Leasing bei Sixt - Erfahrungsbericht
Nachdem sich ja scheinbar hier keiner traut, mal den kompletten Prozess der Bestellung zu schildern, will ich das hier tun. Ich hätte mich gefreut, wenn ich damals die Infos gehabt hätte :-)
Bei mir ging es um einen BMW X3 bzw. um einen Audi Q5. Beide mit ca. 51.000 Listenpreis.
Die Händler vor Ort kamen nicht mal ansatzweise an den Sixt Preis heran (BMW ca. 60 EUR und Audi ca. 100 EUR drüber - pro Monat!). Wobei sich Audi nicht mal Mühe gegeben hat und das verhandelte Angebot sogar noch teurer als das unverbindliche war (häää !?). BMW hat ehrlicherweise einfach die weisse Flagge geschwenkt...
Schliesslich ist es dann der Audi geworden, den ich heute in IN abgeholt habe. Yeah!
Ich hatte im Laufe der Zeit mehrere Angebote angefordert und immer mitgeteilt, dass ich das Auto erst im März brauche. Meist kam nach einem Angebot auch ein Anruf, obs Fragen gibt. Achtung: Einige Details stehen erst in den konkreten Angeboten drin, nicht auf der Webseite! Ende November wurden dann die diversen Papiere unterzeichnet und per @ an den Ansprechpartner geschickt. Dieser blieb bis heute der Gleiche.
Ich habe Leasing gewählt, weil ich das Auto eh zurückgeben will und meine KM recht gut einschätzen kann. Das ist wichtig, weil die Mehr/Minder-KM überdurchschnittlich teuer verrechnet werden. Vergütet werden nur max. 10.000 km mit einer Freigrenze der üblichen 2.500 km. Sollte man eine Vario- Finanzierung wählen und das Auto nicht übernehmen, ist fast genau die Differenz zum Leasing auf 36 Monate am Schluss fällig!
Unterschreiben muss man die Selbstauskunft, Antrag, Widerruf, Zulassungsvollmacht (DAD, 145 EUR) und Abholungswunsch. 3 Gehaltsnachweise sind mitzuschicken. Werksabholung ist analog dem normalen Händlermarken möglich. Audi (Premium) kostet 669. Eine Abholung in einer Pool Station kostet pauschal 900 EUR, Zustellung an den Wohnort nochmal je nach Klasse - der Audi hätte insgesamt 1400 EUR gekostet. Da war die Werksabholung natürlich klar.
Nach Abschicken kommt nach ca. 3 Wochen die Annahmebestätigung, dass es klappt und die Rechnung. 25% der Anzahlung sind sofort und der Rest ca. 21 Tage vor dem Liefertermin fällig. Ein paar Tage später kommt der vorr. Liefertermin. Bei mir hat sich das Ganze im April noch um 3 Wochen verkürzt. Kommunikation jeweils per Mail und Brief.
Für die Zulassung verschickt der DAD die Formulare zum Ausfüllen. Notwendig ist auch eine beglaubigte Kopie des PAs (macht die Gemeinde). Wunschkennzeichen wird berücksichtigt und kostet je nach Landratsamt einen Aufpreis. Die Kennzeichen kamen per Post von irgendeinmem lokalen Dienstleiter hier. Lustigerweise war die Zulassung auch im Paket drin... Inkl. Umweltplakette.
Mich hat wegen de Abholtemins eine Fa. Moll auf Düsseldorf (grosser Händler) kontaktiert. Wir haben dann heute vereinbart.
Zurückgegeben wird das Auto in einer Poolstation. Insgesamt gibts da ca. 50 bundesweit. Und nachdem der Schadenskatalog im Web steht und alles schön mit Bild beschrieben ist, rechne ich mit wenigen bis keinen Problemen :-)
So, und nachdem das bisher alles wunderbar funktioniert hat, werden wir das nächste Auto für die BeifahrerIn wahrscheinlich auch wieder so beziehen :-) wenn der Preis passt.
Fazit: alles ist extrem straff durchorganisiert. Sonderlocken und Nachverhandeln stelle ich mir schwierig vor. Sicher resultieren daraus die meisten Probleme (zB Änderung der Konfiguration etc.). Aber dafür sind sie ja konkurrenzlos preiswert - in meinem Fall...
Beste Antwort im Thema
Nachdem sich ja scheinbar hier keiner traut, mal den kompletten Prozess der Bestellung zu schildern, will ich das hier tun. Ich hätte mich gefreut, wenn ich damals die Infos gehabt hätte :-)
Bei mir ging es um einen BMW X3 bzw. um einen Audi Q5. Beide mit ca. 51.000 Listenpreis.
