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Malaguti Centro 125 iE springt nicht mehr an

Malaguti
Themenstarteram 1. August 2020 um 22:28

Guten Abend zusammen.

Nach dem ich heute am rande der Verzweiflung gewesen bin, hoffe ich jetzt auf das ein oder andere kompetente Schwarmwissen. Kurz zu mir, ich heiße Marcus bin 45 Jahre alt und komme aus Herten/NRW.

Jetzt aber zum eigentlichen Thema:

Der Roller meiner Frau lief gestern noch komplett ohne Probleme, heute Morgen als sie ihn starten wollte machte der kleine keinen Mux mehr. Das heißt die komplette Beleuchtung Blinker usw. funktionieren, die Batterie wurde geprüft und ist okay. Normalerweise ist es so das wenn der Zündschlüssel gedreht wird die Benzinpumpe kurz startet und die Einspritzkontrolllampe eine gewisse Zeit blinkt, beides ist aber nicht der Fall. Laut Werkstatthandbuch würde mir die Einspritzkontrolllampe über einen Fehlercode ( Blinksignal ) zeigen welcher Fehler vorliegt, wenn sie allerdings keinen Mux macht ist das eher schlecht.

Bei einer Sache fehlt mir auch das Verständnis, das Relais für der Anlasser hat mich heuter verwirrt.

Ziehe ich das Relais und Messe am Sockel die Spannung kommen bei gezogener Bremse und dem betätigen der Zündung 12 V an, Zündschlüssel natürlich gedreht. Stecke ich das Relais wieder ein und wiederhole den Vorgang geht mir die Spannung von 12V verloren. Das Relais wurde geprüft und ist komplett okay, auch mit einem anderen das selbe Problem. Heißt also Relais auf dem Sockel und Messgerät davor geschaltet und keine Spannung! Wie kann das sein? Ich denke nicht das hier das Problem liegt, nur verstehe ich es nicht oder es ist eine Folge eines anderen Fehlers.

Folgendes habe ich bis jetzt geprüft:

- Schalter für die Zündung funktioniert

- Zündschloss funktioniert

- Neigungssensor funktioniert

- 12 V kommen an der ECU Steuergerät an

- Alle Relais funktionieren und kleben nicht

- Batterie ist okay

Mehr konnte ich bis jetzt aus dem Schaltplan nicht ersehen, bin eher fit was die Mechanik angeht und Elektrik ist mir immer ein Grauss. Mich macht es echt stutzig das die Einspritzkontrolle nicht einmal blinkt, deswegen denke ich das die ECU defekt ist. Mein Problem hier bei ist dass das gute Stück wohl 280 Euro kostet und wenn es nicht die ECU ist wäre das schon echt ärgerlich. Vielleicht kennt ja jemand das Problem oder hat noch einen Ansatzpunkt.

Besten Dank und Gruß

Marcus

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12 Antworten

Die Elektronik des Steuergerätes verlangt nach einer ordentlichen

Batteriespannung !

Zitat:

die Batterie wurde geprüft und ist okay.

Die Ruhespannung einer Batterie liegt bei ca. 12,6 V und die Kapazität

(gespeicherte Energie) lässt sich mit einem Multimeter leider nicht messen :(

Schon mal mit Überbrücken von einer Autobatterie versucht ?

Somit lässt sich eine altersschwache Rollerbatterie ausschließen ;)

Themenstarteram 1. August 2020 um 22:55

Hallo Bernd.

Ich habe versucht zu Überbrücken und meinem Nachbarn die Batterie aus seinem Roller kurzzeitig entwendet, leider ohne den erhofften Erfolg.

Gruß

Marcus

Auch eine Autobatterie die ist etwas kräftiger kann man dafür nehmen hast das mal probiert

Themenstarteram 2. August 2020 um 8:12

Zitat:

@Dr.Maisenkaiser schrieb am 1. August 2020 um 23:50:31 Uhr:

Auch eine Autobatterie die ist etwas kräftiger kann man dafür nehmen hast das mal probiert

Eine Autobatterie habe ich bis jetzt nicht probiert,, wenn er aber mit einer intakten Batterie und mit überbrücken keine Anstalten macht wird das denke ich auch nichts nützen.. Es ist wie beschrieben, bis auf die Beleuchtung geht nichts, kein Anlasser, keine Benzinpumpe einfach nichts.

