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Lenkradrestauration Pontiac Catalina

Chevrolet
Themenstarteram 24. Februar 2013 um 17:10

Hallo Leute,

bisher habe ich ja zumeist hier im Forum von den Tipps und Hilfestellung anderer profitiert. Nun möchte ich mal was zurückgeben. Angespornt von Spechtis Restaurierung seines Lenkrads habe ich mich daran gemacht, auch meinem eine Generalüberholung zu gönnen. Ich werde die einzelnen Arbeitsschritte nach und nach hier einstellen und soweit möglich mit Fotos untermalen.

Ich habe mich für die Restauration für das Steering Wheel Repair Kit von Por15 entschieden. Nicht ganz einfach zu bekommen, da es auch auf der I-net-Seite von Por15 gar nicht mehr erwähnt wird. Habe es dann über Ronald Hoesler-Por 15 GmbH in Berlin bezogen - mit Versand ca. 100 €. Nicht ganz billig, dafür kommt es mit allem, was man so braucht. Feile, Säge, Reinigungsmittel, 2-K-Epoxy, verschiedene Schleifmittel, Primer mit Härter, Sprühflaschen und noch ein paar nette Extras (siehe Foto). Macht alles einen guten Eindruck und eine ausführliche Anleitung ist dabei (allerdings nur in englisch). Sicherlich braucht man das Kit nicht unbedingt, wenn man die meisten Sachen ohnehin bereits im Keller hat. Dann kann man auch 2-K-Epoxy aus dem Baumarkt holen und es auf diese Weise machen. Da es mein erstes größeres Projekt ist, wollte ich auf eine all-inclusive-Lösung zurückgreifen.

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 29. März 2013 um 13:09

Man soll wohl innerhalb von 24 Stunden nach der letzten Farbschicht den Klarlack auftragen. Man bekommt wohl sonst Haftungsprobleme. Ich habs ziemlich genau geschafft. Hatte eine 200ml-Dose 2K-Klarlack von Standox. Nach Vorschrift den Lack vorbereitet, Lenkrad auf Staub überprüft und los gings. Jetzt war ich das erste MAl froh, eine recht gute Maske zu haben. Der Gestank war höllisch. Die Dose erzeugte einen super Nebel - bestimmt fünf mal soviel wie meine Spielzeugfarbpistole. Nach Anweisung sollten zwei Schichten drauf mit 10 Minuten Ablüftung nach der ersten Schicht. Hab mich sklavisch dran gehalten. Nach dem antrocknen habe ich das Lenkrad wieder in die Wärme verlagert. Heute morgen nach 12 Stunden das Ergebnis - wow. Sieht aus wie aus der Fabrik. Bin sehr zufrieden. Lasse den Lack jetzt noch ein paar Tagen durchhärten - dann kommt das gute Stück wieder an seinen Platz.

READY.

Arbeitszeit over all ca. 50 Stunden zzgl. viele Pausen

Kosten mit Kit ca. 150 € (wenn man sich das Kit spart, kommt man bestimmt mit 70-80 € hin)

Ergebnis durchs selbstmachen - unbezahlbar - I'm really happy.

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Zitat:

Original geschrieben von Starrachse85

...Lenkrad in meinem 78er Caprice... Hat jemand eine Ahnung, wie man die Farbe abbekommt...?

Ich würde hier auch mal (erstmal vorsichtig an unwichtigerer Stelle) den bereits zitierten (echten) Silikonentferner probieren.

Mit dem mach ich auch bei vielen Anwendungen gute Erfahrungen.

 

@ mushroom500

Bin auch begeistert vom Resultat! Hut ab! Die Hartnäckigkeit hat sich gelohnt!

Respekt! Super Ergebnis

 

Ich wäre ausgeflippt!

Das bestätigt mir wieder meine persönliche Meinung, dass Lackieren einfach eine Kunst für sich ist. Ich lang sowas normalerweise nicht an, ausser es verschwinded irgendwo am Unterboden oder so :-)

 

Wenn man sowas  durchgezogen hat, dann Lenkt man bestimmt viel bewusster in Zukunft ;-)

 

Bist immer noch mit deiner Frau zusammen nach der Aktion? :D  

Son Lenkrad im Wohnzimmer über mehrere Wochen ist bestimmt eine Herausforderung für manchen Haussegen.

 

(Das ist nicht ganz ernst gemeint, aber die Frauen müssen manchmal für den "Fimmel" der männer schon ganz schön tolerant sein finde ich)

Themenstarteram 2. April 2013 um 17:51

Zitat:

Original geschrieben von w124kombi/w201

 

Bist immer noch mit deiner Frau zusammen nach der Aktion? :D  

Son Lenkrad im Wohnzimmer über mehrere Wochen ist bestimmt eine Herausforderung für manchen Haussegen.

Ja, meine Frau war diesmal recht tolerant - bis aufs lackieren - da musste ich raus und in den Keller. Aber ich habe auch immer brav alles zur Seite geräumt und den Essenstisch freigemacht.

Themenstarteram 2. April 2013 um 18:19

Ostermontag wollte ich nach der Aushärtzeit des Klarlacks das Lenkrad montieren. Dranstecken und festschrauben - dachte ich. Aber nein, warum sollte mal was auf Anhieb klappen.