Die Händler vor Ort kamen nicht mal ansatzweise an den Sixt Preis heran (BMW ca. 60 EUR und Audi ca. 100 EUR drüber - pro Monat!). Wobei sich Audi nicht mal Mühe gegeben hat und das verhandelte Angebot sogar noch teurer als das unverbindliche war (häää !?). BMW hat ehrlicherweise einfach die weisse Flagge geschwenkt...
Schliesslich ist es dann der Audi geworden, den ich heute in IN abgeholt habe. Yeah!
Ich hatte im Laufe der Zeit mehrere Angebote angefordert und immer mitgeteilt, dass ich das Auto erst im März brauche. Meist kam nach einem Angebot auch ein Anruf, obs Fragen gibt. Achtung: Einige Details stehen erst in den konkreten Angeboten drin, nicht auf der Webseite! Ende November wurden dann die diversen Papiere unterzeichnet und per @ an den Ansprechpartner geschickt. Dieser blieb bis heute der Gleiche.
Ich habe Leasing gewählt, weil ich das Auto eh zurückgeben will und meine KM recht gut einschätzen kann. Das ist wichtig, weil die Mehr/Minder-KM überdurchschnittlich teuer verrechnet werden. Vergütet werden nur max. 10.000 km mit einer Freigrenze der üblichen 2.500 km. Sollte man eine Vario- Finanzierung wählen und das Auto nicht übernehmen, ist fast genau die Differenz zum Leasing auf 36 Monate am Schluss fällig!
Unterschreiben muss man die Selbstauskunft, Antrag, Widerruf, Zulassungsvollmacht (DAD, 145 EUR) und Abholungswunsch. 3 Gehaltsnachweise sind mitzuschicken. Werksabholung ist analog dem normalen Händlermarken möglich. Audi (Premium) kostet 669. Eine Abholung in einer Pool Station kostet pauschal 900 EUR, Zustellung an den Wohnort nochmal je nach Klasse - der Audi hätte insgesamt 1400 EUR gekostet. Da war die Werksabholung natürlich klar.
Nach Abschicken kommt nach ca. 3 Wochen die Annahmebestätigung, dass es klappt und die Rechnung. 25% der Anzahlung sind sofort und der Rest ca. 21 Tage vor dem Liefertermin fällig. Ein paar Tage später kommt der vorr. Liefertermin. Bei mir hat sich das Ganze im April noch um 3 Wochen verkürzt. Kommunikation jeweils per Mail und Brief.
Für die Zulassung verschickt der DAD die Formulare zum Ausfüllen. Notwendig ist auch eine beglaubigte Kopie des PAs (macht die Gemeinde). Wunschkennzeichen wird berücksichtigt und kostet je nach Landratsamt einen Aufpreis. Die Kennzeichen kamen per Post von irgendeinmem lokalen Dienstleiter hier. Lustigerweise war die Zulassung auch im Paket drin... Inkl. Umweltplakette.
Mich hat wegen de Abholtemins eine Fa. Moll auf Düsseldorf (grosser Händler) kontaktiert. Wir haben dann heute vereinbart.
Zurückgegeben wird das Auto in einer Poolstation. Insgesamt gibts da ca. 50 bundesweit. Und nachdem der Schadenskatalog im Web steht und alles schön mit Bild beschrieben ist, rechne ich mit wenigen bis keinen Problemen :-)
So, und nachdem das bisher alles wunderbar funktioniert hat, werden wir das nächste Auto für die BeifahrerIn wahrscheinlich auch wieder so beziehen :-) wenn der Preis passt.
Fazit: alles ist extrem straff durchorganisiert. Sonderlocken und Nachverhandeln stelle ich mir schwierig vor. Sicher resultieren daraus die meisten Probleme (zB Änderung der Konfiguration etc.). Aber dafür sind sie ja konkurrenzlos preiswert - in meinem Fall...
115 Antworten
Zitat:
@Tempo1239 schrieb am 22. Juli 2015 um 13:55:03 Uhr:
Ich will ja schon mit gutem Gewissen zum Händler fahren, ohne das dieser schon das Gesicht hängen lässt, weil er weiß, dass er an mir sowieso schlecht verdient.
Wieso sollte er an Dir schlechter verdienen? Der nimmt die Inspektions- und Wartungskosten gerne mit und verdient da bei Dir gut.
Ich hatte 2 Mondeo von 2008 bis 2011 bei Sixt geleast - die Abwicklung der Fahrzeugbeschaffung und Abgabe war professionell.
Ich durfte die Autos sogar selber zulassen und mit Nummernschildern damals in Frankfurt abholen.
