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Lohnt sich der Meister heutzutage?

Themenstarteram 17. Oktober 2005 um 15:07

Hi Leute,

hab da mal ne Frage an euch.

Wahrscheinlich werden hier größtenteils die KFZ-Mechaniker rein schreiben. Aber ganz allgemein gefragt, lohnt es sich heutzutage den Meister zu machen wenn man ne KFZ-Lehre hinter sich hat und warum findet ihr das? Und was kostet bei euch denn die Schule wo man den Meister machen kann( in Offenburg - BW kostet es 1200-1400Euro). Nur die Schule allein, also nicht Lernmaterial und Meisterprüfung.

Gruß

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32 Antworten

Re: Lohnt sich der Meister heutzutage?

 

Zitat:

Original geschrieben von rennratte2000

Hi Leute,

hab da mal ne Frage an euch.

Wahrscheinlich werden hier größtenteils die KFZ-Mechaniker rein schreiben. Aber ganz allgemein gefragt, lohnt es sich heutzutage den Meister zu machen wenn man ne KFZ-Lehre hinter sich hat und warum findet ihr das? Und was kostet bei euch denn die Schule wo man den Meister machen kann( in Offenburg - BW kostet es 1200-1400Euro). Nur die Schule allein, also nicht Lernmaterial und Meisterprüfung.

Gruß

Gute Frage. Für den "Meister" musst Du INSGESAMT 8000-10000 Euro veranschlagen. Das ist ne Menge Holz.

Wenn ich jetzt sehe, wie's für die Zukunft aussieht, würde ich

mir das sehr gut überlegen.

Denn wir haben zu viele Händler/Servicestationen. Laut einer

Studie des VDA wird wohl in den nächsten Jahren ein

Händlersterben beginnen, da für die Händler nicht mehr

genug hängenbleibt. Dadurch wird natürlich auch das

Angebot an Meistern auf dem Arbeitsmarkt zunehmen.

Auf der anderen Seite hast Du dann mit einem Meister die

Chance Deinen Arbeitsplatz zu sichern bzw. eher einen

neuen zu bekommen (auch wenn es keine Meisterstelle ist),

weil Du einfach höher Qualifiziert bist gegenüber einem

"normalen" KFZ-Mechaniker.

Das ist also keine einfache Entscheidung.

Ich würde eher sehen, dass ich was vernünftiges studiere. Maschinenbau o. ä.

Meiner Meinung nach lohnt sich ein "Meister-Titel" nicht mehr, ausser du möchtest dich eher selbstständig machen.

@vorredner

welcher Meister möchte zu Bezügen eines normalen Mechanikers arbeiten? Irgendwo muss sich die zusätzliche Ausbildung bezahlt machen. :D

Auch ich denke, dass kaum ein Meister unter seiner Qualifikation und damit auch unter diesen Gehaltsvorstellungen arbeiten möchte. Zudem könnte, für den genannten Fall, dass es tatsächlich sehr viele Meister auf dem Arbeitsmarkt geben sollte, es passieren dass man viele Arbeitsplätze aufgrund seiner "Überqualifikation" auch nicht bekommt. Wer möchte schon einen Meister bezahlen, wenn er einen normalen KFZ-Mechaniker braucht? Und welcher Meister wird in seine Bewerbung schreiben "arbeite auch zu den Konditionen eines KFZ-Mechanikers"?

Themenstarteram 17. Oktober 2005 um 23:56

Ja Stimmt schon,

aber sagen wir mal, es bewerben sich 2 Leute in nem laden.

Der eine ist Meister, der andere ist ein KFZ-Mechaniker.

Nummer 1 war ein jahr auf der Meisterschule und hat dort tieferen einblick auf einzelteile des heutigen Fahrzeugs bekommen. Kann bei Kundengesprächen besser mithalten. Hat auch eine gewisse Ahnung in andere Bereiche der Werkstatt, Buchhaltung ect..

Nummer 2 hat seine Ausbildung gemacht und sagen wir erst 1 vllt 2 Jahre Berufserfahrung hinter sich.

Wenn wird der Chef des Ladens jetzt nehmen?

Klar wenn nur den ganzen Tag Ölservice und Bremsen gemacht werden, dann wohl den KFZ Mechaniker.

