Lack beschädigt durch Oracal Carbonfolie

BMW 3er E90

Ein Bekannter hat das Dach mit der Oracal Carbonfolie folieren lassen und war soweit zufrieden.
Nun jetzt wollte er einfach was anderes und die Folie musste runter. Aufwand ohne Ende da die Folie konnte nicht so einfach entfernet werden. Aufgrund der Struktur ries sie ständig stellenweise.
Nach mehreren Stunden war das Dach jedoch befreit und die Klebereste konnten endlich entfernet werden und zum Vorschein kam ... das Böse.
Der ganze Lack am Dach hat die Carbonstruktur der Folie in sich. Polieren des Lackes hat nichts geholfen. Die Struktur der Folie hat sich irgendwie ins Lack reingefressen. Hat schon jemand sowas gehabt? Folierer lässt jede Schuld von sich ab. Die Gewährleistung des Herstellers ist bereits abgelaufen. Kann man hier was machen oder nicht? Es kann doch nicht sein das Folie die als "Schutz und Werterhalt" empfohlen wird den Lack zerstört!!!

Lackdefekt-am-dach
Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von Spark


Ein Bekannter hat das Dach mit der Oracal Carbonfolie folieren lassen und war soweit zufrieden.
Nun jetzt wollte er einfach was anderes und die Folie musste runter. Aufwand ohne Ende da die Folie konnte nicht so einfach entfernet werden. Aufgrund der Struktur ries sie ständig stellenweise.
Nach mehreren Stunden war das Dach jedoch befreit und die Klebereste konnten endlich entfernet werden und zum Vorschein kam ... das Böse.
Der ganze Lack am Dach hat die Carbonstruktur der Folie in sich. Polieren des Lackes hat nichts geholfen. Die Struktur der Folie hat sich irgendwie ins Lack reingefressen. Hat schon jemand sowas gehabt? Folierer lässt jede Schuld von sich ab. Die Gewährleistung des Herstellers ist bereits abgelaufen. Kann man hier was machen oder nicht? Es kann doch nicht sein das Folie die als "Schutz und Werterhalt" empfohlen wird den Lack zerstört!!!

Sehr ärgerlich; doch das Thema ist wohl durch.

Mit dem beschädigten Dach wird man wohl schwerlich mal einen Käufer finden.

Sorry, aber den letzten Satz kann ich nicht nachvollziehen. Zum "Schutz und Werterhalt" macht sich niemand dieses Zeugs auf´s Dach. Es sollte wohl eher "cool" aussehen. Tut es aber leider nicht, sieht billig und prollig aus und hat zudem schlimme Folgen, wie man jetzt gesehen hat.

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Zitat:

Original geschrieben von Spark


nee. das braucht man auch nicht. Die Struktur der Folie hat sich als "Negativ" im Lack abgebildet.
Willst Du sagen das Profilackierer und Profiaufbereiter nichts können und keine Aussage getroffen haben?

Nö will ich nicht, aber nicht jeder der sich PROFI oder MEISTER nennt ist auch eins 😉

Nun gut und wie dem auch sei, wenn nichts mehr machbar ist, hilft eben nur neu folieren oder lackieren lassen. Wie schon gesagt wurde, jedes Material reagiert anders und daraus einen Ersatzanspruch abzuleiten ist juristisch fast unmöglich. Halt ein typischer Fall von dumm gelaufen...

Hab auch schon von Fällen gehört, wo beim Entfernen der Folie stellenweise der Klarlack abgezogen wurde. Wohl eher nicht ganz so toll...

Stell den Wagen mal in die pralle Sonne, wenn es wärmer ist. Der BMW-Klarlack hat einen gewissen Selbstheilungseffekt. Klingt komisch, ist aber so.

Ich hatte mal eine deutliche Verätzung von Vogelkot im Klarlack, die ich mit Polieren nicht wegbekommen habe. Dann habe ich das Auto mal mehrere Stunden in die pralle, heiße Sonne gestellt und und danach war die Verätzung definitiv einfach weg.

Könnte also auch bei Dir sein, dass sich der Klarlack unter Wärme wieder entspannt und glattzieht.

(Aus Ungeduld würde ich da jetzt aber nicht mit dem Heißluftföhn anrücken.)

Ganau. Wie es aussieht ist das Ganze dumm gelaufen und einfach Pech gehabt. @Downloader Du hast scheinbar den Beitrag nicht genau gelesen. Der Lack ist total zerstört und hier hilft Garnichts. Auch nicht in die Sonne stellen. Neulackierung hilft nur dann, wenn der jetzige Lack bis zum nackten Blech entfernt wird. Schaden ist entstanden durch die sch....... Folie. Frage ist wer haftet und evtl. übernimmt die Haftung. Sudführender Folierer macht nichts und andere Folierer sowie Lackierer sagen es ist doch was beim Hersteller zu machen. Es bleibt nichts anderes als Weg zum Anwalt und der soll mit Hersteller kommunizieren wenn Folierer das nicht macht/will

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Zitat:

Original geschrieben von Spark


Frage ist wer haftet und evtl. übernimmt die Haftung. Sudführender Folierer macht nichts und andere Folierer sowie Lackierer sagen es ist doch was beim Hersteller zu machen. Es bleibt nichts anderes als Weg zum Anwalt und der soll mit Hersteller kommunizieren wenn Folierer das nicht macht/will

Ich kann Dir sagen, das wird wahrscheinlich ne Luftnummer. Dazu ne recht teure. Aber ich sag Dir auch gern wie das ablaufen wird.

