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Lagerwagen to-go oder Bestellfahrzeug mit Fragezeichen?

Themenstarteram 15. Juni 2014 um 0:52

Hallo zusammen,

ich habe mich nach intensiven Überlegungen dazu durchgerungen meinen derzeitigen Volvo S60 gegen etwas jüngeres und vor allem kompakteres zu ersetzen. In der Endauswahl befinden sich mittlerweile nur noch zwei Modelle, über deren Vorzüge und Nachteile bin ich jedoch prinzipiell im Bilde, auch der Kaufpreis differiert nur um wenige hundert Euro, so daß dieser nicht wirklich ausschlaggebend ist. Daher möchte ich gar keine marken- oder modellspezifische Beratung, sondern mein Schuh drückt ganz woanders, nämlich eher bei der Beschaffung:

Typ 1 ist ein limitiertes Sondermodell, Benziner, eher sportlich ausgelegt, kommt ab Werk aber mit allem nötigen und unnötigen Schnickschnack (Klima, Navi, etc. pp.). Steht bereits beim Händler, der mir obendrein für meinen Alten ein sehr ordentliches Angebot gemacht hat. Im Prinzip wären nur noch einige Formalitäten zu klären und ich könnte vermutlich schon nächste Woche die ersten Spritztouren im Neuen absolvieren. Eigentlich war ich auch schon kurz vor der Zusage, allerdings habe ich doch ein wenig die Befürchtung, daß mir die sportliche Auslegung (die mir auf kürzeren und mittleren Strecken durchaus Freude bereitet) und die Benzinkosten auf Dauer den Spaß verderben - sollte sich meine berufliche Situation ändern und damit meine Fahrleistung reduzieren, wäre das allerdings wieder eher weniger ein Thema.

Typ 2 wäre ein neu zu bestellender Kompakter Diesel mit 2-3 Monaten Lieferzeit, eher komfortabel ausgelegt. Eine Inzahlungnahme meines Alten wäre zwar theoretisch möglich, jedoch wohl nur zum Spottpreis. Von daher wäre eher ein Privatverkauf angesagt, was sich bisher aufgrund der Nachfrage als eher schwierig erwiesen hat. Ich hätte zwar mittlerweile 1-2 ernsthafte Interessenten, die aber verständlicherweise eher ungerne 2-3 Monate warten würden (denn solange bräuchte ich ja den Alten dann noch, wenn ich neu bestelle). Im Worst-Case stehe ich in 2-3 Monaten mit einem Auto zuviel da und muss den alten doch 'herschenken'. Andererseits wäre Typ 2 aufgrund der größeren Alltags- und Langstreckentauglichkeit langfristig die vermeintlich vernünftigere Lösung - das kann aber in 1-2 Jahren auch schon wieder anders aussehen.

Wäre die Beschaffungslage umgekehrt würde ich eindeutig zu Typ 2 tendieren, da ich eigentlich eine längere Haltedauer anstrebe. Sollte ich, aus welchem Grund auch immer, den Wagen früher wieder abstoßen wollen, wäre Typ 1 vermutlich besser zu vermarkten, da die Marke allgemein verbreiteter und beliebter ist.

Bin momentan echt hin- und hergerissen. Vielleicht hat der eine oder andere hier noch einen Denkansatz oder schlichtweg eine persönliche Meinung, die mir weiterhilft.

Grüße

Donnerschlag

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15 Antworten

Erstmal solltest du dir sicher sein, was du benötigst / haben willst.

Ich würde lieber eins bestellen, bei einem Neuwagen find ich es doch sonst recht witzlos. Dann hast du genau das was du haben willst..

Themenstarteram 15. Juni 2014 um 2:00

Ich bin mir völlig im Klaren bezüglich dem, was ich benötige und wünsche - ich weiß aber auch genauso, daß es das nirgendwo zu kaufen gibt und wahrscheinlich auch nie zu kaufen geben wird:p. Kurz gesagt: unter dem Gesichtspunkt sind beide Modelle nur ein Kompromiss;).