Aber beim heutigen stand der Technik??? Und die bleibt in dieser branche nicht stehen. Es wird immer mehr Elektrik in den Fahrzeugen geben. Die besten Beispiele sind ja wohl BMW 7er E65 und Mercedes.

Falls es aber dennoch in paar Jahren zu einem einbruch in der Branche kommen wird, dann wird der eine sagen, klar ich setz mich hin und mach den Meister. Der andere vllt ich mach ne Umschulung.

Ja es wird dann viele Meister geben, aber meiner Meinung nach wird es trotzdem immer mehr KFZ-Mechaniker als KFZ-Meister geben.

Ein Meister ist auch nicht Gold wert. Ein KFZ-Mechaniker der 40Jahre in dem Beruf arbeitet, hat bestimmt mehr Ahnung wenns um die Mechanik in einem Auto geht als ein 23jähriger Meister. Aber der Meister bekommt viel früher einblick in diese ganzen Sachen!

Und nochmal zur Elektrik, heutzutage sind es doch vorwiegen Elektrik problem die BMW oder Mercedes probleme machen.

Mit dem ganzen Flashen und so weiter und es wird immer schlimmer!

Ich denke jeder muß das selber für sich ausmachen, denke ich werde ihn auch gleich nach der ausbildung machen. Bevor ein besseres Auto vorm Haus steht und man sich eine großere Wohnung leistet, Familie gründet ect. Und wenn man dann auf einmal den Meister machen will! Ein Jahr lang Auto unterhalten, Frau, Kinder, Wohnung! Denke das kann ziehmlich schwierig werden.

Ist halt schon ein schwieriges Thema oder??? ;-)

Gruß

Also ich würde dir auch sicherlich nicht davon abraten wollen, den Meistertitel zu machen! Was man hat, das hat man ;)

Aber man muss schon zugeben, wenn man sich so in den KFZ-Werkstätten umschaut (und ich kenne durchaus Leute, die Werkstätten/Autohäuser besitzen), dann stellt man fest, dass es dort oft nicht sehr viele Meister gibt. Je nach Mitarbeiterzahl sind es oft wirklich nur 1-2 Meister, der Rest sind normale Mechaniker. Man muss als Unternehmer eben auch betriebswirtschaftlich denken, und da ist ein Meister natürlich zu teuer.

Aber so rein subjektiv würde ich durchaus sagen, dass ein Meister eine bessere Chance haben müsste, einen Job zu bekommen. Die Qualifikation ist eben besser. Man muss nur eben das richtige Unternehmen finden, das auch bereit ist, einen Meister einzustellen.

Edit: Nicht zu vergessen bleibt einem als Meister auch noch der Weg in die Selbstständigkeit, den ein normaler Mechaniker nicht hat.

Zitat:

Original geschrieben von dc-viper

welcher Meister möchte zu Bezügen eines normalen Mechanikers arbeiten? Irgendwo muss sich die zusätzliche Ausbildung bezahlt machen. :D

Ich habe schon welche kennengelernt!

Übrigens gibt es auch schon genügend Akademiker in D, die

als einfache Hansel 08/15 Bürotätigkeiten machen - nur

damit sie überhaupt einen Job haben!

Warte mal ab, wenn das Händlersterben losgeht (die Anfänge

haben wir ja bereits), dann wirst Du mal sehen, wie viele

"überqualifizierte" Meister froh sind, wenn sie überhaupt einen

Job haben.

Und dann versetz Dich mal in die Lage eines Unternehmers:

Wenn Du eine "Schrauberstelle" zu vergeben hast und kannst

für's gleiche Geld einen Meister einstellen statt eines einfachen

Mechanikers ... na wen wirst Du dann wohl nehmen?

Und heute bei Hartz IV wird sich auch ein Meister sehr gut

überlegen, ob er nicht lieber doch eine einfache "Schrauberstelle" annimmt!

Ich lese hier immer "denk mal an Hart IV" und "ob ein Meister sich das nicht doch mal überlegt".