Gut die Übergabe war halt etwas spartanisch, aber auch nicht viel umfassender als bei meinem jetzigen Vertragshändler (dieser ist im Übrigen unter den Sixt Konditionen gewesen).
Es gibt m.E. Marken und Typen, die bei Sixt etwas teurer sind...Gefühlt würde ich sagen ist Mercedes dort teuer oder VW (Bus)...Sonderkonditionen gibt es immer mal wieder...Wer also kein Markenfetischist ist, kann da immer mal wieder Schnäppchen machen.
Zitat:
@Montanis schrieb am 22. Juli 2015 um 18:14:27 Uhr:
Wieso sollte er an Dir schlechter verdienen? Der nimmt die Inspektions- und Wartungskosten gerne mit und verdient da bei Dir gut.Zitat:
@Tempo1239 schrieb am 22. Juli 2015 um 13:55:03 Uhr:
Ich will ja schon mit gutem Gewissen zum Händler fahren, ohne das dieser schon das Gesicht hängen lässt, weil er weiß, dass er an mir sowieso schlecht verdient.
Mit einer Einschränkung, wenn man im Leasing die Wartungspauschale inkludiert hat. Dann rechnet das Autohaus direkt mit dem Leasinggeber nach dessen Bedingungen ab. Da fällt die theoretische Möglichkeit weg, dem Direktkunden eine Scheibenwaschanlagenfüllung für 20 Euro oder handgeschöpftes High Performance Öl oder Scheibenwischer aus der Weltraumforschung anzudrehen ;-)
Aber man kann die Wartungspauschale nicht nur bei Sixt abschließen, sondern auch beim Vertragshändler. Dann ist in jedem Fall klar, wie viel er bekommt. Selbst Reifenpauschalen kann man bekommen.
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Auch daran verdient der Händler.
Man muss sich ganz sicher keine Sorgen machen, dass der arme Händler bei der Wartung was drauf legen muss. Das ist das lukrativste Geschäft in Werkstätten.
Hey,
in ca. 4-5 Wochen steht nun meine Abgabe an. Und würde euch einfach mal bitte die Fotos anbei zu "begutachten". Ob die markierten Stellen - laut Sixt Schadenkatalog - als akteptabel gelten. Man selber sieht es am Ende immer besser als andere. Es geht eben darum, ob ich das noch beheben lasse, oder mir das Geld sparen kann. Die Stellen auf den Bildern sind sogar ziemlich identisch zu denen im Sixt Schadenlatalog Seite 11.
Danke & Grüße
Zitat:
@Jupp78 schrieb am 22. Juli 2015 um 19:12:59 Uhr:
Auch daran verdient der Händler.
Man muss sich ganz sicher keine Sorgen machen, dass der arme Händler bei der Wartung was drauf legen muss. Das ist das lukrativste Geschäft in Werkstätten.
Korrekt.
Das gilt, wenn er es direkt mit dem Endkunden abrechnen kann.
Firmen- und Flottenkunden wissen im Gegensatz zu diesem, dass ein Liter Öl keine 25€ kostet, und das Scheibenwischer nicht 50 sondern 9€ kosten (Keine Angst, ich kenne die Preise).
Somit wirds dort auch nicht verlangt.
Die Marge ist bei Flottenkunden sicher geringer, aber an den Wartungspauschalen wird immer noch mehr als gut verdient.
So, ich komme endlich dazu meinen Sixt-Erfahrungsbericht zu schreiben. Seit Anfang Dezember ist das Kapitel für mich beendet. Fazit: es gibt (fast) nichts zu meckern.
Zur Historie: wir haben im Juli 2012 einen Skoda Fabia 1.2l TSI 77kW Green tec Ambition bei Sixt als Leasingfahrzeug bestellt. Geliefert wurde der Wagen November 2012. Es wurden 10.000km pro Jahr als Laufleistung vereinbart. Laufzeit 36 Monate. Listenpreis war damals rund 20.000 Euro.
Zusätzlich hatte ich damals die Absicherung "Fairbag Plus" gebucht. Das sollte mich bei der Rückgabe gegen Parkrempler etc. in Höhe von netto 250 Euro pro Schaden schützen.
Außerdem hatte ich mich aus persönlichen Gründen für eine recht hohe Sonderzahlung von knapp 5.400 Euro entschieden. So blieb eine monatliche Leasingrate von 1,40 Euro über :-) Für "Fairbag Plus" habe ich 22 Euro im Monat gezahlt. Macht also reine Leasingkosten nach 36 Monaten in Höhe von 6.242 Euro. Dazu sind dann noch gekommen: Zulassung, Speditionskosten und Überführungsgebühren in Höhe von 1.100 Euro. Gesamtkosten also 7.242 Euro.
