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Leasen, Finanzieren, oder doch lieber ganz sein lassen?

Themenstarteram 26. August 2014 um 12:49

Hallo zusammen,

Da ich jetzt endlich meine Ausbildung abgeschlossen habe und ein neues Auto benötige, bin ich am überlegen mir einen neuen Octavia RS anzuschaffen.

Zur Zeit fahre ich einen Golf III, der aber langsam seinen Geist aufgibt.

Zur Zeit verdiene ich 1450,- Brutto. Hinzu kommen noch 500-700,- steuerfreie Spesen im Monat und ein 13. Monatsgehalt.

Ich komme also im Schnitt inkl Spesen auf 1600,- Netto.

Miete muss ich keine zahlen, da ich bei meinen Eltern im Anbau wohne.

Monatliche Fixkosten sind:

Lebensmittel: 300,-

Handy: 70,-

Party & Freizeit: 160,-

Kleidung: 120,-

Macht unterm Strich 550,-

Hinzu kommen natürlich noch Steuer, Versicherung und Sprit und Wartungskosten.

Der Octavia würde (bei Sixt Neuwagen) so wie ich ihn haben will 423,- monatlich in der Vario Finanzierung kosten.

Leasing wäre ich mit 448,- dabei. Ebenfalls bei Sixt.

Ich bin mir allerdings unsicher ob ich ihn nun leasen oder finanzieren soll, bzw ob ich mich damit nicht doch etwas übernehmen würde.

Das ist ja immerhin eine Verpflichtung über 4 Jahre... und die Rate muss ja gezahlt werden, egal was kommt. :rolleyes:

Beim Leasing habe ich Angst das die mir normale Gebrauchspuren bei der Rückgabe direkt in Rechnung stellen..

Hat jemand diesbezüglich schon Erfahrungen mit Sixt gemacht? Sind die da kulant?

Würde sich das für mich lohnen?

 

 

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38 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Jornyx

 

Das ist ja immerhin eine Verpflichtung über 4 Jahre... und die Rate muss ja gezahlt werden, egal was kommt. :rolleyes:

Dein Leben wird sich in den nächsten 4 Jahren so verändern das eine Verpflichtung über 4 Jahre nicht absehbar ist. Nach der Leasingzeit bist du das Auto und alles Geld los, was du bezahlt hast. Bei einer Ballonfinanzierung muss dann noch die Restsumme aufgebraucht werden, was einen weiteren Kredit oder Konsumverzicht über den ganzen Zeitraum bedeuten würde.

Kaufe dir ein Auto von deinem Bargeld oder spare es zusammen gegen einen kurzen Kredit von einem Jahr sollte nichts sprechen. Und es gibt gute Autos für 5-8000 € am Markt.

Die Gebrauchtspuren must du auch bei der Finanzierung bezahlen wenn du ihn am Ende zurückgeben willst plus der Abschlusszahlung die ziemlich genau der Differenz zum Leasing entspricht.

Zudem halte ich bei 1600 netto schon 450€ Autokosten inkl. Benzin, Versicherung ... für sehr hoch angesetzt.

Ohne Dir zu nahe treten zu wollen, aber vielleicht solltest Du Dich zuerst mit den Grundrechenarten vertraut machen:

Zitat:

Lebensmittel: 300,-

Handy: 70,-

Party & Freizeit: 160,-

Kleidung: 120,-

 

Macht unterm Strich 550,-

Also ich brauche da keinen Taschenrechner um auf 650,-- zu kommen ;)

Ferner schreibst Du, dass Du 500 - 700 € steuerfreie Spesen pro Monat bekommst. Steht denen kein Aufwand für Essen gehen, Übernachtung usw. gegenüber? Falls doch, solltest Du das bei Deinen Kosten noch ergänzen.

Ist es denn sicher, dass Du diese Spesen auch die nächsten 4 Jahre bekommst? Hast Du auch berücksichtigt, dass bei den 5 oder 6 Wochen Urlaub im Jahr die Spesen nicht fliessen?