Gruß

Zitat:

@MalaMarcus schrieb am 1. August 2020 um 22:28:51 Uhr:

... Mich macht es echt stutzig das die Einspritzkontrolle nicht einmal blinkt, deswegen denke ich das die ECU defekt ist.

Hallo Marcus,

dein Gedankengang ist absolut richtig: Wenn die ECU mit Spannung versorgt wird - ein korrekter Masseanschluß an der ECU ist selbstredend auch vonnöten - müßte die Motorkontrollleuchte (MKL) auf jeden Fall beim Zündschlüsseldreh aufleuchten.

Deine Überprüfungen bzw. Messungen hast du wahrscheinlich mit Hilfe der im Netz auffindbaren deutschsprachigen Werkstatthandbücher für den Malaguti Centro durchgeführt.

Die ECU steuert beim Einschalten der Zündung für einige Sekunden die Kraftstoffpumpe an, sofern nicht der Neigungsschalter ein “umgekipptes“ Zweirad signalisiert.

Das hast du ja bereits alles überprüft, sodaß es sich nur noch um einen Steuergerätedefekt handeln kann.

Eine letzte kurze Prüfung - zur Beruhigung deines Gewissens wegen den Kosten einer neuen ECU - kannst du noch machen:

Schau' im Werkstatthandbuch nach, welcher Pin an der ECU die MKL ansteuert. Diesen kannst du am abgezogenen ECU-Stecker mittels kurzem Kabelstück mit Masse verbinden - Plus bekommt die MKL bei eingeschalteter Zündung - und sogleich müßte die gelbe Motorkontrolllampe aufleuchten. Dies ist lediglich ein Funktionstest der MKL, daß diese nicht zufällig selbst defekt ist.

Gruß Wolfi

PS: Zum Verständnisproblem mit dem Anlasserrelais müßtest du mal exakt beschreiben, wie du die Messungen durchgeführt hast - welche der beiden Prüfspitzen des Multimeters hast du an welche Stelle gehalten. Direkt am Sockel (Relaisstecker) kannst du die 12 V für die Relaisspule nur bei gedrücktem Startknopf messen. :)

Themenstarteram 2. August 2020 um 13:40

Zitat:

@Alex1911 schrieb am 2. August 2020 um 10:05:10 Uhr:

Zitat:

@MalaMarcus schrieb am 1. August 2020 um 22:28:51 Uhr:

... Mich macht es echt stutzig das die Einspritzkontrolle nicht einmal blinkt, deswegen denke ich das die ECU defekt ist.

Hallo Marcus,

dein Gedankengang ist absolut richtig: Wenn die ECU mit Spannung versorgt wird - ein korrekter Masseanschluß an der ECU ist selbstredend auch vonnöten - müßte die Motorkontrollleuchte (MKL) auf jeden Fall beim Zündschlüsseldreh aufleuchten.

Deine Überprüfungen bzw. Messungen hast du wahrscheinlich mit Hilfe der im Netz auffindbaren deutschsprachigen Werkstatthandbücher für den Malaguti Centro durchgeführt.

Die ECU steuert beim Einschalten der Zündung für einige Sekunden die Kraftstoffpumpe an, sofern nicht der Neigungsschalter ein “umgekipptes“ Zweirad signalisiert.

Das hast du ja bereits alles überprüft, sodaß es sich nur noch um einen Steuergerätedefekt handeln kann.

Eine letzte kurze Prüfung - zur Beruhigung deines Gewissens wegen den Kosten einer neuen ECU - kannst du noch machen:

Schau' im Werkstatthandbuch nach, welcher Pin an der ECU die MKL ansteuert. Diesen kannst du am abgezogenen ECU-Stecker mittels kurzem Kabelstück mit Masse verbinden - Plus bekommt die MKL bei eingeschalteter Zündung - und sogleich müßte die gelbe Motorkontrolllampe aufleuchten. Dies ist lediglich ein Funktionstest der MKL, daß diese nicht zufällig selbst defekt ist.

