Leasingraten von Steuer absetzen
Mein Vater hat eine eigene Firma wo er die monatlichen Raten für die 2 Firmenwagen absetzen kann.
Meine Frage: Könnte ich nicht theoretisch mir einen Wagen über die Firma bestellen und dann auch die Raten absetzten lassen oder wird es da Probleme geben ?
29 Antworten
Was lese ich hier immer von 1% vom Listenpreis usw. ???
scerep will den Wagen doch über seinen Vater anmelden und wenn er "offiziell" angibt, dass es sein 2. Firmenwagen ist, wird er da nix mit 1% versteuern. Einen privaten PKW wird er schliesslich haben. Er wird die Leasingraten und die lfd. Kosten dann voll von der Steuer absetzen. Erlaubt ist das natürlich nicht aber vorkommen soll sowas in Deutschland.
Andere Frage: Bei VW Leasing kann man zwischen privater und gewerblicher Nutzung wählen.
Was ist wenn ich die gewerbliche Nutzung wähle aber die Raten (die viel viel niedriger sind) einfach privat bezahle ?
Zitat:
Original geschrieben von scerep
Was ist wenn ich die gewerbliche Nutzung wähle aber die Raten (die viel viel niedriger sind) einfach privat bezahle ?
Du kommst auf Ideen! Das ist dort kein Wunschkonzert. Du musst da schon einen Nachweis erbringen.
Wenn du unter Nachweis verstehst das man eine Firma besitzen muss und wofür der Wagen genutzt wird. Wäre das ja kein Problem da mein Vater da ja igrendwas hinschreiben könnte
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Das müsst ihr schon selber wissen, was ihr da angebt. Dazu kannst aber von hier keine Tipps erwarten.
Hast ja recht. War nur so ne Idee aber wenn das ins ilegale hin geht dann lass ichs lieber
Hab keine Lust auf ärger mit den Grünen u.s.w
Und zweitens würde ich damit wahrscheinlich wenn sowas auffliegen würde die Firma von meinem Vater schwer schädigen
Na, Ihr seid mir ja ein paar Experten!
Dann gebe ich Euch mal einen kurzen Überblick über die tatsächliche Lage:
Prinzipiell kann der UNTERNEHMER Autos ins Betriebsvermögen nehmen. Es kommt immer drauf an, welchen Umfang der Betrieb hat.
Wenn es hier um einen kleinen Laden mit 100.000 Euro Umsatz geht, wird die Finanzverwaltung sicher keine 5 Autos im Betrieb anerkennen (solang die Autos nicht wirklich benötigt werden!)
Hier kommen wir gleich zu Punkt 2: Der Wagen muß mindestens gewillkürtes Betriebsvermögen sein (seit neuestem auch bei Einnahmen - Überschuss Rechnern möglich), sprich zu 10% betrieblich genutzt werden - unter dem läuft gar nix und ist notwendiges Privatvermögen!
3.) Ein Privatanteil von 1% des Bruttolistenpreises abgerundet auf volle 100 MUß JEDEN MONAT versteuert werden, sofern kein Fahrtenbuch geführt wird (weitere Aufteilung in 80 % stpfl. und 20 % steuerfrei). Hier kommt man nicht drum herum, auch wenn man bereits einen Privatwagen hat.
Sofern selbiges zutrifft, muß man halt das Fahrtenbuch führen. Hieraus lässt sich dann eine evtl. 100 % betriebliche Nutzung ableiten und die Kosten werden nicht auf einen Privatanteil umgerechnet!
Sprich: Du kannst Dir zwar die Vorsteuer aus den Raten ziehen, musst aber monatlich wieder Umsatzsteuer zurück bezahlen - und das für den Rest der Nutzung, auch wenn Du den Wagen länger als X Jahre fährst!
Bei einer evtl. Leasingübernahme könnten dann sogar noch stille Reserven entstehen, die bei einem späteren Verkauf wieder versteuert werden müssen!