Du gehst zum Anwalt, der Anwalt schreibt den Folierer an. Dieser verweist auf den Ablauf der Gewährleistung und das Thema hat sich für ihn. Ist nicht so toll, aber nun mal so wie es ist. Die Leistung selbst wurde ja scheinbar ordnungsgemäß und zufriedenstellend erbracht. Der ausführenden Firma wirst Du also keinen Haftungsschaden mehr anhängen können. Im besten Fall wird man sich ohne Anerkenntnis einer Rechtspflicht auf ein Neufolieren des Daches einigen. Kostet die Firma ja eigentlich nix außer ein bissl Folie und Arbeitszeit.

Wenn Du Dich damit nicht zufrieden geben willst, wendet sich dein Anwalt bestimmt an den Hersteller, welcher die Forderung schon mal von Grund auf ablehnen wird. Immerhin kann er nur für sein Produkt garantieren, nicht für die ordnungsgemäße Ausführung. Soll schon Fälle gegeben haben, wo das Dach vom angeblichen Profi mit Aceton gereinigt und dann foliert wurde. Am Ende war die Folie kaputt und der Lack auch... 🙂

Aber gut, gehen wir davon aus, dass Du mit der Sache bis vor Gericht kommst und Dir die Rechtschutz nicht schon vorher den Saft abdreht. Auch das gibt es, vor allen Dingen in Fragen der Herstellerhaftung. Warum? Weil sich so ein Verfahren ewig hinziehen kann und die Gutachten von den Kosten her nicht ganz ohne sind. Die Hersteller haben da einfach den längeren Atem, vor allen Dingen wenn es in die zweite Instanz geht. da steigen die Rechtschutzversicherer nämlich meist aus, egal ob die Entscheidung in erster Instanz erfolgreich war oder nicht.

* * * * *

Mein ehrlicher Tipp. Versuch Dich mit dem Folierer auf eine kostenlose Neufolierung des Daches zu einigen. Alles andere wird ein ewiges Unterfangen und Du fährst die kommenden 2 Jahre noch mit Schachbrettmuster draußen rum... 🙂

Soo schlimm find ich es jetzt ehrlich gesagt gar nicht, ich denke mal, aus höchstens 2m Entfernung sieht man davon überhaupt nix!
Zur Not halt doch in Wagenfarbe folieren lassen, wenn sich der Folierer drauf einlässt, dann sieht man auch aus 5mm Entfernung nix mehr!

Ich würde mich ggf. zunächst an den Folienhersteller wenden und ihn um Kulanz zur Abhilfe bitten. Wenn er sich stur stellt, kann man ihm andeuten, dass man einen "schönen" Brief an eine der vielen Redaktionen von Autozeitschriften unter Nennung des Produktnamens schickt.
Voraussetzung ist aber generell aber stellt sich die Frage, ob alle Herstellervorgaben bezüglich
- Verarbeitungsrichtlinien Verarbeitung
- Bedingungen für Pflege und Nutzung Pflege
- sonstigen ergänzenden Bedingungen eingehalten worden sind. Datenblatt

Ansonsten erlischt jegliche Garantie. [url=www.orafol.com /gp/europe/de/support]Support[/url]

Die Haltbarkeit liegt ohnehin nur bei 3 bzw. 5 Jahren.

Zitat:

Original geschrieben von hansi2004


Ich würde mich zunächst an den Folienhersteller wenden und ihn um Kulanz zur Abhilfe bitten.

Und das würde dann wie aussehen? Der TE bekommt 2,5 qm Folie zugeschickt. Kostet den Hersteller nur ein paar cent plus Porto...

Zitat:

Original geschrieben von hansi2004


Wenn er sich stur stellt, kann man ihm andeuten, dass man einen "schönen" Brief an eine der vielen Redaktionen von Autozeitschriften unter Nennung des Produktnamens schickt.

Meines Erachtens keine sehr gute Empfehlung, da allein dies schon den Tatbestand der versuchten Nötigung erfüllt. Zudem könnte dies ganz schnell eine strafbewährte Unterlassungserklärung nach sich ziehen, welche selbst im Falle der Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung zumindest die Rechtsanwaltskosten mit sich bringt. In der Größenordnung des anzunehmenden Streitwertes locker 3000 bis 3500 Euro.

Zitat:

Original geschrieben von hansi2004


Fest steht, dass diese Folie "Mist" ist und eigentlich nicht angewendet werden dürfte, wenn man dem Werbeversprechen Glauben schenken soll.

Da stimm ich Dir allerdings vorbehaltlos zu. Nur nützt es nicht viel. Wenn alle Werbeversprechend der Wahrheit entsprechen würden, dann würde Schokolade schön machen, Axe unwiderstehlich und ein 320d wär wie wennse flieeeeechst... 😉

Edith sagt: Auch dem hinzugefügten Text kann ich nur zustimmen und genau da liegt am Ende wohl der Punkt an welchem der TE scheitern würde...

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