Kurzfristig wäre Typ 1 mein Favorit, weil sofort verfügbar und mehr Fahrspaß, mittelfristig wären beide wohl gleichauf, langfristig betrachtet hätte Typ 2 wohl die Nase vorn weil variabler und komfortabler - aber wer kann heute schon langfristig planen? Wie ich es auch drehe und wende, ich komme nicht zu dem Punkt, wo ich sage 'das ist es!'.

Wo ist der Wagen 1 verfügbar ? Sthet der in ne Showroom wo jeder Hind und Kunz mal drüber jodeln kann ? Dann haste eventuell schon Kratzerchen im Innenraum usw. Hatee ich beim MX-5 mal..

Versteh dic hschon, aber irgendwie kann man ja abschätzen ob man 1 Person oder 5 transportieren muss oder 5 tkm oder 50 tkm pro Jahr fährt..

Es ist im Wesentlichen eine Geschmacks- und auch Bedarfsfrage. Du selbst musst wissen, was du suchst, was du dir wünschst und was dir lieber ist.

Der erste Wagen mag sportlicher und gefälliger sein, der zweite indes zweckdienlicher: Das ist eine schwierige Frage. Reine Vernunftlösungen aber sind nicht das Beste - auch das Herz muss eine Rolle spielen, sonst wird man nicht glücklich (meine Meinung).

Total richtig, aber irgendwo muss man ja ansetzen..

Themenstarteram 16. Juni 2014 um 0:24

Tja, die Situation ist wirklich vertrackt. Ursprünglich hatte ich gar nicht vor den Volvo abzugeben und da wäre Typ 1 die ideale Ergänzung gewesen. Dann reifte jedoch der Gedanke, daß zwei Fahrzeuge eines zu viel sind, insbesondere wenn der neue in rund 90% aller Beförderungsfälle vollkommen ausreichend ist, mit Typ 2 läge ich vielleicht bei 95% - das kann der Alte auch nicht besser.

Wirklich hinderlich ist halt der Punkt mit dem Altwagenverkauf, das Inzahlungnahmeangebot für Typ 1 liegt aufgrund einer Eroberungsprämie auf dem Niveau, daß ich auch bei einem Privatverkauf erzielen könnte, so ich denn tatsächlich einen Abnehmer finde. Die Differenz zum Angebot von Typ 2 liegt bei immerhin 2-3 tsd Euro. Da bin ich dann fast geneigt zu sagen, lieber den Spatz auf der Hand als die Taube auf dem Dach.

Klar hätte ein nach Wunsch bestellter und genau für mich gebauter Neuwagen auch seinen Reiz, wobei sich da, genau genommen, die Individualisierungsmöglichkeiten im Prinzip auf ein paar Äußerlichkeiten beschränken: Motor, Farbe, Felgen, der Rest ist mehr oder weniger unerheblich. Und selbst da ist die Auswahl nicht wirklich überragend: meinen Wunschmotor hat man mit der jüngsten Modellpflege aus dem Programm genommen, ich müsste daher auf eine leicht gedrosselte Variante zurückgreifen, die Farbpalette ist zwar umfangreich aber meines Erachtens weitgehend ungenießbar und die Felgen sehen, zumindest in alltagstauglichem Format, eigentlich alle mehr oder weniger grausam aus. Will ich den günstigsten Preis muss ich Pakete ordern, die aus meiner Sicht unerwünschten Firlefanz beinhalten, picke ich nur die wirklich gewollten Extras raus kommt das Auto unterm Strich sogar teurer. Irre.

Was ist mit deinem jetzigen behalten ?

Themenstarteram 16. Juni 2014 um 13:23

Das macht unterm Strich bei dieser Art Neuanschaffung wenig Sinn, denn der Neue kann ja mit einigen Abstrichen das Gleiche wie der Alte, wenn ich beide behalte, habe ich in erster Linie die doppelten Kosten (Steuer/Versicherung etc.). Außerdem ist jetzt gerade ein guter Zeitpunkt den Alten abzugeben, er ist wenigstens noch ein paar Euro wert, hat keine technischen Mängel, hat noch Rest-TÜV und ein paar tsd km bis zur nächsten Inspektion, mehr wert wird er nicht mehr, auch nicht mit Neu-TÜV und Inspektion.