4.) Sofern Dein Vater Dich anstellt und Dir den Wagen zur Verfügung stellt, ist dieses - wie bereits richtig gesagt - ein geldwerter Vorteil und wird dem Arbeitslohn hinzugerechnet!
5.) Die weiteren 0,03 % v. BLP x Entfernungskilometer schlagen auch noch zu Buche (damit Du als Arbeitnehmer selbige Entfernung trotzdem noch als Werbungskosten in der Steuerklärung geltend machen kannst)
Fazit: Von solchen teilweise recht vielversprechend klingenden Ideen rate ich in den meisten Fällen ab, da man die monatliche Rückversteuerung (immer, während der gesamten Nutzung) meist nicht bedenkt und durch die Abschreibung stille Reserven entstehen können, die am Schluß beim Verkauf wieder auf einen zukommen!
Wenn noch Fragen auftreten, nur zu!
Viele Grüße
Timo
ist es nicht so das Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar sind ?!? Wiso also "nur" die Vorsteuer aus den Leasingraten ???
Zitat:
Original geschrieben von Edroxx
ist es nicht so das Leasingraten als Betriebsausgaben steuerlich voll absetzbar sind ?!? Wiso also "nur" die Vorsteuer aus den Leasingraten ???
Ist schon richtig, dass du das voll absetzen kannst.
scerep hat ja schliesslich gesagt, dass sein Vater 2 Firmenwagen absetzen kann. Könnte da noch einiges zu schreiben, auch zu Vorsteuer, Umsatzsteuer ect...... aber was soll es hier noch bringen ?!
Wahrscheinlich nichts, aber da wir dieses Thema in der Berufsschule (leider) nur sehr knapp und Oberflächlich anreißen währe ICH schon daran interessiert 😉 ... aber kein Stress, das Netz ist groß !
Hallo!
Doch, die Leasingraten kannst Du voll absetzen!
Sie gehen voll in die Kosten, da hast Du recht!
Bzw. um ganz genau zu sein: Die Vorsteuer aus den Raten ziehst Du Dir und der Nettobetrag geht in die Kosten!
Buchungssatz: Fahrzeugkosten + Vorsteuer an Bank
Wenn noch jemand Fragen hat, nur zu!
Viele Grüße
Timo
Ja klasse 🙂 ... sag mal gibts zu sowas Literatur (virtuell oder print) ??? Vielleicht bei Amazon oder sowas ? Würde mich gern (über die AGB`s der Hersteller hinaus 🙁 ) mit dem Thema Leasing (besonders im PKW/LKW Bereich sowohl privat als auch gewerblich) schlau machen / weiterbilden !
guck mal unter der rubrik "finanzierung", hab da was hingeschrieben, grobe erklärung.
wenn du willst hol ich noch weiter aus, dauert dann aber ne weile😉
Ja, aber nur wenns keine größeren Umstände macht. Wie gesagt ich währe schon mit ein bischen Fachliteratur zufrieden, das kann man sich ja alles auch anlesen, dann versteht man das wenigstens besser 🙂 ... schöner währe natürlich learning by doing aber bis es soweit ist brauche ich noch ein paar Tage 😉
kleiner Nachtrag, ansonsten ist ja bereits alles gesagt: Ganz dumm sind die Beamten der Steuerprüfung auch nicht - die riechen oftmals sehr schnell den Braten.
Und darüber hinaus muss das alles auch in einer wirtschaftlichen Verhältnismäßigkeit liegen. Einen Firmenwagen mehr oder weniger fällt bei einen 20-Mann-Betrieb nicht so auf, wie bei einer 3-Mann-Firma.
Und auch ein Firmenwagen ist nicht umsonst, denn von irgendwo muss es immer bezahlt werden. Und ob ich etwas privat zahle oder über das Geschäft, sollte genau durchgerechnet werden.
Greetz