöst???
Echt ein Trauerspiel piefgener Halb- bis Unwissenheit von Teiletauschexperten und Märchenonkels!
"Und wie ist deine Erkenntnis 1 monat später? Lass es uns wissen."
Moin liebe Mitforisten,
während der Sommerferien konnte ich den Mazda ausgiebig fahren (6000 km). Ich bin mit dem Mazda jeweils 2500km am Stück Autobahn gefahren (in die Türkei hin und zurück). Während der Fahrt hat der Wagen im Durchschnitt alle 120km den DPF regeneriert. Der kürzester Regenrationsintervall fand nach ca.90km statt und der längste Intervall fand nach ca.160km statt. Der Wagen war voll beladen. Ich hatte auch reichlich Möglichkeiten den Mazda auf verschiedene Arten zu fahren. Bei Volllastfahrten ca. 160km/h-180km/h über 3000 Umdrehungen scheint sich das Intervall zu verkürzen. Wenn ich beschleunige wie eine Wanderdüne und ca. 130 km/h schnell fahre, dann verlängert sich der Intervall scheinbar, aber einen wirklichen kausalen Zusammenhang zwischen meiner Fahrweise und dem Regenrationsintervall konnte ich nicht wirklich feststellen. Da hat der Mazda scheinbar ein eigenwilliges programmiertes Innenleben. Im Durchschnitt fuhr ich gemächlich.
Im Urlaubsort angekommen habe ich den örtlichen Mazdahändler aufgesucht und dort mein Problem geschildert. Die haben im Zuge des WS-Aufenthalts die Injektorwerte ausgelesen und verglichen. Laut WS ist alles i.O. Außerdem wurden die Sensoren gecheckt und gereinigt. Es gab eine Sichtprüfung auf Verkokungen und eine Reinigung der ausgebauten Teile.
Dem örtlichen Mazdahändler sind die kurzen Intervalle bekannt. Schlussendlich haben sie mich damit versucht zu vertrösten, das kurze Intervalle Mazda bekannt sind und "normal" sein.
Auch während der Heimfahrt hat sich wirklich nicht viel verändert.
Jetzt möchte ich mit Additiven versuchen den Intervall zu verlängern. Ansonsten war das Fahrzeug wirklich ein zuverlässiger Wegbegleiter und auch recht sparsam.
Zitat:
@Derdeniz41 schrieb am 31. August 2021 um 10:45:09 Uhr:
Ansonsten war das Fahrzeug wirklich ein zuverlässiger Wegbegleiter und auch recht sparsam.
Wie viel hast du denn auf dem Trip verbraucht ?
VG