Es ist doch nicht so, dass der Meister nur am Schreibtisch sitzt und Däumchen dreht. Ich selber kenne 2 Werkstätten, da ist der Meister wirklich ein Werkstattmeister, der voll mit anpackt und dem Kunden so direkt am Objekt die Fehler aufzeigen kann. Und der kriegt auch etwas mehr Kies als sein "normaler" Kollege. Also nicht nur Sesselpuper als Meister unterwegs.. . :D

"akademiker", die 0815-Bürojobs machen... und? Wo steht denn geschrieben, dass jeder Studierte gleich in die Chef-Etage aufsteigt? Akademiker haben aber meist sehr gute Aufstiegs-Cahncen bei ihren Büro-Jobs. Was man in den meisten handwerklichen Berufen nicht hat. Da arbeitet man nach seiner Ausbildung 45 Jahre als Geselle. Mal in diesem Laden, mal dort.

Themenstarteram 18. Oktober 2005 um 14:00

Hartz IV hin oder her.

Denke ich auch,es ist davon abhängig wo man wohnt. Ob es dort in der gegend nur kleine Werkstätten gibt oder irgendwelche Niederlassungen.

Meiner meinung nach ist der Kunde heutzutage in dieser Branche der König. Und das gefühl muß man ihm geben, das er wenn er zur Werkstatt fährt er und auch sein Auto in guten Händen sind.

Denn Meister zu machen ist ja ne Weiterbildung. Schauen wir doch mal in andere Berufe. Aus einem engen Bekanntenkreis kenne ich eine Person die kanpp 10jahre lange als Physiotherapeutin in einem Laden gearbeitet hat. Irgendwann leider einen Bandscheibenvorfall bekommen hat und danach 3Jahre lang arbeitslos war( Ist ne lange Geschichte!). Ganz einfach darum weil sie in den 10 Jahre keinerlei Weiterbildung in diesem Beruf gemacht hat und es eben jungere Personen gab die dann diese fortbildungen gehabt haben. Somit haben diese jüngeren Personen dann den Job bekommen.

Also ist Weiterbildung heutezutage schon wichtig.

Vielleicht bekommt man nicht von anfang an ne Stelle als Meister. Aber wenn man den Meister erst mal hat, dann nimmt dem den Titel keiner mehr weg.

Gruß

Themenstarteram 18. Oktober 2005 um 16:34

@ dc-viper die Idee mit dem studieren ist nicht schlecht.

Aber ich hab nur nen Hauptschulabschluß, war zwar auf ner Realschule hab aber die Abschlußprüfung nicht bestanden :-( Ärger mich heute noch total drüber.

Wenn ich jetzt studieren wollte was müßte ich da machen?

Da muß ich doch dann nen Realschulabschluß nachmachen und Abi oder?

Was könnt man da denn studieren? Sorry aber ich hab mich da noch garnicht so informiert. Gibt es da Vorteile wenn man ne Ausbildung als KFZ-Mechaniker hat?

Wie lange dauert so ein Studium? Was kostet es ca.?

Gruß

Wenn du die Berufsausbildung erfolgreich bestanden hast, hast du häufig automatisch dazu den Realschulabschluss erreicht. Dass ist aber je nach Bundesland verschieden, bei manchen Ländern benötigst du einen guten Zensurenschnitt, bei anderen Ländern ist es gar nicht so möglich. Mein Bruder (Hauptschule und grade fertig mit der Maurerausbildung) hat hier in Niedersachsen jetzt so einen Wisch mitbekommen, dass er Realschulabschluss erreicht hat. Als Realschüler gehts du dann auf ein Fachgymnasium oder einer Berufsfachschule, um nach 2 Jahren die Fachhochschulreife zu erhalten, mit der du dich an allen Fachhochschulen bewerben kannst. Fachhochschulen sind inzwischen auch bei den normalen Abiturienten immer beliebter, weil sie näher an der Praxis sind, als Unis.

Andere Möglichkeit: Soweit ich weiss, kann man auch an Fachhochschulen (FHS) studieren, wenn man min. 5 Jahre Berufspraxis gesammelt hat. Wie das genau ist, ob Lehre mit angerechnet wird oder wie und was weiss ich nicht genau. Müsstest du dich mal schlau machen.