Im Sommer 2015 bekam ich dann eine erste Mail, dass die Rückgabe langsam näher käme und ein paar Infos. Mitte Oktober habe ich dann bei der Dekra einen Termin für Mitte November vereinbart, weil vertraglich geregelt war, dass vor Rückgabe dort eine Begutachtung durchgeführt wird. Innerhalb von 24 Stunden muss dann der Wagen bei Sixt abgeben werden.
Der Termin bei der Dekra war ziemlich locker. Der war sehr oberflächlich und hat einiges gesehen und nicht aufgenommen. Darüber war ich dann doch etwas verwundert. Aber mir sollte es recht sein. Der Wagen war insgesamt in einem sehr gepflegten Zustand. Trotzdem lassen sich in drei Jahren kleine Dellen vom Parkplatz etc. nicht vermeiden. Notiert hat er zwei Kleinigkeiten. Beides geschätzte Kosten von rund 100 Euro. Da hätte mein Fairbag also eh geholfen. An einer Stelle an der Kofferraumklappe war der weiße (Dach-)lack abgeplatzt am Übergang zum roten Teil des PKWs. Hat er nicht gesehen... Das ganze Thema war nach knapp 30 Minuten durch. Dokumentiert mit Fotos und Bogen.
Am nächsten Tag habe ich den Wagen zur Sixt-Station gebracht und dort abgegeben. Und dann warte ich auf die Abrechnung. Da wir statt der möglichen 30.000km nur knapp 20.000km gefahren waren, gab es zunächst mal eine Erstattung von rund 500 Euro. Davon wurde der Rücktransport und die Abmeldung abgezogen. Blieb ein Guthaben von 180 Euro. Aber nichts passierte. Nach zwei Wochen habe ich angerufen und gefragt, wo denn die Gutschrift bliebe. Tja, man sagte mir dann am Telefon, dass ich Ihnen erst schriftlich meine Bankverbindung (von der sie drei Jahre lang die Raten einzogen!) mitteilen müsse. Habe ich gemacht. Und dann dauerte es noch einmal fast 2 Wochen bis das Geld auf meinem Konto war... Das hätte besser laufen können, aber naja.
Die Begutachtung bei der Dekra habe ich übrigens nicht bezahlt und wurde mir auch nicht in Rechnung gestellt.
Gekostet hat mich das also für 36 Monate rund 7.000 Euro oder 195 Euro monatlich. Durch die ganzen Nebenkosten summiert sich das ganz schön. Ich hätte auf den Fairbag Plus verzichten können, dann wären es 800 Euro weniger gewesen. Aber wie das bei Versicherungen immer so ist: hinter her ist man immer schlauer.
Probleme konnte ich nun keine entdecken. Sixt hat mich vollkommen korrekt behandelt, auch wenn ich keinen Anschlusswagen dort genommen habe.
Ja zusammen mit der Abmeldung hat das 320 Euro gekostet. Hätte ich umgehen können, wenn ich den Wagen selber nach München zurück gebracht hätte.
Genau, das kommt zu den Nebenkosten noch dazu!
PS: stand ja auch indirekt drin - sorry, zu doof zum lesen...
Also hier meine bisherigen (doch überraschend positiven) Erfahrungen mit Sixt Leasing:
Wir haben uns nach langen Überlegungen für einen Seat Leon FR, 1,4 TSI bei Sixt Leasing entschieden.
Nachdem wir Sonntags abends das Angebot angefragt haben, habe ich am Tag darauf die notwendigen Unterlagen per Mail verschickt. Dienstags habe ich das ganze dann noch postalisch getan und am Donnerstag darauf habe ich per E-Mail die Bestätigung bekommen, dass der Antrag durch die Kreditprüfung ist und mir der schriftliche Vertrag inklusive weiterer Daten bzgl. Lieferung und allem innerhalb der nächsten 3-4 Wochen zugeschickt wird.
In den 4 Tagen bis zur ersten Zusage per Mail hatte ich 3-4 mal Mail Kontakt mit dem zuständigen Sachbearbeiter, der mir auch jedes Mal sehr zügig geantwortet hat.
Abgesehen von der Auftragseingangs E-Mail und der finalen Bestätigungsmail waren diese Mails alle informal und hatten keine Signatur oder ähnliches, das war das einzige, was mir bzgl. der Professionalität aufgefallen ist.
Auf jeden Fall hat es von der Onlinekonfiguration des Fahrzeuges bis zur Bestätigung per Mail gerade einmal 4 Tage gedauert - und das finde ich schon sehr schnell, vor allem nachdem, was ich alles im Internet über Sixt Leasing gelesen habe.
Mal sehen wie es weitergeht.