Ich wundere mich schon etwas, dass du die m.E. wichtigste Frage beim Autokauf nicht angehst, vielleicht, weil du das nicht nötig hast (?):

Den Preis. Der stünde bei mir im Vordergrund, sobald ich mich für das eine oder andere Modell entschieden habe. Vor allem, wenn es bei Volvo, wie bei anderen Marken auch, Unterschiede von bis zu 25% bei ähnlichen Modellen gibt. Da kann man schon mal Unterschiede im Detail -wie von dir erläutert- in Kauf nehmen.

Aber das ist beim Vorgehen ein anderer Ansatz als der von dir beschriebene...;) :)

MfG Walter

Wenn du dir den Wagen 1 problemlos leisten kannst, dann würde ich wohl den nehmen.

Wie lange wird man noch "unvernünftige" fahren können / dürfen? Wenn man ein Auto auch etwas als Hobby ansieht und nicht nur als reines Beförderungsmittel, dann sollte ein Kauf (sofern eben leistbar) auch immer mit dem Bauch oder dem Herz erfolgen und nicht ausschließlich mit dem Kopf. Was bringt dann ein super komfortables Fahrzeug, wenn es einem keinen "Spaß" macht? Ja, manche werden das nicht verstehen, weil hier eben andere Prioritäten beim Autokauf vorliegen.

Bei Modell 1 könnte es natürlich sein, dass du dich über 1 oder 2 Liter Mehrverbrauch nach einiger Zeit ärgerst (wenn die erste Euphorie verflogen ist), bei Modell 2 kann es sein, dass du dich auch jahrelang ärgerst, weil dir das Fahrzeug in manchen Situationen zu wenig sportlich oder durchzugsstark oder dergleichen ist.

Gegebenenfalls doch ein drittes Modell in die Überlegung mit einbringen? Ich denke da an einen ggf. (falls möglich) leistungsstärkeren Diesel in der gewünschten Klasse. Kostet beim Kauf ggf. etwas mehr, dafür musst du unter Umständen keine großen Kompromisse eingehen.

Da ich nicht weiß was du im Auge hast, kann ich auch nichts empfehlen, ich denke da aber an so etwas (Kompaktklasse, da es ja kleiner werden darf) wie Seat Leon FR TDI mit 184PS oder BMW 120 oder 125d.

 

Themenstarteram 16. Juni 2014 um 19:53

Ich hätte vielleicht explizit dazuschreiben sollen, daß sich beide beim Anschaffungspreis nicht viel geben, je nachdem wo ich kaufe, ist Typ 1 ist vielleicht nen tausender oder zwei günstiger, das ist jetzt für mich nicht unbedingt maßgeblich, zumal Typ 1 mutmaßlich die höheren Kraftstoffkosten mit sich bringt.

Mein Bauch sagt ja Typ 1 mein Kopf sagt Typ 2 - schwierig, schwierig.

Ich war heute morgen eigentlich geneigt allein aufgrund des guten Inzahlungnahmepreises zugunsten von Typ 1 zu entscheiden, als meine innere (Kopf-)Stimme meinte: 'Ruf doch wenigstens nochmal bei 1-2 anderen Händlern der Marke 2 hier in der Region an und schau, ob du nicht doch noch ein gutes Angebot (für den Alten) bekommst' - und siehe da, jetzt habe ich tatsächlich ein Angebot für Typ 2 auf dem Tisch, wo es preislich nicht mehr viel zu meckern gibt, da muss ich nicht mal bei den Online-Vermittlern anklingeln - ich werde langsam kirre:eek:.

Eine dritte Alternative sehe ich derzeit nicht und das ist auch gut so, sonst würde ich nämlich komplett durchdrehen:D.

Ich denke, ich kann dann auch offenbaren, was sich hinter den zwei Kandidaten verbirgt: Typ 1 ist ein VW Polo WRC, Typ 2 ist ein Volvo V40 D3.

Verstehe ich dich richtig, ursprünglich wolltest du den Volvo behalten und den Polo dazu? Dann kann es ja finanziell nicht so schlecht stehen, also kann man sich den Durst von dem kleinen Geschoss guten Gewissens leisten und aufs Herz hören. In dem Fall würdest du dich nachher wohl jedes Mal ärgern, wenn du in die Vernunftlösung einsteigst - ich müsste da nicht lange entscheiden ;)

Ein 'vernünftiges' Argument wäre noch der Werterhalt vom Über-Polo, wenn du relativ wenig fährst (?).