Ich will Dir mal eine Geschichte aus dem wahren Leben erzählen, die ich in meinem Umfeld gerade am Rande mitbekomme:

Da ist ein junger Mann, der ist auch kürzlich mit seiner Ausbildung fertig geworden und verdient nun rund 1.200 € netto im Monat. Der hat dann auch seinen alten Ford verkauft und einen Jahreswagen (deutlich kleiner als Dein Octavia RS) finanziert. Nun stellt er fest, dass sein derzeitiger Job keine wirkliche Option ist um irgendwann mal eine Familie ernähren zu können und informiert sich derzeit über weiter Qualifizierungen (Meister, Techniker oder so). Aber durch die Autofinanzierung, die doch sehr auf´s Budget drückt, wird er da noch ein Weilchen warten müssen. Heute würde er wohl kein neues Auto kaufen, wenn er vor der Entscheidung stünde.

Auch ich würde mir von den Ersparnissen einen Wagen kaufen. Was ist, wenn du in einem Jahr den Gedanken hegst, doch zu studieren? Dann musst du ggf. das Abi nachholen und hast während dieser Zeit nur das elternunabhänige Bafög von etwa 500 €. Fängst du dein Studium an, kannst ganz einpacken, je nachdem, wie vermögend deine Eltern sind.

Sinnvoll wäre also eine Anschaffung eines gebrauchten Wagens, der mind. 5 Jahre durchhält, ohne größere Kosten zu verursachen. Meinetwegen einen 6 Jahre alten Oktavia RS, wenn es denn sein muss.

Außerdem sind 70 € Handy im Monat viel zu teuer, da würde ich mal den Vertrag wechseln.

Oder du lernst eine Frau kennen und ihr möchtet zusammen ziehen und du wohnst nicht mehr bei Mama und Papa.

Ich habe nach der Ausbildung ähnlich gedacht, aber dein Lebensstil wird sich schnell an dein "höheres" Gehalt anpassen und somit weniger übrig bleiben.

Ich würde mir auch erst etwas älteres zulegen das gesparte Geld kannst du ja trotzdem bei Seite legen und dir als nächstes dein Wunschauto kaufen. Ein RS der letzten Bauform ist auch ein Top Auto.

Zitat:

Original geschrieben von XF-Coupe

Außerdem sind 70 € Handy im Monat viel zu teuer, da würde ich mal den Vertrag wechseln.

als ich den eingangsbeitrag las, war ich schon drauf zu fragen, wie man heutzutage 70 euro für handy ausgeben kann.:eek: ich bin bei 30;finde das schon sehr viel. habe das aktuelleste handy am markt.

PS: verwechsel mich aber bitte nicht mit einem, welcher sagt, dass man auch mit einem 20 euro handy und prepaid telefonieren kann. telefonieren ist das, was mit einem heutigem handy am wenigsten gemacht wird

Also 1450 Brutto sind echt nicht die Welt. Und Spesen sind eben Spesen, kein fixes Einkommen.

Willst du denn die nächsten vier Jahre im Anbau deiner Eltern leben (müssen), nur um dir ein dickes Auto leisten zu können? Ich würde mich mal im 8000-10000-Euro-Bereich umsehen. Da kann man durchaus mit geringen Monatsraten zu günstigen Zinskonditionen finanzieren und - sofern man diszipliniert ist - monatlich so viel Geld wie möglich beiseite legen. In so einem Fall finde ich auch eine Ballonfinanzierung gar nicht so verkehrt. 100 Euro im Monat abbezahlen und dann das 13. Gehalt und/oder die Spesen beiseite legen, womit in vier Jahren das Auto locker ausgelöst werden kann. Wenn es dann zwischendurch mal knapper ist, bricht einem das nicht direkt das Genick, sondern dann legt man mal kurzzeitig etwas weniger aufs Sparkonto.

Themenstarteram 26. August 2014 um 18:25

Die Spesen habe ich natürlich nicht wenn ich Urlaub mache.

Ich bin Kraftfahrer von Beruf. Pro Woche gehe ich 3-4x am Autohof essen, ansonsten ist Selbstversorgung angesagt.

Schlafen tu ich unter der Woche in meinem Sprinter, der hat eine Schlafkabine.

Mit der Handyrechnung bin ich eigentlich zufrieden.

Da sind alle Flats drin, sowohl im In- als auch im Ausland. Internetflat gilt ebenfalls fürs Ausland.

Spotify Premium hab ich auch.. so dass es mir nicht aufs Datenvolumen gerechnet wird. Das geht ebenfalls über T-Mobile. Und ich hab das iPhone 5S 32GB für 99,- bekommen.. direkt als es rauskam.

Und ohne die Auslandsflat gehts nicht.. bin 2-3 Tage der Woche irgendwo im Ausland.

