Ladeleitung mit Batterierelais von Hella
Hallo zusammen,
heute sollte ich eine bereits verlegte Ladeleitung für ein Anhänger an einem
Mercedes Sprinter anschliesen, diese bereits untern Fahrersitz bereit lag.
Ich bekam ein Relai in die Hand gedrückt.
Ein Hella Batterierelais mit der Nr : 4RC 011 152-007
Aber kann mir nicht zusammen reihmen wie ich dieses anschliesen muss.
Anschluss A und B ist klar : Ist die Plus Leitung die bei abgestelltem Motor geöffnet wird.
Was mir total unklar ist, ist der 4 polige Stecker für die Steuerung.
Hat einer damit Erfahrung gemacht und mir das erklären kann.
Bild vom Schaltbild lege ich bei.
30 Antworten
Zitat:
@Johnes schrieb am 9. November 2017 um 17:39:20 Uhr:
Wenn nicht, darf man das nicht nachrüsten? Wenn kein Kasten da ist, muss ich das auf das blanke Blech schrauben? Geeignetes Gehäuse ist tabu?Und ich kann an der Dose einen Stiftkabelschuh nutzen und den Leitungswiderstand zumindest minimieren! (Siehe Bild!) Hab sogar noch mal nen Stück 2.5mm² als Vergleich neben das 6mm² gehalten, was ich mal als Anschauungsobjekt fotografiert habe. Der Widerstand der Dose ist dann ein Faktor, der dem Spannungsabfall nicht gerade zugute kommt, aber zumindest über die lange Leitung fällt dann viel weniger Spannung ab.
MfG
übliches, konfektioniertes Anschlusskabel für 13-pol-Dosen mit Dauer- und Ladeplus gibt es m.E. nicht mit 4 oder gar 6mm².
Da ist 2,5mm², und das nur für Pin 9/10/11/13 und 3, das höchste der Gefühle, denn sonst (wenn diese 4 oder 5 Leitungen in 4mm² ausgeführt werden würden) würde auch der Außenmantel nicht mehr durch die Öffnung am Stecker und an der Dose passen.
Wenn man diese Geschichten mit einzelnen, ummantelten Adern realisiert, ist das vom Gesamtkabelpaket noch dicker und man kann dann einen Feuchtigkeitseintritt in die beiden Gehäuse kaum verhindern.
Von daher ist im hier genannten Fall ein Booster m.E. die beste Lösung, um die Batterie im Anhänger zu laden.
Klar, kann man ausreichend wasserfeste Gehäuse am Anhänger für den Booster verbauen (etwas Lüftung sollte sie aber trotzdem zulassen). Gesehen habe ich es bei Anhängern mit motorisch betriebenen Kippflächen oder Seilzügen aber noch nie.
Zitat:
@frestyle schrieb am 9. November 2017 um 19:27:17 Uhr:
Dann schmeiss ich noch einen D+ Simulator ins Rennen, als ansteuerung für ein 0815 Relais
Ja klar, so eine spannungsgesteuerte Einschaltung der Ladeplus-Leitung im Fahrzeug kann man auch mit spannungsgesteuertem Relais machen, welches den D+ Detektor quasi beinhaltet.
Zitat:
@navec schrieb am 10. November 2017 um 11:37:08 Uhr:
übliches, konfektioniertes Anschlusskabel für 13-pol-Dosen mit Dauer- und Ladeplus gibt es m.E. nicht mit 4 oder gar 6mm².
Wenn man eh nachrüstet, wie der TE beschreibt, sehe ich da keinen Grund, diese Leitung etwas stärker auszulegen. (Masse wird übrigens über die Kupplung selbst verstärkt. Da ist gar nicht so viel Nacharbeit nötig.)
Ich habe mehrere Strahlwasser-geschützte Dosen an Wohnmobile, Hänger und andere Fahrzeuge montiert. Die gibt es in verschiedenen Größen und Einschrauber mit Membran kosten auch kein Geld. Spelsberg, Hensel und div. andere Hersteller aus dem Industriebedarf leisten gute Dienste. Nur, führt ATU sowas nicht und daher greifen viele Leute auf "Müll" zurück und haben später Probleme.
Wer kennt schon Kabelverschraubungen, Membrannippel? Wago vielleicht gerade so! Aber oft werden Lüsterklemmen oder Drehverbinder benutzt. Wer nutzt Aderendhülsen, bevor er sein Kabel in die Dosenklemme drückt?
Ich habe in den letzten Jahren Kupplungen erneuert. Die Kabelbündel werden von mir selbst neu konfektioniert. Dabei nutze ich gerne Schrumpfschlauch, der die Kabel bündelt. Wenn man in dieses Bündel einen Schlauch mit einzieht, kann man die Dose später nach außen dauerhaft abdichten und die Feuchtigkeit kann raus. Spritzwasser aber nicht rein. Für die Kupplung selber kann man von hinten konservieren. Dabei muss man zuvor die Klemmstellen vernünftig ausführen. Wichtig ist: Aderendhülsen verwenden und ausreichend fest anziehen. (Nach fest kommt ab! Drehmoment beachten!) Die Kontakte kann man jetzt hinten konservieren. z.B. PB-Vergussmasse elastisch.