Hinter dem Lenkrad ist zumindest bei meinem Pontiac - könnte durchaus bei anderen Fabrikaten auch so sein, eine starke Feder - möglicherweise, um die Lenkradmutter durch Gegendruck gegen lösen zu sichern. Diese Feder hat so einen Bums, dass man das Lenkrad richtig gegen die Lenksäule drücken muss, um es festschrauben zu können (ca. 1 - 1,5 cm Federweg). Ich dachte mir, kurz andrücken, Mutter ansetzen und festziehen. Ging auch erst mal, doch plötzlich dreht die Mutter frei. Der Federdruck hat wohl dazu geführt, dass sich das Gewinde in Mutter UND an der Lenksäule in Nichts auflöste. Hab zu dem Zeitpunkt kein Nerv mehr für ein Foto gehabt und nur später ein Foto der Mutter gemacht.

Das Gewinde war nicht mehr zu retten. Als einzige Möglichkeit fiel mir ein, ein neues Gewinde zu schneiden. Erst mal im Internet recherchiert, wie so was geht - hab noch nie irgendein Gewinde geschnitten. Dann die Gewindereste an der Säule soweit mit Sandpapier (180er) mit Geweberückseite abgeschliffen, dass ich ungefähr auf einen Durchmesser von 12 mm kam (lt. Meßschieber zwischen 11,5 und 11,9 mm. Hintergrund war, dass ich aufgrund der schnelleren Umsetzung ein M12-Gewinde schneiden wollte, da ich sowohl Gewindeschneider als auch selbstsichernde Muttern schneller in dieser Größe bekomme. Ist entgegen meiner sonstigen Ansicht wegen mangelnder Orginalität eher ungut, aber das orginale Gewinde ließ sich nicht mehr retten und ich hätte deutlich größeren Materialabtrag vornehmen müssen, um ein kleineres zölliges Gewinde schneiden zu können. Auch wäre die Frage gewesen, wo ich auf die Schnelle zöllige selbstsichernde Muttern herbekommen hätte. Der Ansatz des späteren Gewindes wurde mit einer Feile im 45°-Winkel angefast.

Mein sonst ganz gut sortierter Nachbar hatte keinen Gewindeschneider in der passenden Größe da. Nach einer unruhigen Nacht gings in den Baumarkt und mit Gewindeschneider und Muttern sowie Rundstäben aus Alu und Stahl nach Hause. Diese sollten als Probestücke dienen. Als Schneidöl verwendete ich gutes 10W40. Die Probestücke im Schraubstock klappten gut. Nun wurde es ernst.

Am längsten dauerte der Ansatz, um einen möglichst genauen 90°-Winkel zur Lenksäule hinzubekommen (Lenksäule wurde nicht ausgebaut). Als das klappte, ging der Rest relativ schnell, wobei ich oft ölte. Probemutter passte problemlos.

Um nicht das neue Gewinde wieder zu ruinieren, musste mein Großer ran. Er drückte das Lenkrad an, während ich die Mutter anzog. Fettich.

Jetzt hast du's aber nochmal spannend gemacht!

Gratuliere zum tollen Ergebnis! :cool:

Themenstarteram 2. April 2013 um 18:54

Zitat:

Original geschrieben von _TX2000_

Jetzt hast du's aber nochmal spannend gemacht!

War nicht meine Absicht - aber wenn man dem Ganzen noch was Positives abgewinnen kann, dann das ich wieder mal was gelernt habe. Hätte ich mir aber gerne gespart - hab mich schon die Saison mit der Suche nach einer neuen Lenksäule verbringen sehen ...

Sehr schön geworden. Und ein wirklich ungewöhnliches Problem zum Schluß...

Übrigens, was ist das für ein Gebilde auf den Blinkerhebel?

Themenstarteram 3. April 2013 um 9:42

Zitat:

Original geschrieben von spechti

 

Übrigens, was ist das für ein Gebilde auf den Blinkerhebel?

Die Bedieneinrichtung vom Tempomat. Hat der Vorbesitzer irgendwann mal nachgerüstet. Gefällt mir optisch überhaupt nicht, hab aber noch keine Lösung gefunden, dass besser zu machen. Und ohne Tempomat geht gar nicht

Die sieht aber aus als waere sie rein elektrisch, oder?

 

Dann koenntest du sie ja theoretisch ueberall hinverlegen (seitlich richtung "Mittelkonsole) oder irgendwo unauffaellig am Armaturenbrett oder so.

 

Je nachdem wieviel Aufwand man betreiben moechte (aber dafuer ist ja bei dir eventuell Bereitschaft da, wenn ich diesen Thread so lese ;-) ), koennte man ja theoretisch sogar ein neues Gehaeuse bauen mit entsprechender Optik entweder Schalter uebernehmen, oder sogar neue entsprechend optisch unauffällige und nue die Kabel anschliessen und das ganze dann irgendwo integrieren.

 

Ist dann zwar etwas weniger kompfortabel zu bedienen, aber der schoene Blinkerhebel wuerde wieder zur Geltung kommen.

 

Gruss Marc

Geile Anleitung... Danke.

Ich weiss jetzt, was ich nächsten Winter mache :)

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