Ich hatte eigentlich schon vor hier wohnen zu bleiben. Habe hier ca 70m² und nen seperaten Hauseingang. Sollte ich irgendwann ne Freundin finden (grööhl) wäre für die auch noch Platz.

Aber ich denke ich werde wohl noch meinen Golf III fahren bis er auseinander fällt, und dann sehe ich weiter.

Das nächste Auto sollte halt schon mein "Traumwagen" sein. Da spar ich lieber noch ein bisschen und hoffe das mein Golf im November nochmal über`n TÜV kommt.

Bin selbst Kraftfahrer, aber dein Bruttolohn ist ein Witz, die Spesen solltest du niemals zum Lohn rechnen, davon werden keine Rentenbeiträge bezahlt und im Krankheitsfall gibts auch nix.

Die meisten Trucker geben mehr Spesen aus als sie bekommen, alleine schon das Parken kostet nachts oft nen 10er

Mein Tip bleibt: lege dir Geld an die Seite und kaufe dir von dem Geld ein schönes Auto, mit einem max Aufstockkredit von 12 Monaten.

Themenstarteram 26. August 2014 um 18:59

Zitat:

Original geschrieben von Pepperduster

Bin selbst Kraftfahrer, aber dein Bruttolohn ist ein Witz, die Spesen solltest du niemals zum Lohn rechnen, davon werden keine Rentenbeiträge bezahlt und im Krankheitsfall gibts auch nix.

Die meisten Trucker geben mehr Spesen aus als sie bekommen, alleine schon das Parken kostet nachts oft nen 10er

Mein Tip bleibt: lege dir Geld an die Seite und kaufe dir von dem Geld ein schönes Auto, mit einem max Aufstockkredit von 12 Monaten.

Fürs Parken zahle ich nix.. fahre Sprinter.. da stell ich mich meist bei die PKWs

Naja, ich kann mit meinem Lohn zufrieden sein... für Sprinter ist das okay.. da kenn ich Kollegen die noch deutlich weniger verdienen als ich.

Für LKW-Fahrer zahlt unsere Firma auch deutlich mehr.... meist zwischen 2000 und 2200,- Brutto

Je nach Erfahrung

Irgendwie kommt mir deine Ausgabenliste arg kurz vor.

Gut, Miete fällt weg.

Aber gerade bei dem Nettolohn sollte man was für die Altersvorsorge tun. Eine Berufsunfähigkeit ist auch nicht schlecht. Gehst du mal feiern? Kaufst du dir mal eine DVD oder CD? Gehst du mal ins Kino? Geht mal der Fernseher kaputt? Haftpflichtversicherung?nGEZ?

Gerade bei seinen Ausgaben belügt man sich gern mal selbst. Da summieren sich vermeintliche Kleinigkeiten schnell.

Selbst bei deinen Angaben und der Leasing-/Finanzierungsrate hast du kaum 500€ im Monat übrig. Dann ist das Auto aber nicht versichert, gewartet, geschweige denn überhaupt einen Meter gefahren. Von Sinnvollem wie Altersvorsorge oder anderem haben wir da nichtmal gesprochen.

Ich persönlich würde bei dem Lohn nach was deutlich Kleinerem schauen. Faustformel ist ja, nicht mehr als ein Netto-Jahresgehalt für ein Auto. Ohne Spesen natürlich. Da würde ich mich an deiner Stelle bei einem Gebrauchten in der Golfklasse ansehen.

Zitat:

Original geschrieben von BMWRider

Irgendwie kommt mir deine Ausgabenliste arg kurz vor.

Gut, Miete fällt weg.

Hm, Strom Heizung, Wasser etc auch. Ok, Du wohnst bei deinen Eltern aber willst Du die das wirklich bezahlen lassen? Hätte irgendwie nen schlechtes Gefühl dabei.

Zitat:

Original geschrieben von hs-gti

Zitat:

Original geschrieben von BMWRider

Irgendwie kommt mir deine Ausgabenliste arg kurz vor.

Gut, Miete fällt weg.

Hm, Strom Heizung, Wasser etc auch. Ok, Du wohnst bei deinen Eltern aber willst Du die das wirklich bezahlen lassen? Hätte irgendwie nen schlechtes Gefühl dabei.

Eigentlich sollte man sich finanziell an den Kosten beteiligen, das muss man in jeder WG ebenso.

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