MfG
Ich nehme immer Wachs aus der Sprühdose, hält prima und man kann immer nochmal ran.
Wenn hier schon über 4-6qmm Querschnitte diskutiert wird, glaube ich auch nicht, dass man die überhaupt noch in die Dose bekommt. Dann würde ich schon eher auf eine kleine Nato-Dose ausweichen.
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@Johnes:
Zitat:
(Masse wird übrigens über die Kupplung selbst verstärkt. Da ist gar nicht so viel Nacharbeit nötig.)
Masse darf übrigens über die Kupplung selbst gar nicht zum Anhänger geführt werden. Deshalb ist der Anschluss von Minus an das Chassis des Anhängers m.E. auch nicht erlaubt....
Selbst die Masseleitungen 3, 11 und 13 dürfen im Anhänger nicht gebrückt werden.
Zitat:
@navec schrieb am 10. November 2017 um 14:47:56 Uhr:
Masse darf übrigens über die Kupplung selbst gar nicht zum Anhänger geführt werden. Deshalb ist der Anschluss von Minus an das Chassis des Anhängers m.E. auch nicht erlaubt....
Wer macht das denn? Eine Masseverbindung über die Kupplung/ Kugelkopf ist aber konstruktionsbedingt vorhanden.Selbst die Masseleitungen 3, 11 und 13 dürfen im Anhänger nicht gebrückt werden.
Wo steht das bitte? Quelle?
In meinem derzeitigem Wohnwagen war die Masse serienmäßig im Verteilerkasten verbunden.
Zitat:
Wer macht das denn? Eine Masseverbindung über die Kupplung/ Kugelkopf ist aber konstruktionsbedingt vorhanden.
aber eine mit nicht definierten Bedingungen, wenn z.B. Fett vorhanden ist. Außerdem bewegt sich die Auflaufeinrichtung gewöhnlich in Kunststoffbuchen. Es soll ja, so habe ich es jedenfalls verstanden, kein Stromfluss über dieses Gelenk fließen und das ist auch ausgeschlossen, wenn es anhängerseitig keine Verbindung einer Masseleitung zum Chassis gibt.
In jedem Fall steht es wohl in der ISO 11446, dass die Masseleitungen anhängerseitig nicht gebrückt werden dürfen und das hat dann zwangsläufig zur Folge, dass die nicht mit dem Chassis verbunden werden dürfen.
Es gibt unterschiedliche Masseleitungen, die nicht vermischt werden sollen. Die Masse vom Fahrlicht soll bei einer 13pol. AHK nicht mit dem Kreis für die Ladeleitung verbunden werden. Pin3 darf also auf keinen Fall auf das Blech geschraubt werden. Zusätzliche Aggregate sind oft mit dem Rahmen verbunden. Dies bedeutet aber nicht, die Masseverbindung über die Dose darf entfallen.
MfG
Zitat:
@Johnes schrieb am 10. November 2017 um 17:03:55 Uhr:
Zusätzliche Aggregate sind oft mit dem Rahmen verbunden. Dies bedeutet aber nicht, die Masseverbindung über die Dose darf entfallen.MfG
Das ist korrekt. 🙂
@navec,
verstehe Dein Geschriebenes bezüglich Fett an der AHK etc. nicht.
Ich schrieb doch:
Dies ist nicht als Masseverbindung zu verwenden, aber nun mal vorhanden.
Das weiß doch jedes Kind. 🙁
Wenn man die vorhandenen Masseleitungen über die Kupplung "verstärkt".
@Johnes:
Zitat:
Masse wird übrigens über die Kupplung selbst verstärkt.
bedeutet das automatisch, dass die Masseleitungen am Anhänger mit dem Chassis verbunden sein müssten, denn sonst kann die Verbindung über die Kupplung nicht "verstärken" oder liege ich da falsch...
Ich würde sagen nein. Immer mehr Hersteller trennen Chassis und elektr. Masse.
Nun ergibt sich aber das Problem nach Murphy, dass irgendwo immer was ist was sich die Masse übers Chassis sucht. Das wird dann lustig, wenn dir ständig eine Sicherung durchpfeifft, weil eine falsch gepolte Kennzeichenleuchte ganz sporadisch mit Plus auf Masse geht. Beim ersten Mal suchst du dich dumm und dämlich.
mfg
Kennzeichenleuchte mit Steckfahnen für Kabelschuhe, aber mit Abzweigung auf eine Befestigungsschraube gen Masse.
Okay!
Denke auch, wenn man den Hänger richtig verdrahtet, und die Anhängerdose und den Stecker vernünftig anschließt, braucht man das Chassi nicht auf Masse legen.
Meine Dose am Fahrzeug ist entsprechend ausgelegt und die Stromkreise im Hänger hab ich auch entsprechend.
Nicht jeder ist aber E-Fachmann und weiß, wie man die Kabel auslegt und Übergangswiderstände minimiert.
MfG