Gruß Wolfi

PS: Zum Verständnisproblem mit dem Anlasserrelais müßtest du mal exakt beschreiben, wie du die Messungen durchgeführt hast - welche der beiden Prüfspitzen des Multimeters hast du an welche Stelle gehalten. Direkt am Sockel (Relaisstecker) kannst du die 12 V für die Relaisspule nur bei gedrücktem Startknopf messen. :)

Hallo Wolfi.

Erst einmal ganz lieben Dank für deine ausführliche Antwort, das ist denke ich nicht alltäglich.

Deinen Rat bezüglich der MKL Kontrolle habe ich befolgt und wie erwartet ist sie okay.

Somit werde ich dann eine neue ECU bestellen und denke das Problem ist dann behoben. Der kleine Luigi wie meine Frau ihn liebevoll nennt soll doch wieder auf die Strasse.

Zu meinen Verständnisproblem:

Ich hatte als erstes das Anlasserrelais aus dem Relaisstecker gezogen und nach betätigen der Bremse und Drücken des Startknopfs am Relaisstecker 12V gemessen, was ja auch völlig okay ist. Für mich wäre jetzt logisch gewesen wenn ich das Relais wieder einsetze und den Vorgang wiederhole dass das Relais anzieht, denn die 12V lagen ja ohne Relais an. Genau das ist aber nicht der Fall, das Relais zieht nicht an und die 12V verschwinden im nirgendwo. Mit eingestecktem Relais und betätigen der Bremse und Startknopf sind die 12V einfach nicht mehr zu messen. Wo und warum überhaupt verschwinden die 12V, das ist mir ein Rätsel. :)

Gruß

Marcus

Hallo Marcus,

das steht außer Frage, daß der "kleine Luigi" wieder auf die Straße muß. :)

Hab' jetzt nochmal kurz in den Schaltplan geschaut und folgendes herausgelesen:

Der Starttaster bringt "Bremslichtplus" an die Spule des Anlasserrelais, die Masse für die Relaisspule kommt übers Steuergerät (ECU).

Demnach ist also das Steuergerät in der Lage, das Drehen des Anlassers zu verhindern, indem es die Masse nicht "frei" gibt.

Nun könnte bei dir noch die Frage auftauchen, weshalb die (defekte) ECU bei abgezogenem Relais die Masse frei gibt, jedoch bei eingestecktem Relais scheinbar nicht.

Mein Vorschlag: Miß die Spannung bei eingestecktem Relais und gedrücktem Starttaster mit "richtiger" Masse, d.h. die rote Meßstrippe am weiß-roten Draht des Relaissockels und die schwarze Meßstrippe direkt an einem metallisch blanken Rahmenteil.

Gruß Wolfi

Bin der gleichen Auffassung.

Allerdings erklärt das den Spannungsverlust nicht.

Ein kleines Beispiel aus der Praxis: Die Glühbirne in einer Deckenleuchte bleibt nach der Betätigung des Lichtschalters dunkel.

Alte Glühbirne raus und eine neue rein, aber die Lampe bleibt weiterhin dunkel. Meßgerät geholt, AC V Bereich eingestellt und 238 V an der Fassung (neue Birne zuvor wieder rausgedreht) gemessen. Zusätzlich im Widerstandsmeßbereich beide Glühlampen durchgemessen, beide sind niederohmig.

Die Lösung ist folgende: Ein Anschlußdraht an der Lampenfassung steckt nur lose in der Lüsterklemme und hat kaum Kontakt.

