Leasingrückgabe - starke Steinschläge

BMW 3er E90

Hallo,

gebe im Dezember meinen 330d nach 3 Jahren mit ~120k km zurück.

Das Fahrzeug wurde mindestens 100k auf der BAB mit hohen Geschwindigkeiten bewegt.
Entsprechend sieht die Stoßstange und Motorhaube aus. Auf der Haube teilweise auch Abplatzer bis auf die Grundierung.

Da ich bei diesem Händler noch kein Auto zurück geben habe, würden mich eure Erfahrungen mit Steinschlägen interessieren. Gib es Vorgaben? Richtlinien? Grundsatzurteile?

Besten Dank.

Ben

Beste Antwort im Thema

Gebe meinen gerade zurück, habe auf der Motorhaube, der vorderen Stoßstange und den Kotflügeln auch viele Einschläge, teilweise auf die Grundierung. Die Dekra hat das alles aufgenommen und es als Gebrauchsspuren eingestuft (Reparaturkosten 1.200 €, die jedoch nicht an den Leasingnehmer weiterbelastet werden).

Eine Lackierung würde ich vor der Bewertung nicht empfehlen, da diese viel mehr kostet als der Wertverlust durch die Steinschläge. Hast Du einen Restwert von z.B. 50%, zahlst Du auch einen Wertverlust durch die Steinschläge logischerweise nur noch zu 50%. Machst Du eine "Billiglackierung", hast Du bei schlechter Arbeit sogar noch die Wertminderung wegen nicht fachgerechter Instandsetzung auf der Rechnung.

Anders ist es, wenn die Schäden ein optisches Maß übersteigen, z.B. wenn Steine Dellen reingeschlagen haben oder sich Rost bildet.

Daher kann ich nur empfehlen: Bewerten lassen, ggf. Zuzahlung angeben lassen und mit Reparaturkosten vergleichen - erst dann entscheiden.

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@ofgl

genau so einen Grenzmusterkatalog stelle ich mir vor, wenn gleich ich mit einigen Punkten nicht einverstanden bin.

So einen Katalog muss es doch von BMW auch geben - gibt es doch in jeder Firma!!

Ehrlich gestanden verstehe ich nicht, warum dieser nicht Anlage eines Leasingvertrages ist.
Die AGB`s werden ja auch angefügt. Somit stehen die Spielregeln von vorn herein fest.
Es gibt bei der Rückgabe keinen Ärger zwischen Kunden und AH und BMW stellt sicher, dass der Kunde
nicht verägert zu einem anderen Hersteller wechselt.

Das wäre fair!

Ich für meinen Teil habe entschieden, gar nichts vor der Rückgabe zu machen - wir werden sehen!!!

Hallo

Unser Turan wurde vor einigen Monaten an VW zurückgegeben.
Na es kam, wie es kommen mußte
DEKRA-Abnahname, wurde natürlich so gelegt, das ich nicht dabeisein konnte.

Anschließender Schadensbericht.

Ich fange mal mit dem laut DEKRA-Bericht positiven an.

Innenraum: Gepflegt und sauber.
Kofferraum: sauber-keine Mängel
Motorhaube: Steinschlag (kompl.Lackierung)
Stoßstange hinten: Lack matt (kompl.Lackierung)
Seitenteil vorne links, kleine Beule: (Teillackierung)

Sollte laut DEKRA, 1650,00 Euro zahlen.
Die auch der Händler tatsächlich von uns einforderte.

Nun bei einer, vor Ort Nachbesichtigung, mit dem Verkaufsleiter,
mußter der schließlich einsehen, das der Steinschlag sich auf 3 winzige Stippen (Stecknadelkopf)
herausstellte, die Stoßstange hinten, nach einem Poliergang von mir, mit Tuch und Polierwachs wieder strahlte und die kleine Beule, laut den von mir mitgebrachten Katalog, als Firlefanz herauststellte, war von einer Nachforderung keine Rede mehr.

Ich weis natürlich nicht, ob die Androhung eines Rechtstreit, auf Grundlage des TÜV-Nord Katalogs
den ich ihm überlassen hatte, eine Rolle spielte.

Ich habe aber den Eindruck gewonnen, das man auf jeden Fall versucht
noch etwas Geld herauszuschinden.

Ob die Mängel anschließen beseitigt werden, glaube ich nicht.
Erst mal abwarten, was der neue Käufer bemängelt.

mfg
ofgl

Zitat:

Original geschrieben von BavarianII



Zitat:

Endlich mal ein praxisgerechter Beitrag. Dieses ständige Gerede von 'vorher auf jeden Fall zum smart repair' ist in 90% der Fälle nämlich überflüssig. Aber wer gerne Geld zum Fenster rausschmeisst.. nur zu 😁

schön, wenn du mit deiner Leasingfirma so positive Erfahrungen gemacht hast. Bei uns ist das jedoch etwas anders. Wir haben in unserer Firma über 15 Leasingfahrzeuge und da hatten wir schon ganz andere Probleme. Viele Schäden sind eben nicht genau geregelt und unterliegen der Interpretation der Parteien. Über Recht und Unrecht kann man sich dann notfalls vor Gericht streiten...

Gruß
BavarianII

Eben genau deshalb würde ich vorher nicht zu smart repair und co gehen. Zuerst zur Bewertung und wenn dort Punkte drauf stehen, die nicht drauf gehören, wird muniert. Der berechtigte Rest wird eben repariert, wenn die Kosten dafür geringer sind als die Wertminderung des Gutachters.

Hätte ich meine Steinschläge lackieren lassen, wäre ich locker mal 700 Euro ärmer gewesen - umsonst, denn die hätte ich selbst dann nicht gezahlt, wenn sie eingefordert worden wären. 70tkm Autobahn sind eine legitime Art von Gebrauch und ohne Steinschläge geht da nichts. Wenn hingegen mein Auto 10tkm mit dem gleichen Schadensbild gehabt hätte, hätt ich´s wieder eingesehen.

Aber warum soll ich etwas reparieren lassen, BEVOR es überhaupt muniert wird? Der Schaden läuft einem doch nicht weg.

Vor allem zahlst Du wenn Du vorab reparieren lässt immer die vollen Reparaturkosten. Diese darf Dir der Leasinggeber aber gar nicht voll berechnen, selbst wenn es Schäden außerhalb der Gebrauchsspuren sind. Es ist in jedem Fall sinnvoller immer erst das Gutachten abzuwarten. Außer man hat Geld zu verschenken. 🙂

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Zitat:

Original geschrieben von huberxx


Vor allem zahlst Du wenn Du vorab reparieren lässt immer die vollen Reparaturkosten. Diese darf Dir der Leasinggeber aber gar nicht voll berechnen, selbst wenn es Schäden außerhalb der Gebrauchsspuren sind. Es ist in jedem Fall sinnvoller immer erst das Gutachten abzuwarten. Außer man hat Geld zu verschenken. 🙂

Naja, nicht ganz. Wenn es sich um Schäden handelt, die reapariert werden müssen (z.B. wegen drohendem Rost oder Unfallschäden), kann die komplette Instandsetzung berechnet werden.

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