Zitat:

Original geschrieben von rennratte2000

@ dc-viper die Idee mit dem studieren ist nicht schlecht.

Aber ich hab nur nen Hauptschulabschluß, war zwar auf ner Realschule hab aber die Abschlußprüfung nicht bestanden :-( Ärger mich heute noch total drüber.

Wenn ich jetzt studieren wollte was müßte ich da machen?

Da muß ich doch dann nen Realschulabschluß nachmachen und Abi oder?

Was könnt man da denn studieren? Sorry aber ich hab mich da noch garnicht so informiert. Gibt es da Vorteile wenn man ne Ausbildung als KFZ-Mechaniker hat?

Wie lange dauert so ein Studium? Was kostet es ca.?

Gruß

Weiß nicht aus welchem Bundesland Du kommst und ob das überall gleich ist, in Bayern gibt es aber die Berufsoberschule (BOS). Dort kann man mit der mittleren Reife und abgeschlossener Ausbildung die Fachhochschulreife in einem Schuljahr (ca 10 Monate), die fachgebundene Hochschulreife (dann darfst Du an der Uni studieren, aber nur Deinen Fachbereich) in 2 Schuljahren oder das allgemeine Abi mit zweiter Fremdsprache ebenfalls in 2 Schuljahren machen.

Wenn Du "nur" Quali hast, kannst Du Deine mittlere Reife auch an der BOS machen. Ob man dazu aber eine Prüfung schreibt oder nur die Vorstufe bestehen muss weiß ich nicht. Allerdings verlängert sich dann die BOS-Zeit um ein Jahr (is ja logisch)

Allerdings ist die BOS schon recht knackig. Ich war letztes Jahr dort und da fielen 40% in der Probezeit durch.

Wenn Du dann z.B. nach einem Jahr Vorklasse und einem Jahr 12te Klasse die Fachhochschulreife erwirbst, bist Du berechtigt an einer Fachhochschule zu studieren (ist nicht ganz Uniniveau aber es wird schon ordentlich was verlangt). Ich bin BWLer und bei mir lohnt sich die Ausbildung in dem Sinne, daß mir eines der beiden Praxissemester erlassen wurde --> 7 statt 8 Semester Regelstudienzeit bzw. 3,5 statt 4 Jahre .

Kosten: Studieren kostet in D noch nix, allerdings werden Studiengebühren kommen. Muss lediglich 85 Euro pro Semester Studienwerksgebühren bezahlen und für Skripte pro Semester 30-50 Euro einrechnen

Nach dem Studium bist Du dann Dipl.Ingenieur bzw. kommt ja bald der Bachelor-Abschluss, der den Diplom ablöst.

Falls Du noch Fragen haben solltest kannst Dich gerne melden.

Ich hab nach Realschule und Bankausbildung an der BOS mein Fachabi gemacht und studier jetzt seit 4.Okt. an der FH Nürnberg BWL.

Anbei hab ich das Ausbildungsschema der BOS drangehängt.

MfG Y

Themenstarteram 18. Oktober 2005 um 17:06

Hey Leute danke für eure Antworten.

Wohne in Baden-Württemberg. Werde mich da nochmal genauer informieren.

Gruß

Nachtrag:

Ein Freund von mir hat auch Quali und eine Ausbildung zum Elektriker. Der geht jetzt auf die Technikerschule, dauert 2 Jahre und danach hat auch irgendwie die Fachhochschulreife und seinen Techniker. Weiß aber nicht wie das einhergeht und ob man die FH-Reife dann automatisch hat oder zur Technikerprüfung zusätzlich was ablegen muss.

Denke mal, daß man als KFZler auch den Techniker machen kann.

Was ist eigentlich höher gestellt? Techniker oder Meister? Die Technikerschule kostet IMHO nämlich nichts im Gegensatz zum Meister.

Bei der BOS bekommst Du sogar BaFög, daß Du nicht zurückzahlen musst, allerdings darfst Du nicht mehr als 5000 Euro Vermögen haben und dazu zählt alles, auch LV, BSV etc.

Das Einkommen der Eltern ist hiervon unabhängig.

MfG Y

Themenstarteram 18. Oktober 2005 um 17:23

Muß sagen mein interesse steigt immer mehr:-)

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