Ist die Lampe rausgedreht, dann fällt an der Stromkreisunterbrechung (unendlich hoher Widerstand) die volle Netzspannung ab. Der sehr hohe Innenwiderstand des DMM von ca. 20 MOhm tut sein Übriges, sodaß der vorhandene Übergangswiderstand an der schlechten Verbindungsstelle (lose Lüsterklemme) nicht auffällt. Wird jedoch die Glühbirne reingedreht, dann fällt ein Großteil der Spannung am Übergangswiderstand - der schlechten Kontaktstelle zwischen Lüsterklemme und Lampenfassung - ab.

Die reingedrehte Glühbirne hat einen vergleichsweise niedrigen ohmschen Widerstand (Glühwendel im kalten Zustand), dementsprechend ist der Spannungsabfall an diesem kleinen Widerstand gering.

Die anliegende Netzspannung verschwindet nicht, sie fällt lediglich in Abhängigkeit der Widerstände an einer "anderen Stelle" in dieser Reihenschaltung aus Lampe (Lastwiderstand) und schlechter Kontaktstelle (Übergangswiderstand) ab.

Gruß Wolfi

PS: Es hat bei mir auch eine ganze Weile gedauert, bis ich den elektrischen Spannungsabfall richtig verstanden habe.

Während meiner Schulzeit vor über 40 Jahren bin ich damals im Physikunterricht noch nicht voll durchgestiegen. :)

Ich hab keine 40 Jahre mehr.:D

In weiteren 40 Jahren gehe ich auf die Hundert zu, dann interessieren mich diese Dinge auch nicht mehr. ;)

Themenstarteram 2. August 2020 um 22:34

Zitat:

@Alex1911 schrieb am 2. August 2020 um 20:43:38 Uhr:

Ein kleines Beispiel aus der Praxis: Die Glühbirne in einer Deckenleuchte bleibt nach der Betätigung des Lichtschalters dunkel.

Alte Glühbirne raus und eine neue rein, aber die Lampe bleibt weiterhin dunkel. Meßgerät geholt, AC V Bereich eingestellt und 238 V an der Fassung (neue Birne zuvor wieder rausgedreht) gemessen. Zusätzlich im Widerstandsmeßbereich beide Glühlampen durchgemessen, beide sind niederohmig.

Die Lösung ist folgende: Ein Anschlußdraht an der Lampenfassung steckt nur lose in der Lüsterklemme und hat kaum Kontakt.

Ist die Lampe rausgedreht, dann fällt an der Stromkreisunterbrechung (unendlich hoher Widerstand) die volle Netzspannung ab. Der sehr hohe Innenwiderstand des DMM von ca. 20 MOhm tut sein Übriges, sodaß der vorhandene Übergangswiderstand an der schlechten Verbindungsstelle (lose Lüsterklemme) nicht auffällt. Wird jedoch die Glühbirne reingedreht, dann fällt ein Großteil der Spannung am Übergangswiderstand - der schlechten Kontaktstelle zwischen Lüsterklemme und Lampenfassung - ab.

Die reingedrehte Glühbirne hat einen vergleichsweise niedrigen ohmschen Widerstand (Glühwendel im kalten Zustand), dementsprechend ist der Spannungsabfall an diesem kleinen Widerstand gering.

Die anliegende Netzspannung verschwindet nicht, sie fällt lediglich in Abhängigkeit der Widerstände an einer "anderen Stelle" in dieser Reihenschaltung aus Lampe (Lastwiderstand) und schlechter Kontaktstelle (Übergangswiderstand) ab.

Gruß Wolfi

PS: Es hat bei mir auch eine ganze Weile gedauert, bis ich den elektrischen Spannungsabfall richtig verstanden habe.

Während meiner Schulzeit vor über 40 Jahren bin ich damals im Physikunterricht noch nicht voll durchgestiegen. :)

Nabend Wolf.

Danke für die super Erklärung und auch dafür das du dir soviel Mühe gemacht hast. Ich liebe die Mechanik wenn da etwas defekt ist sieht man es wenigstens offensichtlich. ?? Wenn das neue Steuergerät kommt werde ich natürlich berichten.

Danke natürlich auch an die anderen Leute die versucht haben mir mit Rat und Tat Hilfe zu leisten.

Gruß Marcus

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