Tja, warum dann nicht den V40 als D4? Mit 190PS eigentlich genau das, was ich angesprochen habe - ein durchaus gut motorisierter Kompakter Diesel.

Klar, der WRC ist ein limitiertes Sondermodell - aber der angesprochene Werterhalt ist bei dem wirklich nur gegeben, wenn er nur in homöopathischen Dosen gefahren wird. Sprich mit 150.000km auf der Uhr wird der auch gebraucht nicht mehr enorm was bringen. Und wenn, dann reden wir hier nicht von ein paar Jahren sondern von 15 oder 20 aufwärts. Wenn er dann Original perfekt da steht, dann kann es durchaus sein, dass der Wert wieder zu steigen beginnt (muss aber nicht).

Wenn sich beide preislich fast nichts nehmen, dann würde ich durchaus den V40 als D4 mit betrachten - schlecht motorisiert bist du dann auch nicht.

Wenn ich es mir leisten könnte - ich würde wohl sofort den WRC Polo nehmen. Der Spass wäre es mir wert.

Themenstarteram 17. Juni 2014 um 0:29

Ich schätze mal der Werterhalt des WRC dürfte sich nicht wesentlich von den Normalo-Polos unterscheiden, eher vielleicht sogar schlechter sein, denn die Händler bekommen ihn ja trotz Riesen-Nachlass schon neu nicht los. Beim Volvo sieht's aber nicht viel anders aus, erschwerend hinzu kommt, daß die wenigsten Deutschen einen Volvo überhaupt auf dem Radar haben. Irgendwie hab ich ein Faible für ungeliebte Außenseiter:D.

Der D4 kommt nicht (mehr) in Frage, da es kein Fünfzylinder mehr ist und für mich macht das auch mit einen Reiz der Marke Volvo aus. Verglichen beispielsweise mit einem Golf GTD fühlt und vor allem hört sich der D3 trotz Minderleistung einfach souveräner, ja quasi eine Klasse höher an. Man könnte dem D3 allenfalls per Chiptuning auf die Sprünge helfen, aber auch das nur begrenzt.

Was mich am D3 wurmt ist die Tatsache, daß er bei 210km/h abgeriegelt ist, ich fahre es zwar selten aus, aber ich würde schon gerne wissen, daß ich könnte, wenn ich wollte - ich mag diese Art der Bevormundung nicht sonderlich.

Verglichen mit meinem S60 ist der V40 schon einigermaßen handlich, verglichen mit dem Polo ist er allerdings immer noch ein ziemliches Schiff. Der Polo macht mit dem Motor einfach nur Laune, aber auf längeren Strecken macht sich die schlechtere Dämmung und das geringere Platzangebot schon negativ bemerkbar - und ich komme schon so auf 20-25tsd Kilometer im Jahr, hauptsächlich AB.

Ich habe auch schon versucht anders an die Sache heranzugehen: was wäre z.B. in einem Jahr, wenn ich jetzt Modell X kaufe?

Kaufe ich jetzt den Polo, könnte ich mir gut vorstellen, daß ich in einem Jahr lieber etwas komfortableres, also den V40, hätte. Wird es den V40 in einem Jahr noch geben? Ziemlich sicher. Wird er zu ähnlichen Konditionen verfügbar sein? Vermutlich. Wird es noch einen 5-Ender geben? Möglicherweise nicht.

Kaufe ich jetzt den Volvo würde ich mir sicherlich ab und an etwas mehr Punch bzw. Performance wünschen. Würde ich deswegen auf einen WRC wechseln wollen? Vermutlich eher nicht, so lahm ist der D3 ja nun auch wieder nicht. Wird es in einem Jahr noch WRCs geben? Ja, aber vermutlich nur noch als Gebrauchten.

In beiden Fällen würde mich der Umstieg sicherlich einen mittleren, 4-stelligen Betrag kosten. Kann ich mir das leisten? Eigentlich schon. Will ich mir das leisten? Eigentlich eher nicht.

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